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„Ich wurde angefahren“ und 24 weitere Wege, wie Millennials Hausbesitzer:innen geworden sind

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Spoiler-Alarm: Avocado-Toast hat nichts damit zu tun.

Letztens habe ich alle Millennials der BuzzFeed US-Community, die ein eigenes Zuhause besitzen, gefragt, wie sie das gemacht haben und habe so viele interessante Antworten erhalten, dass ich sie nicht alle in dieser Woche lesen konnte.

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Es gab über 700 Einsendungen in einem anonymen Google-Formular, zusätzlich zu Dutzenden von öffentlichen Kommentaren auf der Website. Alle Geschichten sind wirklich interessant und sie zeigen, wie anders die Erfahrungen der Millennials beim Hauskauf sind, verglichen mit der Zeit, als die Boomer in unserem Alter waren. 
Ich denke, dass es wirklich wichtig ist, diese Geschichten zu teilen – und nicht so „wenn sie es geschafft haben, kannst du es auch“ mäßig. Schließlich sind die Situationen und Bedürfnisse jedes Menschen anders, daher wäre es ziemlich unangebracht und seltsam, sowas ernst zu meinen. 

Das Tolle an diesen Geschichten ist vielmehr, wie sie entmystifizieren, was heutzutage zum Kauf eines Hauses gehört. Wenn du dieses nervig perfekte Paar in den sozialen Medien siehst, das ihre großartige neue Wohnung zeigt, siehst du nicht das Familienerbe und/oder die Jahre harter Arbeit und Sparen, die sie dorthin gebracht haben. Du weißt nicht, wie viele Schulden sie haben, ihre persönlichen Kämpfe oder all die Privilegien, die sie vielleicht genießen. Aber durch die folgenden Geschichten kannst du ein wenig hinter die Kulissen blicken und sehen, wie Menschen wirklich ihren Traum vom Eigenheim verwirklicht haben.

Hier sind also Geschichten von Millennials, die erzählen, wie sie Hauseigentümer:innen geworden sind:

1. „Ich habe ein Mobilheim gekauft. Sie werden für 40.000 bis 60.000 US-Dollar verkauft.“

„Ich zahle 400 US-Dollar im Monat an Grundstücksmiete.“ Die Nebenkosten sind niedrig und es ist groß genug für eine Person und einen Job. Die Leute neigen dazu mich auszulachen, dass ich in einer Wohnwagensiedlung wohne. Aber ich bin 27 und keiner meiner Freunde besitzt ein Haus. Und wenn ich es verkaufe, habe ich bereits eine große Anzahlung für etwas Größeres.“

—Anonym

Ein einzelnes Mobile Home.
Ziemlich schlau finde ich. © IMAGO / agefotostock.

2. „Ich wurde von einem Lastwagen angefahren.“

„Er gehörte einer großen Reederei. Ich war im April 2020 auf dem Weg zur Arbeit und auf der großen Autobahn durch meine Stadt wurde gebaut. Der Verkehr kam zum Erliegen, aber der LKW tat es nicht und traf mich mit voller Geschwindigkeit.

Glücklicherweise habe ich es mit kleineren Schnitten, schweren Blutergüssen und einer Gehirnerschütterung überstanden. Ich reichte eine Klage ein und gewann weniger als ich gehofft hatte, aber es war genug, um eine Anzahlung für ein Haus mit einer Hypothek zu decken. Ich mache mit meinen Freunden immer noch Witze darüber, dass es das Beste war, von einem Lastwagen angefahren zu werden, weil ich sonst unmöglich die Anzahlung hätte leisten können. Jetzt lebe ich den Millennials-Traum.“

-Anonym

3. „Kurz bevor die Pandemie begann, schickte der Freund meines Mannes ihm einen Facebook-Beitrag für eine Stellenausschreibung bei einem Fährunternehmen, etwa eine Stunde von uns entfernt. Der Deal lautete jedoch ‚Leben an Bord‘, aber die Miete wurde erlassen.“

„Obwohl der Job schlechter bezahlt wurde, nahmen wir ihn an, weil wir in einer winzigen Wohnung lebten und 1800 Dollar pro Monat zahlten, also könnten wir genauso gut in einer winzigen Wohnung leben und nichts bezahlen. Wir sind umgezogen, kurz bevor alles geschlossen wurde.

Die alte Firma meines Mannes wurde komplett geschlossen, also wäre er arbeitslos gewesen, wenn wir die Gelegenheit nicht genutzt hätten. Er musste auch außer Haus arbeiten, damit wir uns nicht gegenseitig auf die Nerven gingen. Etwa im August oder September desselben Jahres wollte mein Mann kündigen, was bedeutete, dass wir umziehen mussten. Zu diesem Zeitpunkt hatten wir genug für eine Anzahlung für ein Haus gespart.

Wir riefen unseren Immobilienmakler an und sahen uns fünf Häuser an einem Tag an. Das Haus, in das wir uns verliebt hatten, war seit über 70 Tagen auf dem Markt, und der Preis war bereits um 25.000 Dollar gesenkt worden (super selten, da der Immobilienmarkt damals wirklich zu boomen begann). Wir haben ein Angebot abgegeben und es wurde am nächsten Tag angenommen. Sie waren sogar einverstanden, die Abschlusskosten zu übernehmen! 

Wir konnten das Haus mit meinem Einkommen und einem Kredit kaufen, und zogen im Oktober um. Es war ein turbulentes Jahr, aber ich denke, es ist eine Lektion darin, „Ja“ zu sagen, selbst wenn die Gelegenheit verrückt klingt. Hätten wir nicht Ja zu dieser Position als Fährbetreiber gesagt, hätten wir nie die Gelegenheit gehabt, unser Haus zu kaufen. Dieser Job war ein großer Segen und ich bin jeden Tag dankbar dafür.“

-Anonym

4. „Als mein Mann und ich uns 2011 kennenlernten, waren wir pleite und ich hatte ein Studiendarlehen.“

„Ich traf eine Immobilienmaklerin, als ich sie in einem Restaurant bediente. Sie erzählte mir von dem USDA -Baudarlehensprogramm. Damals brauchte man nur 1.000 Dollar.“

Eine weibliche Kellnerin schenkt Wein in Gläser ein.
Zufälle gibt es. © IMAGO / Addictive Stock

„Das war unsere Anzahlung für eine größere Wohnung. Wir hatten eine gute Kreditwürdigkeit, qualifizierten uns und kauften unser erstes Haus. Sie ist immer noch unsere Freundin und ich bin für immer dankbar, dass ich sie an diesem Tag bei der Arbeit bedient habe. Wir hätten heute niemals ein Zuhause, wenn da nicht dieses Programm gewesen wäre.“

-Anonym

5. „Nach dem College habe ich so viele Jobs wie möglich angenommen und zu Hause gewohnt, um mein Geld zu sparen.“

„Als ich mehr verdient habe, habe ich meine Ausgabengewohnheiten kaum geändert: Ich habe zu Hause gekocht, bin kaum ausgegangen und habe nur am Wochenende Kaffee geholt. Ich hatte eine Kreditkarte, die ich immer ein wenig belastet und jeden Monat abgezahlt habe, und so meinen Kredit aufgebaut habe. Sobald ich meine Anzahlung geleistet hatte, kaufte ich mir eine anständige Eigentumswohnung und lebte dann vier weitere Jahre mit Mitbewohner:innen zusammen.“

„Schaue dir deine Ausgaben genau an und kürze wo irgend möglich, um effektiv zu sparen. Du musst dazu bereit sein, in einer Einsteigereigentumswohnung oder einem Haus in einem weniger guten Stadtteil zu leben und dich hochzuarbeiten. Suche dir eine Wohnung mit zwei Schlafzimmern und senke Kosten, indem du die Rechnungen mit deinen Mitbewohner:innen teilst. Es ist schwer, aber möglich, wenn du bedenkst, dass ein Kauf nicht bedeutet, dass du diese Wohnung für immer hast. Sei auch bereit zu lernen, wie du Dinge selbst reparieren kannst. Mit YouTube kannst du die meisten Probleme selbst beheben und so eine Menge Geld sparen.“

—Anonym

6. „Ich habe eine Zwillingsschwester, die vor ein paar Jahren einen Autounfall hatte.“

„Sie erhielt eine Abfindung, und nur so konnten wir ein Haus kaufen. Wir haben uns auch für ein USDA-Darlehen qualifiziert, für das keine Anzahlung erforderlich ist. Aber auch ohne Anzahlung hat das Haus ein paar Tausend Euro gekostet.“

—Anonym

7. „Mein Mann und ich haben in San Diego gelebt, wo wir als Lehrerin und Schankwirt bei einer Brauerei tätig waren.“

„Wir haben unsere Berufe geliebt, wussten aber, dass wir auf dem wilden Wohnungsmarkt in San Diego niemals Wohneigentum erwerben könnten. Also recherchierten wir in kleineren Städten, die Häuser zu bieten hatten, die uns gefallen haben (Wandern, Camping, Bier, Restaurants), und entschieden uns für Spokane, Washington.“

Ein Pärchen das in einer leeren Wohnung etwas ausmisst.
Stelle ich mir sehr spannend vor! © IMAGO / YAY Images

„Während der Pandemie haben wir einen Haufen Geld für die Abschlusskosten/Gebühren gespart, haben an der Verbesserung unserer Kreditwürdigkeit gearbeitet und haben schließlich ein Darlehen für die Anzahlung und ein FHA-Darlehen aufgenommen. Wir haben in einer aufstrebenden Gegend für 280.000 Dollar ein Haus gekauft. Es war ein großes Opfer, unser Leben umzukrempeln, aber letztendlich sind wir glücklich, ein Haus zu besitzen und an einem ziemlich coolen Ort mit unseren Karrieren zu leben.“

—Anonym

8. „Als ich mit meinem Studium fertig war, haben meine Eltern mich bei sich einziehen lassen, ich musste nur wenig Miete zahlen.“

„Ich arbeitete ein Jahr lang in zwei Jobs mit insgesamt 80 Stunden pro Woche. Das war meine Anzahlung für ein Haus im folgenden Jahr. Jetzt beträgt meine Hypothek die HÄLFTE dessen, was die meisten meiner Freunde an Miete zahlen.“

—Anonym

9. „Meine Familie (mein Mann, zwei kleine Töchter und ich) sind vor neun Jahren aus Brasilien in die USA gekommen.“

„Obwohl mein Mann einen relativ gut bezahlten Job in der Technologiebranche hat, dachten wir, dass wir nie in der Lage sein würden, ein Haus zu kaufen. Wir hatten Kreditkartenschulden, die Kosten für die Kinder und die Anforderungen, die an uns als Einwanderer:innen gestellt werden (Reisen, um unsere Familien zu besuchen, unsere Eltern finanziell zu unterstützen usw.)

Unser Glücksfall war eine fast einjährige freiberufliche Tätigkeit, die meinem Mann im Jahr 2020 angeboten wurde. Aufgrund der Pandemie und der Arbeit von zu Hause aus konnte er auch diese Arbeit annehmen. Er hat oft rund um die Uhr zwischen seinem regulären Job und der freiberuflichen Tätigkeit gearbeitet, aber es hat sich gelohnt. Wir haben Kreditkartenschulden abgezahlt und begonnen, über einen Hauskauf nachzudenken. Es schien weit hergeholt und überfordernd, aber in Gesprächen mit Arbeitskolleg:innen (die wie wir ebenfalls Einwanderer:innen waren) erhielt mein Mann wertvolle Tipps und Kontakte, die uns geholfen haben, diesen Prozess in Gang zu bringen.

Als wir dann mit der Sache anfingen, uns mit potenziellen Kreditgeber:innen in Verbindung zu setzen und uns zu erkunden, wie das Ganze aussehen könnte, hatten wir das Gefühl, dass die Dinge sogar schneller gingen, als gedacht. Wir zahlen immer noch viele Zinsen, da unsere Anzahlung nicht so hoch war, wie sie hätte sein sollen, aber das ist es absolut wert. Ich bin mir darüber im Klaren, dass wir großes Glück hatten, dass wir die Möglichkeit hatten, ein zusätzliches Einkommen zu erzielen. Die Tatsache, dass mein Mann über ein gesundes Netzwerk von Kontakten verfügt und in einer Branche arbeitet, die Raum für Freiberuflichkeit bietet, war für uns absolut entscheidend, um ein Haus kaufen zu können.“

—Anonym

10. „Meine alleinerziehende Mutter hat ein Grundstück gekauft und ein Haus auf meinen Namen gebaut.“

„Ich bin also rechtmäßiger Eigentümer sowohl des Grundstücks als auch des Hauses. Sie hat ihr Traumhaus gebaut, in dem sie leben wird, bis sie irgendwo in den Tropen in Rente geht. Danach kann ich es entweder an jemanden vermieten oder es selbst bewohnen. Im Grunde hat sie nur einmal für das Traumhaus meiner Mutter und mein zukünftiges Zuhause bezahlt. Ich studiere derzeit im Ausland.“

Foto eines glücklichen Pärchens, das auf einer Baustelle einen Grundriss in der Hand hält.
Sie lebt den Traum. © IMAGO / YAY Images

—Anonym

11. „Indem ich einen privilegierten Mann geheiratet habe.“

„Mit 26, vor einigen Jahren, fand ich mich geschieden und mit meinem ersten Kind schwanger wieder. Mein Ex-Mann ist verschwunden und ich machte mich daran, mich um mein schwangeres Ich zu kümmern und nur genug Geld zu haben, um nicht zu verhungern. Nach mehreren Beinahe-Fällen in die Obdachlosigkeit, habe ich einen Mann getroffen. Ich habe diesen Mann geheiratet.

Wie hat er es sich also leisten können, ein Haus zu kaufen? Ganz Einfach. Er war absolut privilegiert. Seine Eltern bezahlten seine gesamte Bildungslaufbahn, im Gegensatz zu mir (ich werde Studiendarlehen bezahlen, bis ich sterbe). Er erhielt eine Anzahlung für sein erstes Haus in Seattle und verkaufte dieses vier Jahre später mit einem Gewinn von 130.000 Dollar. Eltern mit Geld erleichtern einem extrem viel im Leben. Ich wusste nie, wie arm ich war, bis ich seine Familie traf.“

-Anonym

12. „Mein Verlobter und ich haben im vergangenen Sommer unser erstes Haus gekauft.“

„Wir verdienen beide gutes Geld, aber ohne ein großzügiges Geschenk seines Großvaters hätten wir uns das Haus nicht leisten können. Wir sind beide unter 30 und die Leute waren immer überrascht, uns bei Hausbesichtigungen zu sehen. Der Mann, bei dem wir letztendlich gekauft haben, fragte, ob wir ‚YouTube oder so etwas‘ machen. Das war, glaube ich, seine Art zu fragen, wo wir das Geld herhaben.“

—Anonym

13. „Zu Beginn der Pandemie zog ich wieder bei meinen Eltern ein.“

„Mein Mietvertrag lief ein paar Monate später aus und ich ging nicht viel aus, sodass ich etwas Geld ansparen konnte. Ich hatte auch das Glück, dass mein Büro ein Wohnungskaufprogramm und eine Rechtsschutzversicherung angeboten hatte, an denen ich teilgenommen habe.“

Eine Mutter mit Kind und Großvater die ein Selfie macht.
Würdet ihr wieder zu euren Eltern ziehen? © IMAGO / YAY Images

„Ich habe die Abschlusskosten zurückerstattet bekommen, und auch meine Anwaltskosten und die Hausversicherung wurden übernommen. Hätte ich nicht anderthalb Jahre bei meinen Eltern gewohnt und wäre ich nicht in den Genuss der Eigenheimzulage meiner Firma gekommen, hätte ich mich wohl nicht so entschieden.

Bei den derzeitigen Mietsteigerungen werden wir bis Januar 2023 die Gewinnzone erreichen, und dann wird es billiger sein, eine eigene Wohnung zu besitzen als zu mieten. Mein Partner und ich sind in einer kleinen Eigentumswohnung gelandet. Aber sie passt gut zu uns und zu unserer momentanen Lebenssituation.“

—Anonym

14. „Ich hatte das Privileg und das Glück, keinen Studienkredit aufnehmen zu müssen, um das College zu besuchen, und ich habe nach meinem Abschluss einen sehr gut bezahlten Job gefunden.“

„Außerdem habe ich zwei Jahre lang mietfrei bei meinen Eltern gewohnt, sodass ich das nötige Geld für eine Anzahlung ansparen konnte. Aber selbst dann konnte ich mir nur eine Wohnung und kein Haus leisten. Ich liebe es, Hausbesitzer zu sein, aber ich hätte es nicht geschafft, dorthin zu kommen, wo ich jetzt bin, ohne ein immenses Maß an Privilegien und Unterstützung.

Ich wünschte, es wäre genug zu sagen, dass harte Arbeit alles ist, was Millennials brauchen, um ein Haus zu besitzen. Aber angesichts der Inflation und der lächerlichen Marktlage geht es wirklich mehr um die Unterstützung, die einem die Eltern geben können, als darum, wie viel Geld man verdient oder wie viel man arbeitet.“

—Anonym

15. „Mein Mann und ich arbeiteten beide in schlecht bezahlten Jobs, lebten aber in einer erschwinglichen Stadt und hielten unsere Ausgaben mithilfe der ‚You Need A Budget‘-App fest im Griff.“

„Wir haben vier Jahre lang fast die Hälfte unseres Einkommens pro Gehaltsscheck gespart und das Geld dann als Anzahlung für ein erstes Haus verwendet. Es war hilfreich, dass keiner von uns Studienkredite hatte, da wir eine Kombination aus Stipendien, Beihilfen und Arbeit in der Schule hatten. Jetzt hat sich der Wert unseres Hauses fast verdoppelt, und wir sind dabei, unser Traumhaus zu bauen. Es war nicht einfach, und es gab Zeiten, in denen wir im Grunde nur Bohnen und Reis gegessen haben, aber das war es absolut wert.“

—Anonym

16. „Ich bin Anfang 30 und habe vor zwei Jahren mein erstes Haus gekauft.“

„Ich konnte das, weil ich meine langjährige Partnerin (auch ein Millennial) geheiratet habe und sie Geld von der Lebensversicherung und den Investmentkonten ihres Vaters geerbt hatte. Er ist gestorben, als sie in der Mittelschule war. Dieses Geld ist im Laufe der Jahre gewachsen und wurde nicht angerührt, bis sie 18 wurde. Es ist genug, dass wir beide zusammen in einer 900 Quadratmeter großen Wohnung in einer Stadt leben können, die wir lieben, und in Jobs mit mittlerem Einkommen arbeiten.

Ohne das Erbe meiner Partnerin wäre ich noch etwa fünf Jahre von meinem ersten Haus entfernt. Ich habe das große Glück, eine Partnerin zu haben, die so großzügig ist und alles mit mir teilt - die unser Haus wirklich als ‚unseres‘ ansieht und mir immer wieder versichert, dass wir ein stabiles finanzielles Sicherheitsnetz haben (ich bin in einem finanziell instabilen Elternhaus aufgewachsen). Gleichzeitig bin ich aber auch traurig, weil es mir das Herz bricht, wenn ich sehe, wie meine Partnerin immer noch mit dem Verlust eines Elternteils zu kämpfen hat.“

—Anonym

17. „Ich wurde zweimal von einem Muldenkipper angefahren und habe mir den Hals verrenkt.“

„Ich habe Klage eingereicht und eine anständige Abfindung bekommen. Hätte ich nicht das Geld für die Anzahlung gehabt, hätte ich keinen Kredit bekommen. Mit 25 habe ich mein erstes Haus gekauft, aber ich habe viele chronische Schmerzen.“

—Anonym

18. „Mein Freund und ich wollten zusammenziehen. Jeder von uns hatte seine eigene Wohnung, also beschlossen wir, ein Haus zu kaufen.“

„Alles, was wir tun mussten, war, die Anzahlung zu leisten. Also begannen wir zu handeln. Wir haben auf NextDoor oder in Secondhandläden kostenlose oder wirklich billige Gegenstände gefunden, sie gesäubert, gestrichen, neu gepolstert oder manchmal auch einfach nur schöne Fotos davon gemacht und sie auf Facebook Marketplace verkauft.

„Manchmal bekamen wir nur 10 Dollar, aber wir machten weiter, bis wir in sechs Monaten mehr als 5000 Dollar gespart hatten. Außerdem erhielt ich von meiner Schule Unterstützung bei der Rückzahlung von Studiendarlehen (weitere 5000 Dollar), und zusammen mit einigen zusätzlichen Ersparnissen (vor allem, weil wir sehr sparsam lebten - wir haben in dieser Zeit keinen Alkohol getrunken, um Geld zu sparen) reichte das aus, um uns ein Haus für 390 000 Dollar zu kaufen!“

—Anonym

19. „Ich bin 33 und habe gerade mein erstes Haus mit meinem Mann gekauft.“

„Ich habe mehrere Jahre lang gespart, fühlte mich aber bis jetzt nicht wohl dabei, ein Haus zu kaufen, weil ich aus beruflichen Gründen ständig umgezogen bin. Ich bin jetzt seit ein paar Jahren in meinem jetzigen Job und habe mich endlich sicher gefühlt, dass ich bleiben und Wurzeln schlagen möchte.“

Eine Frau packt Geschirr aus einem Karton in eine leere Küche in ihrem neuen Apartment aus.
Gut, dass ich im Home-Office arbeite! © IMAGO / Addictive Stock

„Sechs Monate nachdem ich hier eingezogen bin, habe ich meinen jetzigen Ehemann kennengelernt, und wir konnten unsere Ersparnisse für ein Haus im Wert von 600 000 Dollar zusammenlegen. Wir leben in einer sehr gefragten Gegend, und ich glaube nicht, dass wir es uns hätten leisten können, hier etwas zu kaufen, ohne Kinder und zwei Einkommen zu haben. Unser Haus war mit 550.000 Dollar gelistet. Wir boten 600.000 Dollar mit voller Bewertungslücke und kostenloser Rückmiete für 60 Tage. Es gab sieben Angebote für das Haus. Die volle Bewertungslücke und die kostenlose Rückmiete waren es, die dazu führten, dass unser Angebot angenommen wurde.

Wir hatten keine finanzielle Hilfe von unseren Eltern oder anderen Familienmitgliedern und haben alles selbst bezahlt. Mit Hochschulabschluss, den wir beide haben, verdienen wir etwa 110.000 Dollar pro Jahr. Wir haben keine Schulden für Studiendarlehen, weil unsere Abschlüsse über Vollstipendien finanziert wurden. Statt für eine Hochzeit zu sparen, haben wir unsere gesamten Ersparnisse in das Haus gesteckt. Wir erwarten nicht, dass unsere Familien Geld für eine Hochzeit beisteuern. Insgesamt bin ich sehr glücklich, einen Partner gefunden zu haben, der dieselben finanziellen Werte teilt wie ich. Angesichts der Inflation und der hohen Nachfrage nach Häusern bin ich mir nicht sicher, ob ich das Haus allein hätte kaufen können.“

—Anonym

20. „Mein Partner und ich sind Ende zwanzig. Ich habe mein ganzes Erwachsenenleben lang für eine Anzahlung gespart.“

„Wir hatten keine Schulden. Wir verdienen gutes Geld. Wir mussten ein Haus mit unserem Freund kaufen, der in einer separaten Wohnung im Keller lebt, während wir im Obergeschoss wohnen. Selbst wenn wir uns die Hypothek zu dritt teilen, ist es immer noch super teuer.“

—Anonym

21. „Mein Mann und ich heirateten jung, mit 21, und haben die nächsten zehn Jahre in Studios oder kleine Einzimmerwohnungen gelebt.“

„Wir haben uns ein Auto geteilt und in mehreren Jobs gearbeitet, wenn wir konnten. Das war wirklich hart und ich kann es nicht empfehlen, aber es war die einzige Möglichkeit, wie wir uns eine Anzahlung leisten konnten. Kurz vor der Corona-Krise hatten wir Glück und fanden eine renovierungsbedürftige Wohnung in unserer Preisklasse.

Seitdem renovieren wir selbst mithilfe von YouTube-Videos. Manchmal bin ich mir nicht sicher, ob es den Stress wert war, 60 und mehr Stunden pro Woche zu arbeiten. Es war echt eine Belastung, die bei mir chronische Gesundheitsprobleme hinterlassen hat.“

—Anonym

22. „Ich habe fast ein Jahrzehnt nach meinem College-Abschluss während der Großen Rezession gespart, um ein Haus zu kaufen.“

„Ich arbeite im öffentlichen Dienst und habe anfangs, in einer Stadt mit hohen Lebenshaltungskosten, um die 30.000 Dollar verdient, bevor ich in ein Gebiet mit niedrigeren Lebenshaltungskosten in der Peripherie gezogen bin und sich mein Gehalt auf 80.000 Dollar mehr als verdoppelte. Ich habe langsame, aber gute Fortschritte gemacht, bis meine Ersparnisse durch die vielen Überstunden, die ich während der Pandemie im öffentlichen Gesundheitswesen gemacht habe, stark gestiegen sind.“

Ein Pärchen beim Malen der Wände in einem leeren Zimmer.
Kann man einen Studiengang für Häsuerkauf anbieten bitte? © IMAGO / YAY Images

„Ich habe etwa zwölf Häuser besichtigt und Angebote für vier davon abgegeben, bevor ich letztes Jahr endlich ein Angebot für ein Stadthaus für 35.000 Dollar über dem Preis und 5 Prozent Anzahlung erhielt. Ich habe mich gegen acht andere Bieter:innen durchgesetzt! Ich musste mir zwar einen kleinen Betrag von meinen Eltern leihen, um unvorhersehbare Probleme zu lösen, aber ich habe sie jetzt schon zurückgezahlt. Es ist nicht das Einfamilienhaus, das ich mir gewünscht habe, aber ansonsten erfüllt es fast alle Kriterien.

Zum Vergleich: Ich bin eine alleinstehende Frau in den 30ern, und alles, worauf ich geboten habe, lag 15.000 bis 35.000 Dollar über dem Angebotspreis, und ich wurde trotzdem immer wieder überboten.“

—Anonym

23. „Wir haben ein Renovierungsdarlehen anstelle einer herkömmlichen Hypothek aufgenommen, sodass wir statt 20 Prozent nur 3 Prozent des Kaufpreises anzahlen mussten.“

„Wir haben ein altes Haus gekauft, das renovierungsbedürftig war und schon seit fast einem Jahr auf dem Markt stand. Da der Kaufpreis niedrig war (wegen der erforderlichen Arbeiten), mussten wir nicht viel im Voraus bezahlen. Die Renovierungskosten wurden dann in die Hypothek aufgenommen.

Durch die Renovierung haben wir den Wert des Hauses so sehr gesteigert, dass wir am Ende über 20 Prozent Eigenkapital im Haus hatten und die private Hypothekenversicherung loswerden konnten! Ich bin mir nicht sicher, ob wir einfach nur Glück hatten oder so, aber alles hat sich zum Guten gewandt.“

—Anonym

24. „Ich habe Anfang 2020 ein Zweifamilienhaus gekauft, kurz bevor der Markt in die Höhe schoss, also hatte ich wirklich Glück.“

„Ich habe ein Darlehen bekommen, bei dem man nur 3,5 Prozent anzahlen muss, und ich habe ausgehandelt, dass der Verkäufer die Abschlusskosten übernimmt, so dass meine Anschaffungskosten nur etwa 10.000 Dollar betrugen (ich wohne in einer Stadt mit niedrigen Lebenshaltungskosten). Ich bewohne eine Seite des Doppelhauses und vermiete die andere Seite, womit ich den Großteil meiner Hypothek abbezahlen kann.“

—Anonym

25. Und schließlich: „Nur durch harte Arbeit. Angefangen habe ich als Kellner in einer kleinen Brauerei.“

„Ich bin dort seit neun Jahren und jetzt bin ich der General Manager. Als ich Anfang/Mitte 20 war, habe ich alles gespart, was nach dem Bezahlen der Rechnungen übrig blieb. Nachdem ich mir ein Auto gekauft und den Kredit abbezahlt hatte, baute ich meinen Kredit auf. So konnte ich mich noch vor der Pandemie für ein Erstwohnungs-Kaufprogramm bewerben.“

Ein Mann sitzt lächelnd an seinem Laptop in einer Wohnung in der nur Umzugskartons stehen.
Ich finde sich hocharbeiten so cool. © IMAGO / Cavan Images

„Harte Arbeit zahlt sich aus und Leute wie ich, denen nie etwas geschenkt wurde, müssen einfach an sich selbst glauben. Jetzt, mit 29 Jahren, besitze ich seit über zwei Jahren mein Haus und mein Auto. Derzeit arbeite ich daran, die Brauerei, für die ich arbeite, zu kaufen. Es ist definitiv möglich, du musst nur bereit sein, zu arbeiten.“

—Anonym

Wenn du auch davon überzeugt bist, dass wir es als Millennial schwerer haben, als die Boomer, dann sieh dir doch mal diese Ansagen an, die Millennials den Boomern gern machen würden.


Hinweis: Die Beiträge wurden aus Gründen der Länge und Klarheit überarbeitet.

Dieser Post wurde übersetzt von einem Post von Meghan Liscomb.

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