1. BuzzFeed
  2. Buzz

8 der besten und 8 der schlechtesten Film-Remakes aller Zeiten

Erstellt: Aktualisiert:

Von: Nadja Rödig

Wer braucht schon Neuverfilmungen, wenn es das Original gibt? Darüber kann wohl gestritten werden. Ich zeige dir heute Filme, die es geschafft haben, zu überzeugen oder beim Versuch katastrophal gescheitert sind.

1. WIN: James Bond 007: Casino Royale (2006)

Daniel Craig als 007 in der Neuverfilmung von „Casino Royale“ im Vergleich zu seinem Vorgänger Barry Nelson im Original von 1954.
Screenshots der Filme „James Bond 007: Casino Royale“ von 2006 und 1954 © Columbia Pictures / CBS Television Network

Original: Casino Royale (1954) 

Nach über 50 Jahren bekommt die Eröffnung der 007-Reihe von Ian Fleming endlich eine Neuauflage. Und das mit einem Bond, der modern und weitaus realistischer als seine Vorgänger ist. Daniel Craig bringt noch vor dem Intro alle Kritiker*innen zum Schweigen. Mit Mads Mikkelsen bekommt er außerdem einen Gegenspieler auf Augenhöhe und mit Eva Green als Vesper Lynd eine Partnerin, die für eine große Überraschung sorgt. Insgesamt ist Casino Royale nicht nur der Auftakt für eine spektakuläre Bond-Reihe, sondern auch einer der Besten - wenn nicht sogar DER BESTE - Bond aller Zeiten.

2. FAIL: Der König der Löwen (2019)

Timon und Pumbaa aus dem Film „König der Löwen“ von 2019 im Vergleich zu Simba aus dem Original von 1994.
Screenshots der Filme „König der Löwen“ von 2019 und 1994 © Walt Disney

Original: König der Löwen (1994)

Von Disneys Realverfilmungen kann man halten, was man möchte. Sind sie komplett überflüssig? Vielleicht. Aber immerhin ist der ein oder andere sehenswerte Film dabei - Aladdin, um nur einen zu nennen. Jetzt ist es nur so, dass diese Realverfilmungen sich doch meistens um Menschen drehen und nicht um wenig putzige Tiere, wie zum Beispiel Warzenschweine. Ich weiß ja nicht, wie es anderen geht ... aber wenn ich eine Tierdoku sehen will, schalte ich eine ein. Wenn ich König der Löwen sehen will, sehe ich mir das Original an und nicht die zwar lebensechte - aber völlig emotionslose - Neuverfilmung.

3. WIN: A Star is born (2018)

Lady Gaga und Bradley Cooper singen zusammen in „A Star is born“. Im Vergleich dazu Janet Gaynor, die ihn „Ein Stern geht auf“ ihren Oscar hält.
Screenshots der Filme „A Star is born“ und „Ein Stern geht auf“ © Warner Bros. Pictures / Selznick International Pictures

Original: Ein Stern geht auf (1937)

Das erfolgreiche Remake von 2018 ist bereits die dritte Neuverfilmung des Originals von 1937. Lady Gaga reiht sich mit dieser Filmrolle neben solche Größen wie Barbra Streisand und Judy Garland ein. In den 30ern sind die Hauptfiguren noch Schauspieler*innen, über die Jahrzehnte wurden Sänger*innen aus ihnen. Und wie schon in den Filmen zuvor ist die Romanze rührend und tragisch zugleich. Eine zeitgemäße Umsetzung und oscarprämiert für den schönsten Song von allen Adaptionen.

4. FAIL: Psycho (1998)

Die zwei Darstellerinnen der Marion Crane in der Duschszene aus den Filmen „Psycho“ von 1998 und 1960.
Screenshots der Filme „Psycho“ von 1998 und 1960 © Universal Pictures / Shamley Productions

Original: Psycho (1960)

Psycho kennt natürlich jeder! Und selbst, wer den Klassiker von Alfred Hitchcock nie gesehen hat, kennt zumindest die berühmte Duschvorhangszene. Weniger bekannt dürfte den meisten dagegen das Remake von 1998 sein - und das muss es auch nicht. Die Neuverfilmung hat nichts Neues zu bieten, außer der Tatsache, dass sie in Farbe gedreht wurde. Was - und das ist wohl die Ironie des Ganzen - der Stimmung des Films auch noch schadet. Ansonsten wurde jede Einstellung fast eins zu eins übernommen. Und auch wenn das Remake mit einigen großen Namen aufwarten kann, sind wir ehrlich: Vince Vaughn als Norman Bates? Ich glaube ja nicht.

5. WIN: Evil Dead (2013)

In dieser Szene der Horrorfilme „Evil Dead“ und „Tanz der Teufel“ versuchen zwei vom „Bösen“ besessenen Frauen aus einer Kellerluke zu entkommen.
Screenshots der Filme „Evil Dead“ und „Tanz der Teufel“ © TriStar Pictures / Renaissance Pictures

Original: Tanz der Teufel (1981) 

Wenn man über das Remake dieses Kultklassikers des Horror-Genres spricht, kann man das Original nicht außen vor lassen. Tanz der Teufel stand schließlich noch bis 2016 in Deutschland auf dem Index. Kaum vorstellbar, besonders wenn man bedenkt, dass die noch blutigere Neuverfilmung bereits 2013 in die deutschen Kinos kam. Manche Dinge kann man nicht erklären. Fest steht aber, dass Evil Dead auch den eingefleischten Fan des Originals überzeugen kann. Und das sogar mit einer rationalen Ausgangssituation: Ein Entzug ist definitiv der einzig plausible Grund, jemanden in eine einsame Hütte im Wald zu schleifen.

6. FAIL: The Shining (1997)

Jack Nicholson als Jack Torrance in „The Shining“ von 1990 im Vergleich zu Jack Torrance aus der Neuverfilmung von 1997.
Screenshots der Filme „The Shining“ von 1980 und 1997 © Warner Bros. Television / Warner Bros.

Original: The Shining (1980)

Okay, hier wird es schwierig. Stanley Kubricks The Shining ist ein guter Film. Ein SEHR guter sogar und steht auf der Watch List aller Film-Student*innen. Warum also überhaupt ein Remake? Leider hat der Film einem Mann sauer aufgestoßen und das war eben ausgerechnet der Meister des Horrors selbst: Stephen King, der die Buchvorlage für den Film schrieb. Kubricks Interpretation der Figuren weicht stark von diesem ab, das Ende sowieso. Was uns zum Remake in Form einer Miniserie bringt, basierend auf einem Drehbuch von King selbst. Das Ergebnis ist leider visuell enttäuschend und wenig gruselig. Echt schade.

7. WIN: Charlie und die Schokoladenfabrik (2005)

In den Filmen „Charlie und die Schokoladenfabrik“ von 2005 und 1971 führen Johnny Depp und Gene Wilder als Willy Wonka eine Gruppe Kinder mit ihren Eltern durch die Fabrik.
Screenshots der Filme „Charlie und die Schokoladenfabrik“ von 2005 und 1971 © Warner Bros. / Wolper Pictures

Original: Charlie und die Schokoladenfabrik (1971)

Viele kennen das Original mit Gene Wilder wahrscheinlich gar nicht mehr. Was zwar schade ist, aber die Neuverfilmung von Tim Burton liefert auch einfach eine verdammt gute Alternative. Gene Wilder als auch Johnny Depp spielen einen verdrehten Schokoladenfabrikanten, der für die “Betriebsunfälle” in seiner Fabrik eigentlich dringend zur Rechenschaft gezogen werden müsste. Bunter, aufgedrehter und fantasievoller sind die Unfälle jedenfalls im Remake. Genau wie das Set, die Kostüme, die Songs und alles drum rum. Natürlich ist nichts gegen einen Klassiker einzuwenden, aber wer die ganze Packung will, ist sicher mit der Neuverfilmung besser bedient.

8. FAIL: Planet der Affen (2001)

Mark Wahlberg in seiner Rolle als Captain Leo Davidson wird im Film „Planet der Affen“ gefangen gehalten. Im Vergleich sein Vorgänger Charlton Heston im Originalfilm von 1968, ebenfalls in Gefangenschaft.
Screenshots der Filme „Planet der Affen“ von 2001 und 1968 © Twentieth Century Fox

Original: Planet der Affen (1968)

Was wäre eine Liste der Film-Remakes ohne ihn. Der Original Planet der Affen ist ein Meilenstein der Filmgeschichte und hat mit einem DER TWISTS schlechthin aufgetrumpft. Das Problem für jeden, der sich an einer Neuverfilmung des Stoffs wagt: Inzwischen kennt einfach jeder den Twist. Was natürlich ein bisschen den Spaß an der Sache rausnimmt. Dass es die Version von Tim Burton mit einem neuen Twist probiert, ist also total verständlich, aber leider nicht sonderlich erfolgreich. Kein Wunder, dass man es dann doch lieber mal mit einer Prequel-Reihe versucht hat. Und die ist vielleicht sogar besser als das Original.

9. WIN: Die Welle (2008)

Jürgen Vogel als Lehrer Rainer Wenger im Film „Die Welle“ von 2008.
Screenshot des Films „Die Welle“ © Constantin Film

Original: Die Welle (1981)

Dieses Experiment eines Geschichtslehrers beruht auf wahren Begebenheiten. Ganz so dramatisch wie in der deutschen Adaption ging es in Echt allerdings nicht zu. Der Film von 1981 ist nur 44 Minuten lang und war die Vorlage für das Buch, wie viele es aus dem Deutschunterricht kennen. Das Remake lässt sich mehr Zeit. Es lässt seine Figuren langsam in eine beunruhigende Gruppendynamik verfallen, weshalb auch das Ende nicht übertrieben wirkt. Ein wichtiges und unheimlich realistisches Gedankenspiel.

10. FAIL: Die fantastische Reise des Dr. Dolittle (2020)

Robert Downey Jr. als Doktor Dolittle im Vergleich zu seinem Vorgänger aus dem Film von 1967.
Screenshots der Filme „Die fantastische Reise des Dr. Dolittle“ und „Doktor Dolittle“ (1967) © Universal Pictures / Twentieth Century Fox

Original: Doktor Dolittle (1967)

Doktor Dolittle kennen wahrscheinlich viele aus den Filmen mit Eddie Murphy. Die haben allerdings - bis auf den Titel und die Grundidee - nicht viel mit dem Kinderbuch oder der Originalverfilmung zu tun. Das Original floppte an den Kinokassen, wurde aber durch eine engagierte Oscar-Kampagne des Studios tatsächlich mehrfach nominiert. Ob verdient, sei mal dahingestellt. Einen besseren Job macht das Remake jedenfalls nicht. Die Handlung ist langweilig, die Charaktere flach und das Ende ein Witz. Man kann sich nur fragen, was hat Iron Man in diesem Film zu suchen?

11. WIN: Hairspray (2007)

John Travolta in der Rolle der Edna Turnblad, zusammen mit ihrer Onscreen Tochter Tracy Turnblad im Film „Hairspray“ von 2007 im Vergleich zu Tracy Turnblad aus dem Film von 1988.
Screenshots der Filme „Hairspray“ von 2007 und 1988 © New Line Cinema

Original: Hairspray (1988) 

Wenn man es genau nimmt, ist die Neuverfilmung von Hairspray die Verfilmung des Musicals Hairspray, das wiederum auf dem Film von John Waters (= Legende) von 1988 basiert. Die beiden Filme lassen sich deshalb schwer miteinander vergleichen. Der neue Hairspray ist ein buntes, schön kitschiges Musical mit einer wichtigen Botschaft, dieselbe wie schon vor fast zwanzig Jahren: “Ich bin für Integration!”. Nur, dass diesmal eben mehr gesungen und getanzt wird. Und das ist doch nie was Schlechtes.

12. FAIL: Dirty Dancing (2017)

Johnny und Baby tanzen in der Schlussszene der Filme „Dirty Dancing“ von 2017 und 1987.
Screenshots der Filme „Dirty Dancing“ von 2017 und 1987 © Lionsgate Television / Vestron Pictures

Original: Dirty Dancing (1987)

Das Remake nach dem nie jemand gefragt hat, das nie jemand wollte und doch ist es hier. Passend zum 30-jährigen Jubiläum kam die Neuverfilmung und floppte so sehr, dass wir von ihr (glücklicherweise) erst gar nichts mitbekommen haben. Vielleicht findet der Film Anklang bei neuen Zuschauern. Jeder der das Original kennt, wird allerdings spätestens nach dem ersten neu aufgenommenen Song die Flucht in die 80er ergreifen.

13. WIN: King Kong (1976) & (2005)

Naomi Watts, Jessica Lange und Fay Wray im festen Griff von King Kongs Faust.
Screenshots der Filme „King Kong“ von 2005, 1976 und 1933 © Universal Pictures / Dino De Laurentiis Company / RKO Radio Pictures

Original: King Kong und die weiße Frau (1933)

Die Abstände zwischen den Neuverfilmungen dieser zeitlosen Geschichte werden immer kürzer und umso realistischer wird auch Kong. Was nicht heißen soll, dass das Original nicht mehr mithalten kann. Mit den Jahren wurden nur eben die Effekte besser und die Filme actionlastiger. In der Wahl zum besten King Kong-Remake kommen jedenfalls sowohl die Version mit Jessica Lange, als auch Peter Jacksons Neuverfilmung von 2005 eine Runde weiter.

14. FAIL: Fantastic Four (2015)

The Human Torch, Mr. Fantastic und The Thing aus „Fantastic Four“ von 2015 im Vergleich zu Mr. Fantastic und The Invisible Woman aus dem Original von 2005.
Screenshots der Filme „Fantastic Four“ von 2015 und 2005 © Twentieth Century Fox

Original: Fantastic Four (2005) 

Ja, es muss sein. So schmerzlich die Erfahrung für alle Comic-Liebhaber ist, dieser Film kann in einer Liste der schlechtesten Film-Remakes nicht fehlen. Der erste Versuch von Seiten der 20th Century Studios einen Fantastic Four-Film auf die Beine zu stellen, kann man nicht gerade als glorreich bezeichnen. Das Remake dagegen ist noch schlimmer. Vielleicht kann Marvel bei dem nächsten Versuch auf die Sprünge helfen - Spider-Man hat es jedenfalls gut getan.

15. WIN: Mord im Orientexpress (2017)

Die Hauptcharaktere der Verfilmungen von „Mord im Orient-Express“ von 2017 und 1974 im Vergleich.
Der Cast der Filme „Mord im Orient-Express“ von 2017 und 1974 © Twentieth Century Fox / EMI Film Distributors

Original: Mord im Orientexpress (1974)

Nach dem ersten Kinofilm 1974 wurde Mord im Orientexpress zwar noch zwei weitere Male verfilmt (die japanische Adaption mit geänderten Namen nicht mitgerechnet), allerdings immer nur fürs Fernsehen. 2017 kam dann das Remake für die große Leinwand, für die sich der Kinobesuch absolut gelohnt hat. Ein bildstarkes Kammerspiel, das mit einem hochrangigen Cast glänzt. Und selbst, wenn man kein Fan von Johnny Depp ist, lohnt es sich für alle Hamilton-LiebhaberInnen auf jeden Fall einen Blick auf den Film zu werfen: Leslie Odom Jr. a.k.a. Aaron Burr ist nämlich auch mit dabei.

16. FAIL: Robin Hood (2018)

Taron Egerton als Robin Hood im gleichnamigen Film von 2018.
Screenshot des Films „Robin Hood“ von 2018 © Summit Entertainment

Original: Disney‘s Robin Hood (1973), Robin Hood - König der Diebe (1991) oder doch Helden in Strumpfhosen (1993)?

Die Sage um Robin Hood wurde schon so oft verfilmt, dass man sich kaum auf einen Liebling festlegen kann. Mit welchem Vorgänger ihr die aktuellste Neuverfilmung vergleichen wollt, bleibt euch überlassen. Der Film aus 2018 wird so oder so gegen jede andere Version den Kürzeren ziehen. Wenn man nichts Nettes zu sagen hat, soll man es ja lieber lassen. Soviel sei aber gesagt: Eine Nominierung für die Goldene Himbeere als schlechteste Neuverfilmung war die einzige “Auszeichnung” für diesen Film. Leider ein kompletter Reinfall.

Welches Remake findet ihr besser als das Original? Und welcher Film kann nie von einer Neuverfilmung getoppt werden? Schreibt es uns in den Kommentaren!

Auch interessant

Kommentare