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32 Leute teilen, was ihre Eltern an ihnen ändern wollten und ich bin ehrlich sprachlos

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„Aus diesem Grund haben meine Schwester und ich uns gehasst, als wir aufgewachsen sind.“

Hinweis: Dieser Beitrag thematisiert Essstörungen, Körperdysmorphie, homofeindliche Kommentare und Missbrauch.

Wenn es eines gibt, was ein Kind von seinen Eltern will, dann ist es geliebt, verstanden und umsorgt zu werden. Und obwohl es das ist, was viele Eltern auch wollen und geben (seien wir mal ehrlich, wer würde nicht das Beste für seine Kinder wollen?) haben einige von ihnen möglicherweise eine andere Vorstellung davon, was ihr Kind ihrer Meinung nach tun sollte.

Ein Paar zieht jeweils an den Armen eines Kindes in ihrer Mitte.
Eltern wollen vielleicht das beste, tun es aber nicht immer. ©  AndreyPopov/Imago

Manche Vorschläge oder Kommentare einiger Eltern mögen völlig verständlich erscheinen. Doch andere Eltern tun sich schwer mit Grenzen und machen Bemerkungen, die ihre Kinder negativ beeinflussen können.

Ein kleines Mädchen sitzt auf einem Bett und hält sich die Ohren zu, während ihre Mutter auf sie einredet.
So etwas kann Kinder lange verfolgen © Wavebreak Media Ltd/Imago

Natürlich ist es wichtig anzumerken, dass die meisten Eltern das Beste für ihre Kinder wollen. Viele geben weiter, was sie wissen und wie sie aufgewachsen sind – aber das macht diese Situationen nicht weniger verletzend. 

Um das Bewusstsein für diese schwierigen Situationen zu schärfen, haben wir die BuzzFeed-Community gefragt: „Was war das Unangebrachteste, worum deine Eltern dich jemals gebeten haben, was du an dir ändern sollst?“ Und die ehrlichen Antworten zeigen, wie verletzlich Kinder gegenüber den Aussagen ihrer Eltern sind:

1. „Meine Mutter hat mich gefragt, ob sie mir zu meinem 16. Geburtstag eine Nasen-OP schenken soll. Ich habe nie danach gefragt und frage mich seitdem, was mit meiner Nase nicht stimmt.“

-Anonym 

2. „Meine Eltern haben mich tatsächlich gebeten, meine Allergien zu ‚ändern‘. Sie hatten keine Lust sich damit auseinandersetzen zu müssen, gegen welche Dinge ich allergisch bin, wenn sie kochen.“

„Sie denken, weil ich erst im Laufe meiner Kindheit diese Allergien entwickelt habe, kann ich sie ‚austauschen‘. Ich beschwere mich nie oder werde sauer, wenn sie diese Dinge kochen. Stattdessen gehe ich in mein Zimmer, nehme meine Medikamente und passe auf mich selbst auf. Wenn ich Kinder kriege, werde ich alles, was meinem Kind schadet, sofort aufgeben - sei es seit der Geburt oder später im Leben. Ich verstehe nicht, wie meine Gesundheit für sie eine Unannehmlichkeit darstellen kann ... Bin ich einfach nur eine Last?“

Geschälte und ungeschälte Erdnüsse.
 „Meine Eltern haben mich tatsächlich gebeten, meine Allergien zu ‚ändern‘.“ © YAY Images/Imago

„Meine Freundin hat es geliebt, einige Dinge zu essen, auf die ich allergisch bin, aber sie hat aufgehört, als wir vor drei Monaten angefangen haben, uns zu treffen. Ich habe meine Eltern nicht einmal darum gebeten, aber sie selbst hatten gar nicht daran gedacht. Ihr seid meine Eltern. Solltet ihr nicht mein Wohlergehen im Sinn und Herzen haben? Bin ich nicht wichtiger als ein paar Pilze oder Erdnüsse?“

-Anonym 

3. „Mir wurde immer gesagt, ich soll nicht weinen.“

„Es lässt mich schwach aussehen. Es ist ‚nicht schön‘. Die Leute schauen mich an und jemand wird denken, dass er mich verletzt hat. Es ist keine so große Sache usw. Also habe ich mich dazu gezwungen, niemals zu weinen oder negative Gefühle zu zeigen.

Als ich das College abgeschlossen und keinen Kontakt mehr zu ihnen hatte, habe ich angefangen, mich mit meinem derzeitigen Partner zu treffen. Er arbeitet seitdem mit mir daran, dass ich mich öffnen kann und über meine Gefühle zu reden oder sie zu zeigen. Jetzt weine ich sofort und über alles. Ich kann nicht sagen, ob dies ein Schritt in die richtige Richtung ist oder etwas, das ich wieder ändern muss.“

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4. „Meine Mutter war sehr hinterhältig und hat meine Schwester und mich ständig gegeneinander aufgebracht.“

„Meine Schwester ist zwar älter als ich, sie hatte aber auch starkes Übergewicht und hatte deshalb nur wenige enge Freund:innen, die sich nicht über sie lustig gemacht haben. Alles in allem war sie sehr zurückhaltend und ein bisschen unsympathisch, was völlig verständlich ist. Ich war diejenige, die auf Partys ging und viele Freund:innen hatte. Meine Mutter hat ihr immer gesagt: ,Sei mehr wie deine Schwester — nimm ab.‘ Ich habe davon nicht viel mitbekommen, als ich aufgewachsen bin. Auf meiner Seite bekam ich immer zuhören: ‚Iss das nicht! Du willst doch nicht wie deine Schwester enden, oder?‘“

Schwestern, die sich umarmen.
Warum spielt man die eigenen Kinder gegeneinander aus? © IMAGO / Westend61

„Bis heute bin ich total verwundert darüber, dass ich keine Essstörung entwickelt habe. All das kam während meiner Therapie heraus. Aber deswegen haben meine Schwester und ich uns gehasst, als wir aufgewachsen sind. Meine Mutter hat uns immer gegeneinander aufgebracht. Jetzt kommen wir gut miteinander klar, aber es waren verschwendete 20 Jahre, das ist sicher.“

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5. „Sie haben mich im Wesentlichen gebeten, meine Tochter davon abzuhalten, besondere Bedürfnisse zu haben. Als sie ungefähr acht Monate alt war, hat sie Entwicklungstherapie gebraucht.“

„Meine Mutter ist eine Stunde zu mir gefahren, um mich zum Mittagessen zu begleiten – um mich zu trösten, dachte ich zuerst. Als wir uns hingesetzt haben, war das Erste, was sie sagte: ‚Du weißt schon, dass das deine Schuld ist.‘ Sie denkt, ich wäre schuld an den besonderen Bedürfnissen meiner Tochter, weil ich sie zu oft in einen Autositz ‚gezwungen habe.´ Mein Mann und ich haben unsere Tochter jedes Wochenende ein paar Stunden zum Wandern in Parks mitgenommen.

Später, als sie älter wurde und die Liste der besonderen Bedürfnisse und deren Ernsthaftigkeit immer deutlicher wurde, machte sich meine Mutter Sorgen darüber, wie es nach außen hin wirken würde. Sie wollte nur, dass meine Tochter ‚normal‘ ist. Meine Eltern denken, wenn wir genug Geld in ihre Probleme investieren, wird das meine Tochter ‚reparieren‘. Sie haben tatsächlich jede Menge Geld angeboten, um im Grunde alles ,verschwinden‘ zu lassen. Es ist unnötig zu erwähnen, dass wir weit, weit weg gezogen sind.“

—Anonym

6. „Ich bin ein Einwandererkind der ersten Generation. Mein Vater ist ein total toxischer Mann. In meinem ersten Jahr auf dem College war er so genervt davon, dass ich ihn um eine Fahrt zum Campus gebeten hatte, dass er einfach nur meinte: ‚Warum machst du dir die Mühe, zur Uni zu gehen? Du wirst eh abbrechen, wenn du heiratest oder schwanger bist.‘“

-Anonym 

7. „Meine Mutter hat mich ständig behandelt, als ob es sinnlos wäre, irgendetwas mit meinem Leben anzufangen. Lieber sollte ich mich auf mein Aussehen konzentrieren.“

„Mit 10 sagte sie mir zum ersten Mal, ich solle mich an einen erwachsenen Mann ranmachen, als sie Hilfe in einem Geschäft brauchte. Sie brachte häufig Kommentare, dass ich einfach einen reichen Mann heiraten soll, der für mich sorgen würde, als ob ich eine Prinzessin wäre und nur weil ich konventionell attraktiv war. Es war ihr immer vollkommen egal, dass ich eine 1er-Schülerin war, die an diversen Programmen und Aktivitäten teilgenommen hat.“

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8. „Als ich aufwuchs, durfte ich nie wütend sein oder einen schlechten Tag haben, obwohl andere um mich herum es waren.“

„Die Hausregel lautete: Wenn jemand anderes einen schlechten Tag hat, muss ich in mein Zimmer gehen und sie ‚in Ruhe lassen‘. Wenn ich einen schlechten Tag habe, muss ich in mein Zimmer gehen und ‚es nicht an anderen auslassen‘. 

Ich glaube, diese extreme Unterdrückung meiner eigenen negativen Gefühle bei gleichzeitiger Verstärkung der Anforderung, mich den Stimmungen anderer zu beugen, hat dazu geführt, dass ich in einigen meiner Beziehungen zu einem absoluten Fußabtreter geworden bin.“

-Anonym 

Ein trauriges Mädchen, das einen Bären kuschelt.
Unglaublich, was bestimmte Erziehungsmethoden für langfristige Schäden anrichten können. © YAY Images/Imago

9. „Mir wurde immer gesagt, ich sei zu sensibel und zu emotional.“

„Ich habe gelernt, meine Gefühle zu unterdrücken, bis ich ernsthafte Magenprobleme bekommen habe und nicht in der Lage war, anderen zu zeigen, dass sie mir wichtig sind – damit ich nicht als ‚zu emotional‘ abgestempelt werde. Ich bin jetzt fast 50 und es fällt mir immer noch schwer, einfach ich selbst zu sein, auch wenn ich alleine bin. Ich lache nicht zu sehr und weine nicht zu laut. Es ist anstrengend, aber mit einer großartigen Therapeutin bin ich endlich bereit, alles rauszulassen.“

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10. „Meine Mutter meinte, dass ich nicht mit meinem Mann über meine Ängste und negativen Gedanken im Allgemeinen sprechen sollte, weil es ihn abschrecken würde.“

„Es hat mich sehr verletzt, dass sie überhaupt auf diese Idee gekommen ist. Alle Frauen in unserer Familie haben Probleme mit Angstzuständen und wir gehen alle unterschiedlich damit um. Zum Glück bin ich ihrem Rat nicht gefolgt, weil ich meinem Mann und unserer Beziehung vertraue. Jetzt können wir offen über meine Ängste sprechen und er weiß, wie er mir helfen kann, wenn es mir schlecht geht.“

—Anonym

11. „Meine Mutter hat es sich zur Aufgabe gemacht, mir zu sagen, wie ich mich anziehen soll, besonders vor ihrem damaligen Freund.“

„Als sie sich getrennt haben, war ich schuld. Anscheinend habe ich mich vor ihm zur Schau gestellt. Ich konnte nicht einmal mit ihr neben einem Mann im Zug oder Bus sitzen, weil meine Körpersprache ja darauf hindeuten würde, dass ich mit ihnen flirten würde. Das fing an, als ich zwölf war. Ich bin jetzt 32 und versuche immer noch keine anzüglichen Vibes von mir zu geben, obwohl ich sowieso verheiratet bin.“

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Eine Frau fasst sich an den Kopf.
Wenn man als Kind die erwachsene Person sein muss... © IMAGO / YAY Images

12. „Ich bin mit meinem Vater und meiner Stiefmutter in einem streng mormonischen Haushalt aufgewachsen.“

„Sie haben diesen felsenfesten, bedingungslosen Glauben. Ich nicht. Ich habe jahrelang versucht, Dinge, mit denen ich nicht einverstanden war, zu hinterfragen. Für mich war es mit der Kirche endgültig vorbei, als ich meinen Sohn nach jedem Gottesdienst alles Gepredigte wieder ausreden musste. Einfach, weil 90 Prozent davon gegen alles ging, woran ich glaube, sowohl philosophisch als auch moralisch.

Meine Stiefmutter weigert sich, mich zu unterstützen. Sie hält mir mehrstündige Vorträge, erzwingt Gespräche, obwohl ich diese nicht führen will und ignoriert die Tatsache, dass ich nicht mehr in die Kirche gehe.

Sie weint dann, will in mir Schuldgefühle auslösen und ist manchmal geradezu gemein. Und dann hat sie meinen Sohn gegen mich benutzt und gesagt: ‚Wer wird ihm etwas über Gott beibringen?‘ Es ist so anstrengend.“

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13. „Meine Mutter meinte, ich müsse eine Diät machen, um (wieder) glücklich zu sein. Also habe ich ihr erzählt, dass ich in der Vergangenheit Probleme mit Fressattacken und Bulimie hatte. Ihre Antwort war unter Tränen: ‚Jetzt wirst du mir die Schuld für deine Essstörung geben.‘ Sie hat mich dann weiter beschimpft, dass Body Positivity Blödsinn ist und ich niemals glücklich sein werde, wenn ich versuche, meinen Körper zu akzeptieren.“

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14. „Meine Mutter sagte mir, dass ich Hausfrau werden soll, anstatt aufs College zu gehen. Sie nannte mich ‚egoistisch‘. Ich habe diese Worte nie vergessen, obwohl ich jetzt eine erfolgreiche Karriere als Software-Ingenieurin habe und vier Häuser besitze. Sie lag falsch, aber die Worte und die mangelnde Akzeptanz taten wirklich weh.“

—Anonym

15. „Ich war schon immer ein bisschen ungeschickt und unbeholfen, aber extrovertiert.“

„Meine Familie (meine Großeltern, Eltern, Geschwister usw.) hat mir regelmäßig gesagt, dass ich hübscher wäre, wenn ich ruhig bin. Sie haben mir gesagt, dass ich die Klappe halten und hübsch aussehen soll. Ich habe mich vor vier Jahren entschieden, mich von ihnen zu distanzieren. Manchmal ist es einsam, aber die Freude, die ich empfinde, weil ich mein authentisches Ich bin, ist das beste Gefühl überhaupt.“

-Anonym 

16. „Meine Eltern haben ihr Bestes versucht, aber keiner von ihnen war in den 90ern in der Lage, ein sehr extravagantes schwules Kind in einer Kleinstadt in Texas großzuziehen.“

„Ich fühle mich sehr wohl damit, wer ich jetzt bin. Es hat aber auch Zeiten gegeben, in denen ich meine eigene Stimme gehört habe und gleichzeitig meinen Vater, der immer meinte: ‚Hör auf, wie ein Mädchen zu reden.‘ Oder ich sehe beim Gehen mein Spiegelbild in einem Fenster und höre meine Mutter sagen: ‚Hör auf, wie ein Weichei herumzulaufen!‘ Wir haben jetzt eine großartige Beziehung und sie haben sich beide sehr weiterentwickelt … aber dieser Sche*ß bleibt.“

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17. „Meine Mutter hat mir immer gesagt, ich sei ‚zu selbstbewusst.‘“ 

„Es war nie eine Sache der Arroganz, sie hatte einfach immer das Gefühl, dass ich unsicherer sein sollte wie sie oder meine Schwester. Sie war ehrlich sauer auf mich, wenn ich etwas Nettes über mich selbst gesagt habe, wenn meine Schwester in der Nähe war. Dann hat sie mich gebeten, nicht so selbstbewusst‘ zu sein, weil sie sich sonst schlecht fühlen würden. Ich habe nie verstanden, wie es jemanden so verärgern kann, dass ich mich gut fühle.“

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Eine Mutter redet mit ihrer Tochter im Garten.
Kann es etwas wie „zu selbstbewusst“ geben? © IMAGO / Westend61

18. „Ich habe lockiges Haar, das ich oft vor der Schule geglättet habe.“

„All meine Freund:innen haben mich gefragt, warum ich sie glätte, weil sie meine Naturlocken liebten. Meine Mutter erzählte mir, meine Freund:innen würden das nur sagen, weil sie dann besser aussehen würden als ich. (Sie bevorzugte meine Haare natürlich glatt.)“

-Anonym 

19. „Wie sich herausstellte, wurde ich meistens angeschrien, weil mein Autismus nicht diagnostiziert wurde.“

„Ich war ein kluges Kind, das in der Schule immer schlecht war und wegen Anfällen immer Ärger bekomme hat. ‚Warum versuchst du es nicht mehr?‘ Ich habe wirklich alles versucht, so sehr ich es konnte. ‚Hör auf, zu zappeln!‘ ‚Kannst du fünf Minuten ohne Reden aushalten?‘ Ich lerne viel neu, aber ich denke, ein Teil dieses Schadens ist irreparabel.“

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20. „Als ich noch sehr klein war, hat sich meine Mutter darüber lustig gemacht, wie ich gehe.“

„Jetzt frage ich mich jedes Mal, wenn ich irgendwohin gehe: „Okay, schwingen meine Arme genug? Zu viel? Sind meine Schritte zu klein? Zu groß? Es ist ehrlich gesagt albern, aber es hat später in meinem Leben eine Menge Probleme verursacht. Sie war unglaublich kritisch gegenüber vielen Dingen, die ich tat und tue und ich kriege das nicht aus meinem Kopf.“

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Die Füße einer Frau beim gehen.
Einen komischen Gang gibt es einfach nicht. © Independent Photo Agency Int./Imago

21. „Mein Vater wollte (und will immer noch) nicht, dass ich Depressions-, Angst- und ADHS-Medikamente nehme.“

„Er sagte zu mir, dass es dazu führen würde, dass ich überhaupt keine Emotionen mehr hätte und es mein Gehirn durcheinander bringt ... dass ich die ganze Zeit benommen und verwirrt wäre. Zum Glück hat meine Mutter ihm gesagt, dass er dumm ist. Jetzt nehme ich meine Medikamente.“

mariyah metot

22. „Meine Eltern haben mir angeboten, eine asiatische Augenlidoperation und Brustimplantate zu bezahlen – obwohl ich beide Teile meines Körpers noch nie erwähnt oder mich darüber beschwert habe.“

-Anonym

23. „Meine Mutter hat mir einmal 100 Dollar angeboten, wenn ich neun Kilo abnehme. Das war ungefähr zur gleichen Zeit, als sie mich dafür kritisierte, dass ich ungeschminkt aus dem Haus ging. Monate später sagte sie mir, ich solle keinen Eyeliner tragen, weil ich ‚aussehe wie eine Hure‘. Ich war zu dieser Zeit 13.“

Ein Bündel Dollar-Scheine mit einer Schleife zusammengebunden.
Geld, um dein Kind zu ändern und es zu dauerhaft zu verletzen. © YAY Images/Imago

„Ich habe einen Tick entwickelt, über den sie sich auch regelmäßig lustig gemacht hat. Mein Selbstwertgefühl war natürlich nicht sehr groß. Ich habe jetzt eine Tochter und ich beende dieses ‚fertigmachen‘. Ich sage ihr jeden Tag, dass sie schön und intelligent ist, dass sie den besten Bauch auf der ganzen Welt hat und dass sie voller Freude und Lachen ist. Das ist das Wichtigste auf dieser Welt.“

-Anonym 

24. „Als ich meiner Mutter anvertraut habe, dass ich seit sechs Jahren mit Bulimie zu kämpfen habe und Hilfe brauche.“

„Sie hat mich angeguckt und fragte mich mit Tränen in den Augen, warum ich ihr das antue und wie peinlich es wäre, wenn ihre Freund:innen oder Familie herausfinden würde, dass ich damit zu kämpfen habe. Es dauerte ungefähr sechs Jahre, bis ich mit der Hilfe meines damaligen Freundes und heutigen Ehemanns meine Bulimie überwinden konnte.“

-Anonym 

25. „Meine Eltern haben sich geweigert, mein ADHS anzuerkennen, obwohl es von zwei verschiedenen Psycholog:innen bei mir diagnostiziert wurde.“

„Bereits in der zweiten Klasse habe ich alle Symptome von ADHS gezeigt. Meine Lehrkraft in der dritten Klasse hat meinen Eltern gesagt, ich solle mich testen lassen. Meine Eltern waren dagegen und sagten, ich müsse mich nur mehr anstrengen und ich solle mich meinen Hausaufgaben widmen. Diese Lehrkraft sagte meinen Eltern, dass man mich auch auf Dyskalkulie testen lassen müsste. Wieder weigerten sich meine Eltern und meinten, dass ich bei den staatlichen Tests in Englisch und Lesen gut abschneiden würde. Meine Mutter sagte sogar, dass nur Mütter, die Drogen nehmen und Alkohol trinken, Kinder mit ADHS haben.“

Eine Dose Tabletten, die umgefallen ist und die Tabletten herausgefallen sind.
Zur Klarstellung: Alle Eltern können ein Kind mit ADHS bekommen. © IMAGO / YAY Images

„Als bei mir ADHS diagnostiziert wurde und ich mit der Behandlung begann, verstand ich endlich, dass all meine Probleme in der Schule darauf zurückzuführen waren, dass mein Gehirn anders verdrahtet ist. All die Angststörungen und Depression, die dadurch verursacht wurden, dass meine Eltern mich dafür bestraft haben, dass ich mich nicht anstrenge, faul war und Ausreden fand, ließen mich erkennen, wie narzisstisch und toxisch sie für mich waren. Ich muss immer noch all dieses Trauma und diesen Missbrauch verarbeiten.

Mein Vater weigert sich bis heute, mein ADHS anzuerkennen oder auch nur darüber zu sprechen. Ich hab deswegen kaum noch Kontakt zu ihm, nur um meine psychische Gesundheit zu schützen.“

-Anonym 

26. „Meine Mutter sagte mir, ich müsse ‚einfach darüber hinwegkommen‘. Dabei bezog sie sich auf die posttraumatische Belastungsstörung, die ich dank jahrelanger schwerer körperlicher, verbaler und emotionaler Misshandlungen durch sie entwickelt habe. Es war ,nervig für sie auf Eierschalen laufen zu müssen.‘“

-Anonym

27. „Als ich in der Highschool war, hatten wir die Möglichkeit, verschiedene berufliche Laufbahnen zu wählen.“

„Es gab ein brandneues Programm für Informatik und das war etwas, was mich wirklich interessierte. Aber meine Mutter überredete mich, Koch-Fächer zu wählen, weil es einfacher wäre, jemanden zu finden. Die Arbeit am Computer würde mir außerdem keinen festen Job oder Einkommen verschaffen.“

Ein Mann im Anzug arbeitet am Laptop.
Willkommen in den 50ern © IMAGO / YAY Images

„Bis zum College bin ich den sicheren Weg gegangen, aber als ich ausgezogen bin, habe ich einen Abschluss in Informatik gemacht. Ich habe jetzt einen festen Job – aber ich hinterfrage immer noch viele meiner Entscheidungen und zweifle an meiner Zukunft.“

-Anonym 

28. „Wir sind umgezogen als ich 16 war, danach war ich sehr einsam und deprimiert.“

„Meine Mutter hat mir immer wieder gesagt, ich solle mich ‚neu erfinden‘, um mich völlig von der Person zu lösen, die ich war. Passend dazu hat sie jeden Tag die Post geholt, sodass ich nie Nachrichten von meinen alten Freund:innen bekommen habe, die mir geschrieben hatten. Sie erklärte, dass ich ‚nie gute Freunde hatte.‘

Und mein Vater? Er hat mir öfter gesagt, dass ich niemand bin, die ein Mann haben möchte. Ich sollte mich einfach mit allem zufriedengeben, was ich bekomme. Dass ich große Probleme in allen meinen Beziehungen hatte, ist noch untertrieben. Aber ich bin sehr dankbar für die Medikamente für meine psychische Gesundheit!“

-Anonym 

29. „Als mein bester Freund und ich zu meiner Haustür gegangen sind und über etwas gelacht haben, hat meine Mutter mir gesagt, dass ich mein Lachen vor meinem besten Freund ‚ändern‘ soll.“

„Ich war verlegen und verärgert, um es gelinde auszudrücken. Ich wurde unsicherer, nicht nur in Bezug auf mein Lachen, sondern auch in Bezug auf andere Dinge, die mit meiner Person zu tun hatten. Mehrere Jahre meines Lebens hatte ich deshalb anhaltende Selbstzweifel.“

-Anonym 

Eine Frau, die sich beide Hände vor das Gesicht schlägt und gestresst guckt.
Selbstzweifel sollten Eltern nehmen, nicht verursachen. © IMAGO / YAY Images

30. „Meine Mutter hat mir gesagt, dass ich in allen schwierigen Situationen (besonders mit meinem älteren Bruder) die größere Person sein muss und dass ich meine Gefühle unterdrücken soll.“

-Anonym 

31. „Als ich knapp 24 Jahre alt war, fragte mich mein Vater, warum ich noch nicht verheiratet wäre. Ich habe ihm gesagt, dass ich noch nicht den richtigen Mann gefunden hätte. Er sprach dann darüber, dass meine Ansprüche viel zu hoch sind und ich akzeptieren muss, dass ALLE Männer betrügen und ich einen Weg finden muss, damit umzugehen.“

„Ich war schockiert, dass ich laut ihm grundsätzlich das erste A-loch heiraten sollte, das mir einen Antrag macht. Das hat mein schrecklich niedriges Selbstwertgefühl noch mehr geschmälert. Am Ende blieb ich länger bei emotional und verbal missbräuchlichen Männern, als es gesund für mich gewesen wäre. Ich dachte, dass es da draußen keine anständigen Männer gibt und leider behandelten mich sogar diese schrecklichen Männer immer noch besser als meine eigenen Eltern.“

-Anonym 

32. „Ich war in der Schule, um medizinische Verwaltungsassistentin zu werden. Meine Mutter sagte mir, ich würde versuchen ‚zu professionell‘ zu sein, um einfach nur einen kleinen Job zu bekommen. Ich habe den Kontakt abgebrochen, die Schule erfolgreich beendet und arbeite in meinem Fachbereich inzwischen seit neun Jahren.“

-Anonym 


Falls du psyschische Probleme hast oder einfach nur jemanden zum Reden brauchst, kannst du dich an die Telefonseelsorge wenden über ihre gebührenfreie Telefonummer 0800 1110111 oder online.

Dieser Post wurde übersetzt von einem Post von Raven Ishak.

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