1. BuzzFeed
  2. Buzz

22 Bilder für alle, die damals vom Film „Titanic“ einfach nicht genug bekommen konnten

Erstellt: Aktualisiert:

Von: Saba MBoundza

Zwei Bilder: Harold Bride, der seine arme um die Schultern der zwei Männern gelegt hat, die ihn die Gangway hochtragen, und ein Rettungsboot, das kieloben im Wasser treibt.
Sein Kollege hat das Titanic-Unglück nicht überlebt. © IMAGO/United Archives

Ja, ich geb‘s zu, auch ich bin seltsam fasziniert vom Untergang der Titanic.

Warum genau, kann ich dir wirklich nicht sagen. Aber immer, wenn ich irgendwas von der Titanic höre oder sehe, fange ich an zu googlen und dann ist alles vorbei. Eigentlich wollte ich nur nach ein paar alten Fotos der Titanic suchen und am Ende bin ich bei der Internationalen Funkkonferenz im Jahr 1906 rausgekommen. Also schau du dir nur in Ruhe die Fotos an, ich versuche jetzt mehr über die Hunde an Bord der Titanic und über den Untergang der HMS Birkenhead herauszufinden.

Fotos, die alle interessieren werden, die den Titanic-Untergang so spannend finden wie ich

1. Fangen wir mit den Schiffsschrauben der Titanic an, hier zu sehen in der Werft in Belfast.

Schwarz-Weiß-Aufnahme der Schiffsschrauben, unter der mehrere Arbeiter stehen, die im Vergleich verschwindend klein aussehen.
Die Schiffsschrauben der Titanic, die hier im Dock von Belfast liegt. © imago stock&people

2. Von Belfast ging‘s zunächst nach Southampton.

Schwarz-Weiß-Aufnahme der Titanic, die in Belfast von Schiffen gezogen wird.
Die Titanic legt in Belfast ab. © IMAGO / United Archives

3. ... wo die Titanic in Richtung New York in See gestochen ist.

Schwarz-Weiß-Nahaufnahme der Außenwand der Titanic.
Die Titanic liegt in Southampton vor Anker. © IMAGO / United Archives

4. Das war eines der Promenadendecks der Titanic.

Schwarz-Weiß-Aufnahme eines geräumigen Gangs mit vielen Liegestühlen, der zur Meerseite hin offen ist
Das Promenadendeck der Titanic © IMAGO / United Archives International

Dass es an Bord der Titanic nicht genug Rettungsboote gab*, ist gemeinhin bekannt. Dass es am Ende so wenig waren, soll unter anderem deshalb so entschieden worden sein, um mehr Platz auf diesen Promenadendecks zu haben.

5. Natürlich gab‘s auf dem Schiff auch private Promenadendecks. Wo kämen wir denn hin, wenn wir zusammen mit dem Pöbel spazieren gehen müssten?

Schwarz-Weiß-Aufnahme eines kleineren Promenadendecks mit Liegestühlen aus Korbgeflecht und Grünpflanzen
Ein privates Promenadendeck der Titanic © IMAGO / United Archives International

6. Hier ein paar der 16 Rettungsboote und vier Faltboote, die an Bord mit über 2200 Passagier*innen waren.

Schwarz-Weiß-Aufnahme des Decks, die Rettungsboote befinden sich auf der linken Seite, davor laufen drei Menschen an einer Reihe Klappstühle vorbei.
Passagier*innen laufen auf dem Deck der Titanic an den Rettungsbooten vorbei. © IMAGO / United Archives International

7. Im „Café Parisien“ konnten sich die Menschen in der ersten Klasse ihre Drinks gönnen.

Schwarz-Weiß-Aufnahme  einer groß angelegten Veranda mit mehreren Tischen, um die herum jeweils vier Korbstühle platziert sind. Die Wände und Fenster sind mit Holzreliefs verziert.
Die Veranda des Cafés. © IMAGO / United Archives International

Das Luxus-Café war damals das erste seiner Art auf einem britischen Schiff.

8. Die Reise von Southampton sollte eine gute Woche dauern, da wollen die Leute natürlich etwas Abwechslung erleben. Zum Beispiel im Schwimmbad.

Schwarz-Weiß-Aufnahme eines kleinen Beckens im Inneren des Schiffes. In das Becken führt eine kleine Treppe neben einem Maß, das eine Tiefe von 6 Fuß (etwa 1,80m) angibt.
Das Schwimmbad der Titanic © IMAGO / United Archives International

9. Oder im Hamam der Titanic.

Schwarz-Weiß-Aufnahme von zwei Liegestühlen in einem opulent dekorierten Raum.
Der Erholungsraum des türkischen Bads in der Titanic. © IMAGO / United Archives International

10. Ich für meinen Teil wär gerne mal im Fitnessstudio der Titanic geritten.

Schwarz-Weiß-Aufnahme mit diversen Gymnastik- und Krafttrainings-Geräten
Der Fitnessraum der Titanic. © IMAGO / United Archives International

10. Das sind zwei unbekannte Reisende aus der ersten Klasse auf dem Deck.

Schwarz-Weiß-Aufnahme von einem Mann und einer Frau, die über das Deck schreiten.
Ein Paar Passagiere auf dem Deck der Titanic © Collection British Library KHARBINE TAPABOR

Kennst du eigentlich schon die Geschichte des Ehepaar Straus, dass beim Titanic-Untergang beschloss, gemeinsam zu sterben?

11. Wie cool ist diese colorierte Aufnahme von Frederick Fleet? Er war derjenige, der damals als Erster den Eisberg entdeckt hat.

Eingefärbte Aufnahme Frederick Fleets in dunkelgrüner Weste, Jacke, mit dunkelroten Schlips und mit dunkelblauen Schieber
Frederick Fleet im Jahr 1912 © IMAGO / Leemage

Fleet konnte bei dem Schiffsunglück gerettet werden.

12. Das hier sind der Captain, Edward John Smith, und einer der Funker, Jack Philipps. Beide sind beim Untergang der Titanic ums Leben gekommen.

Zwei Schwarz-Weiß-Aufnahmen: Smith mit einem Wolfhund an Bord des Schiffs und ein Porträt von Philipps mit Matrosenmütze.
Captain Edward John Smith und Funker Jack Philipps. © IMAGO / United Archives International

Berichten zufolge war der Hund ein Geschenk des Industriellen Benjamin Guggenheims an Captain Smith. Daher soll er Ben genannt worden sein. Das Tier ist laut den Berichten allerdings nicht auf der Titanic mitgereist – im Gegensatz zu Guggenheim, der das Unglück nicht überlebt hat.

Jack Philipps hat für die Marconi International Marine Communication Co. gearbeitet und war der Funker, der den Notruf an die umliegenden Schiffe abgesendet hat. Als der Funkraum geflutet wurde, flohen er und sein Kollege Harold Bride. In dem Moment verlor sich seine Spur.

13. Das hier ist Harold Bride, Philipps Assistent. Er soll Philipps, halb im Scherz, geraten haben, SOS zu morsen: „... das neue Signal, das ist vielleicht deine letzte Gelegenheit, es zu senden.“

Schwarz-Weiß-Aufnahme, die Harolds Rückenansicht in einer Ecke mit verschiedenen Apparaten im Funkraum zeigt.
Funker Harold Bride bei der Arbeit. © IMAGO / United Archives International

An dieser Stelle machen wir einen kleinen Ausflug in die Entstehungsgeschichte des Notsignals SOS: Anfang des 20. Jahrhunderts war die drahtlose Telegrafie eine technische Superinnovation, zu der der italienische Radio-Pionier Guigliermo Marconi maßgeblich beigetragen hatte. Seine Firma hatte für den Seefunk CQD als Notruf etabliert. In der Telegrafie an Land war CQ zunächst ein allgemeiner Anruf. Die Bedeutungsherkunft der beiden Buchstaben ist etwas unklar. CQ soll sowohl für sécu (kurz für das französische sécurité) stehen als auch für come quick. Gleichzeitig klingt es im Englischen auch wie seek you

Marconis Firma war aber nicht die einzige, die Funker in der Schifffahrt angestellt hatte. Ihr größter Konkurrent war damals die deutsche Firma Telefunken, deren Funker wiederum einen eigenen Notruf hatten. Die Angestellten der beiden Unternehmen waren angewiesen, Funknachrichten der Konkurrenz zu ignorieren, was katastrophale Folgen haben konnte.

Daher hat man sich im Jahr 1906 bei der Internationalen Funkkonferenz in Berlin auf den Notruf der deutschen Kaiserlichen Marine geeinigt: kurz kurz kurz lang lang lang kurz kurz kurz (… --- …). Das Signal ist einfach zu senden und ruft andere zur Funkstille auf. Weil es für dieses Signal noch gar kein Schriftzeichen gab, behalf man sich mit der Abkürzung SOS. Bedeutungen wie save our souls oder save our ship wurden sich erst später dazu ausgedacht

SOS wurde 1908 offiziell für die internationale Schifffahrt eingeführt, doch hat es eine Weile gedauert, bis sich das Signal überall durchsetzen konnte. Daher waren die Notrufe der Titanic sowohl CQ und CQD als auch SOS.

14. So sah eines der Telegramme aus: „Frauen und Kinder in Booten. Wir halten nicht mehr lange aus.“

Eine Schwarz-Weiß-Aufnahme der Niederschrift des Telegramms.
Eines der Notruf-Telegramme, das von der Titanic verschickt wurde. © IMAGO / KHARBINE-TAPABOR

Siehst du das CQ am Anfang? MGY war das Rufzeichen der Titanic.

15. Das stand am 14. April 1912 auf dem Titanic-Speiseplan.

Reproduktion von den Speisekarten der drei Klassen an Board.
Die Speisekarten der Titanic am 14. April 1912 © IMAGO / PPfotodesign

In der ersten Klasse gab es unter anderem Austern, Filet Mignon und Lamm. In der dritten wurde rustikaleres Essen aufgetischt: Reissuppe mit frischem Brot und Roastbeef mit gekochten Kartoffeln.

16. Das ist der Eisberg.

Eine Schwarz-Weiß-Aufnahme mit dem Eisberg am Horizont.
Der Eisberg, mit dem die Titanic kollidiert ist © IMAGO / United Archives International

17. Und das ist das letzte Rettungsboot (Faltboot D) der Titanic, fotografiert von Bord der Carpathia aus, die etwa vier Stunden später am Unglücksort eintraf.

Schwarz-Weiß-Aufnahme von oben, die eines der Rettungsboote mit Überlebenden in Schwimmwesten zeigt
Ein Rettungsboot mit Überlebenden der Titanic © IMAGO / United Archives International

18. Die Überlebenden sind von der Carpathia nach New York gebracht worden. Im Bild ganz links zu sehen ist George A. Harder. Er gilt als der einzige männliche Überlebende von elf neu verheirateten Ehepaaren an Bord.

Schwarz-Aufnahme von einem Mann und einer Frau, die auf einer Bank sitzen und eine Frau ansehen, die mit dem Rücken zur Kamera sitzt
Überlebende auf dem Rettungsschiff Carpathia © IMAGO / United Archives International

Laut den Dokumenten aus der Anhörung über die Ereignisse in der Nacht, als die Titanic sank, beschrieb er den Untergang so: „Kurz bevor sie sank, hallte ein furchtbares Schreien durch die Luft, geisterhaft und durchdringend, verursacht von einer Handvoll Passagierinnen der dritten Klasse, die sich zunächst ans Ende des Schiffs gedrängt hatten.“

19. Passagierinnen der Carpathia haben für die Überlebenden Kleidung zusammengenäht.

Schwarz-Weiß-Aufnahme von Passagierinnen, die auf dem Boden des Schiffdecks sitzen und nähen.
Frauen auf der Carpathia bei der Handarbeit für die Überlebenden © IMAGO / United Archives International

20. Du erinnerst dich an Jack Philipps Assistenten Harold Bride? Er war derjenige, der vorgeschlagen hatte, auch SOS zu funken.

Der Funker Bride wird von zwei Männern gestützt, die ihm in New York am Dock die Treppen hochhelfen. Seine Füße sind einbandagiert.
Funker Harold Bride wird in New York von Helfern gestützt. © IMAGO / United Archives International

Hier wird er in New York an Land getragen, weil seine Füße dick einbandagiert sind.

21. Das Faltboot B war kieloben ins Wasser gerutscht. Trotzdem konnten sich Bride und andere daran festklammern und gerettet werden.

Schwarz-Weiß-Aufnahme eines Rettungsbootes, das kieloben im Wasser treibt.
Das Rettungsboot an das sich Bride festklammerte. © IMAGO / Future Image

22. Und zum Schluss: Das ist eine der Schlagzeilen, mit der die Welt vom Unglück der Titanic erfuhr, noch ehe klar war, wer überlebt hatte.

Eine Schwarz-Aufnahme von einem Zeitungsjungen, der vor einer Menschentraube steht und die Abendzeitung verkauft, auf der steht: „Titanic Disaster - Great Loss of Life.“
Ein Zeitungsjunge in London mit der historischen Schlagzeile. © IMAGO / United Archives International

Hier findest du noch mehr Fakten zum Untergang der Titanic.

Auch interessant

Kommentare