Sehr aufschlussreich.

16 Paare teilen Tipps, wie man in einer Beziehung mit Geld umgeht

„Auch wenn Geld eine komplizierte Sache ist, war es super zu sehen, dass wir gemeinsam damit umgehen können.“

Übersetzt von einem Post von Megan Liscomb. Dieser Artikel erschien zuerst auf Englisch.

Von der Entscheidung, wer beim ersten Date bezahlt, bis hin zur Hochzeit: Der Umgang mit Geld in einer Beziehung verändert sich mit der Zeit - und jedes Paar geht mit dem Teilen von Rechnungen und ihren (gemeinsamen) Konten anders um.

Also habe ich die BuzzFeed-Community gefragt, wie sie die Finanzen in ihrer Beziehung handhaben - und die Antworten sind voller praktischer Tipps darüber, wie man als Paar mit Geld umgeht.

Was in einer Beziehung funktioniert, muss nicht unbedingt auf deine zutreffen. Aber vom System anderer Paare im Umgang mit Geld zu lesen, könnte dich dazu inspirieren, euer eigenes nochmal genauer zu durchdenken.


Hier sind die Tipps, die Leute zu diesem Thema haben:

1. Wenn ihr nicht gleich viel verdient, müsst ihr die Rechnungen nicht 50/50 aufteilen.

„Die Art, wie wir mit Ausgaben umgehen, hat sich in den vergangenen 12 Jahren verändert. Eine Sache, die wir aber beibehalten haben, sind unsere separaten Bankkonten. Ursprünglich - als wir noch studiert haben - wurden Ausgaben (Miete, Lebensmittel, etc.) immer genau gleich aufgeteilt. Von unserem eigenen Konto haben wir jeweils das bezahlt, was wir selbst gebraucht haben. Heute verdient mein Partner beträchtlich mehr als ich. Wir teilen die Miete immer noch 50/50, bei allen anderen Ausgaben übernimmt er aber einen etwas größeren Anteil. Wir teilen uns außerdem zwei Kreditkarten, mit denen wir unsere meisten Rechnungen bezahlen. Am Ende des Monats teilen wir uns die Zahlungen 60/40 oder 70/30 auf. So sind wir beide dazu in der Lage, auch noch was zur Seite zu legen.“

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2. Und wenn du die Rechnung nicht teilen willst, könnt ihr euch einfach abwechseln.

„Mein Freund und ich sind beide Anfang 20 und studieren. Wir sind jetzt seit 1,5 Jahren zusammen. Für uns ist es wichtig, dass wir uns beim Zahlen abwechseln. Manchmal bezahle ich, manchmal bezahlt er für‘s Essen. Ich gebe dafür Trinkgeld (oder andersrum) und manchmal teilen wir die Rechnung einfach.“

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„Wir sind seit einem Jahr zusammen und haben seit sechs Monaten eine gemeinsame Wohnung! Bei Dingen wie Essen (Einkäufe, Bestellungen, etc.) wechseln wir uns meistens ab. Zum Beispiel: Einer bezahlt den Kaffee am Morgen und der andere die Snacks am Nachmittag oder so ähnlich. Was Sachen wie Miete, Studentendarlehen, Raten, etc. angeht, bezahlt jeder für sich selbst. Wir sprechen trotzdem immer mal wieder über unsere finanzielle Situation, helfen dem*der anderen aus, wenn das Geld knapp wird und zahlen es wieder zurück, sobald wir können. Kommunikation ist alles, Leute!!! Habt keine Angst davor, eure*n Partner*in um Hilfe zu bitten. Wenn ihr miteinander redet und verantwortungsbewusst damit umgeht, ist Geld kein Thema!“

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3. Ein gemeinsames Konto zu eröffnen ist eine gute Möglichkeit zu überprüfen, ob ihr finanziell kompatibel seid. Besonders, wenn ihr heiraten wollt.

„Wir haben lange Zeit unsere Finanzen gleich aufgeteilt. Wenn ich 25 $ für etwas bezahlt habe, dann hat er beim nächsten Mal 25 $ übernommen. Nach etwa sechs, sieben Jahren haben wir uns dazu entschlossen, unsere Finanzen zusammenzulegen. Damals wussten wir schon, dass wir mal heiraten würden. Deshalb dachten wir, es wäre klug, ein gemeinsames Konto zu führen, um zu sehen, ob wir gemeinsam mit Finanzen umgehen können. Wir sind inzwischen seit drei Jahren verheiratet und insgesamt zwölf Jahre zusammen.“

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Und ganz nebenbei: Wenn du dir unsicher bist, wie du in deiner Beziehung über Geld sprechen sollst (oder was du überhaupt ansprechen solltest), kann dir eine dieser Gespräche zum Thema Geld vielleicht weiterhelfen.

4. Ein Bankkonto für gemeinsame Ausgaben sorgt für eine bessere Übersicht.

„Wir haben ein gemeinsames Konto für gemeinsame Ausgaben (Miete, Kfz-Versicherung, Einkäufe, etc.), auf das wir jeden Monat einen festen Betrag einzahlen. So haben wir immer den Überblick darüber, ob wir genug Geld haben, um alle Rechnungen und laufenden Ausgaben zu begleichen. Außerdem haben wir so noch unser eigenes Geld zum Ausgeben.“

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5. Ein gemeinsames Konto schafft außerdem mehr Transparenz.

„Wir sind zusammengekommen als ich noch zur Uni ging. Er hat schon gearbeitet. Mein Freund ist acht Jahre älter als ich. Tatsächlich haben wir sogar zusammen ein Haus gekauft, während ich 200 Meilen entfernt studiert habe. Ich konnte mir die Anzahlung durch eine Erbschaft leisten. Jedenfalls hatten wir deshalb immer ein gemeinsames Konto. Getrennte Konten passen meiner Meinung nach nicht zur Ehe. Wir teilen alles und wissen so immer, wo unser gemeinsames Geld hingeht.“

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6. Wenn ihr ein Konto teilt, könnte es hilfreich sein, Grundregeln festzulegen. Zum Beispiel: Sprecht immer über Ausgaben, die eine bestimmte Summe übersteigen.

„Wir sind seit acht Jahren verheiratet und haben ein gemeinsames Konto. Über Ausgaben, die uns mehr als 200 $ kosten, sprechen wir erstmal. Wir sind uns bei allen finanziellen Dingen - sei es Investitionen, Anlagen, etc. - einig. Über Geld haben wir uns deshalb noch nie gestritten. Wir vertrauen darauf, dass der*die andere nicht mehr für sich selbst ausgibt, als im Rahmen liegt und kontrollieren uns entsprechend nicht dauernd. Ich weiß aber auch, dass unser System nicht für alle funktioniert.“

7. Vielleicht einigt ihr euch aber auch lieber auf einen Freibetrag für persönliche Ausgaben.

„Mein Partner verdient mehr als ich und wir verwalten unser Geld über ein gemeinsames Konto. Früher haben wir uns immer über persönliche Ausgaben gestritten. Deshalb hat inzwischen jeder von uns einen ,Freibetrag‘, von dem wir uns jeweils das Kaufen können, was wir möchten - ohne, dass man sich vor dem*der anderen rechtfertigen muss. Ich spare mein Geld monatelang und haue dann richtig auf die Kacke, während er es immer direkt ausgibt. Manchmal bezahlen wir für Sachen mit einer Mischung aus unserem gemeinsamen und eigenen Geld. Ein Beispiel wären Winterstiefel: Funktionale Schuhe werden über das gemeinsame Konto abgerechnet. Will man aber stattdessen super schicke, bezahlt man die Differenz aus eigener Tasche. Kommunikation und Diskussion sind einfach alles!“

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8. Getrennte Konten können gut funktionieren, aber Kommunikation 👏 ist 👏 wichtig! 👏

„Mein Mann hat sein eigenes Konto und ich meins. Ich bezahle nur ein paar kleinere Rechnungen (die Raten für mein Auto und Kreditkarten) und er bezahlt alles andere. Ich arbeite Teilzeit, er Vollzeit. Er kauft den Großteil der Lebensmittel, aber ich beteilige mich hin und wieder. Er betankt mein Auto, außer er ist mal nicht dabei, wenn ich es brauche. Und all das Geld, das am Ende des Monats noch übrig bleibt, sparen wir. Wofür ich mein Geld ausgebe interessiert ihn nicht wirklich, da es ja mein Geld ist. Wir streiten auch nie über Geld. Es ist einfach klar, wer für was zahlt. Und selbst, wenn ich meine Rechnungen mal nicht bezahlen könnte, würde er sich darum kümmern.

Manchmal müssen wir allerdings doch über unsere Ausgaben sprechen, wenn sich zum Beispiel unsere finanzielle Situation geändert hat oder klar wird, dass wir zu viel ausgeben. Die Geldfrage war nie ein Problem in unserer Beziehung. Und unser System finde ich auf jeden Fall einfacher, als ein gemeinsames Konto.“

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9. Eine Kombination aus getrennten und gemeinsamen Konten kann euch helfen, gemeinsame Rechnungen zu bezahlen und Sparziele zu erreichen, ohne ALLES miteinander zu teilen.

„Wir sind seit fast 10 Jahren zusammen. Wir haben ein gemeinsames Konto, auf das unsere Gehälter eingezahlt werden. Jeden Monat bezahlen wir davon unsere Rechnungen, unsere Hypothek, Einkäufe und so weiter (wir achten darauf, dass immer etwas Geld auf diesem Konto bleibt.) Nachdem alles bezahlt wurde, überweisen wir Geld auf unser Sparkonto, den College-Fonds unserer Tochter und ein bisschen was auf unsere persönlichen Konten. So machen wir es seit Jahren und für uns funktioniert es einfach super!“

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„Wir sind jetzt seit fünf Jahren zusammen. Über Geld haben wir in dieser Zeit noch nie gestritten. Für unsere persönlichen Ausgaben wie Geschenke - man will ja nichts verraten - oder ähnliches haben wir separate Konten. (Ich kaufe sehr viele Kindle Bücher und mein Partner soll mich nicht dafür verurteilen 😂.) Außerdem haben wir noch ein gemeinsames Konto. Wenn außerplanmäßigen Ausgaben anfallen, reden wir immer erst darüber.“

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10. Wenn einer von euch lieber spart und der*die andere lieber Geld ausgibt, funktionieren getrennte Konten vielleicht besser für euch.

„Mein Mann und ich sind in unseren 30ern und seit fast zwei Jahren verheiratet. Wir haben jeweils ein eigenes Konto und ein gemeinsames, mit dem wir all unsere Rechnungen begleichen. Mein Mann spielt lieber mit Geld, statt es zu sparen, während ich es lieber für größere Anschaffungen beiseite lege. Würde ich auf sein persönliches Konto gucken, bekäme ich wahrscheinlich einen Herzinfarkt. Durch das gemeinsame Konto weiß ich wenigstens, dass die Rechnungen bezahlt sind. Was er sonst noch so macht ist sein Problem. Lol.“

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11. Die Art, wie ihr mit euren Finanzen umgeht, kann sich durch andere Umstände im Verlauf eurer Beziehung ändern. Zum Beispiel, wenn einer von euch studiert.

„Ich habe letztes Jahr meinen Abschluss gemacht. Während der sechs Monate in denen ich einen Job gesucht habe, hat er mich bei sich wohnen lassen, ohne, dass ich etwas dafür zahlen musste. Jetzt habe ich eine Vollzeitstelle und bezahle die Miete und Rechnungen, während er seinen PhD macht. Seit Kurzem arbeitet er auch als Tutor und bezahlt Rechnungen, wenn er kann. Sobald wir beide einen festen Job haben und uns über unsere nächsten Karriereschritte im Klaren sind, eröffnen wir ein gemeinsames Konto. Das ist noch effizienter.

Wir sind uns darüber einig, dass unser Geld immer noch uns gehört, auch wenn wir ein gemeinsames Konto führen. Jeder kann kaufen, was er oder sie will - egal ob einen Kaffe, Klamotten oder Videospiele. Außerdem sind wir beide sparsam beim Einkaufen und wollen den Planeten schützen, was eigentlich immer bedeutet, dass man Geld spart!“

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12. Beide Partner sollten in finanzielle Entscheidungsprozesse einbezogen werden - auch wenn nur einer von euch arbeitet (z.B. wenn jemand zu Hause beim Kind bleibt).

„Mein Mann verdient im Moment alleine unseren Unterhalt, weil ich als Mutter zu Hause bleibe. Aber jede Woche, wenn mein Mann sein Gehalt kriegt, überweist er - abgesehen von dem Geld für den Bus und kleinere Ausgaben - das ganze Geld auf mein Konto. Ich bezahle davon die Rechnungen, kaufe ein, etc.“

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13. Mit einem gemeinsamen Budget stellt ihr sicher, dass ihr euch in Finanzfragen einig seid.

„Mein Mann und ich haben uns noch nie über Geld gestritten und ich bin wirklich froh darüber. Wir teilen uns ein Konto, weil ich einfach das Gefühl habe, dass es so einfacher für uns ist. Da wir verheiratet sind, sehen wir es als UNSER Geld. Ein Plus ist zudem, dass man kein schlechtes Gewissen mehr haben muss, wenn man sich Geld vom anderen leiht. Wir nutzen außerdem eine App, um unser Budget zu planen.“

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14. Helft einander wenn nötig und nutzt eure Stärken! Wenn ein*r von euch sich mit Investitionen auskennt, kann er oder sie zum Beispiel diesen Teil übernehmen.

„Wir sind seit 25 Jahren zusammen, leben 18 Jahre davon gemeinsam und sind seit 12 Jahren verheiratet. Wir haben nie an ein gemeinsames Konto gedacht. Er hat schon immer mehr verdient als ich. Wir haben uns darauf geeinigt, dass wir die Rechnungen so aufteilen, dass es gerecht für uns beide ist. Er bezahlt die Kfz-Versicherung, Wasser- und Stromrechnung sowie das Telefon. Ich bezahle dagegen Internet und unsere Hypothek. Wenn sich an einem Rechnungsbetrag etwas ändert, ändern wir etwas an diesem System. Es ist sehr selten, dass wir uns gegenseitig Geld überweisen. Und was auch immer nach dem Bezahlen der Rechnungen auf unseren Konten bleibt, interessiert den*die andere nicht weiter.

Die einzige Ausnahme sind unsere Investitionen. Ich kümmere mich um unser Rentenkonto und manchmal bitte ich ihn, mir überschüssiges Geld zu schicken, damit ich es investieren kann. Würde ich das nicht machen, würde er mehr durch die Inflation verlieren, anstatt das Ersparte wachsen zu lassen.“

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15. Über eure Ziele zu sprechen und einen Finanzplan aufzustellen, kann euch sogar näher zusammenbringen.

„Wir sind seit vier Jahren zusammen und leben drei davon in einer gemeinsamen Wohnung. Wir haben ein gemeinsames Konto und bezahlen davon alles zu gleichen Teilen. Das ist super einfach. Wir haben außerdem mal ausführlich über unsere Zukunft und Finanzen gesprochen, was klasse war. In dem Gespräch ging es um unsere Ziele, Gewohnheiten und die Planung unserer gemeinsamen Inventionen und Rente. Auch wenn Geld eine komplizierte Sache ist, war es super zu sehen, dass wir gemeinsam damit umgehen können 💪.“

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16. Und schließlich: Es gibt keinen richtigen oder falschen Weg, in einer Beziehung mit Geld umzugehen. Der beste Weg ist einfach das zu tun, was für dich und deine*n Partner*in funktioniert.

„Es gibt keinen ,richtigen‘ Weg, diese Dinge anzugehen. Mach das, was für dich und deine*n Partner*in am besten ist (und lass dir von niemanden etwas anderes einreden.) Ganz persönlich, wäre es mir - zumindest in einer Ehe - zu anstrengend, getrennte Konten zu haben. Ich müsste mir dann immer merken, was er wann bezahlt hat, damit ich es das nächste Mal ausgleichen kann. Aber das geht nur mir so. Ich kenne ein Paar, dass es so handhabt und es funktioniert super für sie. Solange ihr euch über eure Finanzen einig und im Plus seid, macht was für euch am besten ist.“

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Einige Antworten wurden gekürzt und/oder der besseren Verständlichkeit halber bearbeitet.

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Rubriklistenbild: © IMAGO / Shotshop & IMAGO / HEX

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