12 extrem gruselige, aber wahre Geschichten aus der Medizin

Der menschliche Körper ist eine sehr, sehr merkwürdige Sache.

1. In Texas kam einmal ein Mann in die Notaufnahme der angab, er sei betrunken, ohne einen Schluck Alkohol zu sich genommen zu haben.

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Es wurde entdeckt, dass der Mann unbeabsichtigt Bier in seinem Magen braute. Bei dem 61-Jährigen, der längere Zeit schon eigenes Bier zu Hause braue, hatte sich Hefe im Magen gesammelt. Nachdem er dann stärkehaltige Nahrung aß, fermentierte die Hefe den Zucker zu Ethanol.

2. 2016 verstarb in Mexiko-City ein 17 Jahre alter Jugendlicher, nachdem er von seiner Freundin einen Knutschfleck verpasst bekommen hatte.

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Berichten zufolge glauben die Ärzte, der Knutschfleck habe ein Blutgerinnsel hervorgerufen, das in sein Gehirn gewandert sei und dann einen Schlaganfall ausgelöst habe.

3. Am 19. Februar 1994 wurde die todkranke Krebspatientin Gloria Ramirez in eine Notaufnahme in Kalifornien gebracht – bedeckt mit einem öligen Schimmer und mit knoblauchartigem Mundgeruch.

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Selbst von den Blutproben, die ihr entnommen wurden, ging ein starker Geruch aus. Kurz danach klagte das zuständige Personal über Schwindelkeit, einige Schwestern wurden bewusstlos.

Es wurde eine Räumung des Krankenhauses angeordnet. Dreiundzwanzig Leute wurden krank, fünf mussten sogar selbst stationär behandelt werden. Gloria Ramirez verstarb, als offizielle Todesursache wurde Nierenversagen angegeben. Nach einer Untersuchung kamen viele Theorien auf, was geschehen sei. Es wird vermutet, dass sie zur Schmerzlinderung ein Gel aufgetragen hatte, dessen Inhaltsstoffe zu einer chemischen Reaktion geführt haben könnten. Doch es ist nach wie vor nicht hunderprozentig geklärt, was Ramirez zur „giftigen Dame“ machte.

4. Als US-Präsident James A. Garfield am 2. Juli 1881 niedergeschossen wurde, nahmen die Ärzte an, dass die Kugel seine Gedärme durchschlagen habe.

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Darum bestanden sie darauf, dass der Präsident durch das Rektum ernährt werden müsse. Der Präsident nahm verschiedene Lebensmittel zu sich, darunter Rinderbrühe, Eidotter, Milch, Whiskey und Opiumtropfen – allesamt durch sein Rektum. Diese Mangelernährung führte, zusammen mit unhygienischen medizinischen Maßnahmen, am 19. September 1881 zum Tod des Präsidenten.

5. Im Jahr 1917 hatte der 18-jährige Adam Rainer eine Körpergröße von rund 1,38 m. Wegen eines Tumors in seiner Hirnanhangsdrüse machte er bis zum Alter von 32 Jahren einen Wachstumsschub durch, der ihn auf 2,18 m wachsen ließ.

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Operationen zur Entfernung des Tumors brachten keinen Erfolg. Als er im Jahre 1950 im Alter von 51 Jahren verstarb, war er 2,33 m groß. Er ist in der bekannten Geschichte der einzige Mensch, der sowohl ein Kleinwüchsiger als auch ein Riese war.

6. Dawn Becerra aus Scottsdale, Arizona hatte in Mexiko einen Taco mit Schweinefleisch gegessen. Danach wurde sie drei Wochen lang krank und litt an heftigen Krampfanfällen.

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Ärzte entdeckten daraufhin einen parasitischen Wurm in ihrem Hirn. Da der Wurm in einer empfindlichen Zone des Gehirns saß, musste Becerra im Verlauf der sechsstündigen Operation bei Bewusstsein bleiben.

Nach Angaben von Dr. Joseph Sirven hatte Becerra den Parasiten als Ei verschluckt, das sich dann an ihre Darmwand geheftet hatte. Das Ei hatte sich zu einem Wurm entwickelt, der über ihre Blutbahn in ihr Gehirn gewandert war. Der Wurm selbst richtete nicht viel Schaden an. Wenn er aber gestorben wäre und sich zersetzt hätte, hätte ihn ihr Körper als Fremdkörper behandelt, und das ihn umgebende Gewebe hätte sich entzünden können.

7. Im Jahre 1754 wurde Ewen McDonald in Newcastle zum Tode durch den Strang verurteilt. Nachdem er gehenkt worden war, wurde angeordnet, dass seine Leiche seziert und untersucht werden solle.

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Als Chirurgen seine Leiche für die Autopsie vorbereiteten, hat sich McDonald zu jedermanns Erstaunen einfach aufgesetzt „und begann sofort um Gnade zu betteln“. Einer der Chirurgen ergriff einen Holzhammer und tötete ihn unverzüglich – zum zweiten Mal.

8. 2003 hatte Holly Marie Adams am selben Tag– innerhalb weniger Stunden – erst mit Raymon Miller und später mit seinem eineiigen Zwilling Richard Geschlechtsverkehr. Sie wurde infolgedessen schwanger.

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Holly benannte zuerst Raymon als den Vater, was dieser aber abstritt. Also wurde ein Vaterschaftstest durchgeführt, der ergab, dass BEIDE Männer mit über 99,9% Wahrscheinlichkeit als Vater in Frage kommen.

Nach Angaben von Dr. Bob Gulles, einem Experten für Vaterschaftstests, „gibt es schlicht kein Testverfahren, das einen Unterschied zwischen zwei eineiigen Zwillingen erkennen könne.“

Die Gerichte urteilten, dass Raymon der Vater sei. Trotz der Unsicherheit wird von ihm erwartet, dass er für das Kind Alimente zahlt. Er streitet weiterhin vor Gericht.

9. 1984 behauptete eine Frau in England, dass Stimmen ihr gesagt hätten, sie habe einen Gehirntumor. Die Frau, die vorher keine Krankheiten gehabt hatte, kam wegen einer halluzinatorischer Psychose in Behandlung.

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Sie hörte jedoch weiterhin die Stimmen, die darauf bestanden, sie müsse ihr Gehirn untersuchen lassen. Dem British Medical Journal zufolge sollen diese Stimmen auch verraten haben, wo genau der Tumor sich befände. Ihrem Wunsch nach einer Untersuchung wurde nachgegeben – und der Tumor wurde genau dort gefunden, wo die Stimmen es vorausgesagt hatten.

10. 2011 hat ein Jugendlicher in Virginia für eine Mutprobe fast einen Liter Sojasauce getrunken. Dann bekam er einen Krampfanfall und Schaum vorm Mund.

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Innerhalb von zwei Stunden befand er sich in der Notaufnahme eines örtlichen Krankenhauses, wo er nicht mehr ansprechbar war und auch nicht mehr auf Schmerzreize reagierte. Schließlich fiel er in ein dreitägiges Koma. Als Ärzt*innen die Natriumkonzentration in seinem Blut bestimmten, war diese ihren Angaben nach die höchste, die sie je bei einem Erwachsenen gesehen hätten, „der eine Vergiftung ohne dauerhafte Nervenschädigung überlebt hat.“

11. Im Jahre 1809 wurde die 45-jährige Jane Todd Crawford fehlerhaft diagnostiziert – durch zwei Ärzte, die ihr sagten, sie sei mit Zwillingen schwanger.

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Ein dritter Arzt, Dr. Ephraim McDowell, sprach eine anderslautende Diagnose aus: Er glaubte, Mrs. Crawford leide an einem großen Ovarialtumor, und bot ihr an, diesen im Rahmen einer experimentellen Operation zu entfernen, die noch nie zuvor durchgeführt worden war.

Ohne Einsatz von Anästhetika oder Antibiotika entfernte McDowell ihr in der ersten Ovariektomie aller Zeiten einen 10 Kilogramm schweren Tumor aus dem Eierstock. Mrs. Crawford erholte sich von der Operation und starb im Alter von 78 Jahren.

12. 2012 entschied sich ein iranischer Mann, sich in persischer Sprache den Spruch „viel Glück auf all deinen Wegen“ auf die Seite seines Penis tätowieren zu lassen.

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Nach Abklingen der Schmerzen fiel dem Mann auf, dass seine Erektionen länger anhielten als üblich. Eine Woche später hatte er eine Dauererektion, die nicht mehr zurückging. Ärzte kamen zu dem Schluss, dass durch die Tätowierung Gefäße im Penis beschädigt worden seien, was einen sogenannten non-ischämischen Priapismus verursacht habe – also einer Dauererektion bei der die Blutversorgung nicht gestört ist.

Nach mehreren Behandlungen gab der Mann auf und entschied sich, mit permanent erigiertem Penis weiterzuleben.

Dieser Artikel erschien zuerst auf Englisch.

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