Das hätte Lady Whistledown bestimmt gern erfahren

Was du vielleicht noch nicht über „Bridgertons“ Sexszenen wusstest

  • Saba MBoundza
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Das Geheimnis hinter ✨ diesen ✨Szenen ...

übersetzt aus einem Post von Andy Golder

Die Chancen stehen gut, dass du inzwischen „Bridgerton“ gesehen hast – und eventuell sind auch dir bestimmte Szenen immer noch im Kopf. Über 82 Millionen Haushalte haben die Serie bisher geguckt.

Und selbst wenn du nicht dazu gehörst – von den Sexszenen hast du bestimmt trotzdem etwas mitbekommen. Lizzy Talbot, Intimiacy Coordinator der Serie, hat kürzlich im BuzzFeed Daily Podcast über ihre Arbeit am Set von „Bridgerton“ gesprochen. Hier ein paar Fakten, die wir in diesem und weiteren Interviews über diese heißen Szenen erfahren haben.

1. Vor ihrer Arbeit als Intimacy Coordinator war Lizzy Talbot Trainerin für Kampfszenen.

Talbot erklärt, sie habe erkannt, dass es eine Nachfrage für Intimacy Coordinators gebe. Das läge insbesondere daran, wie Schauspieler*innen ihr Handwerk lernen. „Bei intimen Szenen herrscht immer etwas peinliche Berührtheit,“ so Talbot gegenüber BuzzFeed Daily. „Ich denke, das liegt an der Ausbildung der Schauspieler*innen. Jahrelang wird ihnen eingetrichtert, so offen, so verfügbar, so verletzlich wie möglich zu sein. Du solltest keine Grenzen haben, du solltest imstande sein, wirklich alles zu machen. Als Schauspieler*in weißt du natürlich, dass jemand anderes deinen Part bekommen wird, wenn du dem nicht gerecht wirst. Das sorgt für einen immensen Druck, das zu schaffen, was andere dir abverlangen.“

2. Sich auf die Sexszenen in „Bridgerton“ vorzubereiten, hat zwei Wochen gedauert.

„Wir hatten vor dem Dreh einige Wochen Zeit, um jede einzelne Szene in Chroreographien runterzubrechen,“ so Talbot, die in dem Zusammenhang vor allem Shonda Rhimes Produktionsfirma Shondaland gelobt hat.

3. Während der Stellproben für Sexszenen wurden manchmal Matten zwischen die Schauspieler*innen gelegt.

„Wir haben die Sexszenen geprobt wie Stunts. (...) Wir hatten Requisiten wie zum Beispiel Matten, die zwischen uns platziert wurden,“ so Daphne Bridgertons Darstellerin Phoebe Dynevor im Interview mit dem Guardian.

4. Talbot hat sich für Phoebe Dynevor und Regé-Jean Page (Simon Basset, Duke of Hastings) ein Signal ausgedacht, damit beide sichergehen können, dass ihr Gegenüber sich wohlfühlt.

„Ich habe mit Phoebe und Regé Signale erarbeitet, um zu wissen, wann beide bereit waren,“ erklärt Talbot gegenüber BuzzFeed Daily. Diese Signale haben sie dann vor dem Dreh der Szenen benutzt, um einander zu zeigen, dass es losgehen kann.

5. Die Sexszene in der heimischen Bibliothek des Hastings-Anwesens war die erste Szene, die Dynevor und Page miteinander gedreht haben.

Phoebe Dynevors und Rége-Jean Pages erster Dreh für „Bridgerton“

Talbot hatte jedoch keinen Grund zur Sorge: „Mir war klar, dass sie inzwischen absolute Profis waren und genau wussten,, was sie da tun.“

6. Und: Die Szene wurde im Londoner Reform Club gedreht – dort waren Frauen erst ab den 1980ern erlaubt.

„Das Witzige an der Szene war, dass sie im Reform Club in London gedreht wurde. Das war jahrelang ein Gentleman‘s Club und erst ab 1980 oder 81 waren Frauen dort erlaubt,“ so Talbot. „Das hat sich schon frech angefühlt eine Szene der weiblichen Lust in einem Gentleman‘s Club zu drehen. Da dachte ich mir: ,Ich versteh‘ schon, was du da machst, Shonda!‘“

7. Solche intimen Szenen erfordern allerlei Papierkram – zum Beispiel Verträge zum Thema Nacktheit.

Talbot hat BuzzFeed Daily gegenüber erklärt, dass mit ihrer Rolle verschiedene Aufgaben einhergehen. Sie bereitet die Schauspieler*innen für ihre Szenen vor, stellt sicher, dass die Vision der Regisseurin oder des Regisseurs umgesetzt wird und klärt auch alle rechtlichen Aspekte. Dazu gehören auch, besondere Klauseln, „Nudity Rider“ genannt, in denen der Ablauf von Szenen detailliert geklärt ist, in denen die Darsteller*innen nackt gezeigt werden.

8. Wegen der besonderen historischen Drehorte, gab es extra Aufpasser*innen, die sichergestellt haben, dass während der Sexszenen nichts kaputt gemacht wird.

„Wir haben Sexszenen gedreht und dann kam jemand und hat sowas gesagt wie: ,Könnt ihr mit dem Bett aufpassen?‘ oder: ,Vorsicht mit dem Bettpfosten!‘“, erinnert sich Regisseurin Julie Anne Robinson im Gespräch mit Deadline.

9. Alle Sexszenen, die in Castle Howard gedreht wurden (auch die im Schlafzimmer des Grafen) waren in den ersten paar Monaten im Kasten, so Talbot.

10. Talbot findet, Dynevors mutigste Szene sei die gewesen, in der Daphne masturbiert.

Lizzy Talbot findet es sehr mutig, Dynevor diese Szene gedreht hat.

„Ich fand‘s unglaublich brav, dass Phoebe diese Szene gemacht hat, denn in dem Moment arbeitest du ja nicht mit einem Gegenüber,“ so Talbot. „Das war also wirklich toll. Phoebe hat damit ihre verletzliche Seite gezeigt. Davor habe ich sehr viel Respekt.“

11. Talbot bekommt wegen Regé-Jean Page etliche DMs.

Der Account sei zur Mailbox für Heiratsanträge geworden, erklärt Talbot lachend.

12. Der Verkauf von Himmelbetten in Großbritannien hat sich seit dem Start der Serie mehr als verdoppelt, heißt es.

Wer im Schlafzimmer für heiße Szenen wie in „Bridgerton“ sorgen möchte, rüstet sich gerne mit einem Himmelbett aus.

Von diesen Zahlen berichtet der britische Möbelhersteller Argos.

Hier geht‘s zum gesamten Interview mit Lizzy Talbot.

Rubriklistenbild: © Screenshot Netflix

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