20 Männer, 20 Serien.

Das sind 20 der besten männlichen Serienfiguren der letzten 20 Jahre

  • Nadja Rödig
    vonNadja Rödig
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Lasst die Diskussion beginnen.

Nach einer Sammlung der 20 besten weiblichen Serienfiguren der letzten 20 Jahre geht es heute mit den Männern weiter!

Um vorab noch etwas klarzustellen: Die folgende Auswahl ist meine persönliche Meinung und mit Sicherheit fehlt die ein oder andere Figur, die in deiner persönlichen Liste einen Platz verdient hat. Verrate mir in den Kommentaren, wen ich vergessen oder übergangen habe!

Diese Liste ist kein Ranking, wenn ich mich zwischen diesen 20 für eine Nummer 1 entscheiden müsste, würde mein Kopf explodieren! Figuren aus Animes und Animationsserien sind ausgeschlossen, denn die verdienen ihre eigene Liste.

Jetzt, wo die Spielregeln feststehen, kann es ja losgehen:

1. Der 10. Doctor - „Doctor Who“

Schon beim ersten Eintrag dieser Liste musste ich echt mit mir kämpfen. „Doctor Who“ hat einfach so viele fantastische Charaktere hervorgebracht, dass die Wahl schwer fällt. Schlussendlich kann aber nur einer die Nummer 1 sein: Das zeitreisende Alien selbst. Und der beste davon ist nunmal unbestritten David Tennants 10. Doctor. „Allons - y!“ Kein Doctor hatte je soviel Feuer im Hintern, war witziger oder gesprächiger als der zehnte. Und trotz seiner durchweg optimistischen Art hat uns Tennants Doctor auch noch einige der traurigsten Momente der Serie beschert - von seinem Abgang will ich dabei gar nicht erst anfangen. Und als Bonus ist sein Look bisher ungeschlagen! (Auch, wenn Fliegen natürlich cool sind.)

Einen knappen 2. Platz belegt zumindest auf meiner Liste übrigens Peter Capaldis 12. Doctor. Das komplette Gegensteil, ja, aber seine mürrische Großvater-Art war einfach eine willkommene Abwechslung.

2. Thomas Shelby - „Peaky Blinders“

Tommy ist ein in England lebender Roma, der zu Beginn der Serie noch nicht lange aus dem ersten Weltkrieg zurück ist. Gemeinsam mit seinen Brüdern führt Thomas eine Bar und - noch viel wichtiger - die Straßenbande „Peaky Blinders“. Im Verlauf der Serie steigen die Shelby-Brüder von einfachen Schutzgeld-Eintreibern zu einer - nennen wir es - Import-Export-Gesellschaft auf, die Birmingham in der Hand hat.

Getrieben von seiner Vergangenheit als Soldat und seiner Herkunft sucht Tommy immer nach einer würdigen Herausforderung, wobei seine wahre Motivation erst langsam ans Licht kommt. Obwohl Thomas seine Ziele mit Gewalt umsetzt, ist er in erster Linie ein brillanter Stratege und Buchhalter, der seine Chancen auslotet und immer auf‘s beste Pferd setzt.

3. Captain Raymond Holt - „Brooklyn Nine-Nine“

Ein Schwarzer schwuler Polizei-Captain in New York City hat es nicht leicht und dennoch trotzt Ray Holt allen Steinen, die ihm in seiner Karriere in den Weg gelegt werden - bei dieser Beschreibung liest sich diese ikonische Serienfigur aus „Brooklyn Nine-Nine“ eher wie aus einem Drama. Zwei Sekunden Screenshot Captain Holt und schon zerschießt sich dieser Gedanke aber sofort wieder. Mit seiner trockenen, beinahe schon emotionslosen Art ist Captain Holt der heimliche Star der Comedyserie. Besonders dann, wenn er mit Jake im Einsatz ist. Und dann wären da natürlich auch noch sein Mann Kevin - der ernste in der Beziehung - und ihr Hund Cheddar, der wiederum sein eigenes Spin-Off verdient hätte.

4. Saul Goodman (alias Jimmy McGill) - „Better Call Saul“ & „Breaking Bad“

Kommen wir von einem Polizisten zu einem Anwalt. Egal, ob in der Original-Serie oder im Spin-Off: Saul Goodman stiehlt jedem Kartellboss und Drogenkoch die Show. In „Breaking Bad“ war der Anwalt von Walter White noch größtenteils für die komödiantische Einlagen zuständig - wobei er hauptsächlich die Protagonisten aus dem Dreck zu ziehen und ihr Geld zu waschen hatte.

Durch seine eigene Serie lernen wir Saul endlich besser kennen und stellen fest, dass er mehr ist, als ein scheinheiliger Anwalt in viel zu bunten Anzügen. Jimmy McGill - wie er damals noch heißt - ist zu Beginn des Spin-Offs zwar bereits Anwalt, dabei aber alles andere als erfolgreich. Neben seinem Weg in die Kriminalität ist die Beziehung zu seiner Freundin Kim sowie sein kompliziertes Verhältnis zu seinem älteren Bruder, das, was Jimmys Charakter weiter ausbaut und ihn uns zum ersten Mal wirklich sympathisch werden lässt.

5. Walter White - „Breaking Bad“

Okay. Wo Saul Goodman ist, darf Walter White nicht fehlen - obwohl es mir in den Fingern gejuckt hat, stattdessen Gus Fring auf die Liste zu setzten. Da das aber sowas wie Blasphemie wäre, belassen wir es bei dem Mann, der auch als Heisenberg bekannt ist und so ziemlich jeden Drogenboss und Kleinkriminellen aus dem Weg räumt, der ihm dazwischen funken will. Der ehemalige Chemielehrer mit chronischer Krebserkrankung ist zweifellos eine Figur, die besonders zu Beginn für Mitgefühl sorgt und jeden Schritt auf dem Weg zum kriminellen Genie wie das logistische der Welt erscheinen lässt. Auch wenn diese Sympathie gegen Ende und ein paar zweifelhafte Entscheidungen später etwas (bis komplett) nachgelassen hat, war man doch bis zur letzten Sekunde an Bord von Walts Machenschaften.

6. James - „The End of the F***ing World“

Alex Lawther ist einer DER Nachwuchs-Schauspieler der letzten Jahre. Mich kann keiner vom Gegenteil überzeugen! Sein Auftritt in der Folge „Mach, was wir sagen“ von Black Mirror war absolut brilliant! Am liebsten hätte ich Alex damit zweimal auf diese Liste gepackt. Bleiben wir aber aus reiner Fairness bei einem Eintrag und der kann einfach nur James aus „The End of the F***ing World“ sein. In der Serie spielt Lawther einen Teenager, der sich selbst als Psychopaten und potenziellen Serienmörder beschreibt. Seine völlige soziale Inkompetenz macht ihn unerwarteterweise so etwas wie nachempfindbar und mit der Zeit sogar sympathisch. Dazu tragen auch einige Entdeckungen im Verlauf der Serie und seine Beziehung zu Freundin und potenziellem Mordopfer Alyssa bei. Auch, wenn es sich ohne zu spoilern überhaupt nicht danach anhört!

7. Dexter Morgan - „Dexter“

Von einem unkonventionellen Eintrag zum nächsten. Hatte irgendjemand beim Erscheinen dieser Serie damit gerechnet, dass ein Serienmörder eine beliebte und sogar geliebte Serienfigur werden könnte? Okay, womöglich schon.... Dexter Morgan vereint eben Eigenschaften, die man in einem Helden sucht: Gerechtigkeitssinn, Entschlossenheit und Tatendrang. Positiver wird‘s nicht, denn wir wissen ja: Dexter tötet, weil er es will und muss, nicht, weil er ein Held sein will. Trotzdem kann man ihn auf verschrobene Art als solchen sehen - immerhin sind seine Opfer selbst Serienmörder - und genau dieser Zwiespalt macht Dexter einfach so wahnsinnig reizvoll. Zudem hat der Bay Harbor Metzger überraschenderweise auch seine guten Seiten: Trotz fehlender Emotionen ist er (meistens) ein guter Bruder, Partner und eine Vaterfigur. Sogar witzig kann er sein, wenn auch ziemlich unfreiwillig und mehr den absurden Umständen geschuldet. Ich kann es jedenfalls kaum erwarten, dass Dexter endlich zurückkommt!

8. Sherlock Holmes - „Sherlock“

„Mein Name ist Sherlock Holmes und die Adresse ist 221b Baker Street.“ Gib es zu, du hast bei diesen Worten innerlich auch ein bisschen gequietscht. BBCs Sherlock ist ungelogen, die beste Verfilmung, die diese klassische Romanfigur je bekommen hat. Benedict Cumberbatch spielt den hochfunktionellen Soziopathen einfach so überzeugend, dass es irritierend ist, ihn auch mal in einer anderen Rolle zu sehen. Von seinem ersten Auftritt - in dem er eine Leiche mit Reitgerte verprügelt - bis zu seinen Vorträgen während der Auflösung seiner Fälle. Sherlock ist Perfektion in Serienfigur-Gestalt und ich möchte nichts daran ändern... bis auf die vierte Staffel vielleicht.

9. John Luther - „Luther“

Danke BBC für einige der besten Serien unserer Zeit! „Luther“ ist dafür ein weiteres perfektes Beispiel. Wer „Sherlock“ liebt, sollte sich auf jeden Fall auch Luther ansehen. Idris Elbas Paraderolle John Luther ist ein Cop in London, der mit seiner Scheidung und noch mehr mit seinen Wutanfällen zu kämpfen hat - wobei er sich beides nicht wirklich eingestehen möchte. Bereits in der ersten Folge bekommen wir einen ziemlich genauen Eindruck davon, wie Luther mit seinen Fällen und Verdächtigen umgeht. Das Wort gnadenlos schießt einem dabei in den Kopf. Dass er unorthodoxe Methoden einsetzt und manchmal auch nicht vor Gewalt zurückschreckt, sorgt natürlich für Probleme und auch zwiespältige Gefühle beim Zusehen. Trotzdem ist der Held der Serie genau das: Ein Polizeiheld, der seine Stadt sicherer machen will. Auch wenn er dabei scheinbar vom Pech verfolgt wird, oder realistischer gesprochen, von seiner Vergangenheit.

10. Dr. Shaun Murphy - „The Good Doctor“

Kommen wir zu den Ärzten der Liste, die an sich ihre ganz eigene füllen könnten. Ich beschränke mich auf zwei, aus je einem Genre. Fangen wir mit dem ersten an: Unter den Drama-Serien ist und bleibt Dr. Murphy aus „The Good Doctor“ meine Nummer 1. Shaun steht im krassen Gegenteil zu den üblichen Dr. Dreamys. Nicht wegen seines unscheinbaren Äußeren, sondern weil er kein vor Selbstbewusstsein strotzender Frauenheld mit Götterkomplex ist. Shaun ist ein autistischer Chirurg und darf wohl (aufgrund einer Inselbegabung) als Genie bezeichnet werden. Aufgrund seiner Entwicklungsstörung fallen ihm jedoch soziale Interaktionen und der Alltag im Krankenhaus extrem schwer, was zunehmend seine Karriere gefährdet. Freddie Highmore - den du vielleicht noch aus „Charlie und die Schokoladenfabrik“ kennst - spielt den jungen Arzt und verdient meiner Meinung nach alle Preise (ja, einfach alle) dafür.

11. Dr. John ,J.D.‘ Dorian - „Scrubs - Die Anfänger“

Wie versprochen hier der zweite Arzt auf der Liste, diesmal aus einer Comedy-Serie. „Scrubs - Die Anfänger“ hat nicht nur einige legendäre Zitate auf Lager, sondern auch einen der besten Casts der jüngeren Seriengeschichte. Wie sehr ich dabei auch Dr. Cox und Turk liebe, die Wahl konnte doch wirklich nur auf J.D. fallen. Der junge Internist hat uns mit seiner Unsicherheit zu Beginn der Serie, seiner liebenswerten Art und seinen völlig absurden (bis absolut genialen) Tagträumen an den Haken gekriegt. Und zumindest ich kann bis heute nicht loslassen. J.D. macht auch den zehnten Rewatch der Serie sehenswert und seine Beziehung zu Turk wird wohl auf ewig die bemerkenswerteste Bromance in der Geschichte von Serien und Filmen (ach was, einfach von allem) bleiben.

12. Titus Andromedon - „Unbreakable Kimmy Schmidt“

Es heißt vielleicht „Unbreakable Kimmy Schmidt“, aber der Star der Show heißt Titus! Nachdem Kimmy nach Jahren aus einem Bunker befreit wird und nach New York zieht, findet sie einen Freund und Mitbewohner in diesem erfolglosen Schauspieler mit Vorliebe für Mode und Drama. Wieso Titus zu diesem Zeitpunkt noch kein Star ist, wird mir immer schleierhaft bleiben. Okay, manchmal braucht er seine Freund*innen um in die Spur zu kommen und etwas für seine Karriere zu tun, aber nach so vielen Fehlschlägen ist das doch auch verständlich! Wenn man das bedenkt, ist seine Entwicklung über die Serie hinweg wahnsinnig beeindruckend. Das Beste an Titus ist aber seine völlig abgehobene Art, die sich in den merkwürdigsten Gewohnheiten und Aktionen zeigt. Allein die Tatsache, dass er sein großes Geschäft nur auswärts machen kann! So schön schräg! Und zusammen mit seiner großen Liebe Mikey ist Titus auch noch Teil eines der besten Pairings in modernen Serien.

13. Byron ,Buster‘ Bluth - „Arrested Development“

Ahhh, Buster... Nenn mir bitte einen zweiten Seriencharakter, der so durch und durch merkwürdig ist wie Buster Bluth. Im Ernst, ich brauche mehr davon! In „Arrested Development“ dreht sich alles um die reiche, aber immer in Schwierigkeiten steckende Bluth-Familie. Der jüngste Sohn ist dabei zugleich der abgedrehteste. (Mit G.O.B. in derselben Familie muss das wirklich was heißen.) Während seine Brüder sich mit den Geschäften und ihrer Familie herumschlagen, lebt Buster in seiner ganz eigenen Welt. Und damit meine ich im Apartment seiner Mutter Lucille, die er mehr vergöttert als Saftpäckchen. Was ihm an Selbständigkeit fehlt, macht er mit seinem Enthusiasmus wett. Egal ob bei der Army, in seiner Beziehung mit Lucille 2 oder seinen vielen Studien. Auch, wenn er auf einer Karte das Wasser nicht vom Land unterscheiden kann - trotz Kartographie-Unterricht.

14. Winston Bishop - „New Girl“

New Girl ist manchmal eine unterschätzte, aber absolut sehenswerte Comedy-Serie, von der Winston Bishop zunächst gar kein Teil war. Erst nach der Pilot-Folge und dem zwischenzeitlichen Ausscheiden einer der Stars zieht der ehemalige Basketballspieler aus Lettland wieder in seine alte WG. Und was sind wir dankbar dafür! Winston kam in den ersten Folgen vielleicht noch relativ normal rüber, das hat sich glücklicherweise aber schnell geändert. Denn seine schrulligen Eigenschaften sind das, was ihn zu meinem persönlichen Liebling der Truppe macht. Er liebt seinen Kater mehr als irgendjemand je etwas geliebt hat, hat Angst im Dunkeln, steht auf Blubberblasen in der Badewanne und ist der schlechteste Streichespieler in der Geschichte der Menschheit! Während die meisten der Clique von Anfang an mehr oder weniger wissen, was sie so mit ihrem Leben anfangen wollen, ist Winston lange Zeit auf Selbstsuche und verkörpert damit so ziemlich jeden in den 20ern, der eigentlich schon über 30 ist.

15. Sheldon Cooper - „The Big Bang Theory“ & „Young Sheldon“

Wäre diese Liste wirklich vollständig ohne ihn? Sheldon Cooper ist als Kind genau wie als Erwachsener wohl das Abziehbild eines sozialen Aussenseiters. Und dir mag vielleicht schon aufgefallen sein, dass solche Figuren bereits gehäuft auf dieser Liste vorgekommen sind. (Erwischt.) Sheldon ist in „The Big Bang Theory“ als theoretischer Physiker an einer Universität tätig und wohnt mit seinem besten Freund Leonard in einer WG, wobei er in jedem Aspekt seines Lebens anderen auf den Zeiger geht. Was, nebenbei bemerkt, ein Talent in sich ist. Sheldon ist unflexibel, launisch und der König der Klugscheißer und trotzdem muss man ihn einfach mögen. Was daran liegen könnte, dass er wie ein unbeholfener kleiner Bruder wirkt, dem man erstmal erklären muss, dass man anderen nicht ins Gesicht sagt, wie dumm sie sind.

16. Abed Nadir - „Community“

Der letzte sozial unbeholfene Eintrag hier, ich schwör‘s! Den besten habe ich mir allerdings für den Schluss aufgehoben. Abed ist der ultimative Film- & Serien-Nerd und hat allein damit seinen Platz auf dieser Liste verdient. Er ist der Typ im Freundeskreis, der eine Diskussion allein durch Zitate bestreiten kann und dir genau sagen kann, welche Schauspieler*innen in welchen Filmen in welcher Minute zu sehen sind. Am Community-College studiert Abed ebenfalls Film und nervt seine Freund*innen gerne mit seinen Dokumentationen. (Jeder Filmstudent fühlt sich in diesem Augenblick sicher sehr abgeholt.) Mit Veränderungen und anderen Problemen geht Abed auf... sagen wir spezielle Weise um - ob er sich nun sein Umfeld als Stop-Motion-animiert vorstellt oder ein sehr lautes Quietschgeräusch ausstößt, das beinahe nur Hunde hören können. Und dennoch steht fest, dass der schräge Aussenseiter der ausgeglichenste und normalste der Lerngruppe in Greendale ist. *Ein High-Five an alle introvertierten Nerds!*

17. Patrick Jane - „The Mentalist“

Patrick Jane ist ein Verbrechensbekämpfer, der in seinen Methoden ziemlich einzigartig sein dürfte. Als Berater arbeitet er mit dem CBI zusammen und hilft bei der Aufklärung von Mordfällen. Das gelingt ihm durch eine überdurchschnittliche Beobachtungsgabe, mit der er früher als Medium eine Menge Geld verdienen konnte. Wer sich schon immer gefragt hat, wie man vorgeben kann, mit den Toten in Verbindung zu stehen, kann von Patrick jedenfalls viel lernen. Dass er seine Fähigkeiten nicht mehr zum Geld verdienen einsetzt, hat einen tragischen Hintergrund: Nachdem der Serienmörder Red John Patricks Frau und Tochter getötet hat, setzt das ehemalige Medium alles darin, diesen zu finden. Der sonst so charmante und besonnene Patrick wird bei jeder Spur, die in Red Jones Richtung führt, dabei geradezu furchteinflössend entschlossen.

18. Assane Diop - „Lupin“

Die 1. Staffel „Lupin“ ist gerade erst herausgekommen und schon möchte ich bitte zehn mehr davon! Bei „Arsène Lupin“ handelt es sich tatsächlich um Bücher, die die Serie nicht nur inspiriert haben, sondern auch ein essentieller Bestandteil der Handlung sind. Hauptfigur Assane lebt nach den Weisheiten, die er sich aus seinem Lieblingsbuch zieht und sieht den Gentleman-Ganoven und Meisterdieb Lupin als sein Vorbild. Mit den Tricks, die er aus dem Buch lernt, geht Assane auf seine persönliche Mission, die sich um den Diebstahl eines kostbaren Schmuckstücks und den Tod seines Vaters dreht.

Assane scheint immer einen Plan zu haben und lässt die Polizei dabei wie im Sandkasten spielende Kleinkinder wirken. Das schöne an Assanes Figur ist zudem, dass er nicht gewalttätig, sondern stattdessen geradezu elegant vorgeht.

19. Raymond ,Red‘ Reddington - „The Blacklist“

Für James Spaders Auftritt als Red Reddington sollte ein eigener Preis allein für den besten Auftritt einer Serienfigur eingeführt werden! Als einer der meistgesuchten Schwerverbrecher der Welt spaziert Red zu Beginn der Serie ins FBI und lässt sich mit einer Seelenruhe festnehmen. Seine wahre Motivation bleibt in diesem Moment - wie auch im Verlauf der restlichen Serie - ziemlich schleierhaft. Denn kaum verhaftet, bietet Reddington die Namen von anderen Verbrechern auf seiner Blacklist an und das sind keine kleinen Fische. Im Gegenzug verlangt Red die Zusammenarbeit mit der jungen FBI-Agentin Liz Keen. Ohne zu spoilern lässt sich kaum mehr über den schwerreichen Kriminellen sagen, außer vielleicht, dass er sowohl brilliant als auch unberechenbar ist und jedem seiner Gegenspieler*innen stets zehn Schritte voraus zu sein scheint.

20. Tyrion Lannister - „Game of Thrones“

Zu einer Serienliste ohne „Game of Thrones“ wird es in diesem Leben wohl nicht mehr kommen. Und wer würde das auch wollen? Als beste weibliche Figur hat Arya Stark die Nase vorne und auf Seite der Männer kann es ohne Zweifel nur einen geben: Der einzige Lannister, dem man nicht den Hals umdrehen will. Tyrion ist mit Sicherheit der intelligenteste Mann in ganz Westeros - obwohl auch er seine naiven Momente hat. Das ändert aber nichts daran, dass er ein genialer Stratege und talentierter Politiker ist, der als einer der wenigen nicht nur seinen Status oder das Wohl seines Hauses im Kopf hat. Wie er schon selbst sagt: Seine Waffe ist das Wort und wie er damit umgeht, bringt selbst seinen verabscheuungswürdigen Neffen zum Schweigen. Außerdem war Tyrion von Anfang an die Person, die das Zeug zur Führungspersönlichkeit hat. Team Tyrion bis zum Ende!

Rubriklistenbild: © HBO // BBC

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