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„Die eigene Hochzeit“ und 13 weitere Situationen, in denen Leute nicht freibekommen haben

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„Meine Tochter ist im Alter von 12 Tagen gestorben ... Meine Arbeit hat am Tag vor ihrer Beerdigung angerufen und gefragt, wann sie mich wieder in den Dienstplan aufnehmen können.“

Die Twitter-Userin @PostOpPrincess hat kürzlich getwittert, dass sie FÜR IHREN HOCHZEITSTAG nicht freibekommen hat:

„Ratet mal, wessen Urlaubsantrag für die eigene Hochzeit abgelehnt wurde 🤪.
Bezahlter Urlaub, BABY. Bereitet die anderen schonmal darauf vor, dass ich nicht da sein werde 😚😚😚“

- @postopprincess

Da fehlen mir echt die Worte!!! 😡😡😡

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Kurz darauf wurden die Kommentare unter dem Post mit weiteren schrecklichen Erfahrungen im Zusammenhang mit Freistellungen von der Arbeit überflutet:

1. „Als meine Großmutter gestorben ist, meinte meine Abteilungsleitung nur zu mir, ich solle ‚versuchen, das nächste Mal vorauszuplanen.‘ Keine Beileidsbekundung oder so was in der Art ...“

- @mle428

Die Leute werden wie Kinder behandelt, weil sie auf der Arbeit gefehlt haben:

2. „Mein Boss hat mich neulich beiseitegenommen, um mich zurechtzuweisen. Anscheinend ist es übertrieben, sich in zwei Monaten dreimal krankzumelden. Er meinte, ich sei ein schlechtes Beispiel für das Team und soll die Tage, an denen ich krank bin, im Voraus planen. Da meinte ich nur ,Ich soll die Tage, an denen ich krank bin, also auf meinen freien Tagen planen?‘“

- @salvatoreharan

Und man zeigt ihnen weder Empathie noch Mitgefühl:

3. „Mein Hund lag in meinen Armen im Sterben, also habe ich meinen Chef gefragt, ob ich mir freinehmen könnte (den Grund habe ich ihm genannt). Und er meinte nur, dass ich meinen toten Hund in die Kühltruhe legen, auf der Arbeit erscheinen und darüber hinwegkommen solle.“

- @NeomaPeterson16

Die Geschichten zerreißen einem das Herz und machen gleichzeitig richtig sauer:

4. „Meine Tochter ist im Alter von 12 Tagen verstorben, und ich hatte wegen eines Notkaiserschnitts (schwere Präeklampsie) Anspruch auf bezahlten Urlaub.“

„Meine Arbeit hat mich am Tag vor ihrer Beerdigung angerufen, um sich zu erkundigen, wann sie mich wieder in den Dienstplan aufnehmen könnten. Ich habe geantwortet: ,Lassen Sie mich vielleicht erst mein Kind beerdigen, dann melde ich mich bei Ihnen.‘“ - @Littlebrod13

Es ist echt traurig zu wissen, dass das die Realität von vielen Arbeitnehmer:innen (in den USA) ist:

5. „Als ich geheiratet habe, wollte man mir am Tag vor meiner Hochzeit nicht freigeben. Also habe ich mit einem Kollegen die Schicht getauscht. Meine Chefin hat mich angerufen, als ich auf dem Weg zum Probeessen mit meiner Mutter im Auto war. Sie hat mich angeschrien und meinte, dass die meisten Krankenschwestern am Vortag arbeiten und dass ich egoistisch sei.““

„Außerdem ist meine Großmutter ein paar Wochen vor meiner Hochzeit gestorben und ich konnte mir keinen Urlaub nehmen, da ich mir ja schon für meine Hochzeit freigenommen hatte. Ich konnte also nicht zu ihrer Beerdigung gehen. Sie war mein letztes lebendes Großelternteil. Ich war untröstlich. Ein paar Monate später habe ich den Job dann gekündigt. Die Arbeitsatmosphäre dort war einfach feindselig.“ - @Fear2Maro

Nicht nur, dass manche Arbeitgeber:innen ihre Mitarbeitenden zwingen, einen Grund für ihren Auszeit zu nennen ...

6. „Bei vielen Stellen muss man einen Grund angeben, um freizubekommen. Ich hatte mal einen Job, bei dem man einen Grund für persönliche Angelegenheiten angeben musste. Dazu gehörten auch Beerdigungen und alles andere. War es ihrer Meinung nach kein guter Grund, wurde der Urlaub nicht gestattet.“

- @Flurzzlenaut

Manche erwarten auch, dass die Arbeitnehmer:innen selbst dafür sorgen, dass sie jemanden finden, der ihre Schicht übernimmt:

7. „Man wollte mir keinen Urlaub für meine Flitterwochen gestatten, es sei denn, ich finde Ersatz für meine Schichten. In diesem Sommer hatte ich nur Urlaubsvertretungen und ich habe sie 2,5 Monate im Voraus darüber informiert. Ich habe fünf weitere Schichten bekommen, von denen ich vier abdecken konnte. Ich habe mich dann für meine Flitterwochen krankgemeldet ...“

- @dirtlovinggrrl

Oh, und falls du eine „gute Entschuldigung“ für dein Fehlen vorlegen musst - was von vornherein lächerlich ist - Gerichtsverfahren zählen an vielen Arbeitsplätzen nicht:

8. „Als OP-Schwester wurde mir kein Urlaub gestattet, um im Prozess gegen den Mann, der mich fast umgebracht hätte, als Zeugin auszusagen. Der Staatsanwalt hat nur gesagt: „Das ist mir wirklich noch nie passiert, ich werde Ihnen wohl eine Vorladung ausstellen müssen, die nicht abgelehnt werden kann.“

- @TammiLe64354278

Leute werden dafür BESTRAFT, dass sie ihren Pflichten als Bürger:innen nachkommen:

9. „Ich wurde mal als Zeuge in einem Prozess vorgeladen und mein Chef hat mir trotzdem keinen Urlaub genehmigt (ich habe zwar einen Vermerk bekommen, aber ich habe trotzdem ausgesagt!)“

- @ALinkerton

Manche Arbeitgeber:innen genehmigen nur EINEN Antrag auf Sonderurlaub alle FÜNF Jahre:

10. „Ein Mitarbeiter durfte sich für die Hochzeit seines Bruders keinen Urlaub nehmen, weil er im Jahr zuvor auf der Hochzeit seines anderen Bruders war und ,man nur einen Sonderantrag in 5 Jahren bekommt‘. Wir haben uns dann im Team so organisiert, dass er sich den Urlaub nehmen konnte. Das Gesundheitswesen ist ein einziges Chaos.“

- @SarahG52889228

Viele Beschäftigte im Gesundheitswesen berichten, wie schwierig es ist, sich Urlaub zu nehmen:

11. „Und vergessen wir nicht, dass man, wenn man einmal angefangen hat, nicht mehr gehen kann, bis deine Vertretung da ist. Die Krankenpflege ist kaum mehr als eine Leibeigenschaft geworden. Kein Wunder, dass die Krankenhäuser kein gutes Personal finden oder halten können.“

Eine Krankenschwester musste sogar ihre Flitterwochen absagen:

12. „Wir haben vor 40 Jahren geheiratet. Ich bin zu der Nonne gegangen, die für die Schichtzuteilung zuständig war und sie hat mich gefragt: ,Was ist Ihnen wichtiger, Ihre Patienten oder Ihre Hochzeit?‘ Ich wusste, dass es eine Fangfrage war und dass wir unsere Flitterwochen würden absagen müssen 😞.“

- @pam_wilton2

Chef:innen glauben ihren Mitarbeitenden nicht, wenn sie eine Auszeit brauchen ...

13. „Ich hatte auf der Arbeit einen Mini-Schlaganfall, bin aber bis zum Ende meiner Schicht geblieben, da ich zu dem Zeitpunkt nicht wusste, was passiert war. Dann bin ich ins Krankenhaus. Dort wollte man mich einweisen, also hab ich meinem Chef eine SMS geschrieben. Er hat mir erst nicht geglaubt und es mir monatelang vorgehalten. Er hat mir deswegen sogar meine Stunden gekürzt.“

„Ich hatte manchmal schlimme Migräne, die drei bis vier Tage angehalten hat. Ich bin trotzdem zur Arbeit gegangen, weil ich einfach zu oft Migräne hatte, mindestens ein Mal pro Woche. Einige Manager:innen waren nett und haben mich früher gehen lassen oder nach Hause geschickt. Mein Chef hat es gegen mich benutzt und sich beschwert, dass man sich nicht auf mich verlassen könnte.“ - @Madis_Paige

Diese Geschichte zeigen leider, wie weit verbreitet toxische Arbeitsumgebungen heute sind. Probleme wie diese, die bei der Vereinbarkeit von Beruf und Privatleben auftreten können, werden nicht besser.

Selena Rezvani, Expertin für Selbsthilfe, erklärt gegenüber BuzzFeed: „Führungskräfte müssen aufhören, ihre Mitarbeiter zu beschämen und eine ,perfekte‘ Anwesenheit zu erwarten. Für den normalen menschlichen Rhythmus ist es nicht gesund, wie ein Roboter zu arbeiten. Als mündige Erwachsene können und sollten die Mitarbeitenden selbst entscheiden, wann sie eine Auszeit brauchen (und sich natürlich darum bemühen, dass auch während ihrer Abwesenheit im Betrieb alles weiterhin glattläuft).“

„Niemand sonst wird dir Grenzen setzen. Niemand sonst wird deine Zeit - oder deine mentale und körperliche Gesundheit - so wertschätzen wie du. Wir sehen die Vorteile einer Auszeit in der Qualität unserer Arbeit und unserer Ideen, in der Vitalität, die wir in unser privates und berufliches Leben einbringen und in unserer Widerstandsfähigkeit in weniger guten Zeiten.“

Dieser Post von Krista Torres wurde aus dem Englischen übersetzt.

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