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19 Dinge, die du vermisst, wenn du früher bei schülerVZ warst

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Von: Michelle Anskeit

Wir kennen sie alle noch: Die glorreiche Zeit, bevor es Facebook, Instagram und Co. gab. Einige hatten MySpace, andere waren bei Knuddels und du? Du hattest wie alle coolen Kids eben schülerVZ. Und weil ich so gerne in Erinnerungen schwelge, möchte ich mit dir heute noch einmal die genialsten Funktionen und Momente des besten sozialen Netzwerks durchgehen.

1. Das Highlight deines Tages war, deinen Crush auf der “Zuletzt auf deinem Profil”-Leiste zu sehen.

Die alte Startseite des sozialen Netzwerkes schülerVZ
Screenshot Startseite „schülerVZ“ © poolworks

Gerade erst hattest du dein neuestes Mirror-Selfie geteilt und schon wird deine Seite gestalkt. Unglaublich.

2. Der Moment, wenn dein Crush dich “gegruschelt” hat.

3. Die Annäherung über den Plauderkasten.

Das Bild zeigt die Darstellung des Plauderkastens auf StudiVZ, welches ein soziales Netzwerk für Studierende war. Es kann eine Nachricht mit verschiedenen Emojis an verschiedene Freundesgruppen geschrieben werden.
StudiVZ Nachrichten Plauderkasten © Poolworks

Der nächste Schritt war dann natürlich, dich über den Plauderkasten mit deinem Crush zu verbinden und solch spannende Konversationen wie

“hey”

“wie gehts”

“gut und dir”

“gut”

zu führen.

4. Du hast ganze Nachmittage damit verbracht, jedes Profil von deinen Klassenkameraden zu stalken.

Bei schülerVZ war die Angabe der Schule Pflicht und fast für jeden einsehbar, wodurch es für dich so viel leichter war, deine gesamte Klasse und besonders die süßen Mitschüler*innen ausfindig zu machen.

5. Die Kettenbriefe, laut denen du schon mindestens hunderte Male umgebracht worden wärst.

“Leite diesen Kettenbrief weiter, sonst steht nachts ein Mädchen mit einem Messer vor deinem Bett und bringt dich um” - diesen Satz hast du wahrscheinlich viel zu oft gelesen (und den Brief dann genau wie ich aus Angst trotzdem jedes Mal geteilt).

6. “Lutschen bis das Weiße kommt - ich liebe Kinderschokolade!” - Du warst Mitglied von den allercoolsten schülerVZ-Gruppen.

Ich habe nachgeguckt und anscheinend konntest du insgesamt höchstens 125 Gruppen beitreten. Bei schülerVZ war das ja das absolute Statussymbol, wenn du auf ein Profil geklickt hast und die Person in solchen coolen Gruppen drin war.

7. Fotobearbeitung war ein Gruppenprojekt.

Das Bild zeigt ein berühmtes Internet Meme, in welchem auf einem Hintergrund, der Rauch zeigt, mit roter Schrift „Graphic Design is my Passion“ geschrieben wurde. Außerdem ist ein eingefügtes Bild von einem Frosch zu sehen.
Meme Bild „Graphic Design is my Passion“ © Tumblr: u/Yungterra

Zwischen den ganzen Gruppen, die nur für ihren witzigen Namen existiert haben, gab es dann auch diejenigen, die tatsächlich wertvollen Inhalt hatten. In einer davon gab es eine Gemeinschaft, die gerne Fotos von anderen bearbeitet hat. Vergiss Photoshop, jedes Mitglied war hier mit Glitzereffekt und Schwarzweiß-Filtern ausgestattet!

8. Dein Anzeigename war nicht nur dein Name.

Nichts da mit echtem Vor- und Nachnamen. Viel cooler war es, sich nach deinen Lieblingscharakteren und -stars zu benennen - am besten nach allen gleichzeitig. Mein Name war dann sowas wie “Ace Mark Alex Portgas D. Hoppus Gaskarth”. Das war datenschutztechnisch dann auch viel sicherer.

9. Deine Pinnwand bestand aus Lästereien, Liebeleien und Kettenbriefen.

Zwischen “süßZes PrOfiL :*” und “du bis hässlich” gab es dann auch die Liebeserklärung in meterlangen Absätzen, á la: “Wer glaubst du hat dir dein neues Herz geschenkt?”

10. Du HaSt iMmEr So GeScHrIeBeN.

Alles andere war einfach nicht crazZy genug.

11. Entweder warst du selbst eines der Emo-Kids mit tausenden von Freunden oder du wolltest eines sein. Bei mir war es dann eher Letzteres.

Entweder warst du selbst eines der Emo-Kids mit tausenden von Freunden oder du wolltest eines sein. Bei mir war es dann eher Letzteres.

12. Posts wie “Kommi plz :*?” waren überall auf deinem Buschfunk.

Und ja, der Buschfunk war halt viel cooler als Twitter. Da sind Leute einfach nicht mehr so mutig wie damals, wo du noch ganz dreist und direkt nach Likes und Kommentaren gefragt hast.

13. Generell war der Bilder-Spam nirgendwo so schlimm wie auf SchülerVZ.

Generell war der Bilder-Spam nirgendwo so schlimm wie auf SchülerVZ.

14. Das beste war, dass “Keine Erwachsen erlaubt!!” waren.

Dadurch, dass jeder sich als Schüler einer bestimmten Schule ausweisen musste und man auch noch ins schülerVZ eingeladen werden musste, warst du überzeugt, dass so viel über Lehrer gelästert werden durfte, wie möglich.

15. Nichts hat dir so ein hohes Ansehen verschaffen, wie deinen Status auf “In einer Beziehung mit” zu ändern.

Das Bild zeigt den Beziehungsstatus, der häufig in sozialen Netzwerken genutzt wird. Dort steht „In einer Beziehung mit Channing Tatum“.
Meme „In einer Beziehung mit Channing Tatum“ © Pinterest: u/Visual Statements

Und vielleicht hast du es wie alle anderen auch nur für die Aufmerksamkeit getan.

16. Für die Geheimnisvollen unter uns gab es dann den Beziehungsstatus “Es ist kompliziert”.

Und wenn du dann nicht nachgefragt hast wieso, dann bist du der Arsch.

17. Die ewige Suche nach den besten Musikvideos in der “Röhre”.

schülerVZ hat ja über die Jahre so einige Spielereien gebracht, aber nichts hat mich so sehr frustriert wie die “Röhre”: Dir wurden verschiedene Musikvideos vorgeschlagen und wenn du das Video blöd fandst, konntest du es mit dem Blitz aus deiner Liste löschen. Rate, wie lange es gedauert hat, bis ich endlich “Durch den Monsun” gucken konnte.

18. Profilbewertungen mit Top oder Flop.

Ja, du hast richtig gelesen. Ich hab’s auch nicht mehr mitbekommen, aber anscheinend konntest du mit der Funktion “Pausenhof” deine eigenen Mitschüler*innen mit “Top” oder “Flop” bewerten.

19. Das Ende von schülerVZ.

Das Bild zeigt den Beschreibungstext von Poolworks, der erklärt, dass das soziale Netzwerk schülerVZ nicht mehr besteht.
Screenshot schülerVZ Aus © Poolworks

Vielleicht war es dieser absolute Fehlgriff, der letztendlich dazu geführt hat, dass schülerVZ am 30. April 2013 aufhörte. Da hatte es sich dann ausgegruschelt.

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