11 Dinge, die dir Eltern von Kindern mit Behinderungen sagen wollen

„Entschuldige dich nicht bei uns dafür.“

Vor Kurzem haben wir die Mitglieder der BuzzFeed-Community gefragt, was sie andere Menschen über die Erziehung eines behinderten Kindes wissen lassen wollen. Ihre Antworten spiegeln sehr verschiedene Erfahrungen wider. Hier sind einige der beeindruckendsten Antworten:

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1. Wir ignorieren unsere Freunde und unsere Familie nicht mit Absicht.

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Wir machen bestehende Pläne nicht absichtlich kaputt. Wir wollen den Menschen auch nicht das Gefühl geben, dass sie uns egal sind. Leider ist es aber manchmal so, dass wir trotz guter Planung alles über den Haufen werfen, und uns um unser Kind kümmern müssen.

tamekan

2. Jeder noch so kleine Erfolg ist ein magischer Moment, den wir zu schätzen wissen.

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Meine Tochter leidet an Mikrodeletionssyndrom 22q11. Inzwischen ist mir bewusst, dass jeder kleine Erfolg in ihrer Entwicklung ein absolut magischer Moment ist. Wir wissen das zu schätzen und sind dankbar dafür. Wir haben uns dieses Leben zwar nicht ausgesucht, aber wir lieben unsere Tochter über alles und werden sie immer unterstützen.

eliesenadin

3. Wir glauben an unsere Kinder und das solltest du auch tun.

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Mein Sohn ist ein absolutes Wunder und ich werde immer an ihn glauben. Jeder Tag, den wir mit ihm gemeinsam verbringen können, ist ein Geschenk. Durch seine Diagnose müssen wir auf alles gefasst sein. Wir haben ständig Angst, dass sein Herz aufgeben könnte, dass er die nächste Operation am offenen Herzen nicht überstehen könnte, oder dass er an einer Erkältung sterben könnte. Trotzdem dürfen wir nicht aufhören an ihn zu glauben, denn er bedeutet uns alles.

jessicas139

4. Unsere Kinder geben uns Mut und Kraft, um weiter für sie zu kämpfen.

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Sie werden dich jeden Tag faszinieren und überraschen. Ich wollte schon aufgeben, aber die Stärke meines Sohnes gibt mir immer wieder neuen Mut, weiterzukämpfen. Wenn es ihn nicht geben würde, wäre ich nicht die Person, die ich heute bin.

juliel4ce272811

5. Von unseren Kindern haben wir gelernt, dass die Menschen am glücklichsten sind, wenn sie absolut sie selbst sein können.

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Mein Sohn ist zwölf Jahre alt. Aber er ist geistig behindert und hat einige autistische Züge. Im Grunde genommen ist er ein Sechsjähriger im Körper eines Zwölfjährigen. Er mag immer noch Sachen wie Sesamstraße und Dora, aber es ist ihm total egal, ob das cool ist oder nicht.

mltelles

6. Unsere Kinder brauchen vielleicht Unterstützung, aber wir müssen sie auf keinen Fall „ändern“.

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Mein Sohn hat einen angeborenen Hörverlust. In den letzten zwei Jahren hatten wir viele Tiefpunkte. Trotzdem kann ich sagen, dass die wenigen Höhepunkte immer herausstechen und mir unendlich viel Kraft geben.

Wenn mich die Leute fragen, warum mein Sohn ein Hörgerät trägt, dann gehe ich inzwischen selbstbewusst mit seiner Diagnose um und erkläre es ihnen in Ruhe. Ich hoffe, dass mein Sohn später auch normal damit umgehen kann und versteht, dass die Krankheit Teil seines Lebens ist. Er ist ein wunderbarer Mensch und genau so, wie er sein sollte.

sfdaniel

7. Entschuldige dich nicht für unsere Situation bei uns.

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Entschuldige dich nie, nie, niemals bei uns für die Situation, in der wir mit unserem Kind leben. Die Behinderung macht unser Kind nicht zur Last. Ganz im Gegenteil. Wir können uns glücklich schätzen, dass wir diese Person in unserem Leben haben und sind so stolz.

queenjadis

8. Du lernst, dass du stärker bist, als du gedacht hast.

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Mein Sohn wurde mit Trisomie 18 geboren. Von Anfang an hat er alle Erwartungen der Ärzte übertroffen. Eigentlich sollte er gar nicht lebend zur Welt kommen. Aber er hat es geschafft und er hat sogar wahrgenommen, was um ihn herum passiert ist. Er war so charismatisch und hat mir gezeigt, dass ich stärker war, als ich es je gedacht hätte. Auch wenn er heute nicht mehr lebt, wird er immer ein Teil von mir sein. Er motiviert mich jeden Tag, mich für Kinder einzusetzen, die mit der gleichen Krankheit geboren wurden. Er würde mit Sicherheit wollen, dass ich die Öffentlichkeit über diese Diagnose aufkläre und andere Eltern unterstütze.

jasminkarojaso

9. Du darfst ruhig wütend oder enttäuscht darüber sein, dass du als Elternteil mit diesen Herausforderungen zu kämpfen hast.

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Natürlich musst du dich für dein Kind einsetzen und dich darum kümmern. Aber meiner Erfahrung nach musst du dir zuerst erlauben, wütend zu sein, um mit deiner Situation überhaupt klarzukommen. Es ist ok, wenn du dich so fühlst, als hättest du eine Last zu tragen, auf die du nicht vorbereitet warst. Und das ist absolut richtig so. Mir ging es genauso. Lass zu, dass du wütend bist, oder dass dich deine Gefühle überwältigen. Erst dann kannst du deine volle Aufmerksamkeit auf dein Kind richten.

joannah4f6316aec

10. Lass nicht zu, dass sich eure Leben ausschließlich um die Behinderung drehen.

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Es ist sehr harte Arbeit, sich um ein behindertes Kind zu kümmern. Aber verliere dabei nicht den Blick auf das, was wirklich wichtig ist. Denk trotz der ganzen Arbeit daran, wer dein Kind ist und was du für dein Kind empfindest. Die Behinderung deines Kindes ist nicht alles, worum sich euer Leben drehen sollte.

Fennip

11. Im Grunde genommen ist es deine Aufgabe, deinem Kind trotz Behinderung all deine Liebe und Unterstützung zu geben, damit er oder sie die Menschen werden können, die sie sein sollen.

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Wir dürfen nicht vergessen, dass es unsere Aufgabe ist, den Bedürfnissen unserer Kinder gerecht zu werden. Es ist weniger wichtig, ob sie eine Behinderung haben oder einfach nur zusätzliche Hilfe benötigen. Mit unserer Hilfe und Fürsorge sollen sie ihr volles Potenzial erreichen können.

jabbathefluff

Hinweis: Die Beiträge wurden gekürzt und/ oder der besseren Verständlichkeit halber bearbeitet.

Dieser Artikel erschien zuerst auf Englisch.

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