So sah die Welt vor mehr als 100 Jahren in Farbe aus.
Im Jahr 1907 schrieben die Brüder Auguste und Louis Lumière Geschichte, indem sie das Autochromverfahren erfanden und leuchtende Farben in die bis dahin einfarbige Welt der Fotografie brachten.
In den Jahren vor dieser Erfindung kolorierte man Fotos meist, indem man per Hand Farben und Pigmente auf die Bildfläche auftrug. Die Gebrüder Lumière dagegen verwendeten Schichten von gefärbter Kartoffelstärke und eine lichtempfindliche Emulsion, um Diapositive zu erzeugen. Das Verfahren ermöglichte eine präzisere Darstellung der Welt und eröffnete der Kunst und dem Journalismus neue kreative Möglichkeiten.
Wie so oft bei Fortschritten in der Fotografie, war auch das Autochromverfahren der Gebrüder Lumière schon bald veraltet, als in den 1930er-Jahren der leichtere und praktischere Kodachrome-Film erfunden wurde. Doch auch ihn ereilte 2009 ein ähnliches Schicksal, an dem eine weitere Entwicklung Schuld war: die Digitalfotografie.
Diese Autochrombilder zeigen, wie die Welt vor mehr als 100 Jahren in Farbe aussah.