Bevor du dir die 3. Staffel The Handmaid's Tale reinziehst: Hier alles was du aus Staffel 1 & 2 wissen musst

  • Nadja Rödig
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“In einer sich allmählich erhitzenden Badewanne kochst du zu Tode, ehe du es bemerkst.”

ENDLICH! Die 3. Staffel von The Handmaid's Tale ist auf Amazon Prime! Für alle, die einen Rewatch dieser emotional aufwühlenden Serie nicht über sich bringen, gibt es hier die Zusammenfassung der wichtigsten Momente aus Staffel 1 und 2.

Achtung: Die Serie The Handmaid's Tale und dieser Post behandeln das Thema sexuelle Gewalt.

Um was geht es?

Die Menschheit stirbt aus. Auf der ganzen Welt geht die Geburtenrate rapide zurück. In dieser Dystopie wird June in den ehemaligen USA - heute bekannt als Gilead - gefangen gehalten. Als eine von wenigen Müttern, soll sie als Magd für einen Kommandanten und seine Frau Kinder zur Welt bringen. Ein Schicksal, das sie mit den anderen versklavten Mägden teilt.

1. Junes Tochter wird entführt.

In der ersten Szene haben wir noch nicht mal eine Ahnung, um was es geht und trotzdem will man schreien! June flieht mit ihrer Tochter Hannah in einen Wald, Ehemann Luke bleibt zurück, um ihre Verfolger aufzuhalten. Wir hören Schüsse und plötzlich reißen vermummte Männer Hannah aus Junes Armen und schlagen die wehrlose Mutter bewusstlos. WAS GEHT HIER VOR?!

2. Das rote Zentrum.

Nach ihrer Festnahme landet June in einem Schulungszentrum, indem die sogenannten Tanten Frauen zu Mägden umerziehen. Tante Lydia ist dabei kein Mittel zu extrem: als Neuankömmling Janine aufbegehrt, lassen die Tanten ihr ein Auge herausreißen. Hier trifft June auch ihre beste Freundin Moira wieder.

3. "Ein Priester. Ein Arzt. Ein Schwuler."

Kein schlechter Scherz, sondern traurige Realität in Gilead: Wer gegen die neuen Gesetze verstößt, endet als Zeichen erhängt an der Mauer. Das sind die niederschlagenden Nachwehen eines brutalen Krieges, der aus den USA Gilead machte. In dieser Welt lebt June inzwischen als Magd.

4. Desfred und die Waterfords.

Wie alle Kommandanten in Gilead, nutzt Fred Waterford sein Recht auf eine Magd, die für ihn und seine Frau Serena Kinder gebären soll. June ist gezwungen als Desfred in deren Haus zu leben. Ihr neuer Name soll den Besitzanspruch des Kommandanten an ihr ausdrücken: Sie ist des Fred. Einmal im Monat findet die sogenannte Zeremonie statt, in deren Verlauf June durch den Kommandanten - im Beisein seiner Frau - vergewaltigt wird. In der Zeremonie soll die Magd geschwängert werden.

5. Eine Exekution.

Die Mägde kommen für eine Hinrichtung zusammen. Tante Lydia stellt ihnen einen Mann vor, der eine schwangere Magd vergewaltigt haben soll. Nach einem Pfeifton treten und schlagen die Frauen den Angeklagten zu Tode.

6. Emily.

June kennt sie bisher nur als Desglen und hält ihre Weggefährtin lange Zeit für "ein frömmelndes Stück Scheiße". Falsch gedacht! Emily scheint Teil eines geheimen Widerstands zu sein und hat auch allen Grund dazu. Ihre Frau und Sohn sind zwar sicher in Kanada, sie selbst wird aber als Magd missbraucht.

7. Verurteilt für Geschlechtsverrat.

Junes Freude über eine Verbündete ist von kurzer Dauer, als eine neue Desglen vor ihrer Tür steht. Daran sieht man zum ersten Mal, wie austauschbar die Mägde für ihre Kommandanten sind. Emily wird als Geschlechtsverräterin verhaftet und mit ihrer Geliebten verurteilt. Während Emilys Freundin hingerichtet wird, nimmt man an ihr eine Beschneidung vor. Dieser Tatsache wird sich Emily erst nach ihrem Erwachen im Krankenhaus bewusst.

Junes innerer Monolog:

“Nun bin ich wach und sehe die Welt. Vorher habe ich geschlafen. So haben wir es geschehen lassen. Als sie den Kongress abgeschlachtet haben, sind wir nicht aufgewacht. Als sie Terroristen die Schuld gaben und die Verfassung außer Kraft setzten, auch da sind wir nicht aufgewacht. Sie sagten, es wäre vorübergehend. Keine Veränderung tritt unverzüglich ein. In einer sich allmählich erhitzenden Badewanne kochst du zu Tode, ehe du es bemerkst.”

8. "Nolite te Bastardes Carborundorum."

Der lateinische Satz in Junes Schrank bedeutet übersetzt: "Lass dich von den Bastarden nicht unterkriegen." Ihre Vorgängerin hat ihn ihr hinterlassen, bevor sie Selbstmord beging. Frauen dürfen in Gilead weder lesen noch schreiben, zur Strafe verlieren sie erst einen Finger, dann eine Hand. Dieser Satz ist also mehr als eine nette Geste.

9. Nick.

Nick ist Fahrer der Waterfords und wie wir vermuten ein "Auge". Also quasi ein Spitzel der Regierung. Serena Waterford weiß davon nichts, als sie Nick "bittet" June zu schwängern. Damit wird ausgesprochen, was alle denken: Der Kommandant ist - wie sicher viele andere Männer auch - steril. June stimmt der Vereinbarung notgedrungen zu und geht später sogar eine Art Beziehung mit Nick ein.

10. Staatsbesuch aus Mexiko.

Kommandant Waterford lädt eine Delegation aus Mexiko ein, um Gileads Handel zu stärken. Bei einem Bankett stellt das Land seine Mägde vor und Kinder, die von diesen ausgetragen wurden. June wird klar: Gehandelt werden soll in Zukunft mit den Mägden. Hilfe durch die Botschafterin Mexikos ist also nicht zu erwarten. Ein männlicher Kollege springt ein und versichert June, dass ihr Mann am Leben ist. Als kleinen Hoffnungsschimmer darf sie ihm sogar eine Nachricht schreiben.

11. Lukes Flucht nach Kanada.

Ein Rückblick: Luke wurde nicht erschossen, aber immerhin schwer verletzt. Glücklicherweise wird Junes Ehemann von einer Gruppe Flüchtiger eingesammelt, die ihn mit nach Kanada nehmen wollen. Luke zögert, hat schließlich aber keine andere Wahl. Wieder in der Gegenwart erhält er Junes Nachricht:

“Ich liebe dich. So sehr. Rette Hannah.”

12. Ausflug in Jezebels Reich.

June kommt dem Kommandanten durch gemeinsame Scrabble-Partien näher, um Informationen für den Widerstand zu sammeln. Mr. Waterford nimmt sie daraufhin mit in einen geheimen Club für Kommandanten: Jezebels Reich, in dem "unangepasste" Frauen zur Prostitution gezwungen werden. Hier trifft June ihre beste Freundin Moira wieder, die sich als Ruby vorstellt.

13. Die Brücke.

Erinnert ihr euch noch an Janine? Inzwischen hat sie als Magd ein Kind bekommen, das ihr nach der Geburt weggenommen wurde. Aus Verzweiflung nimmt Janine ihre Tochter mit auf eine Brücke, wo sie von June halbwegs zur Vernunft gebracht wird. Nachdem Janine ihrer Freundin das Baby in den Arm legt, lässt sie sich von der Brücke fallen.

14. "Entschuldige, Tante Lydia."

Janine hat den Sturz überlebt, oder besser gesagt: es wurde alles daran gesetzt, dass sie überlebt. Danach soll sie aber von ihren Freundinnen gesteinigt werden. Jetzt geht es endgültig zu weit! June lässt als Erste ihren Stein fallen und entschuldigt sich bei Tante Lydia. Die anderen Mägde folgen ihrem Beispiel.

Diese Verweigerung bleibt nicht ohne Folgen: Am Ende der Staffel werden die Frauen von schwarzen Vans abgeholt.

Was war sonst noch im ersten Staffelfinale los?

- Mrs. Waterford erfährt von der Sache in Jezebels Reich. Das überlebt June nur durch einen positiven Schwangerschaftstest.

- June darf kurz ihre Tochter Hannah sehen. Allerdings nur von weitem.

- Der Widerstand lässt June ein Paket zukommen. Das enthält Sprengstoff der etwas anderen Art: Nämlich Briefe, allesamt geschrieben von Mägden in Gilead, die von den menschenverachtenden Zuständen und der Sklaverei berichten.

- Moira gelingt die Flucht nach Kanada, wo sie Luke wiedersieht!

15. Staffelauftakt mit grausamen Konsequenzen.

Als Lektion wird den Mägden ihre Exekution vorgetäuscht. Vergesst die rote Hochzeit. Das hier ist VIEL SCHLIMMER mit anzusehen!

16. Der Schlüssel zur Freiheit.

June kommt ins Krankenhaus für eine Untersuchung. Fast hätte man vergessen, dass sie schwanger ist. Ein Verbündeter hinterlässt ihr einen Schlüssel, mit dem ihr die Flucht gelingt. Nick bringt sie daraufhin in ein Versteck und June ist zum ersten Mal seit Langem frei.

17. Die Kolonien.

Nachdem Emily in Staffel 1 ein Auto gestohlen und damit einen Wächter überfahren hat, wurde sie in die Kolonien gebracht. Wer denkt, es könnte nicht schlimmer werden, wird sofort eines Besseren belehrt: Emily ist gezwungen in den Kolonien Giftmüll zu schaufeln, bis sie an den Folgen stirbt.

Hierher wird auch Janine gebracht, die somit VORERST mit dem Leben davonkommt.

18. Junes Griff nach der Freiheit.

Als sie endlich aus ihrem Versteck abgeholt werden soll, macht Junes Fluchthelfer auf den letzten Drücker einen Rückzug. Seine Bereitschaft sie zumindest bei seiner Familie zu verstecken, endet für ihn tödlich. Als echte Kämpferin schafft es June, den ursprünglichen Fluchtplan alleine fortzusetzen, wird schließlich aber doch gestellt. Es geht zurück ins Haus der Waterfords.

19. Serenas Vergangenheit.

In einem Rückblick sehen wir, wie Serena Waterford bereits vor der Entstehung Gileads von "der biologischen Bestimmung von Frauen" spricht. Obwohl sie eine wahnsinnig kluge, gebildete Autorin ist, scheint ihr Wunsch Mutter zu werden, alles zu dominieren. Nach einem Vortrag - der nicht gut ankommt - wird Serena angeschossen und damit quasi zur Märthyrerin.

20. Eine Botschaft des Widerstands.

Wieder in der Gegenwart hält Kommandant Waterford eine Rede vor seinen Parteifreunden. Der Anlass: Die Eröffnung eines neuen Lehrzentrums. Eine Magd - der zuvor die Zunge herausgeschnitten wurde - stürmt die Versammlung mit einer Bombe.

21. Trauerfeier.

In der Explosion sterben nicht nur Männer, sondern auch mehrere der anwesenden Mägde. Um für Ersatz zu sorgen, werden einige Frauen aus den Kolonien zurückgeholt. Emily und Janine sind darunter und vorerst gerettet.

22. Ein Staatsbesuch in Kanada.

Die Waterfords reisen für Handelsgespräche nach Kanada, wo sie von unzähligen Demonstrant*innen in Empfang genommen werden: darunter auch Luke und Moira. Nick nutzt die Reise seines Vorgesetzten, um die Briefe der Mägde an Luke zu übergeben. Kaum sind die veröffentlicht, bricht Kanada jegliche Gespräche mit Gilead ab.

Serena bekommt während der Reise ein Angebot, das sie nicht hätte ablehnen sollen: packt sie über Gilead aus, bringt man sie in Sicherheit.

23. Wiedersehen mit Hannah.

Serena Waterford gestattet der inzwischen hochschwangeren June, ihre Tochter zu sehen - eine Art Wiedergutmachung für vorangegangen Missbrauch. Nach dem Treffen gerät die Aktion außer Kontrolle und June ist gezwungen, ihr Baby alleine in einem verlassenen Haus zur Welt zu bringen: ein Mädchen.

24. Zwei Mütter.

June wird nach der Geburt gefunden und in das Haus der Waterfords zurückgebracht. Serena hat endlich ihr Baby - Nicole - und scheint zum ersten Mal glücklich zu sein. Gleichzeitig kann sie es aber nicht erwarten, June loszuwerden.

25. Emilys neuer Kommandant.

Emily landet im Haushalt von Kommandant Joseph Lawrence und scheint damit Glück im Unglück zu haben. Obwohl Kommandant Lawrence einen großen Anteil am Aufbau Gileads geleistet hat, verweigern er und seine Frau im Geheimen die Zeremonie.

26. Serena liest einen Satz aus der Bibel.

June überzeugt Serena davon, dass ihre Tochter das Recht haben sollte zu lesen. Mrs. Waterford und die anderen Ehefrauen wenden sich daraufhin mit ihrem Anliegen an einen Rat aus Kommandanten. Um ihre Bitte zu untermauern, beschließt Serena einen Satz aus der Bibel vorzulesen. Ein Verbrechen in Gilead, für das sie mit ihrem kleinen Finger büßen muss.

27. Emilys Rache und ein unerwarteter Verbündeter.

Bei einem Besuch von Tante Lydia im Haus der Lawrence nutzt Emily die Gelegenheit, um der Tante ein Messer in den Rücken zu rammen und sie von der Treppe zu stoßen. Für Freudenschreie bleibt keine Zeit: Kommandant Lawrence erwischt Emily und fährt mit ihr davon.

28. Das zweite Staffelfinale!

Jetzt geht alles schnell: Die Marthas - versklavte Frauen die als Dienstmädchen für die Kommandanten arbeiten - helfen June und ihrem Baby bei der Flucht. Serena lässt dies zu, um ihrer Tochter ein besseres Leben zu ermöglichen. An dem vereinbarten Treffpunkt wird klar, wer hinter der Flucht steckt: niemand anderes als Kommandant Lawrence, der Emily, June und das Baby außer Landes bringen lassen will.

June überlegt es sich in letzter Sekunde anders und übergibt ihr Baby Emily. Für unsere Heldin steht fest: sie kann Gilead nicht ohne ihre Tochter Hannah verlassen.

Ich muss jetzt auf jeden Fall wissen, wie es weitergeht! Wenn ihr auch Bock bekommen habt, könnt ihr euch alle Staffeln von The Handmaid's Tale auf Amazon Prime ansehen.

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