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12 deutsche Horror-Legenden, die dir heute Nacht Albträume bescheren

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Von: Michelle Anskeit

Hexenverbrennung oder lieber Geistervilla?

Wir alle kennen sie: Die Urban Legends aus Amerika, die von Slenderman oder Bigfoot handeln. Aber kennst du schon die Horrorgeschichten, die wir hier in Deutschland haben?

1. Das spukende Mordopfer im Schlosshotel Waldlust

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© Autor unbekannt / Via commons.wikimedia.org

Im Jahre 1902 wurde das Schlosshotel geöffnet und erhielt in seinen ersten Jahrzehnten hochkarätigen Besuch: Adel und Filmstars übernachteten gerne im Hotel oder feierten wie wild bis zum Morgen. Das ganze fand ein jähes Ende, als Adi, die das Hotel und viele Veranstaltungen führte, eines Tages plötzlich brutal ermordet wurde. Seitdem spukt ihr Geist im Hotel umher. Arbeiter sollen beobachtet haben, wie ein Porträt von ihr immer wieder die Blickrichtung wechselte und sie beobachtete - vielleicht glaubte sie, einer von ihnen war ihr Mörder? Und dabei sollte es nicht bleiben: Als das Hotel zu einem Krankenhaus für Soldaten umgebaut wurde, wurde es nicht nur von Adis Geist heimgesucht, sondern auch von den "unerlösten Seelen". Heute ist das einst so prunkvolle Hotel nur noch für seine Geistergeschichten bekannt.

2. Eine Falltür voller Messer in Köln

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© Arnold Mercator / Via commons.wikimedia.org

Die Legende besagt, dass Verurteilte im Turm eingesperrt wurden und dort verhungern sollten. Das einzige, was sie vor diesem Tod bewahren konnte, war ein Brot, was über ihnen aufgehängt wurde und welches sie nur durch einen Sprung erreichen konnten. Wenn sie sich das jedoch wagten, klappte unter ihnen plötzlich eine Falltür auf, die mit Messern bekleidet war. Wenn sie nicht von diesen zerfleischt wurden, fanden sie ihren Tod im kalten Wasser des Rheins.

So sieht der Turm heute aus... Möchtest du vielleicht mal vorbeikommen?

3. Die mordende Mittagsfrau

Wenn du dich nach Mittag auf einem Feld herumtreibst, solltest du aufpassen und lieber schnell nach Hause gehen, bevor sie dich findet: Eine alte Frau mit Pferdefüßen und einer spitzen Sichel, bekannt als "die Mittagsfrau. Sie steht vor dir und wird dich fragen, was du in der prallen Sonne noch hier tust. Wenn du sie nicht genau eine Stunde lang ablenken kannst und ihr von der Arbeit auf den Feldern berichtest, schneidet sie dir den Kopf ab.

4. Die Hexenrituale auf dem Burgberg

Inmitten von schönen Gebäuden steht sie als einziges verlassen und vermodert da: Eine Spuk-Villa in Verden. Vielleicht denkst du wie viele anderen, dass es ein guter Ort für eine Mutprobe ist und traust dich mal hinein. Dann knarzt vielleicht das alte Holz der Villa, während ein kalter Luftzug durch die zerbrochenen Fenster zieht. Und wenn du dann deine Taschenlampe anmachst, bekommst du einen schönen Blick auf die Tierkadaver und Hexenrituale, die sich in der Villa abspielen sollen.

5. Der Geist der weißen Frau

Jakobe von Baden wurde bereits früh unglücklich zwangsverheiratet - mit einem Mann, der trotz seiner starken geistigen Verwirrung über das Land regieren sollte. Sie musste immer wieder dabei zugucken, wie er zu seinem eigenen Schutz weggesperrt wurde. Als Jakobe sich das nicht mehr mit angucken konnte, versuchte sie, seine Position einzunehmen. Fest entschlossen und mit der Hilfe ihres Geliebten und viel jüngeren Jakob von Ophoven, schmiedete sie Pläne zur Übernahme. Als ihr Mann davon erfuhr, ließ er sie im Schlossturm einsperren. Am nächsten Tag wurde Jakobe erwürgt in ihrem Zimmer gefunden. Ihr grausamer Tod und das Unrecht, das ihr angetan wurde, führen dazu, dass sie nun im Schloss umherspukt. Man sieht sie dort immer wieder, ganz in weiß gekleidet.

6. Der Axtmörder von Bremen

Man erzählt sich, dass Im Stadtteil Huchting einst ein Vater seine gesamte Familie mit einer Axt umgebracht haben soll. Aus lauter Angst und Ekel wollte danach niemand mehr in das Haus einziehen - bis sich eines Tages doch jemand traute. Sehr schnell konntest du dann jedoch wieder lesen, dass das Haus zum Verkauf stand. Der Grund: Es soll hier immer wieder spuken. Um dem Ganzen ein Ende zu machen, wurde das Haus schließlich abgerissen.

7. Der Irrweg ins Todesmoor

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© Arnold Böcklin / Via commons.wikimedia.org

Vielleicht denkst du, sie sind nur eine magische Kreatur aus Harry Potter, aber nein: Die Irrlichter sind auch bei uns Zuhause und machen es sich in Orten wie Nienburg oder im Lengener Moor bequem. Sie schwingen ihre hellen Laternen umher und machen dir Hoffnung, dass du es lebend aus dem Wald schaffst. Du folgst ihnen, Schritt für Schritt, bis du schließlich tief im Moor versinkst.

8. Das tragische Schicksal der Hexe von Mühldorf

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© Anton Schröck / Via commons.wikimedia.org

Die nur 16-jährige Maria Pauer arbeitete beim Höllschmied Altinger und verbrachte dort ein normales Bürgerleben - bis während der Arbeit plötzlich Gegenstände um sie herum anfingen, umherzufliegen. Voller Panik meldeten die Zeugen sie direkt als Hexe. Ihr Schicksal besiegelte sich am 27. Januar 1749, als sie schließlich verhaftet wurde. Sie wurde in die "Hexenkammer" des Rathauses von Mühldorf am Inn gebracht, wo sie wegen der schlechten Versorgungsbedingungen unter Angst und Halluzinationen litt, denen sie drei Monate lang ausgesetzt war. Nachdem diese vorüber waren, wurde sie nach Salzburg gebracht und den Richtern dort vorgestellt. Der hohe Druck beim verhör sowie ihr schlechter mentaler Zustand führten dazu, dass sie ein falsches Geständnis ablegte - und schließlich mit dem Schwert hingerichtet wurde. Sie gilt als letzte Person, die wegen angeblicher Hexerei in Österreich getötet wurde.

9. Der erdrosselte Verräter von München

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© Matthäus Merian / Via commons.wikimedia.org

Theresia war erst 17 Jahre alt, als sie der Hexerei angeklagt wurde. Die junge Frau wurde in eine Zelle geworfen und sollte dort auf ihren Tod warten. In der Nacht vor ihrem Tod soll beobachtet worden sein, wie eine Fledermaus aus ihrer Zelle flog. Dabei dachten sich die Menschen zunächst nichts, bis sie am nächsten Morgen die schreckliche Nachricht erhielten: Der Mann, der Theresia der Hexerei bezichtigt hatte, wurde erwürgt aufgefunden. Um seinen Hals war das Bettelhemd gewickelt, welches nur einer Person gehören konnte - Theresia selbst.

10. Der verfluchte Marksteinversetzer

In dieser Legende geht es um einen gierigen Bauern. Dieser wollte sein eigenes Land dadurch vergrößern, dass er immer wieder die Marksteine umsetzte, die seine Felder von denen der anderen Bauern abtrennten. Dafür wurde ihm ein Fluch auferlegt, der ihn nach dem Tod dazu zwang, jede Nacht Marksteine durch die Gegend zu tragen. Erlöst wurde er nur, wenn jemand ihm sagte, wo er diesen hinlegen sollte. Da seine Gestalt den Leuten jedoch Angst machte, wanderte er viele Nächte umher, bis ein Bauernjunge ihn schließlich befreite.

11. Die toten Zauberbuben von Freising

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© Lou Gruber / Via commons.wikimedia.org

1715 machten sich ein paar Jungen in Freising einen Scherz daraus, zu behaupten, dass sie im Besitz von Zauberkräften wären. Dabei war ihnen nicht klar, welche grausamen Konsequenzen diese kleine Lüge für sie haben würde: Verfolgt von der Panik, die damals im Bezug auf Zauberei bestand, wurden die Jungen sofort eingesperrt. Um ein Geständnis aus ihnen herauszubekommen, wurden sie grausam gefoltert - so schwer, dass einer der Jungen noch vor der eigentlichen Hinrichtung an Blutverlust starb.

12. Die durchbohrten Schädel in den Ofnethöhlen

Stell dir vor, du besuchst die Ofnethöhlen in Nördlingen, bereit dazu, ein kleines Abenteuer zu erleben und dich ein bisschen vor der Dunkelheit zu gruseln - und plötzlich findest du 30 menschliche Schädel. Kinder, Frauen, Männer - ihre Gebeine, mit Löchern durchbohrt. Du rennst zurück, erzählst es allen und erfährst, was Grausames mit den Menschen passiert ist: Ihre Körper wurden für Rituale genutzt und die Löcher dienten dafür, sie an Ketten aufzuhängen.

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