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13 Tipps einer Dermatologin, die deine Haut perfekt durch den Herbst bringen werden

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Deine Haut verändert sich von Jahreszeit zu Jahreszeit. Das musst du jetzt wissen.

Wir haben mit Dr. Sweta Rai, einer Dermatologin der Harley Clinic, über alles gesprochen, was unsere Haut braucht, um gut durch die kalten Monate zu kommen. Das kam dabei heraus:

1. Alle Hauttypen werden im Herbst und Winter trockener.

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Ich spüre meine Haut schon austrocknen. © Mangostar_studio / Getty Images

„Wir produzieren in der kalten Jahreszeit weniger natürliche Öle (Talg), außerdem führt das raue Wetter in Kombination mit der Heizungsluft dazu, dass die Haut Feuchtigkeit verliert.“

2. In Herbst und Winter brauchst du eine reichhaltigere Feuchtigkeitscreme.

„Da du in kalten Monaten so viel Feuchtigkeit verlierst, musst du auf eine fettreichere Feuchtigkeitscreme umsteigen, um das auszugleichen.“

3. Es gibt viele Gründe dafür, warum du im Herbst verstärkt Pickel bekommst. Viele von ihnen hängen im Grunde damit zusammen, dass sich dein Lebensstil verändert.

Während des Übergangs vom Sommer in den Herbst kann die Talgproduktion immer noch ziemlich hoch sein, da die Tage noch recht warm sind und die Heizung noch nicht auf Hochtouren läuft. „Zudem finden im Herbst viele Veränderungen im Lebensrhythmus statt – die Leute gehen wieder zur Uni und zur Arbeit, neue Projekte beginnen, über die Sommerferien liegengebliebene Arbeit wird nachgeholt“, fügt Dr. Rai an. All dies kann deine Haut beeinflussen und zur Bildung von Pickeln führen.

4. Dein Hauttyp kann sich von Jahreszeit zu Jahreszeit ändern.

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Das sollte ich mir mal merken. © Youngoldman / Getty Images

Hauttypen werden grundsätzlich anhand ihrer Talgproduktion unterschieden. Wenn deine Haut nur trockene und keine öligen Stellen hat, ist deine Haut trocken. Wenn dein gesamtes Gesicht ölig ist, hast du fettige Haut. Wenn Teile deines Gesichts – beispielsweise deine Nase, Stirn und Wangen im Laufe des Tages fettig werden, der Rest jedoch nicht, oder wenn du an einigen Stellen trockene Haut hast und fettige an anderen, dann hast du Mischhaut. Allerdings kann es schwierig sein, das selbst zu diagnostizieren, daher rät Dr. Rai dazu, professionellen Rat hinzuzuziehen, falls du dir unsicher bist.

5. Du solltest unbedingt das ganze Jahr über Cremes mit Lichtschutzfaktor verwenden.

„UVA- und UVB-Strahlen machen keine Ferien, daher ist es wichtig weiterhin Sonnenschutz aufzutragen, um Schäden an deiner Haut durch diese gefährliche Strahlung möglichst gering zu halten.“

Alle, die auf der Fitzpatrick-Skala zwischen 1 und 4 liegen, sollten jeden Tag mindestens Lichtschutzfaktor (LSF) 30 mit Schutz vor dem gesamten Spektrum auftragen. Je weiter unten du dich auf der Skala befindest, desto höher sollte der LSF sein.

6. Selbst Leute mit dunkleren Hauttypen sollten jeden Tag Sonnenschutz auftragen – und ja, selbst im Winter.

„Leute, die auf der Fitzpatrick-Skala bei 5 oder 6 liegen, müssen vielleicht nicht unbedingt einen hohen LSF auftragen, sollten jedoch nicht komplett darauf verzichten, da UV-Strahlung Schäden verursachen kann, die Hyperpigmentierung und Hautalterung hervorrufen.“

Im Grunde gilt: Tu deinem zukünftigen Ich einen Gefallen und trag stets Sonnenschutz auf, damit du im Alter genauso schön und gesund bleibst. Es gibt auch zahlreiche Produkte, die keinen aschgrauen Schatten über deine Haut legen, aber dennoch hervorragenden Schutz bieten.

7. Außerdem solltest du deinen Sonnenschutz im Laufe des Tages immer wieder nachcremen, was jedoch nicht schwierig ist, da heutzutage viele Make-Up-Produkte einen LSF aufweisen.

Der LSF verliert im Laufe des Tages an Effektivität – es kann passieren, dass du ihn wegschwitzt oder abreibst, genau wie bei deiner Foundation. Du brauchst dir allerdings nicht deine Sonnencreme zu schnappen und jede Menge davon über dein Make-Up zu schmieren, du kannst es einfach mit einer Foundation oder einem Puder mit LSF auffrischen. Wenn du kein Make-up trägst, ist ein Sunscreen Stick eine tolle, handliche Lösung für unterwegs.

8. Du brauchst kein starkes Peeling für strahlend schöne Haut, eine Hautbürste ist eine tolle Alternative.

„Benutze die zweimal pro Woche und greif dann zu einer guten Feuchtigkeitscreme, um stumpfe Haut zu vermeiden“, so Dr. Rai.

Wenn du zystische Akne hast, ist eine Bürste vielleicht nicht das Richtige für dich, da sie die Akne weiter reizen kann. Wenn du jedoch viel komedogene Akne hast (keine roten Punkte, sondern harte kleine Hügelchen), wird eine Bürste diese spürbar reduzieren.

9. Peelings können ein toller Weg sein, stumpfe, alte Haut loszuwerden, aber achte darauf, dass sie auch die richtigen für dich sind.

Peelings für den Hausgebrauch enthalten im Allgemeinen sehr milde Säuren wie etwa Glykolsäure, die sehr effektiv tote Hautzellen loswerden kann. Achte darauf, solche Peelings nur für begrenzte Zeit zu verwenden, um Reizungen und Verbrennungen zu vermeiden. Wenn deinem Peeling ein Neutralisationsmittel beigefügt ist, solltest du das unbedingt nach der Anwendung benutzen, um den pH-Wert deiner Haut zu neutralisieren. „Andernfalls wird die Säure in dem Peeling weiter arbeiten und möglicherweise Schaden anrichten.“

10. Vernachlässige deine Lippen nicht und besorge dir eine Lippenpflege mit LSF.

„Die Lippen sind gegenüber der Sonne sehr anfällig, da sie etwas aus dem Gesicht hervorstehen, sodass sie dem Licht mehr ausgesetzt sind. Daher sind sie auch derjenige Teil des Gesichts, der am ehesten Alterungserscheinungen aufweist. Wir vernachlässigen sie zudem, wenn es um den Schutz der Lippen vor UV-Strahlung geht.“

Achte darauf, jeden Tag eine Lippenpflege mit LSF zu tragen, damit deine Lippen schön weich und von der Sonne verschont bleiben.

11. Wenn du Fieberbläschen bekommst, überdecke sie nicht, da du sonst womöglich die Infektion weiter verteilst.

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Vielleicht sollte ich generell weniger in mein Gesicht tatschen. © Lolostock / Getty Images

„Wenn du Abdeckcreme mit deinen Fingern oder einem Pinsel aufträgst und dabei dein Fieberbläschen berührst, läufst du Gefahr, die Virusinfektion von dem Fieberbläschen auf andere Stellen in deinem Gesicht zu verteilen.“

Wenn du merkst, dass ein Fieberbläschen kommt, kannst sein Wachstum mit speziellen Medikamenten stoppen, die gegen das Virus arbeiten. Diese Mittel bekommst du beim Arzt, in der Apotheke oder bei Dermatologen.

12. Vergiss nicht, deine Leberflecken auch im Winter zu überprüfen.

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Immer schön im Auge behalten. © Chesiirecat / Getty Images

„Unsere Körper sind im Winter gut verpackt, daher vergisst man schnell, öfter mal die eigenen Leberflecken zu checken – dabei ist es ungeheuer wichtig, das zu tun.“

Überprüfe deine Leberflecken regelmäßig auf jegliche Veränderungen – wie Farbe oder Form – und falls du Veränderungen feststellen kannst, lass sie von deinem Arzt kontrollieren.

13. Es ist wichtig zu wissen, welchen Hauttyp du hast, damit du weißt, welche Produkte für dich tatsächlich in Frage kommen.

„Ich rate davon ab, willkürlich irgendwelche Gesichtsmasken zu benutzen! Wenn du trockene Haut hast und ‚Reinigungsmasken‘ wie etwa Kohlemasken benutzt, kann es passieren, dass du bloß deine Haut austrocknest und mehr Schaden anrichtest.“

Wenn du dir über deinen Hauttyp unsicher bist, ist es das Beste, einen Profi aufzusuchen und deine Haut auf etwaige Krankheitsbilder untersuchen zu lassen, etwa Akne oder Ekzeme, und um Rat einzuholen, welche Produkte die besten für deine Haut wären. Langfristig ist das wesentlich effektiver, als wahllos zu Produkten aus dem Drogerie-Regal zu greifen.

Dieser Artikel erschien zuerst auf Englisch.

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