Jetzt geht‘s looos!

67 Gedanken, die du hast, wenn du nach Berlin ziehst

  • Michelle Anskeit
    vonMichelle Anskeit
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Ich bin neulich in die Hauptstadt gezogen und habe mir überlegt, ich teile mal ein paar der Dinge mit dir, über die man beim Umzug hierher so nachdenkt.

1. AUF GEHT‘S NACH BERLIN!

2. Über Berlin hört man ja viel.

3. Viel Gutes. Viel Schlechtes.

4. Jeder wird hier nur ausgeraubt.

5. Und alles ist hier dreckig.

6. Das letzte ist nicht immer falsch...

7. Was gibt es hier denn noch so für Klischees über die Stadt und die Leute

8. Ah genau: Die arschteuren Wohnungen

9. Ich kann noch gar nicht glauben, dass ich hier überhaupt eine Wohnung. gefunden habe

10. Hat mich nur etwa 75 Mails, 30 Dokumente, 57 Anrufe, 3 Profile auf Wohnungsseiten und viele, viele Tränen gekostet.

11. Vielleicht muss ich wegen der Kaution auch ein paar Monate nur von Nudeln leben, aber das passt schon.

12. Ist ja schließlich schön hier.

13. Auch wenn die Heizung nicht funktioniert.

14. Und die Miete so teuer ist, dass ich mir auf dem Dorf zwei Wohnungen damit leisten könnte.

15. Und nie irgendjemand meine Wohnung findet, weshalb meine Pakete irgendwo in einer Packstation in Grönland landen.

16. Aber naja.

17. Das ist der Großstadt-Charme.

18. Sehen wir uns doch mal um. Lauschen wir den Klängen von Berlin.

19. Ich liebe zum Beispiel das Gegröle der Nachbarn.

20. Und diese Partymusik nachts um 2.

21. An einem Mittwoch.

22. Oder auch dieses Gestampfe, wenn ich gerade versuche, nach getaner Arbeit etwas zu entspannen.

23. Auch gern hab ich den Feuermelder, der ständig grundlos losgeht.

24. Aber wir wollen ja nicht nur meckern. Gibt ja auch Positives, so in der Großstadt.

25. Wie die Verkehrsmittel!

26. Mit den ganzen Transportmitteln kannst du eine ganz eigene Sightseeing-Tour machen.

27. Als erstes triffst du dabei natürlich auf die Berliner*innen, die dir genau ansehen, dass du nicht von hier kommst. (Sowieso bist du für immer ein*e Zugezogene*r.)

28. Dann wird erstmal versucht, dir irgendwelche Fahrttickets anzudrehen.

29. (Nehmt die nicht an, Kinder.)

30. Ich versuche deshalb natürlich auch immer verkrampft, mich beim Kauf einer Karte nicht extra dumm anzustellen.

31. Leichter gesagt als getan.

32. Wenn man dann mal in der U-Bahn sitzt, setzt sich natürlich gleich irgendeine Person direkt neben dich, auch wenn alles frei ist.

33. Das kenne ich so schon aus meinem Dorf, da sitzt auch immer jemand neben dir im Bus.

34. Zumindest sind die Menschen hier abwechslungsreicher.

35. Da ist die besoffene Gesellschaft morgens um 9.

36. Manche von denen haben zumindest echt coole Outfits an.

37. Sollte ich mir merken. Berlin ist ja schließlich eine Mode-Hautpstadt.

38. Vielleicht ist dieser blinkende Hut also total in.

39. Wenn ich mich weiter umgucke, gibt es da außerdem noch die gestresste Person, die in drei verschiedenen Telefon-Meetings ist. Gleichzeitig.

40. Dazu noch der Deutschrap-Fan ohne Kopfhörer.

41. Die Person mit dem Döner, extra Zwiebeln.

42. Dieser eine Mensch, der jeden wissen lassen muss, aus welchem Bezirk er*sie kommt.

43. Bild‘ dir bloß nichts auf deinen eigenen ein, es gibt immer einen besseren

44. Aber hey, lass‘ dir das nicht sagen.

45. Ich bin noch nicht lange hier, aber habe schon gelernt, dass jeder Bezirk so seinen Flair hat.

46. Muss halt nur der richtige Flair für dich sein.

47. Dann klappt das schon.

48. Und zuletzt gibt es die Rempler, die glauben, wenn sie zwei Sekunden vor dir aus der U-Bahn kommen, schaffen sie es auf jeden Fall doch noch pünktlich zur Arbeit.

49. Generell stressen mich diese Leute, die immer noch eine Sekunde vorher in die Bahn springen.

50. Die fährt hier alle zwei Minuten, mein Freund.

51. Ist nicht wie auf dem Dorf, wo du drei Stunden auf den nächsten Bus wartest.

52. Und das ist echt angenehm.

53. Genau wie die Läden, die nicht schon um 18 Uhr schließen.

54. Die verkaufen dir um 22 Uhr noch eine Tiefkühl-Pizza, die vielleicht schon etwas zu lange in der Gefriertruhe liegt.

55. Aber naja.

56. Wenn dir davon dann schlecht wird, kannst du dich zu den anderen gesellen, die sich irgendwie gerne in Hausfluren oder Höfen übergeben.

57. Oder da hin pinkeln.

58. Und sich dann noch dafür beglückwünschen.

59. Anscheinend gibt es in Berlin nicht genug Toiletten. Muss ich mir merken.

60. Bei uns auf dem Dorf haben sich die Touristen immer darüber gefreut, dass die Toiletten so sauber und dazu kostenlos sind.

61. Jetzt weiß ich wieso.

62. Naja, wenn ich ehrlich bin, ist es aber trotzdem ganz schön hier. So viele Möglichkeiten und Orte

63. Bin gespannt, was die Zukunft so bringt.

64. Vielleicht ein paar Tiefkühlpizzen, die nicht abgelaufen sind

65. Und nu‘?

66. Wie sagt man in Berlin?

67. Ick mach‘n Abjang!

Rubriklistenbild: © imago images / Kirchner-Media

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