11 kuriose Geschichten rund ums liebe Geld, die dich verblüffen werden

Beim Thema Geld verliert jeder den Verstand.

1. Im Jahr 1965 schloss der Rechtsanwalt André-Francois Raffray einen Vertrag mit der 90-jährigen Jeanne Calment. Dieser beinhaltete, dass Raffray ihr bis zu ihrem Tod jeden Monat eine Rente von 2.500 Francs zahlen würde (was im Jahr 2018 etwa 550 Euro entsprach). Im Gegenzug würde er nach ihrem Tod ihre Wohnung in Arles erhalten. Das Problem daran war allerdings, dass sie ihn überlebte.

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Raffray starb 1996 im Alter von 77 Jahren und Jeanne Calment verstarb ein Jahr später im Alter von 122 Jahren. Der New York Times zufolge zahlte Raffray der Dame insgesamt 725.000 Francs für eine Wohnung, die er nie bewohnt hat (was im Jahr 2018 etwa 248.000 Euro entsprach). Auch nach Raffrays Tod war seine Familie verpflichtet, weiterhin für Calments Wohnung zu zahlen.

Am Ende hat Raffray das Doppelte des eigentlichen Marktwertes für die Wohnung gezahlt.

2. Im Jahr 2010 wollten einige Vertreter der Stadt Tokio dem stadtältesten Bewohner gratulieren. Sogen Kato war zu dieser Zeit 111 Jahre alt. Die Vertreter wurden allerdings von Katos 81-jähriger Tochter abgewiesen. Nachdem sie auch Beamten der Wohlfahrtsbehörde wiederholt einen Besuch verweigert hat, schöpften diese Verdacht und forderten eine Untersuchung durch die Polizei.

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Die Polizei fand daraufhin die mumifizierte Leiche von Kato, die sie mit Unterwäsche und Schlafanzug bekleidet im Bett aufgefunden haben. Zu ihrem Erstaunen war Kato zu diesem Zeitpunkt seit fast 30 Jahren tot. Seine Tochter hatte seinen Tod verheimlicht und umgerechnet fast 94.000 Euro an Pensionszahlungen eingestrichen.

„Seine Familie wusste über all die Jahre, dass er tot war. Trotzdem haben sie die Leiche im Haus behalten und so getan, als wäre er noch am Leben. Das ist so gruselig“, kommentierte einer der Wohlfahrtsbeamten.

3. Im Jahr 1979 schrieb das „Institute for Historial Review“ eine Belohnung über 50.000 Dollar für denjenigen aus, der beweisen konnte, dass Juden in Auschwitz vergast worden seien. Bis dato vertrat die Organisation die Meinung, dass Gaskammern nicht zur Ermordung von Juden benutzt wurden und es keinen Massenvölkermord gegeben habe.

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Mel Mermelstein überlebte Auschwitz und reichte einen solchen Beweis im Jahr 1981 ein, aber die Organisation hat das Angebot der Belohnung widerrufen. Mermelstein verklagte das Institut daraufhin im Jahr 1985 und erhielt die 50.000 Dollar im Rahmen eines gerichtlichen Vergleichs.

Als Bestandteil des Vergleichs musste sich die Organisation bei Mermelstein und anderen Überlebenden von Auschwitz schriftlich für die Demütigung entschuldigen, den Holocaust als Mythos bezeichnet zu haben.

4. Der Einsiedler Herbert Sukenik lebte zurückgezogen in einer kleinen Mieterschutzwohnung im New Yorker Mayflower-Hotel. Nachdem das Gebäude im Jahr 2004 von einer Gruppe von Bauunternehmern gekauft wurde, wollten diese Sukenik und drei weitere Mieter aus ihren Wohnungen treiben. Die übrigen drei Mieter waren damit einverstanden, ihre Wohnungen für einen erheblichen Geldbetrag zu verlassen.

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Einer von ihnen hat dafür sogar 650.000 Dollar erhalten. Sukenik wollte allerdings in seiner Wohnung bleiben und lehnte ab. Die Bauunternehmer haben daraufhin alles versucht, um ihn aus seiner Wohnung zu bekommen und haben unmittelbar neben seiner Wohnung mit lauten Bauarbeiten angefangen. Einem Bericht zufolge erhielt Sukenik zwei Jahre später über 17 Millionen Dollar, um das Gebäude zu räumen. Zusätzlich dazu wurde ihm eine Eigentumswohnung im Wert von zwei Millionen Dollar angeboten, die er für eine Miete von einem Dollar pro Monat beziehen konnte.

5. Im Jahr 1996 gewann Denise Rossi 1,3 Millionen Dollar in der kalifornischen Lotterie. Elf Tage später reichte sie die Scheidung von ihrem Ehemann ein und hielt ihren Gewinn ihm gegenüber geheim. In einer eidesstattlichen Erklärung gab sie an, ihren Gewinn verheimlicht zu haben, weil ihr Mann nichts davon abbekommen sollte. Ein Richter des Familiengerichts urteilte daraufhin, dass sie damit gegen Gesetze zur Offenlegung von Vermögensverhältnissen verstoßen habe. Er sprach ihrem Ehemann folglich den gesamten Lottogewinn zu.

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6. Im Jahr 2001 erschummelte sich Charles Ingram mit der Hilfe seiner Ehefrau Diana und des Mitbewerbers Tecwen Whittock eine Million Pfund in der britischen Version der Quiz-Show „Wer wird Millionär?“. Die drei haben sich durch gegenseitiges Husten miteinander verständigt. Ingram las die vier Antworten zu jeder Frage laut vor und Whittock hustete, um ihm damit die richtige Antwort mitzuteilen. Das Ganze flog auf und die beiden Ingrams und Whittock erhielten Haftstrafen auf Bewährung. Außerdem mussten sie insgesamt 115.000 Pfund an Strafgeldern und Anwaltskosten zahlen.

7. Im Jahr 1919 täuschte J.D. McMahon, ein Ölunternehmer aus Philadelphia, einige Geldanleger. Er bot ihnen an, ein knapp 150 Meter hohes Bürogebäude in Wichita Falls im US-Bundestaat Texas, zu errichten. Statt des verabredeten Gebäudes mit 150 Metern Höhe entstand ein vierstöckiges Büro, das nur etwa zwölf Meter hoch war und nicht mal eine Treppe hatte. Es wurde auch als „kleinster Wolkenkratzer der Welt“ bekannt.

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McMahon sackte das gesamte Geld ein und haute damit ab. Als die Geldanleger versucht haben, ihn zu verklagen, wies sie der Richter darauf hin, dass McMahon sie damit nicht betrogen hätte. Die Investoren hatten das Gebäude nämlich genauso genehmigt, wie es gebaut worden war. Niemand hatte vorher bemerkt, dass der Maßstab auf den Bauplänen in Inches anstatt in Foot angelegt war. Das wäre, als würde man einen Bauplan in Zentimetern anstatt Metern anlegen.

8. Der Oscar-Gewinner Michael Cimino führte 1980 bei dem Spätwestern „Heaven’s Gate“ Regie. Anfangs hatte der Film ein Budget von 11,6 Millionen Dollar, was im Jahr 2018 knapp 40 Millionen Dollar entsprach. Die Produktion hat das ursprüngliche Budget aber schnell überschritten, weil Cimino als absoluter Perfektionist zum Beispiel darauf bestanden hat, für eine Szene abzuwarten, bis sich die Wolken verzogen haben. Am Ende stieg das Budget für den Film auf 44 Millionen Dollar, was 2018 fast 130 Millionen Dollar waren.

Die gesamte Produktion stand unter keinem guten Stern: Bei den Dreharbeiten sind Pferde durch Explosionen zu Tode gekommen, es gab ein riesiges Drama hinter den Kulissen und die schlechten Kritiken haben sich überschlagen. Schließlich spielte der Film nur enttäuschende 3,5 Millionen Dollar ein, was 2018 etwa 10 Millionen entsprachen. Die legendäre Produktionsfirma United Artists ging daran Bankrott und musste an MGM verkauft werden.

9. Jackie Coogan ist der Kinderstar, der gemeinsam mit Charlie Chaplin in „Der Vagabund und das Kind“ spielte. Mit seiner Arbeit als Kinderdarsteller hat er etwa vier Millionen Dollar verdient. Kurz nach seinem 21. Geburtstag fand er allerdings heraus, dass seine Mutter und sein Stiefvater den größten Teil seines Vermögens verprasst hatten.

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Also Coogan die beiden verklagte, erklärte seine Mutter, dass Jackies Anteil an diesem Vermögen nie explizit vereinbart wurde. Der Stiefvater war der Überzeugung, dass die Eltern über das komplette Vermögen von Minderjährigen, also unter 21-Jährigen, verfügen würden. Jackie würde deshalb nie auch nur einen Cent seines Verdienstes sehen. Der Rechtsstreit führte zum sogenannten „Coogan-Act“, einem Gesetz, das die Verdienste von Kinderdarstellern in Kalifornien unter rechtlichen Schutz stellt.

10. In Frankreich klagte eine Frau im Jahr 2011 erfolgreich gegen ihren Ehemann, denn er wollte während der 21-jährigen Ehe keinen Sex mit ihr haben. Ein Richter gab der Frau recht und verurteilte ihren Ex-Ehemann zu einer Geldstrafe von umgerechnet 15.000 Dollar. Damit beläuft sich der Wert seiner „Dienste als Ehemann“ auf 714 Dollar pro Jahr.

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Dem britischen Telegraph zufolge wurde die Geldstrafe gegen den 51-jährigen Mann gemäß Artikel 215 des französischen Zivilgesetzbuches verhängt. Dieser besagt, dass verheiratete Paare mit ihrer Ehe einem „Leben in Gemeinschaft“ zustimmen. Der Richter war der Auffassung, dass Sex zu diesem gemeinschaftlichen Leben gehöre.

11. Im Jahr 1984 gab es einen besonderen Deal in der New Yorker Pizzeria „Sal’s Pizza“. Der Ermittler Robert Cunningham war im Begriff, seine Rechnung zu bezahlen, als er mit seiner Bedienung Phyllis Penzo eine Abmachung traf. Anstatt ihr ein Trinkgeld zu zahlen, hat er ihr angeboten, den Gewinn aus dem Lottoschein mit ihr zu teilen, den er gerade für einen Dollar gekauft hatte. Sie willigte ein und die beiden füllten den Lottoschein gemeinsam aus.

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Am 1. April rief Cunningham bei Penzo an, um ihr zur Hälfte des Lottogewinns in Höhe von sechs Millionen Dollar zu gratulieren. In den folgenden 21 Jahren haben sich die beiden eine jährliche Auszahlung von 285.715 Dollar geteilt.

Laut „People“ Magazin wollten die beiden trotz ihres schlagartig eingetretenen Reichtums weiter arbeiten.

Dieser Artikel erschien zuerst auf Englisch.

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