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Die unfassbar traurige Geschichte der ersten Hunde im Weltraum wird dir das Herz brechen

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Von: Anna Aridzanjan

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"Bitte vergib uns", waren die letzte Worte, die der erste Hund im Weltall hörte, bevor die Rakete startete.

Das ist Laika. Sie war der erste Hund, der an Bord eines Satelliten ins Weltall flog. Doch sie sollte nicht lebend wieder zurückkehren.

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Die Sowjetunion war es, die in den 1950ern damit begann, Hunde in den Weltraum zu schicken. 30 Hunde flogen ins All, bevor der erste Mensch, Juri Gagarin, in den Weltraum geschickt wurde.

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Für die Raumfahrt wurden fast nur kleine streunende Mischlingshunde ausgebildet, da diese sich als besonders gelehrig erwiesen hatten – und natürlich weniger Platz einnahmen. Außerdem hielten die Wissenschaftler sie für widerstandsfähiger.

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5. November 1957: Laika sitzt in einem eigens angefertigten Gehäuse im Forschungssatelliten Sputnik II. Die Kapsel war dafür gemacht, beim Wiedereintritt in die Atmosphäre zu verglühen.

Die Weltraum-Hunde waren ausschließlich Hündinnen – aus dem einfachen Grund, dass sie zum Pinkeln nicht das Bein heben müssen, was sich in einer Raumkapsel als praktischer erweist.

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Die Sowjetunion schoss bereits vor Laika erste Hunde in große Höhen: 1951 flogen die Hündinnen Dezik und Tsygan bis auf eine Höhe von 110 km – diese Höhe ist suborbital, also noch nicht im Weltall. Die Hunde überlebten diesen Flug.

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Doch Laika sollte höher fliegen. Sie wurde daran gewöhnt, sich in knallengen Käfigen ruhig zu verhalten. Sie wurde in Zentrifugen gesteckt – und sie wurde Lärm und Erschütterungen ausgesetzt.

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Vor ihrem Flug im Jahr 1957 wurde Laika an Geräte angeschlossen, die ihre Körperwerte wie Atmung und Herzschlag kontrollieren sollten. Als der Satellit seine Umlaufbahn erreicht hatte, meldeten die Sensoren, dass Laika lebendig im Weltall angekommen war – doch ihr Herz schlug dreimal so schnell wie normal.

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"Bitte vergib uns" – das waren die letzten Worte, die Laika hörte, bevor sie in die Rakete gesetzt worden war. Eine der Wissenschaftlerinnen hatte ihr zum Abschied diesen Satz zugeflüstert. Denn es war von Anfang an geplant, dass Laika ihre Reise ins Weltall nicht überleben würde. Nach rund einer Woche sollte ihr die automatische Futtervorrichtung vergiftete Nahrung geben, um sie "schnell" zu töten. Doch es kam nie dazu.

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Schon nach sieben Stunden Flugzeit registrieren die Geräte kein Lebenszeichen mehr. Laika starb einen langsamen, qualvollen Tod: An Überhitzung. Doch auch ihre Angst und der große Stress, den sie während des Fluges erlitt, spielte bei der Todesursache eine Rolle.

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Laikas "Sarg", der Satellit Sputnik II, blieb ein halbes Jahr im All und umkreiste die Erde noch 2570 mal, bevor er schließlich in der Erdatmosphäre verglühte.

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Viele Jahre später sagte Oleg Gasenko, Raketentechniker und Laikas Ausbilder: "Je mehr Zeit vergeht, desto mehr tut es mir leid. Wir haben durch diese Mission nicht genug gelernt, um den Tod des Hundes zu rechtfertigen."

Laikas direkte Nachfolgerinnen hatten mehr Glück: Belka und Strelka kehrten als erste Tiere lebendig aus dem Weltall zurück.

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Doch nicht mal 4 Monate später kam es zu einer Katastrophe: Die Hündinnen Pchyolka und Mushka starben, als ihre Kapsel beim Wiedereintritt in die Erdatmosphäre explodierte.

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Die Rakete war mit einem Selbstzerstörungsmechanismus ausgestattet, der eigentlich nur dann aktiviert werden sollte, wenn sie beim Landeanflug auf die Erde in feindliches Gebiet fallen sollte. Der Kalte Krieg war in vollem Gange, und die sowjetischen Wissenschaftler wollten um jeden Preis verhindern, dass die Rakete "dem Feind" in die Hände fällt. Doch ein technischer Defekt aktivierte versehentlich die Selbstzerstörung – und die beiden Hunde starben einen sinnlosen Tod.

Erinnerst du dich an Dezik, eine der erste zwei Hündinnen, die in einer suborbitalen Rakete hochgeschossen wurde? Nach ihrem ersten Flug, den sie unbeschadet überstanden hatte flog kurz darauf noch einmal: Diesmal mit einer neuen Partnerin, Lisa. Doch während der Rückkehr auf die Erde öffnete sich der Fallschirm nicht. Lisa und Dezik starben.

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Und auch die Hündinnen Bars und Lisichka starben, als ihre Rakete nur 28 Sekunden nach dem Start explodierte.

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Die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler, die an allen Raumfahrt-Projekten mit den Hunden beteiligt waren, bauten eine sehr enge Bindung zu den Tieren auf. Die Hündinnen waren für sie nie einfach nur Versuchskaninchen. Deswegen ging ihnen jeder Tod sehr nah.

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All diesen Tieren hat die Wissenschaft unfassbar viel zu verdanken. Und auch heute noch bricht ihr Schicksal uns das Herz.

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