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7 Beweise dafür, dass Freundlichkeit gut tut

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Freundlichkeit verlängert dein Leben.

Wir alle wissen, dass Freundlichkeit die Welt zu einem besseren Ort macht und so weiter (Spaß beiseite, das ist super wichtig, sei bitte nett zu mir). Aber wusstest du auch, dass freundliche Menschen viel gesünder leben?

Studie um Studie zeigt, dass Freundlichkeit einen erheblichen Einfluss auf deine körperliche und geistige Verfassung hat. Wir leben in einer Zeit, in der wir definitiv alle ein bisschen netter zueinander sein könnten (warst du in letzter Zeit mal auf Twitter?). Wenn du also noch mehr Gründe brauchst, um anderen Menschen gegenüber freundlich zu sein, dann lass dich einfach von der Wissenschaft inspirieren.

Hier sind ein paar Dinge, die uns die Forschung über Freundlichkeit lehrt:

1. Freundlichkeit verlängert dein Leben.

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Wenn du dich jemals ehrenamtlich engagiert hast, weißt du, wie viel dir diese Arbeit geben kann. Aber du fühlst dich nicht nur gut danach, sondern dein Engagement verlängert dein Leben buchstäblich um Jahre. Studien zeigen, dass Menschen, die anderen helfen, länger leben. Das ist besonders dann der Fall, wenn du das Ehrenamt aus Selbstlosigkeit aufnimmst und nicht, um deinen Lebenslauf damit zu schmücken.

Christine Carter, Soziologin an UC Berkeleys Greater Good Science Center und Autorin von Raising Happiness: In Pursuit of Joyful Kids and Happier Parents hat dazu geforscht. Sie schreibt, dass Menschen ab 55 Jahren, die sich ehrenamtlich für zwei oder mehr Organisationen engagieren, ein um 44 Prozent geringeres Risiko haben, früh zu sterben. Das Ergebnis entsteht, nachdem andere Faktoren wie körperliche Gesundheit, Rauchen, Geschlecht und Familienstand herausgerechnet wurden. Forscher glauben, dass Menschen, die anderen helfen, dadurch positive Gefühle erfahren. Diese können helfen, die negativen Auswirkungen von Stress zu bekämpfen, denn der führt oft viele körperliche und psychische Leiden herbei.

2. Freundlichkeit verbessert die Gesundheit des Herzens.

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Du musst nicht gleich mit dem Cardiotraining aufhören, aber es tut deinem Herzen tatsächlich richtig gut, wenn du Menschen gegenüber freundlich bist. Wenn du anderen gegenüber deine Liebe zeigst, sie umarmst oder dich mit Freunden triffst, wird ein Hormon namens Oxytocin ausgeschüttet. Deshalb wird es manchmal auch als „Liebeshormon“ oder „Kuschelhormon“ bezeichnet.

Oxytocin fördert Gefühle von Glück, Vertrauen, Empathie und Großzügigkeit. Außerdem beeinflusst es, wie du mit anderen Menschen umgehst. Das Hormon wird im Herzen freigesetzt und wandert durch die Blutgefäße in den Körper. Oxytocin wirkt der Erkrankung der Herzkranzgefäße entgegen: Es hilft, deinen Blutdruck zu senken und verringert sogenannte unstabile Moleküle, die Zellen in deinem Körper beschädigen könnten. Außerdem hilft Oxytocin dabei, Gefäßentzündungen zu lindern.

Wenn du also das nächste Mal jemandem die Tür aufhältst, einen Kollegen fragst, wie sein Tag läuft, oder deinen Partner umarmst, verbreitest du nicht nur positive Energie. Dank des Hormons Oxytocin senkst du auch dein Risiko für Herzerkrankungen.

3. Freundlichkeit verringert Angst und Depressionen.

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Eine Studie aus dem Jahr 2015 hat eine Gruppe von Menschen mit starken Angststörungen gebeten, mindestens sechs Mal pro Woche eine gute Tat zu vollbringen. Nach nur einem Monat konnten die Probanden einen deutlichen Anstieg ihrer Stimmung und Zufriedenheit in Beziehungen feststellen. Außerdem haben sich die Teilnehmer weniger in sozialen Situationen ausgegrenzt. Die wissenschaftliche Forschung belegt, dass Freundlichkeit auch zur Ausschüttung von Dopamin und Serotonin führt. Diese Hormone stärken das persönliche Wohlbefinden und Selbstwertgefühl.

Es ist eine Art Dominoeffekt: Freundlichkeit fördert Gefühle von Empathie, Mitgefühl und Dankbarkeit. Jedes dieser Gefühle hilft uns, mit anderen Menschen in Verbindung zu treten und eine Beziehung aufzubauen. Je mehr wir mit anderen verbunden sind, desto weniger isolieren wir uns selbst von der Außenwelt und laufen Gefahr, an einer Depression zu erkranken. Wenn wir uns nicht isolieren und auf andere Menschen einlassen, fördert das Gefühle von Gemeinschaft und Zugehörigkeit. Diese wiederum helfen uns, negative Emotionen wie Ärger, Traurigkeit und Angst zu verringern.

4. Freundlichkeit lindert Schmerz.

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Selbstlose Tätigkeiten wie Ehrenämter produzieren sogar Endorphine, die auch als die natürlichen Schmerzmittel unseres Körpers bekannt sind. Deshalb ist es weniger wahrscheinlich, dass Menschen, die sich regelmäßig engagieren, in ihrem Leben Schmerzen und Qualen erleben. Endorphine docken an die Opioidrezeptoren unseres Gehirns an. Das sind Bindungsstellen, die unserem Hirn Signale senden, die Schmerz blockieren, die Atmung verlangsamen und eine beruhigende, antidepressive Wirkung haben.

5. Freundlichkeit erhöht das Glücksgefühl.

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Eine Studie der Harvard Business School untersuchte das Glücksempfinden in 136 Ländern. Laut dieser Studie sind altruistische Menschen am glücklichsten, vor allem wenn sie für wohltätige Zwecke Geld spenden. Die Untersuchung kam zu dem Ergebnis, dass die psychologische Glückseligkeit, die wir als Reaktion auf unsere Hilfe anderen gegenüber erleben, eine beständige Auswirkung auf unser Glücksgefühl hat und tief in der menschlichen Natur verwurzelt sein könnte.

Das ergibt Sinn, denn gute Taten stimulieren die Lust- und Belohnungszentren unseres Gehirns, in denen Dopamin ausgeschüttet wird. Dieses Hormon hat eine euphorisierende Wirkung auf uns, ähnlich wie Drogen. Ernsthaft. Wir neigen dazu, uns so gut zu fühlen, nachdem wir freundlich zu anderen waren, dass Wissenschaftler dieses Gefühl sogar als „Helper's High“ bezeichnen. Dieses High ist eine einzigartige körperliche Empfindung, die durch gegenseitiges Helfen entsteht.

6. Freundlichkeit gibt dir Energie.

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Freundlichkeit kann depressive Gefühle verringern, die zu überwältigender Erschöpfung führen können. Es ist also kein Wunder, dass sie auch unser Energielevel erhöhen kann. Studien über Freundlichkeit haben gezeigt, dass sich die Mehrzahl der Teilnehmer stärker, ruhiger und energiegeladener gefühlt haben, nachdem sie anderen Menschen geholfen haben. Das können auch kleine Dinge sein, wie zum Beispiel jemandem dabei zu helfen, einen Stapel Papiere aufzusammeln, die er fallengelassen hat, oder einen Freund zum Essen einzuladen. Dieser kleine Energiekick, den du spürst, wenn du jemandem hilfst, ist kein Zufall.

7. Freundlichkeit ist ansteckend.

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Das klingt vielleicht wie etwas, das dir deine Mutter erzählen würde (und du solltest unbedingt auf sie hören), aber es ist wissenschaftlich bewiesen. Studien haben gezeigt, dass jeder Mensch von einer guten Tat profitiert. Dabei ist es egal, ob du direkt an der Ausführung dieser Tat beteiligt bist, oder ob du sie von außen beobachtest. Jede Person erlebt die positiven Auswirkungen von Freundlichkeit im Gehirn, was tatsächlich dazu motiviert, sie weiterzugeben. Und wer würde sich nicht gerne von diesen überwältigenden Gefühlen inspirieren lassen?

Also denk dran: Wenn du nett zu Leuten im Alltag, im Straßenverkehr oder in der Kaffeeschlange bist, kannst du eine Kettenreaktion von Freundlichkeit und Hilfsbereitschaft in der Welt auslösen.

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Dieser Artikel erschien zuerst auf Englisch.

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