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Mitarbeiter:innen teilen 21 Warnzeichen dafür, dass dein Arbeitsumfeld toxisch ist

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Eine Frau, die an einem Schreibtisch sitzt und verzweifelt die Hände über dem Kopf hält. Es ist links am Rand eine Person zu sehen, die auf sie zeigt. Text: „Der Druck, im Krankheitsfall zu arbeiten, nur weil man von zu Hause arbeitet.“
Hast du das Gefühl, in einem toxischen Umfeld zu arbeiten? © Panthermedia / IMAGO

„Wenn die Kolleg:innen, die dich ausbilden sollen, das nicht tun. Du bist also gezwungen, dir alles selbst beizubringen.“

Es gibt zwar keinen „perfekten“ Arbeitsplatz, aber es gibt einige gängige Praktiken oder Umgangsformen am Arbeitsplatz, die auch heute noch angewandt werden und weder für das Unternehmen noch für die Mitarbeiter:innen von Vorteil sind. Viele von ihnen können sogar eher Schaden anrichten.

Als die Reddit-Userin u/legalboobs96 die r/AskWomen-Community gefragt hat: „Welches Verhalten am Arbeitsplatz ist eigentlich eher toxisch und muss aufhören?“, habe ich mir gedacht, dass es hilfreich wäre, ihre Antworten zu teilen.

1. „Irgendeine Version von ‚Hallo‘ in den Chat zu schicken und mich dann zwingen oder von mir ZU ERWARTEN, dass ich Minuten damit verschwende, herauszufinden, was du verdammt noch mal brauchst. FANG DOCH EINFACH SO AN: ‚HI, ICH BRAUCHE X BIS Y. KANNST DU MIR BEI EINER BESTIMMTEN SACHE HELFEN?‘“

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—u/Luhdk

2. „Erzwungene Team-Bonding-Events“.

-u/myciccio

„Und von Frauen wird erwartet, dass sie die obligatorischen Spaß-/Team-Bonding-Veranstaltungen organisieren und durchführen. Es spielt keine Rolle, ob man von Männern auf derselben Ebene oder in demselben Job erwarten würde, dass sie ihre Zeit mit der Organisation solcher Veranstaltungen ‚verschwenden‘, von Frauen wird erwartet, dass sie das tun – oft in ihrer Freizeit – und wir sollen das auch noch toll finden.“

-u/myalias1919

3. „Seminare, die sich mit der mentalen Gesundheit beschäftigen, anstatt uns einfach einen Tag freizugeben“.

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-u/0_0moon0_0

„Oder den Leuten zu sagen, dass sie self-care betreiben sollen. Okay, ja, self-care ist wichtig. Aber wir müssen das auch in die Praxis umsetzen können! Wir müssen in der Lage sein, Pausen zu machen, die niemand unterbricht. Wir müssen in der Lage sein, arbeitsbezogene Anrufe/Texte/E-Mails/etc. außerhalb der Arbeitszeit nicht zu beantworten, ohne dafür bestraft zu werden. Wir müssen die Möglichkeit haben, ohne unnötigen Ärger oder Stress Urlaub zu nehmen. Wir müssen in der Lage sein, Grenzen zu setzen, anstatt an ‚Qualitäts‘-Maßstäbe gebunden zu sein, die uns daran hindern.

Und wir müssen erkennen, dass self-care nicht die Lösung für alle Probleme ist. Wir müssen so bezahlt werden, wie wir es wert sind. Wir brauchen kürzere Arbeitstage. Wir brauchen einen gerechten Arbeitsplatz.“

-u/coffeeblossom

4. „Ich hasse es, wenn Menschen dazu gezwungen werden, bis zu einer bestimmten Zeit zu bleiben, auch wenn ihr Arbeitspensum schon erledigt ist, nur weil sie dort sein MÜSSEN.“

„Wir haben nur begrenzte Zeit auf dieser Welt – ich hasse es, irgendwo nur deshalb zu sein, weil ich dazu verpflichtet bin. Das und die Tatsache, dass du mehr Arbeit bekommst, wenn du deine Arbeit früher erledigst.“

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—u/splashattack

5. „Wenn etwas schiefgeht, konzentriert man sich auf Schuldzuweisungen statt auf Lösungen. Meiner Erfahrung nach wollen die meisten Menschen, selbst die faulen, gute Arbeit leisten. Und wenn sie scheitern, dann liegt das an schlechten Systemen oder unklaren Erwartungen. Natürlich kann es auch mal eine ‚schlechte Wahl‘ sein, aber wirklich böswillige schlechte Akteur:innen sind extrem selten.“

—u/turingtested

6. „Wenn die Kolleg:innen, die dich ausbilden sollen, das nicht tun. Du bist also gezwungen, dir alles selbst beizubringen.“

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„Dann kritisieren diese Kolleg:innen auch noch alles, was du machst. Also bittest du sie um weitere Einarbeitungen, damit sie dir zeigen können, wie man es richtig macht – aber sie sagen dann, sie seien zu beschäftigt. Diese Kolleg:innen behandeln dich so, als ob du schon seit 25 Jahren dort arbeiten würdest, und man geht davon aus, dass du alles weißt, während man ignoriert, dass du neu bist. Sie überhäufen dich mit Informationen, geben dir das Gefühl, ein totaler Idiot zu sein, weil du dich nicht auskennst, und dann erwarten sie auch noch von dir, dass du ihr ganzes Wissen aus über 25 Jahren in einer Woche hast!“

—u/Deshang222

7. „‚Das ist eine Familie.‘ Nein, ist es nicht … es ist ein Unternehmen.“

-u/mrspicytits

„Nimm diesen Ratschlag ernst. Ich hatte ein Vorstellungsgespräch für eine Stelle bei einem örtlichen Skiverleih. Sie sagten mir, sie seien eine ‚Familie‘.

Später habe ich meinen Vorgesetzten wegen sexueller Belästigung angezeigt. Ich fand heraus, dass die gesamte Mannschaft zwischen der Arbeit mit den Kund:innen gekokst hat. In der Umkleidekabine haben sie den ganzen Tag über Schnaps und Bier getrunken.

Die Chefs hatten Affären mit jungen Angestellten. Eine Zeit lang habe ich das irgendwie akzeptiert und angefangen, mit ihnen zu feiern. Dann ist mir klargeworden, dass der Ausdruck ‚Wir sind eine Familie‘ eine weitere Form der Kontrolle war. Ich dachte mir: ‚OK, das ist zu viel, und mein Chef gibt mir ein ungutes Gefühl. Nachdem ich es gemeldet hatte, haben sich die Jungs vom Verleih gegen mich gewandt und mich dafür gehasst.

Ich war so traumatisiert, dass ich dann meine Periode nicht bekommen habe. Ich denke noch heute daran.“

-u/thisisnotrlynotfunny

8. „Männer und Frauen nicht gleich bezahlen“.

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—u/cyarin_60025

9. „Anwesenheitspflicht in einem Büro für Arbeit, die wir komplett von zu Hause machen können. Wir müssen nicht mit Kolleg:innen befreundet sein“.

-u/em-ay-tee

„‚Aber es ist besser fürs Brainstorming!‘ ‚Aber wir wollen ein sozialeres Umfeld!‘ ‚Aber wir wollen, dass im Büro wieder mehr los ist!‘
Nein danke. Homeoffice hat meine persönliche Situation sehr verbessert. Ich kann meine Kinder vor der Schule abholen, ich verliere keine Zeit im Verkehr und muss nicht alle paar Tage tanken – ich fühle mich einfach besser. Aber es sieht so aus, als müssten wir im neuen Jahr wieder ins Büro zurückkehren, und ich freue mich nicht darauf.

Versteht mich nicht falsch ...… ich gehöre zu den Glücklichen, die ihre Kolleg:innen wirklich mögen. Aber ich möchte weiterhin von zu Hause aus arbeiten. Vielleicht gehe ich einmal in der Woche ins Büro oder so, aber es ist nicht nötig, dass ich jeden Tag persönlich dort bin. Sie haben es uns so gut eingerichtet, dass wir von zu Hause aus arbeiten können, und ich bin dort tatsächlich viel produktiver.“

-u/trig72

10. „Klatsch und Tratsch. Ich habe keine Ahnung, warum manche Erwachsene immer noch dieses Problem haben.“

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—u/V-RONIN

11. „Den Mitarbeiter:innen zu sagen, dass sie ihr Gehalt vertraulich behandeln sollen. LOL, ich arbeite in der Personalabteilung und bin für Transparenz bei der Vergütung. Ich weiß, dass Unternehmen uns nur dann sagen, dass wir etwas verheimlichen sollen, wenn sie wissen, dass es zu verdächtig ist, um es öffentlich zu machen.“

—u/xeekayla

12. „Das ist etwas anderes, aber eine sehr kontaktfreudige, sympathische Mitarbeiterin, die sich nicht an die Regeln halten muss, weil sie bei allen im Büro beliebt ist.“

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—u/pinkflower200

13. „Ich musste einmal 73 Euro für das Geschenk einer kranken Person beisteuern. Also teure Geschenke, die vorgeschrieben sind.“

—u/s55555s

14. „Mitarbeiter:innen wegen eines einfachen Fehlers beim Chef verpetzen, anstatt mit ihm oder ihr zu reden und ihnen dabei zu helfen, es das nächste Mal besser zu machen. Das führt zu einer toxischen Kultur voller Misstrauen gegenüber Kolleg:innen und zerstört jegliches Kameradschaftsgefühl im Team.“

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—u/princess-biddies

15. „Die ganze Abteilung wird wegen des Fehlverhaltens einer Person angeschrien. Sprecht die entsprechende Person an. Behebt das Problem. Aber schreit uns nicht alle an!“

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—u/TysmanianDevil

16. „Der Druck, im Krankheitsfall zu arbeiten, nur weil man von zu Hause arbeitet (‚weil das alle anderen auch tun‘ – und alle so denken).“

—u/Anxiety_Cookie

17. „Sexuelle Belästigung. Immer noch so weit verbreitet.“

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-u/Pink-grey24

„Letzte Woche habe ich ein Vorstellungsgespräch mit jemandem gehabt, der seit 30 Jahren in meiner (von Männern dominierten) Branche arbeitet. In diesem Gespräch erzählte er mir, wie er einmal in einem Stripclub in meiner Stadt war. Außerdem hat er mich gefragt, ob ich gerne feiern gehen würde, und ob ich verheiratet sei. Ich hätte seine Tochter sein können. Das war eindeutig ein riesengroßes Personalproblem, das nur darauf wartete, Schaden anzurichten, weshalb er nicht eingestellt wurde.

Es war offensichtlich, dass er keine Ahnung hatte, dass das, was er sagte, unangemessen war. Höchstwahrscheinlich war dieses Verhalten in den anderen Unternehmen, in denen er gearbeitet hat, akzeptabel.“

-u/princess-biddies

18. „Das ist auf Bildungsberufe bezogen, aber wenn Lehrer:innen dafür gelobt werden, dass sie früh kommen, lange bleiben und an den Wochenenden arbeiten. Das wird als ‚Hingabe‘ bezeichnet, aber ehrlich gesagt ist es einfach nur Arbeit, die weit über die vertraglich vereinbarte Arbeitszeit hinausgeht, und das ohne Bezahlung.“

„Ich habe das früher jede Woche gemacht, und mein Leben hat sich so sehr verbessert, seitdem ich endlich damit aufgehört habe. Ich liebe meine Schüler:innen, aber ich sollte nicht als weniger engagiert angesehen werden, nur weil ich nicht umsonst arbeite.“

—u/Nikki-Black

19. „Mich nicht mit etwas zu konfrontieren, führt zu Drama. Wenn du ein Problem damit hast, wie ich die Dinge erledige, sag es mir direkt. Mach dir nicht die Mühe, mich bei anderen Mitarbeiter:innen zu verpetzen, denn das wird die Dinge nicht in Ordnung bringen. Wenn überhaupt, werde ich denken, dass du stattdessen vorhast, meinen Ruf zu ruinieren.“

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—u/MeiTheForce_

20. „Die Mentalität, dass Menschen, die sich dafür entscheiden, Kinder zu haben, ein größeres Recht darauf haben, an Feiertagen oder im Sommer freizunehmen. Ich habe kein Kind, aber ich bin das Kind von jemandem. Ich muss keine eigenen Kinder haben, damit mir Feiertage wichtig sein können.“

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—u/OopsWhoopsieDaisy

Welches toxische Verhalten am Arbeitsplatz sollte deiner Meinung nach so schnell wie möglich aufhören? Schreib es uns gerne in die Kommentare!

Hinweis: Einige Antworten wurden aus Gründen der Länge und/oder Klarheit bearbeitet.

Und falls du selbst kurz davor bist, deinen Fuß in die Arbeitswelt zu setzen, dann sind hier noch 17 Warnzeichen, auf die du bei deinem Vorstellungsgespräch achten solltest.

Dieser Post von Raven Ishak wurde aus dem Englischen übersetzt.

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