22 Storylines bei Teen-Dramas, die echt ausgedient haben

So. viele. Dreiecksbeziehungen.

Teen Dramas können ganz schön formelhaft sein – immer wieder gibt es Handlungsstränge, mit denen das Publikum von vornherein rechnen kann.

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Es wird im Verlauf der Serie wahrscheinlich mindestens drei Autounfälle geben.

Und manche davon haben wirklich ausgedient – weil sie entweder problematisch, höchst unrealistisch oder beides sind.

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Teen Dramas sind gerne etwas drüber, aber manchmal wiederholen sie nur die immer gleichen unrealistischen Erwartungen und schädlichen Stereotype.

Hier sind einige der allerschlimmsten Handlungsstränge aus Teen Dramas, die ich echt nicht mehr sehen kann (Achtung, Spoiler!):

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Dieser Post behandelt sexuelle Übergriffe, missbräuchliche Beziehungen, Suizid und Selbstverletzung.

1. Jungs, die ihre Freundinnen emotional und/oder psychisch missbrauchen, sowie Stalker werden als romantisch dargestellt:

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Als Jugendliche habe ich Chuck und Blair aus Gossip Girl als Paar total VEREHRT und war damit nicht die einzige. Missbräuchliches, angsteinflößendes und toxisches Verhalten als romantisch darzustellen ist so schädlich für Mädchen und Jungs und es ist einfach an der Zeit, damit aufzuhören.

Dass Blair in Gossip Girl mit Chuck zusammenkommt, und Lydia in Teen Wolf sagt, dass sie Jackson immer noch liebt, war schon schlimm. Doch dass Serena in Gossip Girl Dans unablässiges Stalking und sein Eindringen in ihre Privatsphäre als „Liebesbrief“ bezeichnet, schießt dann doch den Vogel ab.

2. Eltern, die mit einem Elternteil des Freunds/der Freundin ihres Kindes zusammen sind:

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Ich habe kein Problem mit Eltern-Beziehungen in einer Serie (Sheriff Stilinski und Melissa McCall aus Teen Wolf waren 100 pro füreinander bestimm, kein Zweifel). Aber wieso sind es immer die Eltern von zwei Figuren, die zusammen sind/waren? Rufus und Lily in Gossip Girl zum Beispiel, Alice und FP in Riverdale oder Melissa und Chris in Teen Wolf. Sowas macht einfach alles komisch, irgendwie inzestuös und ist absolut unnötig.

3. Zwei der Eltern in der Serie haben ein heimliches Kind miteinander:

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Bonuspunkte, wenn die anderen Kinder dieser Eltern ein Paar sind und durch das heimliche Kind einen gemeinsamen Halbbruder haben (Scott bei Gossip Girl und Charles bei Riverdale), was dann einfach ... unangenehm ist.

Das Schema ist mehr oder wenige immer das gleiche: Ein Mädchen bekommt mit ihrer Jugendliebe heimlich ein Kind in der Schulzeit. Das Kind wird weggegeben und nie wieder erwähnt, selbst der Erzeuger weiß nichts davon. Dennoch leben später beide in der gleichen Stadt und der Nachwuchs, den sie beide nun mit neuen Partnern/Partnerinnen haben geht auf die gleiche Schule. Irgendwann wird dieses skandalöse Geheimnis gelüftet – und bringt nebenbei die beiden Jugendlieben wieder zusammen. Wie vielen Leuten passiert das?

4. Und dann gibt's gern irgendeinen Widerling, der aus hinterhältigen Gründen VORGIBT, dieses heimliche Kind zu sein:

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Falls ich je herausfinden sollte, dass ich einen heimlichen Halbbruder habe, werde ich AUF JEDEN FALL dafür sorgen, dass er einen DNA-Test machen lässt. Ich finde außerdem, dass Sean aus 90210, Chic aus Riverdale und Derek/Ian aus One Tree Hill alle von Anfang an sehr dubios waren, und die Leute nie auf ihre Geschichten hätten reinfallen sollen.

5. Das Thema Suizid als Schockeffekt:

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Ich bin absolut für eine Storyline, die sich mit dem Thema psychische Gesundheit auseinandersetzt. Jugendliche müssen Darstellungen von Depressionen und anderen psychischen Erkrankungen in Film und TV sehen. ABER so oft sehen wir eine depressive Figur, die versucht, Suizid zu begehen (wie Nathan in One Tree Hill) oder zumindest mit dem Gedanken spielt (wie Chuck in Gossip Girl). Dann wird sie von einem guten Freund oder einer Freundin gerettet und Danach WIRD DIE SACHE BUCHSTÄBLICH NIE MEHR ERWÄHNT. Wir sehen nie, dass die Person professionelle Hilfe bekommt.

6. Suizidversuche und Selbstschädigung aus übernatürlichen Gründen anstelle von psychischen Erkrankungen:

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Ich habe das Gefühl, dass Serienmacher*innen sowas tun, um das Problem zu vermeiden, das ich gerade angesprochen habe. Sie können einen Suizidversuch oder Selbstschädigung für den Schockeffekt einsetzen, ohne sich mit den Nachwirkungen einer Figur mit psychischer Erkrankung abgeben zu müssen. Das ist extrem triggernd und unangebracht und verklärt die Themen noch weiter.

7. Hinzu kommen unnötig explizit dargestellte sexuelle Übergriffe, Selbstschädigung und Suizidversuche.

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Von den sexuellen Übergriffen von Hannah, Jessica und Tyler in Tote Mädchen lügen nicht bis hin zu Alex' Suizidversuch in One Tree Hill setzen Macher*innen von Teenie-Serien oft eher auf den Schockeffekt, statt sich mit triggernden Inhalten zurückzunehmen.

8. Affären zwischen Schüler*innen und Lehrer*innen:

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Ich bin mir nicht sicher, wieso solche Serien das immer noch für „ausgefallen“ halten (ja, dich mein ich, Riverdale). Das war's schon nicht bei Pacey und seiner Lehrerin in Dawson's Creek und das ist es auch jetzt nicht. Wie creepy das Ganze ist, wird dadurch verschleiert, dass die Darsteller*innen, die 16-jährige spielen, nie WIRKLICH 16 sind. Somit sehen diese Affären aus wie ein Verhältnis zwischen einvernehmlich handelnden Erwachsenen.

Wäre Lucy Hale tatsächlich 16 Jahre alt gewesen, wäre es noch weit verstörender anzusehen gewesen, ihre Beziehung in Pretty Little Liars mit Ezra zu verfolgen.

9. Oder Angestellte, die eine Affäre mit ihrem Vorgesetzten haben:

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Tripp und Serena in Gossip Girl sind problematisch, aber One Tree Hill war da besonders schlimm. Alice verhält sich Mouth extrem furchtbar, woraufhin Skills meint, es könne daran liegen, dass sie Gefühle für ihn habe. Also küsst Mouth sie ohne Vorwarnung. Skills hatte mit seiner Vermutung recht; die beiden fangen an, miteinander Sex zu haben.

Ich sage nicht, dass solche Dinge niemals passieren, aber dem Verhältnis zwischen Vorgesetzten und Angestellten unterliegt eine Machtstruktur, die sexuelle Beziehungen zwischen beiden sehr problematisch macht. Die Vorstellung, dass Menschen sich Sexualpartner*innen unter ihren Angestellten suchen, ist verstörend.

10. Sexuell aufgeladene Momente zwischen zwei gleichgeschlechtlichen Freunden, die nur Queerbaiting sind:

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Der Kuss zwischen Veronica und Betty in Riverdale ist zu 100 Prozent unnötig. Er dient buchstäblich nur dazu, dem Publikum ein GIF zu liefern und sie mit einer Beziehung zu ködern, die niemals stattfinden wird. Teen Wolf hat die Beziehung zwischen Stiles und Derek nur so hochgespielt, weil die Zuschauer*innen sie geliebt haben. Dennoch haben die Macher*innen nie den logischen Schritt getan und für die Figuren irgendeine Form von gegenseitiger Anziehung zugelassen. Das hätte ja einige Zuschauer vergraulen können. Entweder ihr hört auf damit, platonische Freundschaften so zu sexualisieren, oder ihr zieht's einfach durch!

11. Und die einzige queere Beziehung im Moment ist dann total toxisch:

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Adam hat Eric in Sex Education buchstäblich gemobbt und hat sich später geschämt, mit ihm zusammen zu sein. Paige hat in Pretty Little Liars versucht, Emily zu ertränken, und dann waren sie den Großteil der Serie über ein Paar. Kurt und Blaine wurden so problematisch, aber Glee hat sie als ihr schwules Vorzeigepärchen präsentiert. Queere Repräsentation ist toll, aber es kommt einem so vor, als gäbe es ganz selten positive Pärchen zum Mitfiebern und das verstärkt die Vorstellung, dass queere Paare falsch sind oder nicht funktionieren.

12. Eine weibliche Figur hat eine Beziehung mit einem Mädchen und dann wird ihre Sexualität nie mehr angesprochen:

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Ich habe sowohl Adrianna und Gia in 90210 als auch Marissa und Alex in O. C., California geliebt und beide hatten echt nicht genug Screentime. Das ist in Ordnung – nicht jede Beziehung muss ewig halten. Aber dass diese Beziehungen nie mehr erwähnt werden, erweckt den Eindruck, als ob Adrianna und Marissa nur eine „Phase“ durchgemacht hätten.

Die Serien haben so getan, als würden sie endlich tolle pansexuelle oder bisexuelle Beziehungen zeigen – und dann haben sie einen Rückzieher gemacht und so getan, als sei nie was passiert. Obwohl das echte queere Beziehungen waren, kamen mir diese Storylines trotzdem wie eine Art Queerbaiting vor.

13. Queere Charaktere sterben ohne jeden Grund, oft kurz nach Beginn ihrer Beziehung mit einer gleichgeschlechtlichen Figur (aka #BuryYourGays):

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Ich habe oft darüber gesprochen, wie scheiße queere Paare in Teen-Dramas behandelt werden. Doch #BuryYourGays ist das allerschlimmste Beispiel dafür. Die Beziehungen von queeren Paaren (oft welche, die die Zuschauer*innen lieben – wie Willow und Tara in Buffy – Im Bann der Dämonen – oder die gerade erst begonnen haben, wie Clarke und Lexa in The 100) enden abrupt, weil eine oder beide Figuren plötzlich und unnötigerweise sterben, was oft nicht zur Handlung beiträgt. Es ist fast so, als wären queere Charaktere komplett austauschbar oder als wüssten die Drehbuchautor*innen nicht, wie man ein queeres Paar schreibt.

14. Psychiatrische Kliniken werden als gefährliche, unheimliche Orte dargestellt:

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Ich versteh's ja. Gruselige Psychiatrien, die von bösen Ärzten und Ärztinnen geleitet werden (Eichen House in Teen Wolf oder Radley in Pretty Little Liars), sind super unterhaltsame Storylines. Aber wenn's immer nur solche Orte gibt und keine guten Krankenhäuser und kein gutes medizinisches Personal, dann werden nur hässliche Klischees über psychiatrische Einrichtungen wiederholt, die Teenager davon abhalten könnten, sich Hilfe zu suchen. Effys Beispiel ist besonders schlimm, weil Skins nur eine Serie über gewöhnliche Teenager ist und am Ende ihr Psychiater ihren Freund umbringt. Wir ... brauchen sowas einfach nicht.

15. Der männliche Protagonist wird als moralisch überlegen dargestellt, obwohl er eigentlich genauso schlecht ist wie alle anderen:

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Mein Gott, in den späteren Staffeln von Tote Mädchen lügen nicht war ich langsam echt angepisst von Clay. Und in Vampire Diaries tut Stefan immer so, als sei er der gute Bruder, obwohl er in Wirklichkeit Hunderte Menschen getötet hat, wahrscheinlich mehr als Damon. Ganz zu schweigen von Lucas Scott aus One Tree Hill. Der Junge ist ein notorischer Fremdgänger und tut so, als sei er total weise, obwohl er jede Woche ein anderes Mädchen als „die Eine“ bezeichnet. Diese Figuren sollen der moralische Kompass dieser Serien sein und uns etwas lehren. Wenn sie allerdings was falsch machen, scheint die Serie das als richtig oder irgendwie in Ordnung darzustellen. Auch wenn es das definitiv nicht ist.

16. Figuren kommen immer mit ihrer Jugendliebe aus der Oberschule (oder sogar aus Kindheitstagen) zusammen:

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Passiert sowas tatsächlich? Natürlich tut es das! Aber passiert es so oft, wie es in Teen Dramas dargestellt wird? Nein!!! Diese Serien geben einem das Gefühl, dass man nie Liebe finden wird, wenn man sich in der Oberschule nicht bis über beide Ohren verliebt hat. Oder dass deine toxische Jugendliebe eigentlich die romantischste Beziehung ist, die du je erleben wirst. Lasst doch die Charaktere einmal neue Erfahrungen machen!

17. Dreiecksbeziehungen, die viel zu lange andauern:

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Hör mal, ich seh's ein: Dreiecksbeziehungen gehören zum Genre und manchmal genieße ich sie sogar (damit mein ich euch, Damon, Stefan und Elena aus Vampire Diaries). Aber meistens gehen diese Storylines VIEL zu lange. Wenn die Figur nach fünf Staffeln immer noch darüber nachdenkt, mit welcher von beiden Personen sie zusammen sein will, sollte sie vielleicht mit keiner davon zusammen sein (hust hust, LUCAS SCOTT, hust hust). One Tree Hill hätte es wirklich mal gut sein lassen sollen.

18. „Was wäre wenn?“-Folgen:

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Ich habe die Autounfälle bereits erwähnt. Aus irgendeinem Grund versetzen Teen-Dramas die Figuren danach liebend gern ins Koma, wo sie dann träumen, wie ihre Leben verlaufen wären, wenn in der Pilotfolge alles anders gekommen wäre. Wie in O.C., California, als Ryan von einem Leben ohne die Cohens träumt, oder in One Tree Hill, als Nathan von einem Leben träumt, in dem Dan ihn nicht großzieht.

19. Traum- oder Retrofolgen:

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HAT SCHON MAL JEMAND EINEN TRAUM GEHABT, DER IN SCHWARZ/WEISS WAR UND/ODER IN DEN 1940ERN GESPIELT HAT??? NEIN?? DAS DACHTE ICH MIR! Serien für Jugendliche haben einfach nicht das Budget, um das gut umzusetzen.

20. Alle werden an einer Schule der Ivy League aufgenommen:

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NIEMAND ist ein todsicherer Kandidat für Harvard. Es pisst mich jedes Mal an, wenn Figuren, die man nie lernen sieht, und die vielleicht an einer einzigen AG teilnehmen, an Schulen wie Yale aufgenommen werden. Außerdem gibt es mehr Schulen als nur die Ivys und massenhaft Leute gehen überhaupt nicht aufs College. Hört auf, unrealistische Erwartungen zu schüren!

21. Und dann machen sie DIREKT nach dem College Karriere oder sogar schon vor dem Abschluss:

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Bonuspunkte, wenn sie ihre Firma/ihr Buch/ihre Karriere in der Oberschule begonnen haben, wie Brooke und Lucas aus One Tree Hill. Meistens dauert es eine Weile, bis man einen Job findet, BESONDERS den Traumjob. Vielleicht liegt es daran, dass viele der Charaktere reich sind und Beziehungen haben, aber trotzdem: Ein 22-jähriger wird viel eher in 'nem Café jobben als Geschäftsführer eines Unternehmens zu sein.

22. Und zu guter Letzt, Figuren, die von den Toten zurückkehren:

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Wenn ein Charakter in einer nicht übernatürlichen Serie von den Toten zurückkehrt (wie Jim in 90210 oder Bart in Gossip Girl), ist das einfach viel zu unrealistisch. In einer übernatürlichen Show ergibt das schon mehr Sinn (wie Alaric in Vampire Diaries). Trotzdem: Wenn wir davon ausgehen, dass die Leute einfach von den Toten zurückkehren können, verlieren die Tode in der Serie ihre Wirkung.

Dieser Artikel erschien zuerst auf Englisch.

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