1. BuzzFeed
  2. Buzz

11 Dinge, die dich eine Tätowiererin wissen lassen will

Erstellt: Aktualisiert:

„Du musst mit ganzem Herzen bei der Arbeit sein, sonst ist es halt nur ein Tattoo.“

Es ist gut möglich, dass du diese runden, hyperrealistischen Tätowierungen schon in deinem Insta-Feed gesehen hast.

Diese Tätowierungen stammen fast alle aus der Feder von Eva Karabudak, einer Künstlerin des New Yorker Tattoo-Studios BANG BANG.

BuzzFeed.de © Taylor Miller / BuzzFeed

Sie hat Cara Delevingne, Joe Jonas und viele weitere Menschen mit Meisterwerken versehen, die ziemlich krass sind.

Weil ich ein großer Fan ihrer Arbeit bin und ebenfalls in New York lebe, habe ich Eva angesprochen und nach ihren Erfahrungen beim Tätowieren gefragt. Für diejenigen, die sich selbst einmal an der Nadel versuchen wollen, hat sie folgende Tipps parat:

1. Es geht nicht nur um Technik, sondern auch darum, andere zu beobachten und von ihnen zu lernen.

„Ich liebe mein Studio, weil wir eine Gemeinschaft sind, in der wir anderen dabei helfen, sich zu verbessern“, sagt Karabudak. „Ich hatte zum Beispiel Schwierigkeiten, feine Linien zu zeichnen. Mein Kollege Dragon hat mir dann beigebracht, besser mit meiner Nadel zu arbeiten. Das hat einen großen Unterschied gemacht.“

2. Es macht VIEL (und ich meine VIEL) Arbeit.

Eva hat mir erzählt, dass sie in ihrem ersten Tattoo-Studio täglich etwa18 Stunden damit verbracht hat, sich neue Techniken beizubringen. Sie verbrachte viel Zeit damit zu üben und wurde immer besser. Als sie erst einen Monat Erfahrung vorweisen konnte, hat sie einem Tätowierer mit fünf Jahren Erfahrung den Job weggeschnappt.

3. Du musst die passenden Farben für den Hautton deines Kunden oder deiner Kundin finden.

BuzzFeed.de © Taylor Miller / BuzzFeed

„Es ist super wichtig, Farben richtig zu mischen und so den perfekten Ton für die Haut der Kund*innen zu erzeugen“, sagt Karabudak. Sie fügt hinzu: „Das ist immer eine Herausforderung. Gleichzeitig liebe ich es, solange mit den Farben zu arbeiten, bis ich die perfekte Schattierung gefunden habe."

4. Konzentriere dich in erster Linie darauf, dass deine Tattoos gut werden. Danach kannst du sie über Social Media zur Schau stellen.

„Mit deiner Kunst musst du ausdrücken, was du fühlst. Es geht nicht darum, wie gut sie über Social Media ankommt“, sagt sie. „Ich habe einfach konzentriert weitergearbeitet. Ohne, dass ich meinen Account großartig beworben habe, sind meine Follower von 10.000 auf über 100.000 gestiegen. Konzentriere dich einfach auf dein Handwerk.“

5. Es hilft auf jeden Fall, wenn du dich mit bildender Kunst und Technik auseinandersetzt.

„Bevor ich mit dem Tätowieren angefangen habe, habe ich als Lehrerin an einer Kunstschule in der Türkei gearbeitet“, sagt Karabudak. Sie hat sich dabei auf das Zeichnen konzentriert. Ihre künstlerische Leidenschaft und ihr Wissen aus dieser Zeit haben ihr geholfen, ihre Tätowier-Techniken zu perfektionieren und berühmte Kunstwerke makellos auf die Haut zu bringen.

6. Mach keine Tätowierungen, die du nicht machen willst.

Karabudak rät dir, dich nie dazu zwingen zu lassen, jemanden oder etwas zu tätowieren, den oder das du nicht tätowieren willst. Aus ihrer Erfahrung erzählt sie: „Als ich in der Türkei gearbeitet habe, kam ein betrunkener Mann spät abends in unser Studio. Er wollte, dass ich ihn tätowiere, aber ich habe mich dabei nicht wohlgefühlt. Das war eine schwierige Situation, aber ich bin standhaft geblieben. Das musste ich.“

7. Lerne, mit deinem Gerät umzugehen.

BuzzFeed.de © Taylor Miller / BuzzFeed

„Am Anfang konnte ich noch nicht so gut mit der Nadel umgehen, deshalb musste ich viel üben“, sagt sie. „Dragon hat mir dabei geholfen. Er hat mir beigebracht, wie ich die Intensität neu einstellen muss, um die richtige Kontur hinzukriegen, denn das kann für eine Tätowierung entscheidend sein.“

8. Übe immer weiter.

„Wenn ich einen neuen Kunden oder eine neue Kundin tätowiere, bin ich anfangs immer nervös und begeistert zugleich. Aber ich liebe es“, sagt sie. „Ich will immer mehr machen und weiter gehen ... Ich will den Leuten nicht immer wieder dasselbe zeigen.“

9. Finde neue Wege, deine Kunst weiterzuentwickeln und dich selbst herauszufordern.

„Ich bekomme viele Anfragen, Motive von irgendwelchen Kunstwerken nachzuzeichnen, aber ich versuche, das nicht zu oft zu machen“, sagt sie. „Wenn ich an meinen eigenen Entwürfen arbeite, versuche ich immer, etwas anderes zu entwickeln als das, was ich schonmal bei Kunden gemacht habe. Das macht meinen Job spannend!“

10. Finde einen Weg, deinen künstlerischen Anspruch mit den Wünschen deines Kunden zu vereinbaren.

Für Karabudak geht es nicht nur darum, ihr Talent zu zeigen: „Ich muss deine Gefühle und meine Gefühle zusammenbringen, es geht nicht nur um meinen Stil.“

11. Es geht um Gefühle und Vertrauen.

„Du musst mit ganzem Herzen bei der Arbeit sein, sonst ist es einfach nur ein Tattoo“, sagt sie. „Es macht mich einfach glücklich, dass mir meine Kunden so sehr vertrauen und ich sie tätowieren darf. Ich hoffe, dass sie das auch glücklich macht!“

Folge Eva auf Instagram, um ihre Arbeiten zu sehen.

Dieser Artikel erschien zuerst auf Englisch.

Auch interessant