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21 Kochtipps für alle, die das Nudelwasser anbrennen lassen

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Von: Nadja Rödig

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Zwiebeln mit Wurzel schneiden: Super! Einfach alle Zutaten gleichzeitig anbraten: Eher nicht.
Kochtipps für totale Anfänger:innen © Westend61/Thomas Vonier/Imago

Kochen für Dummys, weil wir es nötig haben.

Kochen will gelernt sein, klingt doof, ist aber leider wahr. Wenn dir jetzt auch eine schmerzhaft lange Bilderserie an verkorksten Gerichten durch den Kopf schießt, sitzen wir beide im selben Boot. Aber Kopf hoch, selbst ohne ein Fünkchen Begabung kriegst du das noch auf die Reihe. Also lass mich dir ein paar simple, aber effektive Tipps zeigen ... dank meiner Hauswirtschaftslehrerin aus der 7. Klasse, dem Internet und meinen persönlichen Fehlschlägen ...

1. Heiz den Ofen vor und lass die Pfanne RICHTIG heiß werden.

Wenn du gerne und gut kochst, fasst du dir jetzt wahrscheinlich an den Kopf (... aber hey, was machst du dann überhaupt hier? 🤷‍♀️) Könnte auch nur eine persönliche, sehr peinliche Wissenslücke sein ... Aber das Licht am Backofen neben dem Temperaturregler sagt dir, wann dein Ofen vorgeheizt ist und du solltest es nicht ignorieren. Geht es aus, rein mit dem Essen und nicht 10 Min. vorher, weil du JETZT Hunger hast. *seufz*

P.S.: Dasselbe gilt für Pfannen, du musst eh warten bis sie heiß ist, also schmeiß dein Essen nicht in kaltes Öl oder Butter.

Butter in einer Pfanne
Bläschen sind ein gutes Zeichen. © CHROMORANGE/Imago

2. Weiche nicht vom Rezept ab, wenn du keine Ahnung hast.

Besonders nicht beim Backen! Freestylen ist was für Profis oder zumindest Menschen, die kein Nudelwasser anbrennen lassen. Mengenangaben gibt es aus gutem Grund und wenn die nicht so wichtig sind, wird wahrscheinlich stattdessen „nach Geschmack“ im Rezept stehen. Und auch wenn es nervt, die Zutaten sollten wirklich in einer bestimmten Reihenfolge in die Schüssel oder Pfanne.

Eine Pfanne voller Gemüse, die durchgestrichen wurde.
Alles einfach in die Pfanne ... Nö. © Thomas Vonier/Imago

3. Du salzt wahrscheinlich viel zu wenig.

Würzen musst du trotz Rezept oft nach Gefühl. Wenn du das nicht hast, ist es wahrscheinlich, dass du dich mit dem Salz nicht so richtig traust. Dabei kann ein Gericht davon schon einiges vertragen. Salz hebt den Geschmack anderer Zutaten hervor und reduziert den von bitteren. Wenn du unsicher bist, mach nach und nach einen halben Teelöffel dazu und schmecke jedes Mal ab.

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4. Brate Gewürze in Öl an und behalte sie im Blick.

Gewürze ganz zum Schluss dazuzugeben, kann sogar eher verschwenderisch sein, weil du mehr davon brauchst, damit es auch knallt. Sie am Anfang des Kochens zu den Zwiebeln oder direkt ins Öl zu geben ist ein guter Trick für intensiveren Geschmack. Aber Vorsicht: Gewürze brennen schnell an, also lass sie nicht aus den Augen.

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5. Wenn du eine Zutat nicht im Supermarkt findest, google, womit du sie ersetzen kannst.

Kennst du sicher: Einmal hast du so richtig Bock auf dieses eine Gericht und bei Aldi gibts keine Zuckerschoten. Das ist schade, aber nicht das Ende. Google stattdessen, womit du die Zutat ersetzen kannst oder druck dir eine praktische Liste aus.

Zuckerschoten durch Erbsen ersetzen.
Keine Zuckerschoten? Dann nimm normale Erbsen © YAY Images/PhotoAlto/Imago

6. Lerne ein paar Standard-Rezepte und hab das Wichtigste dafür auf Vorrat.

Ein Rezept fürs Kochen suchen müssen, ist wie der Weg ins Fitnessstudio: eine schier unüberwindbare Hürde. Wenn du dir aber ein paar Basics draufschaffst, kannst du die sehr bald auswendig und kannst sie immer machen, statt Essen zu bestellen. Am besten hast du dafür auch die Zutaten auf Vorrat: Milchreis, haltbare Milch, Apfelmus. Zack, fertig.

Eine kleine Vorratskammer mit Zutaten in Gläsern sortiert.
Eine gut sortierte Vorratskammer hat schon was. © agefotostock/Imago

7. Küchenhelfer können eine große Hilfe sein. (Steckt nicht umsonst im Namen.)

Es macht eben doch einen Unterschied, ob du nur nen Löffel von Oma hast oder Pfannenwender, Schöpflöffel, einen richtigen Schäler, usw. Und weil das ganze Zeug ganz schön ins Geld geht, würde ich dir empfehlen dein Glück bei unserem Einfach Tasty-Gewinnspiel auf Pinterest zu versuchen! Dabei kannst du nicht nur das gesamte Tasty-Sortiment an Küchenhelfern gewinnen, sondern auch einen Fackelmann-Gutschein über 1500 €. Die Teilnahmebedingungen findest du hier.

8. Apropos nützliche Gadgets: Besorg dir einen Reiskocher, wenn du das Geld hast.

Reis ist so viel schwieriger gut zu kochen als Nudeln. Ich habe es echt gehasst, bevor ich mir einen Reiskocher zugelegt habe. Das Problem erübrigt sich, wenn du quasi nichts dafür tun musst und eine Anleitung für das Wasser-Reis-Verhältnis mitgeliefert bekommst. Das übrigens wichtig ist!

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9. Und wasche den Reis vorher!

Das macht der Reiskocher leider nicht für dich, aber waschen kriegt man zum Glück noch hin. Übrigens solltest du Reis waschen, um Verunreinigungen zu entfernen, aber auch um zu verhindern, dass der Reis klebt oder gummiartig wird. Ein paar Ausnahmen: Milch- und Risottoreis bleiben zum Beispiel ungewaschen.

10. Sei nicht zu vorschnell beim Wegwerfen von Kochresten. Vielleicht kannst du sie noch gebrauchen.

Tatsächlich haben wir eine ganze Liste an Tricks, um mit Küchenabfällen zu kochen.

Eine Person wirft Essensreste in den Müll.
Nicht wegwerfen! © Panthermedia/Imago

11. Mach dir einen Notizzettel für verschiedene Garzeiten.

Irgendwann wirst du ihn nicht mehr brauchen (außer dein Gedächtnis ist so für die Tonne wie meins). Für den Anfang hilft es dir aber sicher, einen Spickzettel beim Grillen oder Kochen zu haben. Eine Tabelle mit Garzeiten findest du z.B. hier.

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12. Setz nicht alles auf ein Öl.

Es gibt immer diese eine Person, die für ALLES Olivenöl verwendet: Salate, Gemüse, Fleisch anbraten, Desserts ... Scherz. Aber mal im Ernst, gutes Olivenöl ist geil, sollte aber nicht zwangsläufig für alles benutzt werden. Musst du die Pfanne stark erhitzen, eignen sich andere Fette besser wie Raps- oder Sonnenblumenöl. Denn die Aromastoffe von Olivenöl verflüchtigen sich bei zu hohen Temperaturen. Heb es also lieber für was anderes auf.

13. Schärfe deine Messer!

Das würde dir sicher jeder gelernte Koch oder Köchin sagen, aber: Schärfe. Deine. Messer. Mit stumpfen Messern ackerst du dich unnötig ab und verletzten kannst du dich mit ihnen trotzdem. Wahrscheinlich sogar noch leichter als mit scharfen ... immerhin musst du mit denen nicht dein ganzes Körpergewicht einsetzen.

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14. Lege einen feuchten Lappen unter dein flutschiges Schneidebrett.

Hier nochmal danke an meine Hauswirtschaftlehrerin von damals. Sie hatte wohl irgendwann Mitleid mit mir oder einfach Angst, dass ich einen Finger verlieren könnte.

15. Lass beim Zwiebeln schneiden die Wurzel dran.

Kommen wir zur Glanzleistung meiner Hauswirtschaftsleistung aus Schulzeiten: eine 1 fürs Zwiebeln schneiden. (Ja, lach nur. Ich bin immer noch stolz drauf.) Tatsächlich ist der beste Trick, den ich gelernt habe, einfach die Wurzel beim Schälen der Zwiebel dranzulassen. Dann halbieren, in Streifen und Würfel schneiden, ohne die Wurzel zu beschädigen. So hält die nämlich alles zusammen, was alles viel leichter macht.

Mann schneidet eine Zwiebel mit Wurzel daran.
Lass sie dran! © Westend61/Imago

16. Wenn du kannst, pflanze ein paar frische Kräuter an und nimm diese statt getrockneten.

Zumindest würde dir das ein professioneller Koch empfehlen. Natürlich hat man dann gleich das nächste Problem: Wie halte ich Kräuter in der Küche am Leben? Wenn ich dafür jemals die Antwort weiß, sag ich Bescheid.

17. Nimm dir die Zeit und lass deinen Nudel- oder Kartoffelsalat ziehen.

Das hat dir sicher auch schon immer Mutti, Vati oder Oma geraten, es stimmt aber auch einfach: Es schmeckt besser, wenn es eine Weile ziehen konnte. Habe ich wissenschaftliche Beweise? Nein. Ist aber trotzdem wahr.

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18. Schneide Hühnchen in Streifen, bevor du es brätst.

Wieder eine ganz banale Sache, aber ein unregelmäßig geformtes Stück Hühnerfleisch gleichmäßig durchzubraten ist natürlich schwer! Stattdessen schneide es lieber in gleichmäßige Streifen und hau noch ein paar Mal mit dem Schnitzelklopfer drauf.

19. Wenn dir Kartoffeln kochen VIEL zu lange dauert, schneid sie klein.

Wenn du sie zum Beispiel später eh stampfen willst, kannst du dir zumindest etwas Wartezeit sparen. Außerdem wichtig: Vergiss das Salz nicht und ausnahmsweise kannst du sie tatsächlich in kaltes Wasser legen und erst dann erhitzen. Kartoffeln solltest du tatsächlich nur so kochen.

20. Dir brennt wortwörtlich das Nudelwasser an, weil der ganze Topf überschäumt?

Dann schnapp dir einen ✨ Holzkochlöffel ✨ und leg ihn auf den Topf. Einfacher geht‘s echt nicht.

21. Und wenn alles schiefgeht ... mach Brote. Das zählt auch als kochen.

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Welcher Kochtipp hat dir als Anfänger:in weitergeholfen? Verrate es mir in den Kommentaren.

Und wenn du es erstmal langsam mit dem Kochen angehen willst, versuch dich an dieser Yellow Summer Bowle.

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