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BuzzFeed startet Themenwoche Psychische Gesundheit

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Mit mehr als 100 Artikeln und 30 Videos in fünf Sprachen wollen wir das Tabu aufbrechen, dass psychische Krankheiten etwas sind, für das Du Dich schämen musst.

Heute startet BuzzFeed die Themenwoche Psychische Gesundheit. Medien spielen eine große Rolle – im Guten wie im Schlechten – wenn es darum geht, wie Menschen mit psychischen Krankheiten sich selbst und ihre Krankheit sehen und begreifen. Auf der ganzen Welt vollzieht sich derzeit ein Wandel: Depressionen und Angst- und andere Störungen werden nicht mehr als Charakterschwächen, die Betroffene mit Scham erfüllen sollten, angesehen, sondern immer mehr als normale Krankheiten verstanden.

Es ist einer der großen Vorteile des digitalen Zeitalters, dass wir heute etwas gegen falsche Scham und Vereinzelung tun können. Wenn wir den Mut aufbringen und öffentlich über unsere Probleme reden, dann zeigt das anderen Betroffenen, dass sie nicht die Einzigen sind, die mit solchen Schwierigkeiten zu kämpfen haben. Dieser kulturelle Wandel wäre ohne die sozialen Medien nicht möglich gewesen. Wir bei BuzzFeed erleben immer wieder, dass wir die stärksten Reaktionen auf Beiträge zu psychischen Krankheiten bekommen, und zwar von Menschen, die sich wegen der Posts und Videos weniger allein gelassen und weniger selbst schuld an ihrem Leiden fühlen.

"Ich hatte mich verzweifelt nach einer Verbindung zu anderen Menschen gesehnt. Und als ich mir dieses Video anschaute, war ich auf einmal nicht mehr so alleine auf der Welt", sagte eine Betrachterin in den Kommentaren zu dem BuzzFeedViolet-Video "What It's Like To Be An Outsider (Aus dem Leben einer Außenseiterin)".

Oft hat die Stigmatisierung von psychischen Erkrankungen schlicht mit fehlenden Informationen zu tun. Auch da können die Medien aufklären. "Wenn man an ADHS leidet, wird man oft in ein falsches Licht gestellt und negativ beurteilt. An diesem Beitrag hat mir besonders gefallen, wie Leuten mit ADHS vermittelt wird, dass sie nicht alleine dastehen. Und dass man mit etwas Geduld und mehr Informationen Menschen mit Aufmerksamkeitsstörungen um einiges besser verstehen kann", schrieb eine Leserin über Caroline Kees Zeichnungen, in denen sie grafisch darstellt, was es bedeutet, mit ADHS zu leben.

Und die Medien können dazu beitragen, dass schwierige, aber längst überfällige Diskussionen endlich stattfinden. So kann ein Beitrag über den Alltag mit Depression und Angststörungen "etwas sein, dass ich Menschen zeige, die mir nahestehen, die aber nicht verstehen, was ich durchmache", wie eine Leserin schrieb.

"Dieser Artikel hat es geschafft, dass ich zum ersten Mal ein ehrliches Gespräch mit meiner Mutter führte. Endlich redeten wir über meine Essstörung, über ihre Gefühle, als ich deswegen in Therapie war, und über meine Sorgen über ihr Essverhalten", kommentierte eine Leserin Arianna Rebolinis Gespräch mit ihrer Mutter über Essstörungen, an denen beide litten.

Es ist einfach, über psychische Krankheiten abstrakt und mit klinischen Begriffen zu reden. Aber Eure Reaktionen waren dann am stärksten, wenn jemand darüber schrieb, was eine psychische Erkrankung für sie oder ihn persönlich bedeutete. Unsere BuzzFeed-Autorinnen und -Autoren ebenso wie die Produzenten haben mit größter Sorgfalt recherchiert, und viele Überlegungen sind in die Beiträge eingeflossen, die wir in dieser Woche veröffentlichen werden. Darauf sind wir sehr stolz, aber mehr noch auf ihren Mut. Denn ehrlicher, persönlicher Journalismus braucht diesen Mut.

Diese Woche werden wir mehr als 100 Posts in fünf Sprachen und 30 Videos (produziert in Los Angeles, New York, Sydney und London) veröffentlichen, die alle psychische Krankheit zum Thema haben. Dazu kommen vier Mental Health-Posts, die das Creative Team im Verlag von BuzzFeed produziert hat. BuzzFeeds Snapchat Discover Channel wird sich jeden Tag auf einen Mental Health-Aspekt konzentrieren, und die sozialen Channels von BuzzFeed Health werden sich die ganze Woche lang ausschließlich Themen zu psychischen Krankheiten und seelischer Gesundheit widmen.

Das Thema Mental Health betrifft jeden. Wir wollen in dieser Woche erreichen, was eine Leserin so formulierte: " ... mich von meinen düsteren Gedanken ablenken und mich zum Lachen bringen. Es hat fünf Monate lang gedauert, aber am Ende hörte ich mit dem Cutten auf und riss mir keine Haare mehr aus. Mir ging es besser und ich hatte gerade diesen riesigen Meilenstein erreicht, aber ich dachte immer noch wie ein depressiver Mensch. Ich hasste alles an mir. Ich schaute mir weiter Eure Videos an, und da wurde mir klar, dass das, was ich für meine Schwächen hielt, von den Leuten in den Videos und Artikeln als ganz normal akzeptiert wurde. Diese Leute sind total gerne introvertiert. Sie freuen sich daran, wie groß sie sind. Sie halten kleine Brüste für das absolut Geilste. Und als ich all diese Leute sah, denen genau das gefiel, was ich an mir so hasste, da habe ich angefangen, mich selbst zu lieben."

Übersetzt von Lisa Kuppler

Wende Dich immer an Deinen Hausarzt, wenn es um Deine Gesundheit und Dein persönliches Wohlergehen geht. BuzzFeed-Posts dienen nur zur Information, sind aber auf keinen Fall ein Ersatz für medizinische Diagnosen, eine Behandlung oder professionellen medizinischen Rat.

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