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17 Dinge, die sich Frauen in Bewerbungsgesprächen anhören müssen

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Von: Michelle Anskeit

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Eine Frau bei einem Bewerbungsgespräch, die geschafft aussieht und vor einem Mann sitzt, der Bewerbungsunterlagen in der Hand hält. Text: „Wie oft im Jahr werden Ihre Kinder denn so krank?“
Soll ich das jetzt ausrechnen, oder wie? © Panthermedia / IMAGO

„Mir sagte mal ein Mann, er würde keine zwei Hotelzimmer buchen, wenn es auf Dienstreise geht und zwinkerte mir zu.“

Neulich haben wir die Mitglieder der BuzzFeed Deutschland-Community in einem Post auf Facebook gefragt, was die bizarrsten Erfahrungen waren, die sie je in einem Bewerbungsgespräch gemacht haben. Viele Frauen haben hierauf geantwortet und geteilt, welche sexistischen Dinge sie sich in ihren Vorstellungsgesprächen bereits von Personaler:innen anhören mussten. Viele erklärten auch, dass sie aufgrund ihres Geschlechts dann auch gar nicht erst für die Stelle in Betracht gezogen wurden.

Hier sind die Erfahrungen, die sie in den Kommentaren geteilt haben.

Hinweis: In einigen Antworten werden Themen wie sexuelle Belästigung, Rassismus und Bodyshaming behandelt.

1. „‚Was sagt denn Ihr Mann dazu, dass Sie arbeiten gehen?‘ WTF!!!“

-Sandra G.-K.

2. „‚Wir nehmen lieber einen Mann, weil: Sie könnten ja schwanger werden und fallen dann aus.‘ Das wurde mir am Ende eines Probetages gesagt. Ja, danke auch.“

-Silvia J.

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3. „Das habe ich sogar mehrfach erleben müssen: Ich hatte damals ein Kind und da kam immer: ‚Vielleicht kommt ja ein zweites. Wir brauchen jemand beständigen.‘ Ganz furchtbar, aber anscheinend gang und gäbe heutzutage ...“

-Katharina B.

4. „‚Sie passen uns nicht ins Bild, sind aber sehr qualifiziert für den Ausbildungsplatz‘. Ich hatte einfach kurze Haare. Es ging um eine Ausbildung zur Bankkauffrau.“

-Leonie R.

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5. „Mir sagte mal ein Mann, er würde keine zwei Hotelzimmer buchen, wenn es auf Dienstreise geht und zwinkerte mir zu.“

-July N. J.

6. „‚Können Sie mal bitte Ihren Mantel öffnen?‘ Ich hatte einen dicken Teddymantel an in meiner Jugendzeit. Der Chef hat die Frage damit begründet, dass er meine Figur sehen will, weil ich in die obersten Büroregale nur mit einer Leiter hochkomme und dafür sportlich sein sollte.“

-Silvia S.

7. „Ich werde bei diesen Gesprächen ständig gefragt, ob die Betreuung meiner Kinder gewährleistet ist …“

-Lea K.

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8. „Sie brauchen nicht so viel Gehalt, weil ihr Mann ja schon gut verdient.“

-Claudia D.

9. „Ich hoffe Ihre Familienplanung ist schon abgeschlossen.“

-Laura G.

10. „‚Sind Sie Jungfrau?‘ Das war gerade die Phase, wo man nicht mehr nach Schwangerschaft fragen durfte. ‚Nein, bin Wassermann.‘“

-Marion M.

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11. „Hinterher erfahren, dass mich die Chefsekretärin einstellen wollte, weil ihr Ex-Mann am gleichen Tag Geburtstag hatte und doch ‚eigentlich ein ganz lieber Kerl war ...‘“

-Anke P.

12. „Als Mutter muss man sich eigentlich immer dieselben dummen Fragen und Aussagen anhören wie: ‚Gibt es Großeltern, die sich im Krankheitsfall um die Kinder kümmern?‘, ‚Bleibt ihr Mann auch mal zu Hause, um sich um die Kinder zu kümmern?‘“

„‚Wie oft im Jahr werden Ihre Kinder denn so krank?‘, ,Bei 35 Stunden können Sie aber nicht nur 2 Spätdienste arbeiten. Mindestens 4 in der Woche sollten es da schon sein.‘ ... Und anderer Kokolores.“ -Ja Na

13. „Ihre Chancen stehen sehr gut, sie bringen Erfahrung mit, außerdem braucht man ja auch eine Frau in der Runde.“

-Wölkli C.

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14. „Er: ‚Was macht denn Ihr Mann beruflich und was verdient er?‘ Ich: ‚???‘
Er: ‚Wenn wir Ihnen mehr zahlen als Ihr Mann verdient, führt das zu Spannungen in der Ehe!‘ Ich: Stehe auf und gehe.“

-Margret Lippik-Winkler

15. „‚Sie rufen doch für Ihren Mann an?‘ Und ich: ‚Wenn ich einen Kerl hätte, der zu dämlich ist, selber anzurufen, würde der achtkantig rausfliegen‘! ‚Wir stellen keine Frauen ein! Wir haben keine sanitären Anlagen für Frauen.‘“

„Schätze mal, dass die Bürodamen dort dann wohl hinter der Werkstatt in die Büsche gehen müssen.“ -Claudia Blenk

16. „Auf dem Bewerbungsfoto sehen Sie aber alt aus.“

-Leyla Lu

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17. „‚Wir haben Sie nur eingeladen, weil wir wissen wollten, wieso eine Frau diesen Beruf ergreifen möchte.‘ Das war die Begrüßung in einem Bewerbungsgespräch.“

„Folgende Sätze kamen dann auch im Laufe des Gespräches: ‚Das MÜSSEN Sie mit Ihrem Mann besprechen, ob das in Ordnung ist‘. ‚Diese Ostblock-Arbeiter gibt es hier nicht, aber auf den Rastplätzen, das ist nicht das richtige für eine Frau‘. ‚Wir haben hier nur Deutsche angestellt, ich stelle auch nichts anderes ein‘. ‚Was ist denn mit Ihren Kindern, wenn Sie nicht da sind?‘

Das sind nur ein paar Beispiele. Das Gespräch haben übrigens zwei Frauen geführt. Ich war so schockiert über so viel Rassismus und Sexismus ...“ -Denise Albring

Wenn du dir in einem deiner Vorstellungsgespräche auch derartige Aussagen anhören musstest und diese mit uns teilen willst, dann schreib sie gerne direkt hier oder in die Kommentare auf Facebook. Und wenn du noch mehr zu dem Thema lesen möchtest, dann sind hier noch 21 Wörter, die für Frauen im Job etwas völlig anderes bedeuten als für Männer.

Einige Antworten wurden gekürzt und/oder der besseren Verständlichkeit halber bearbeitet.

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