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33 Tiere, von denen du nicht wusstest, dass du dir den Planeten mit ihnen teilst

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Von: Nadja Rödig

Von niedlich zu unheimlich in 3, 2, 1 ...

1. Vergiss "Der weiße Hai"! Der Koboldhai verdient einen Horrorfilm.

Ich sag dir jetzt erstmal was Beruhigendes: Der Koboldhai (Mitsukurina owstoni) ist ein Tiefseehai und lebt bis zu 1.370 m tief im Wasser. Es ist also ziemlich sicher, dass du nie einem begegnen wirst. Weniger beruhigend ist die Tatsache, dass dieser Hai bis zu 6 m lang werden kann und bis zu 115 Zähne hat. Ich kann es dir also nicht verübeln, wenn du nie wieder einen Fuß in den Ozean setzen willst.

2. Die Dolophones conifera macht sich platt.

Der einzigartige Körperbau der Wrap-Around Spider ermöglicht es ihr, sich eng an Äste zu schmiegen und sich so perfekt zu tarnen. Da sie nachtaktiv ist, wirst du sie wohl kaum bemerken. Außer du hältst dich ausgerechnet an dem Ast fest, auf dem sie gerade schläft. Und wo sonst sollten diese Grusel-Spinnen leben, als in Australien. War ja klar.

3. Ein hartnäckiger Schnorrer: Das Meerneunauge.

Das Meerneunauge ernährt sich - wie es in der Tier- und Pflanzenwelt so schön heißt - parasitisch. Sein Maul braucht es dabei für genau das, was du dir wahrscheinlich gerade vorstellst: Es saugt sich an Fischen fest und lebt dann von deren Gewebestückchen. Neun Augen hat das Tier übrigens nicht. Der Name bezieht sich stattdessen auf die neun Körperöffnungen auf jeder Seite: je sieben Kiemenlöcher, ein Geruchsorgan und ein Auge.

4. Kein Häschen, sondern der Metagryne bicolumnata.

Hätte ich das Video nicht gesehen, würde ich immer noch nicht glauben, dass dieses Tier echt ist. Und was ist es jetzt? Ein bisschen unheimlich. Ach, und ein Weberknecht, das ist es auch. Gefilmt wurde der Metagryne bicolumnata von einem Naturforscher im Regenwald Ecuadors. Der kann allerdings auch nur Vermutungen anstellen, warum das Tier so aussieht wie es aussieht. Zur Abschreckung scheint auf jeden Fall naheliegend zu sein.

5. Am all you can eat-Buffet mit der Achatschnecke.

Das Gehäuse der Achatina reticulata kann spektakuläre 20 cm groß werden. Und im Gegensatz zu anderen Schnecken ist sie alles andere als scheu, was sie beliebt als Haustier macht. (Falls du Hunde zu Mainstream findest.) Ihr natürlicher Lebensraum ist aber Ostafrika und dort können sie zum richtigen Problem werden. Die Pflanzenfresser können nämlich ganz schön was verdrücken und sind damit eine Gefahr für die Landwirtschaft.

6. Wer wohnt (... nicht in 'ner Ananas, aber ...) ganz tief im Meer: Der Schwarze Drachenfisch.

Das ist keine normale Dunkelheit in der Tiefsee. Das ist fortgeschrittene Dunkelheit. Und der haben sich die Schwarzen Drachenfische angepasst. Was aussieht wie das Alien aus dem gleichnamigen Sci-Fi-Film, ist ein Raubfisch, der in der Tiefsee unheimlich gut getarnt seiner Beute auflauert. Also eigentlich genau wie in Alien.

7. Lederschildkröten, die live-action Adaption von Turtok.

Kein Witz! Die Lederschildkröten (Dermochelys coriacea) können bis zu zweieinhalb Meter lang werden und wiegen dann schon mal bis zu 700 kg. Man müsste meinen, mit diesen Giganten legt sich niemand an, aber leider sind die Riesenschildkröten nicht so unverwundbar, wie sie aussehen. Wenn die Weibchen einmal im Jahr auf der Karibikinsel Dominica ihre Eier legen, sind sie leichte Beute für den Menschen. Und so wurden sie jahrelang an den Stränden geschlachtet, bis ein beherzter Einheimischer eingriff, der die Tiere bis heute beschützt.

8. Hund auf Stelzen oder doch ein Mähnenwolf?

Der Mähnenwolf lebt in den Savannen Südamerikas, wo es viele hohe Grasflächen gibt. Du siehst schon, worauf das hinausläuft. Der Jäger hat in dieser Umgebung durch seine Stelzen den entscheidenden Vorteil, seine Beute immer im Blick zu haben. Ein süßer Fun-Fact über die Tiere: Männchen und Weibchen bevorzugen es zwar, die meiste Zeit getrennt voneinander zu verbringen, bleiben sich aber ein Leben lang treu.

9. Architektur 2.0 mit dem echten Sackträger.

Der Echte Sackträger (gib's zu, du musstest auch kurz lachen) gehört zur Familie der Schmetterlinge. Bevor er sich aber zu einem Solchen entpuppt, verbringt er die komplette Zeit als Raupe in seinem Sack. Den spinnt das Tierchen aus Pflanzenresten und Sandteilchen, wobei sich das Ergebnis echt sehen lassen kann!

10. Das Sumatra-Nashorn braucht Verstärkung!

Eigentlich bräuchte es noch viel mehr Sumatra-Nashorn-Babys auf der Welt. Das Kleinste unter den Nashörnern ist nämlich stark vom Aussterben bedroht. Ihre Population wird auf nur 30 bis 80 Tiere geschätzt! Um die Art zu retten, werden Nashörner gefangen und befruchtet.

11. Auf eine Piña colada mit dem Palmendieb.

Erinnert euch diese riesige Krabbe auch so sehr an Tamatoa aus dem Disney-Film Vaiana, oder geht es nur mir so? Tatsächlich lebt der Einsiedlerkrebs mit dem putzigen Namen Palmendieb auf dem Land und ist dafür ideal gewappnet. Der Allesfresser ist besonders bekannt dafür Kokosnüsse zu stibitzen. Um an diese ranzukommen, kann der Palmendieb sogar bis zu 20 m hoch klettern! Das nenne ich Hingabe.

12. Showtime für die Buckelzirpen.

400 Buckelzirpen-Gattungen gibt es auf unserem Planeten und jede sieht abgedrehter aus als die Nächste. Gemeinsam haben sie die ungewöhnlichen Verformen auf ihren Panzern. Wozu die allerdings gut sind, darauf muss man erst noch kommen.

13. Ein ganz schöner Rüssel, die Nase der Saiga-Antilope.

Die ungewöhnliche Nase der Saiga-Antilope schützt sie vor aufwirbelndem Staub in der Steppe und wärmt die Luft vor, wenn es kalt wird. Die Tiere gibt es bereits seit der letzten Eiszeit. Damals waren sie in weiten Teilen Europas verbreitet, heute findet man die gefährdete Art unter anderem noch in Kasachstan.

14. Das Comeback der Chrysilla volupe.

Guck dir diese Spinne an! Hast du jemals so ein buntes Tierchen gesehen? Nein? So ging es auch dem Rest der Welt, denn die Springspinne wurde 150 Jahre lang nicht gesichtet und galt damit als ausgestorben. Erfreulicherweise ist das nicht der Fall! 2018 entdeckten Forscher sowohl ein weibliches als auch ein männliches Exemplar, wie ihr es oben seht. Wenn ihr mal in Indien oder Sri Lanka seid, könntet ihr diese seltene Art also mit ganz viel Glück zu Gesicht bekommen.

15. Die Blume unter den Tieren: Seelilien und Haarsterne.

Auf den ersten Blick könnte man diese Stachelhäuter glatt für Pflanzen halten. Und tatsächlich bestehen sie aus Wurzel, Stiel und Kelch. Allerdings haben sie eben auch Arme. Manche Exemplare sogar bis zu 200. An denen bleibt Plankton hängen, der durch Schleim in den Mund des Tieres transportiert wird. Echt faszinierend. Übrigens können sich Seelilien nicht von selbst fortbewegen, Haarsterne dagegen schon und das sieht dann so schön aus, wie ihr es oben sehen könnt.

16. Aye-Aye, was ist das denn?

Süß oder? Das Fingertier oder Aye-Aye - wie es liebevoll in seiner Heimat genannt wird - ist ein Lemur, der ausschließlich auf Madagaskar vertreten ist. Seine langen Finger braucht das Tier, um aus Baumrinden Maden und anderes Futter herauszupulen. Da es das nachts tut, braucht es seine entsprechend großen Augen. Aye-Aye wird es übrigens deswegen genannt, weil es einen ähnlichen Laut ausstößt.

17. Der Stülpmaullippfisch: Staubsauger unter den Fischen.

© University of California / Via gph.is

Habt ihr das gesehen? Der kleine Fisch hatte keine Chance. Kein Wunder, bei der Saugkraft des Stülpmaullippfisches. Die entsteht, wenn der Fisch sein Maul zu einer Röhre formt und blitzschnell nach vorne stößt. Die lässt er sich auch gerne noch von Putzerlippfischen reinigen, bevor er sie wieder einfährt. Like a boss.

18. Die Jesus-Christus-Echse und ihre biblische Superkraft.

Der Stirnlappenbasilisk (Basiliscus plumifrons) gehört zur Familie der Leguane und lebt gewöhnlich auf Bäumen in den Regenwäldern Mittelamerikas, bevorzugt in Wassernähe. Das hat mitunter taktische Gründe: Die Echsen verstecken sich bei Gefahr am Grund von Gewässern. Dank ihrer verbreiterten Hautsäume an den Zehen können die Tiere aber auch über Wasser laufen, weshalb man sie in ihrer Heimat auch gerne Jesus-Christus-Echsen nennt.

19. Die Seefledermaus: Grumpy Cat der Meere.

Seefledermäuse (Ogcocephalidae) sind - mit Ausnahme des Mittelmeers - weltweit zu Hause. Dass dir eine beim Schwimmen im Urlaub begegnet, ist allerdings sehr unwahrscheinlich. Denn der Großteil dieser ulkig aussehenden Fische lebt in der Tiefsee. Du müsstest also zuerst an die 100 Meter tauchen, um die kleinen Kerle mit ihren armartigen Flossen über den Meeresboden spazieren zu sehen.

20. Lichter an für den Euprymna scolopes.

Nachts geht er mit seiner integrierten Taschenlampe - besser bekannt als Biolumineszenz - auf Beutezug. Sieht ganz schön beeindruckend aus, was? Tatsächlich handelt es sich bei dem Euprymna scolopes um einen Zwergtintenfisch, der nur bis zu 35 mm groß wird. Das Tierchen kommt ausschließlich an den Küsten Hawaiis vor, wo es sich tagsüber eingräbt.

21. Der Sternmull oder die getunte Version des Maulwurfs.

Zugegeben, der Sternmull (Condylura cristata) ist ein skurril aussehender Maulwurf. Was auf den ersten Blick aussieht wie ein Alien-Parasit, ist in Wirklichkeit aber eine der beeindruckendsten Nasen im ganzen Tierreich. Mit seinen Hautanhängern kann der Sternmull bis zu zwölf Orte in der Sekunde berühren und mit jeder dieser Berührungen senden wiederum 100.000 Nervenfasern Informationen an sein Gehirn. Das macht ihn blitzschnell im Aufspüren von Beute. Die Super-Nase funktioniert sogar unter Wasser!

22. Das Schicksal des Gangesgavial.

Der Gangesgavial sieht aus, als käme er direkt aus einem Jurassic Park-Film. Tatsächlich könnte er bald - wie die Dinosaurier - ausgestorben sein. Und das ist leider kein Witz. Eines der seltensten unter den Krokodilen ist vom Aussterben bedroht und lebt nur noch mit geringer Population in der freien Wildbahn. Obwohl inzwischen mit der Erhaltungszucht begonnen wurde, leben nur noch 1500 Tiere in der Freiheit.

23. Kuscheln ist nicht drin, mit der Megalopyge opercularis.

So flauschig! Davon diese Raupe anzufassen, würde ich aber dringend abraten! Denn bei dem pelzigen Tier handelt es sich um die Megalopyge opercularis, die giftigste Raupe in den USA. Der Kontakt mit ihr ist schmerzhafter als ein Bienenstich, was an den Stacheln liegt, die sich in einem scheinbar fluffigen Fell verbergen. Eine echt miese Nummer.

24. Vegetarier mit Vampirzähnen: Das Wasserreh.

Kommen wir lieber schnell zu etwas wirklich Niedlichem: Das Wasserreh (Hydropotes inermis) hat zwar Ähnlichkeit mit einem Säbelzahntiger, ist aber nicht weiter mit diesem verwandt. Tatsächlich gehört es zur Art der Hirsche und lebt in Ostasien. Statt einem Geweih haben männliche Wasserrehe lange Hauer, die aus dem Maul ragen und mit dem sie sich im Kampf mit Artgenossen messen. Aber keine Angst! Das Wasserreh ist Vegetarier.

25. Undercover mit dem Blattschwanzgecko.

Der Blattschwanzgecko (Uroplatus) ist auf Madagaskar zu Hause und in freier Wildbahn auch nur dort zu finden. Während er schon in verschiedenen Farben beobachtet wurde - von Grün und Braun, bis zu roten Färbungen - ist die besondere Eigenschaft des Geckos sein blattförmiger Schwanz. Sein Äußeres ist für ihn besonders nützlich, wenn er sich tagsüber perfekt getarnt auf Ästen versteckt. Ganz ehrlich: Siehst du, wo das Blatt aufhört und der Gecko anfängt?

26. Schleimschlacht mit dem Schleimaal.

Dieses Tier ist der Stoff, aus dem Albträume gemacht sind. Der Myxinidae kann in sekundenschnelle ganze Mengen Schleim produzieren, mit dem er Räuber abwehrt. Du kannst dir sicher vorstellen, wie effektiv das ist. Und halt dich fest: In Ländern wie zum Beispiel Südkorea gilt der Schleimaal als Delikatesse. Dann guten Hunger!

27. Unter Wasser chillen mit dem Axolotl.

Zum Glück leben in den Gewässern dieses Planeten auch echt niedliche Kreaturen, wie zum Beispiel der Axolotl (Ambystoma mexicanum). Sein natürlicher Lebensraum in Mexiko wird leider durch starke Verschmutzung und gebietsfremde Arten bedroht. Dagegen ist er beliebt in Zuchten und wird in Aquarien gehalten. Viel los ist da allerdings nicht: Die Amphibie liebt es ruhig und verharrt an einer Stelle, bis es Zeit zum Luftholen wird.

28. Das Rätsel um den Pinocchio-Baumfrosch.

Der längliche Fortsatz auf der Nase des Pinocchio-Baumfroschs (Litoria pinocchio) hat die Namensfindung sehr einfach gemacht. Seine Entdeckung verdankt der außergewöhnliche Frosch einem Zufall: Wissenschaftler suchten auf einer Expedition in Neuguinea Schutz vor Regen in den dortigen Bergwäldern. Und Zack! Da sitzt der Kleine auf einem Sack Reis. Was es mit seinem Nasen-Fortsatz auf sich hat, wird noch erforscht. Eine erste Vermutung: Er beeindruckt damit die Ladies.

29. Der Bombardierkäfer und seine biologische Superwaffe.

Der Brachininae verfügt über erstaunliche Feuerkraft. Fühlt es sich bedroht, stößt das unscheinbare Tierchen explosionsartig ein reizendes und übel riechenden Gas aus seinem Hinterteil und verteidigt sich damit gegen Feinde. Das wäre auch eine tolle Idee für einen Superhelden!

30. Die Seenuss: Eine Lavalampe unter den Meerestieren.

Die Mertensia ovum gehört zum Stamm der Rippenquallen und gilt damit - vom zoologischen Standpunkt aus gesehen - nicht als Qualle. Die Seenuss lebt in arktischen Gewässern und wie du auf dem Bild schon gut sehen kannst, ist sie im Stande, mittels Biolumineszenz Licht zu erzeugen.

31. Quetzal "der Göttervogel".

Der Quetzal ist der Nationalvogel Guatemalas, sogar die Währung des Landes ist nach ihm benannt. Mit seinen leuchtend bunten Federn und der bei Männchen bis zu 100 cm langen Schwanzfeder macht der exotische Vogel ganz schön was her. Die Balzflüge des Quetzal (Pharomachrus mocinno) sind so eindrucksvoll, dass die Maya ihn für einen Boten der Götter hielten und verehrten.

32. Der Rote Amerikanische Sumpfkrebs auf Wanderung in Berlin.

Dass du dir den Planeten mit Krebsen wie dem Roten Amerikanischen Sumpfkrebs (Procambarus clarkii) teilst, war dir sicher klar. Aber wusstest du, dass es diese exotisch anmutenden Tiere seit einigen Jahren im Berliner Tiergarten gibt? Und das nicht zu knapp! Die Krebse vermehren sich so schnell, dass sie in Europa sogar als invasiv gelten. In Berlin macht man das Beste daraus: Du kriegst sie inzwischen in einigen Restaurants auf den Teller.

33. Finger weg von der Seeschwalbe!

Seeschwalben fliegen nicht, sie treiben nur und zwar auf kuschlig warmen Gewässern, wie dem Mittelmeer. Die Blaue Ozeanschnecke - wie sie auch heißt - wird nur bis zu 5 cm groß und frisst mit Vorliebe Quallen. Wenn sie mal im Urlaub an deiner Luftmatratze vorbeitreibt, solltest du aber lieber die Finger von ihr lassen. Ihre Beute nutzt sie nämlich nicht nur zum Fressen, sondern auch ihr Gift um sich zu verteidigen.

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