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Die Geschichten von 13 deutschen Serienmörder*innen, die dir das Blut in den Adern gefrieren lassen

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Von: Nadja Rödig

Ted Bundy und Ed Gein kennt ja wirklich jeder, aber hast du auch schon von diesen deutschen Serienmörder*innen gehört?

Achtung: In diesem Post werden Mordfälle, Vergewaltigungen und Gewalttaten beschrieben.

1. Fritz Haarmann: „Der Vampir von Hannover“

Der Serienmörder Fritz Haarmann auf einer Aufnahme der Kriminalpolizei.
Fritz Haarmann © imago images / localpic

1924 machen ein paar Kinder beim Spielen am Fluss in Hannover einen grausigen Fund: einen menschlichen Schädel. Wenig später werden weitere Skelettteile an der Leine gefunden. Die 285 unterschiedlichen Überreste gehören zu über 20 ermordeten Männer und Jungen im Alter von 10 bis 22 Jahren. Noch im selben Jahr nimmt die ermittelnde Polizei einen Verdächtigen fest: Friedrich Heinrich Karl Haarmann, auch genannt „Fritz“. Nach Verhören durch die Polizei und einem psychiatrisches Gutachten, das ihn für zurechnungsfähig erklärt, wird Haarmann im Fall von 24 Morden für schuldig befunden, zum Tode verurteilt und Ende des Jahres enthauptet. Sein Kopf wird im Anschluss der Pathologie Göttingen zur Forschung zur Verfügung gestellt.

21 dieser Fälle gestand Fritz Haarmann. Er gab an die Männer und Jungen getötet, zerstückelt und im Fluss versenkt zu haben. Trotz Geständnis bleibt bis heute jedoch unklar, wie Haarmann seine Opfer getötet hat. Obwohl er zuerst behauptete, sich nicht an die Tathergänge erinnern zu können, gestand er später den Jungen die Kehle durchgebissen oder sie wenn nötig erstickt zu haben, was ihm in der Presse den Spitznamen „Vampir von Hannover“ einbrachte. Allerdings grassierten auch weitere Gerüchte, die Haarmann unter anderem vorwarfen, das Fleisch seiner Opfer verkauft zu haben, wie es auch in einem berühmten Abzählreim vermutet wird: „Warte, warte nur ein Weilchen, bald kommt Haarmann auch zu dir, mit dem kleinen Hackebeilchen, macht er Schabefleisch aus dir, aus dem Kopf da macht er Sülze, aus dem Bauch da macht er Speck, aus den Beinen macht er Eisbein und das andere schmeißt er weg“.

2. Karl Denke: „Der Kannibale von Münsterberg“

Ein menschlicher Schädel.
Ein menschlicher Schädel. (Symbolbild) © imago images / blickwinkel

Das Jahr 1924 brachte gleich noch einen Serienmörder ans Tageslicht, der einem bis heute Schauer über den Rücken jagt. Karl Denke war ein verschrobener alter Mann, der trotz seiner Verschlossenheit von seinen Nachbarn in Münsterberg gerne „Papa Denke“ genannt wurde. Dass Denke nicht so harmlos war, wie alle dachten, stellte sich leider erst nach Jahrzehnten und vielen Toten heraus. Zum Verhängnis wurde dem Serienmörder ein Landstreicher, den er in seinem Haus erschlagen wollte. Der Mann konnte jedoch entkommen und berichtete Nachbarn und Polizei von dem Vorfall. Denke wurde wenig später verhaftet, entging seiner Befragung aber durch Selbstmord in seiner Zelle.

Als später Haus und Schuppen auf den Kopf gestellt wurden, fanden die Ermittler Entsetzliches: Vorräte an Menschenfleisch, Blutspuren, 480 Knochen und 420 Zähne. Selbst die Haut seiner Opfer nutzte Denke, um aus dieser unter anderem Hosenträger herzustellen. In einem Notizbuch führte der Serienmörder und Kannibale Buch über die Morde: 1903 fand er sein erstes von insgesamt 30 Opfern.

3. Arthur Gatter: „Der Hammermörder von Frankfurt“

Zwei rostige Hämmer auf einer Werkbank.
Zwei rostige Hämmer auf einer Werkbank. (Symbolbild) © imago images / imagebroker

Im Frühjahr 1990 treibt ein Serienmörder sein Unwesen in Frankfurt am Main. Über mehrere Monate findet man erschlagene und erstochene Männer in der Stadt, teilweise wurden die Opfer bis zur Unkenntlichkeit verstümmelt. Am 1. Februar des Jahres nimmt die Mordserie ihren Anfang, als der ehemalige Elektriker Arthur Gatter den Stimmen in seinem Kopf nachgibt und sich mit einem Schlosserhammer sein erstes Opfer sucht. Diese Stimmen sollen ihn bereits seit Monaten gequält und ihn immer wieder befohlen haben, Menschen zu töten.

Gatters Opfer sind Obdachlose, die er im Schlaf überfällt, und Männer, die nachts auf dem Weg nach Hause sind. Bis zu seiner Festnahme am 22. Mai 1990 attackiert der Hammermörder acht Menschen. Sechs von ihnen sterben. Nach seiner Festnahme scheint Gatter erleichtert zu sein, da er die Morde nicht begehen wollte. Die Stimmen haben ihn gezwungen. Arthur Gatter wird in eine geschlossene Psychiatrie eingewiesen, wo er sich schließlich mit einer Mullbinde erhängt.

4. Carl Großmann: „Die Bestie vom Schlesischen Bahnhof“

Ein Portraitfoto des Serienmörders Carl Großmann.
Carl Großmann © Gemeinfrei

Berlin, 1921: Die Polizei ist ratlos. Rund um den Schlesischen Bahnhof (der heutige Ostbahnhof) werden seit Jahren Leichenteile von nun inzwischen schon 23 Frauen gefunden. Im Sommer findet man dann auch den Täter: Carl Großmann wird in seiner Wohnung in Berlin-Friedrichshain von der Polizei überrascht. Neben ihm eine blutüberströmte Frauenleiche. Seine Nachbarn hatten die Polizei gerufen, nachdem sie zum wiederholten Mal Schreie gehört hatten. Dass es sich bei der Frau nicht um Großmanns erstes Opfer handelt, wird nach der Durchsuchung seiner Wohnung klar: Man findet die Hände einer anderen Frau im Ofen.

Von den 23 Morden, die ihm vorgeworfen werden, gesteht Großmann nur drei. Er lockte die unter ärmlichen Bedingungen lebenden Frauen Hilfe versprechend in seine Wohnung und folterte sie dort. Einige bis zum Tod. Wie viele Frauen er wirklich ermordet hat, bleibt bis heute unklar. Einige gehen von bis zu 100 Opfern aus. Die Wahrheit nimmt „Die Bestie vom Schlesischen Bahnhof“ mit ins Grab: Er erhängte sich in seiner Zelle.

5. Gesche Gottfried: „Der Engel von Bremen“

Antike Statue eines Engels im Sonnenlicht.
Antike Statue eines Engels. (Symbolbild) © imago images / agefotostock

Magarethe „Gesche“ Gottfried (geboren Timm) - wird 1785 in ärmliche Verhältnisse geboren. Trotz ihres Wunsches Schauspielerin zu werden, wird sie gegen ihren Willen verheiratet. Die Ehe bringt Gesches Familie gesellschaftlich und finanziell weiter. Sie selbst leidet aber darunter: Ihr Mann ist Alkoholiker und wird nach sieben Jahren Ehe und drei Kindern zum Pflegefall und Gesches erstes Opfer. Mit Arsenik aus einer Mäusefalle vergiftet sie ihren Mann, der wenige Tage später stirbt. Mit dem selben Gift tötet die Witwe wenig später ihre Mutter, Töchter, Vater, Sohn und Bruder, bevor sie kurz vor ihrer zweiten Hochzeit auch ihren zweiten Mann ermordet.

Damit nahm ihre Mordserie aber noch lange kein Ende. Freunde und Nachbarn fielen der Giftmischerin als nächste zum Opfer, die erst im Jahr 1828 überführt und zum Tod verurteilt wurde. Bevor die Taten ans Tageslicht kamen, erhielt Gottfreid den Spitznamen „Der Engel von Bremen“, da sich so hingebungsvoll um ihre kranken Mitmenschen kümmerte.

6. Fritz Honka: „Zum Goldenen Handschuh“

Die Bar Zum goldenen Handschuh, in Hamburg (Aussenansicht).
Zum goldenen Handschuh, in Hamburg. © imago images / Manngold

In der Kiez-Kneipe Zum Goldenen Handschuh hat der Serienmörder Fritz Honka seine Opfer aufgegabelt. Der Name der Kneipe - oder auch Honkas - könnte dem ein oder anderen bekannt vorkommen - ob nun von einem Besuch in Hamburg oder aber wegen des gleichnamigen Spielfilms „Zum goldenen Handschuh“, der von Honkas Leben erzählt.

Und da gibt es so einiges zu erzählen: Vier Frauen tötete Fritz Honka in Hamburg, während seiner Mordserie, die 1975 aufgedeckt wurde. Mehr als drei Jahre zuvor fand man bereits erste Leichenteile, verpackt in Zeitungspapier auf einer illegalen Mülldeponie. Damals konnte nur festgestellt werden, dass einige Teile des Opfers fehlten. Diese wurden schließlich in der Wohnung des Serienmörders gefunden, aber nicht von der Polizei. Die Feuerwehr stieß auf die Leichenteile, als sie einen Brand in der Nachbarwohnung löschten. Ein - unter diesen Umständen - glücklicher Zufall.

7. Peter Kürten: „Der Vampir von Düsseldorf“

Polizeifoto des Serienmörders Peter Kürten.
Peter Kürten © imago images / United Archives International

Seinen Spitznamen „Der Vampir von Düsseldorf“ bekam der Serienmörder Peter Kürten nicht, wie man vermuten würde, wegen der Art wie er seine Opfer tötete. Er ging zwar brutal vor, biss aber niemandem in den Hals. Der Name passt trotzdem erschreckend gut zu dem blutrünstigen Serienmörder aus dem 20. Jahrhundert: Neun Morde und 32 Mordversuche wurden Kürten zugeschrieben, wofür er 1931 mit dem Fallbeil hingerichtet wurde.

Unter seinen Opfern waren sowohl Männer als auch Frauen und kleine Mädchen, die er teilweise erstickte oder mit einer Schere erstach. Bevor eine Zeugin - die er zuvor vergewaltigt hatte - zu seiner Verhaftung führte, schrieb Kürten Briefe mit Skizzen an die Polizei. Darin beschrieb er die Verstecke von Leichen, die bisher nicht gefunden wurden. Nach seiner Verhaftung sagte er schließlich: „Da habt ihr aber lange für gebraucht.“

8. Joachim Kroll: „Der Ripper von der Ruhr“

Grablichter auf einem Friedhof bei Nacht.
Grablichter auf einem Friedhof. (Symbolbild) © imago images / Shotshop

1976 führt ein letztes, schreckliches Verbrechen zu der Verhaftung des als „Ripper von der Ruhr“ bekanntgewordenen Serienmörders Joachim Kroll. Als ein vierjähriges Mädchen von einem Spielplatz verschwindet, malt sich die Familie bereits das Schlimmste aus. Leider zurecht. Die Entführung des Mädchens und deren Ermordung kommt die Polizei durch die Beschwerde eines Mannes auf die Spur: Sein Nachbar habe ihn gebeten, die Toilette nicht zu benutzen, da die Abflussrohre durch heruntergespülte Tiergedärme verstopft wären. Die grausige Wahrheit sieht anders aus.

Nach der Aufklärung des Mordes an dem verschwundenen Mädchen und Krolls Verhaftung kamen weitere Morde ans Licht: Mindestens acht Frauen und einen Mann tötete der „Ripper von der Ruhr“, zum ersten Mal 1956. Während der vielen Verhöre Krolls stellte sich unter anderem heraus, dass er seine Opfer teilweise gegessen hatte. Er wollte wissen, wie diese schmecken würden, sagt er. Kroll verstarb in Haft, ca. 15 Jahre nach seinem letzten Mord an einem Herzinfarkt.

9. Rudolf Pleil: „Der Totmacher“

Rudolf Pleil einen Tag vor dem Beginn seines Verfahrens im Jahr  1950. Der Serienmörder auch bekannt als „Totmacher“ schreibt seine Memoiren.
Rudolf Pleil © imago images / ZUMA/Keystone

1947 wird Rudolf Pleil für den Mord eines Mannes verhaftet, dem er den Kopf mit einem Beil gespalten hatte. Trotz des brutalen Tathergangs wird er nur des Totschlags schuldig gesprochen, da Pleil unter starkem Alkoholeinfluss stand, als er den Mord beging. Dass er noch viele weitere Opfer zu verzeichnen hatte, das konnte zu diesem Zeitpunkt noch niemand ahnen. Gemeinsam mit zwei Helfern vergewaltigte und tötete Pleil zwölf Frauen, die vom Osten in den Westen fliehen wollten. Was ihm nach seiner Inhaftierung erst niemand glauben wollte, stellte sich nach dem Fund der ersten Leichen als schreckliche Wahrheit heraus.

In einem ausführlichen Geständnis, das er „Mein Kampf“ nannte, hielt Pleil seine Taten fest. Trotz allem glaubte „Der Todmacher“ wie er sich selbst nannte daran, in eine Anstalt und nicht ins Gefängnis zu kommen. Das Gericht sah das anders und verurteilte den Serienmörder 1950 zu lebenslanger Haft, in der er sich acht Jahre später erhängte.

10. Paul Ogorzow: „Das Tier von Rummelsburg“

Ein Gleisabschnitt, überwuchert mit Pflanzen.
Ein Gleisabschnitt. (Symbolbild) © imago images / imagebroker

Als während des 2. Weltkrieges 1939 die Verdunklungsverordnung zum Luftschutz in Kraft trat, bedeutete das auch für die Hauptstadt dunkle Nächte. Straßenlaternen, Scheinwerfer, Taschenlampen - alle Lichter mussten nachts gelöscht sein. Diese Dunkelheit nutze Paul Ogorzow aus, als er in den kommenden Monaten entlang der S-Bahn-Trasse vom Ostkreuz bis nach Friedrichshagen mindestens 31 Frauen vergewaltigte. Acht von ihnen tötete der Reichsbahn-Arbeiter. Sechs weitere schwebten nach dem Angriff in Lebensgefahr.

Unter dem Vorwand einer Fahrkartenkontrolle sprach Ogorzow seine Opfer in den dunklen Waggons der S-Bahn an, schlug ihnen über den Kopf, vergewaltigte die Frauen und warf sie anschließend aus dem Zug. Ein Zeuge und ein anschließendes Verhör, indem Ogorzow zur Tatwaffe befragt wurde, konnten den S-Bahn-Mörder schließlich überführen. Trotz seiner Zugehörigkeit zur NSDAP wurde er nach einem schnellen Prozess hingerichtet.

11. Die Giftmörderin Christa Lehmann

Die Serienmörderin Christa Lehmann bei ihrer Verhandlung im Jahr 1954.
Christa Lehmann © imago images / ZUMA/Keystone

Als Christa Lehmann ihren Mann heiratete, wandte sich ihr Leben nicht zum besseren. Mit einer Mutter in einer Heilanstalt und einem Vater, der sie schlug, geriet Lehmann an einen Mann, der sie bereits in der Hochzeitsnacht betrog und sich regelmäßig betrank. Genug von ihrer Ehe vergiftete Christa Lehmann ihren Mann 1952 - ausgerechnet mit dem Pflanzenschutzmittel E 605, das ihr Schwiegervater als Gärtner nutzte. Nach heftigen Streitereien mit ihrem Schwiegervater, bei denen es um ihren neuen Lebensstil ging, nutze Lehmann dasselbe Gift, um diesen zu töten.

Christa Lehmanns verhältnismäßig kurze Mordserie wurde - wie so viele - nur durch einen Zufall aufgeklärt. Die Mutter einer Freundin - mit der Lehmann gerne aus ging - hielt die Witwe für einen schlechten Umgang. Um die Frau zum Schweigen zu bringen, brachte Christa eine vergiftete Praline als Geschenk mit. Jedoch ass ihre Freundin, nicht deren Mutter, von der Praline und starb kurz darauf. Lehmann wurde überführt, dabei beteuerte sie noch, dass es die Falsche getroffen habe.

12. Johann Mayer alias „Stumpfarm“

Ein düsterer Wald.
Düsterer Wald. (Symbolbild) © imago images / Photocase

Nach seiner Schulzeit in Boss arbeite Johann Mayer bereits als junger Mann in einem Steinbruch. Durch einen Unfall verlor er dort einen Unterarm, worauf er seinen Spitznamen „Stumpfarm“ erhielt. Nach dem Vorfall fand Mayer Arbeit bei den Bauern in der Umgebung, bis er während des 2. Weltkriegs seinen letzten Job verlor. Nicht wehrtauglich trieb sich „Stumpfarm“ von da an in den Wäldern umher, in denen er auch lebte.

Trotz seiner persönlichen Probleme hatte Mayer Freunde und Bekannte, mit denen er Beziehungen pflegte. Zumindest bis zu deren Tod. Zwei Frauen und zwei Männer aus seinem Bekanntenkreis erschoss Johann Mayer mit seinem Gewehr. Seine beiden männlichen Opfer tötete er zur selben Zeit, trennte ihre Köpfe ab und vertauschte diese. 1922 fasste man den Serienmörder und richtete ihn wenig später hin.

13. Heinrich Pommerenke: „Die Bestie in Menschengestalt“

Serienmörder Heinrich Pommerenke bei seiner Verhandlung im Jahr 1960.
Heinrich Pommerenke © imago images / ZUMA/Keystone

1959 ist Heinrich Pommerenke 22 Jahre alt, als er zu einer lebenslangen Haftstrafe verurteilt wird. Symbolisch rechnet der Richter nochmal 156 Jahre darauf. Pommerenkes Verbrechen waren so zahllos wie brutal: Vierfacher Mord, versuchter Mord in zwölf Fällen, mehrere Fälle der „Notzucht“ oder Vergewaltigung wie man heute sagt - darunter auch ein Kind, das daraufhin starb. Hinzu kamen noch Raub, räuberische Erpressung und schwerer Diebstahl.

Geschnappt wurde Pommerenke schließlich durch einen aufmerksamen Schneider, bei dem der Serienmörder einen Anzug abholen wollte: In der Tasche des Mannes entdeckte der Schneider ein abgesägtes Gewehr und verständigte daraufhin die Polizei.

Nach über 50 Jahren Haft verstarb Pommerenke 2008 im Gefängnis.

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