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Herr der Ringe - Von Hobbits und Mittelerde

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Elijah Wood als Frodo Beutlin in „Herr der Ringe“
Elijah Wood als Frodo Beutlin in „Herr der Ringe“ © Warner Bros/Courtesy Everett Collection/ IMAGO

Die Filmtrilogie „Der Herr der Ringe“ basiert auf den Fantasy-Büchern von J. R. R. Tolkien. Im Mittelpunkt steht der Kampf gegen den dunklen Herrscher Sauron.

„Der Herr der Ringe“ ist die Filmtrilogie des neuseeländischen Regisseurs Peter Jackson, die auf den gleichnamigen Fantasy-Romanen von J. R. R. Tolkien basiert. Der erste Teil „Der Herr der Ringe: Die Gefährten“ erschien 2001, es folgten „Der Herr der Ringe: Die zwei Türme“ (2002) und „Der Herr der Ringe: Die Rückkehr des Königs“ (2003). Insgesamt wurde die Trilogie 30-mal für einen Oscar nominiert und konnte davon 17 gewinnen.

„Der Herr der Ringe“: Darum geht es in der Fantasy-Reihe

Die Handlung von „Der Herr der Ringe“ findet auf dem Kontinent Mittelerde in der fiktiven Welt Arda statt, die neben Menschen unter anderem auch von Elben, Hobbits, Zwergen, Orks und Trollen bevölkert wird. Der junge Hobbit Frodo Beutlin erbt von seinem Onkel Bilbo einen geheimnisvollen Ring, der sich als Werk des dunklen Herrschers Sauron erweist. Mithilfe des Einen Rings will Sauron die Macht in Mittelerde ergreifen und die dort lebenden Völker unterwerfen. Zusammen mit seinen treuen Hobbit-Gefährten Sam, Pippin und Merry begibt sich Frodo auf die ungeheuerliche Mission, den Ring ein für alle Mal zu zerstören. Doch dafür muss er ins weit entfernte Land Saurons reisen, denn nur im Schicksalsberg kann der Ring vernichtet werden. Hilfe bekommen die vier Hobbits unter anderem vom weisen Zauberer Gandalf und dem Königserben Aragorn.

Die Romanvorlage von J. R. R. Tolkien

„Der Herr der Ringe“ gilt heute als Klassiker der Fantasy-Literatur. 1954 erblickte das Werk des britischen Universitäts-Professors John Ronald Reuel Tolkien erstmals das Licht der Welt. Unter dem englischen Original-Titel „The Lord of the Rings“ wurden innerhalb von zwei Jahren drei Bände über den Machtkampf in Mittelerde veröffentlicht. Insgesamt hatte Tolkien über zehn Jahre lang an dem Epos gearbeitet. Der Autor schrieb weit mehr als einen Abenteuerroman und konstruierte mit Mittelerde eine Welt mit komplizierter Geschichte und diversen Sprachen. Sein Werk ist an die nordischen und griechischen Mythologien sowie an mittelalterliche Heldensagen angelehnt.

Mit dem gewaltigen Erfolg von „Der Herr der Ringe“ hätten jedoch weder Tolkien selbst noch die Verleger gerechnet: Die Erstauflage lag bei lediglich 3500 Exemplaren. Vor allem in den 1960er Jahren wurde die Reihe dann immer beliebter. Mittlerweile wurde sie über 150 Millionen Mal verkauft. Bereits 1937 war Tolkiens erster Roman „Der Hobbit“ erschienen, der die Vorgeschichte zu „Der Herr der Ringe“ darstellt. Darin wird erzählt, wie der Hobbit Bilbo Beutlin in den Besitz des Einen Rings kommt.

Die ersten deutschen Ausgaben erschienen 1969 und 1970. Die Übersetzerin Margaret Carroux stand dabei in direkten Kontakt mit Tolkien, der konkrete Wünsche zu den Übersetzungen hatte. Ihre Version diente auch als Grundlage für die spätere deutsche Synchronisation der Filme. Umstritten ist dagegen die spätere Übersetzung durch Wolfgang Krege, die 2000 erschien. Krege wollte die verschiedenen Sprachstile der Figuren deutlicher darstellen, wurde aber dafür kritisiert, zu überzogene und unpassende Ausdrücke gewählt zu haben.

Figuren und Darsteller in „Der Herr der Ringe“

Frodo Beutlin

Im Zentrum von „Herr der Ringe“ steht der junge Hobbit Frodo Beutlin, der aus seinem friedlichen Leben im Auenland gerissen wird, als ihm sein Onkel Bilbo Saurons Ring übergibt. Fortan schultert Frodo die schwere Verantwortung, den Ring im Feuer des Schicksalsberges zu zerstören. Doch die verführerische Macht des Rings droht immer wieder, Kontrolle über den Hobbit zu erlangen.

Frodo wird von dem US-Schauspieler Elijah Wood verkörpert, der damit seinen internationalen Durchbruch schaffte. In dem Prequel „Der Hobbit: Eine unerwartete Reise“ (2012) hatte Wood einen kurzen Gastauftritt in seiner Rolle als Frodo.

Samweis Gamdschie

Frodos engster Freund und loyaler Gefährte während des Abenteuers ist sein Gärtner Sam. Der Hobbit steht seinem Herrn treu zur Seite und versucht stets, ihn vor drohendem Unheil zu schützen. Er wird zum Ende hin sogar selbst kurzzeitig zum Ringträger, nachdem Frodo schwer verletzt wurde.

Als Samweis Gamdschie ist der Schauspieler Sean Astin zu sehen, der für seine Rolle zahlreiche Auszeichnungen erhielt.

Meriadoc Brandybock und Peregrin Tuk

Merry und Pippin sind enge Freunde von Frodo und werden eher unfreiwillig in den Kampf gegen Sauron mithineingezogen. Sie werden ein Teil der Ringgemeinschaft und leisten einen bedeutenden Teil dazu bei, dass Sauron und sein Handlanger, der dunkle Zauberer Saruman, besiegt werden.

Dominic Monaghan spielt Merry, während Billy Boyd Pippin mimt. Die beiden britischen Schauspieler sind nach wie vor gut befreundet und betreiben seit April 2021 einen gemeinsamen Podcast namens „The Friendship Onion“.

Gandalf der Graue

Gandalf ist ein mächtiger und weiser Zauberer, der als erster herausfindet, was es mit Bilbos Ring auf sich hat. Er weist Frodo an, den Ring zuerst zu den Elben nach Bruchtal zu bringen und später nach Mordor. Am Ende des ersten Films scheint Gandalf im Kampf gegen einen Balrog zu sterben, allerdings kehrt er in „Die zwei Türme“ als „Gandalf der Weiße“ zurück. Er ist einer der Schlüsselfiguren im Kampf gegen Sauron.

Sowohl in „Herr der Ringe“ als auch in der „Hobbit“-Trilogie wird Gandalf von Ian McKellen gespielt, den man ebenfalls als Bösewicht Magneto aus der „X-Men“-Reihe kennt. Zuvor hatte Sean Connery die Rolle aufgrund der langen Dreharbeiten abgelehnt.

Aragorn

Anfangs nur als „Streicher“ bekannt, stellt sich schnell heraus, dass Aragorn weit mehr als ein Waldläufer ist. Als Königserbe hat er Anspruch auf den Thron von Gondor und wächst schließlich immer mehr in diese Rolle hinein. Aragorn ist in die schöne Elbin Arwen verliebt, die für ihn ihre Unsterblichkeit aufgeben will. Das wiederum missfällt ihrem Vater Elrond, dem Herrn und Hüter von Bruchtal.

Aragorn wird vom US-Schauspieler Viggo Mortensen gespielt, der auch nach dem Erfolg von „Herr der Ringe“ in zahlreichen Filmproduktionen zu sehen war.

Gollum

Gollum war einst ein gewöhnlicher Hobbit namens Sméagol, der jedoch der gefährlichen Verlockung des Rings nachgab und für seinen „Schatz“ sogar tötete. Mit der Zeit entwickelte er sich zu einer dunklen Kreatur mit einer gespalteten Persönlichkeit. Er bietet Frodo seine Hilfe an und führt die Hobbits nach Mordor, will ihm dort jedoch einer Riesenspinne zum Fraß vorwerfen.

Seine Verkörperung von Gollum brachte dem britischen Schauspieler Andy Serkis, der sich dadurch als Experte für Motion Capture etablierte, viel Lob ein.

Weitere Mitglieder der Ringgemeinschaft

Neben Frodo, Sam, Merry, Pippin, Gandalf und Aragorn treten drei weitere Gefährten der Gemeinschaft des Ringes bei. Zu ihnen zählen der Zwerg Gimli, der Elb Legolas und der Mensch Boromir. Letzterer kann dem Verlangen schließlich nicht mehr widerstehen und versucht am Ende von „Die Gefährten“, Frodo den Ring zu stehlen. Stattdessen wird er wenig später selbst von Orks getötet.

Die Rolle von Boromir wurde von Sean Bean übernommen, der 2011 in „Game of Thrones“ die Hauptrolle des Ned Stark spielte. Als Gimli ist John Rhys-Davies zu sehen, bekannt aus „Indiana Jones“. Der heutige Hollywood-Star Orlando Bloom schaffte dank seiner Rolle des Legolas den internationalen Durchbruch.

Die Dreharbeiten zu „Herr der Ringe“

Obwohl die „Herr der Ringe“-Filme in aufeinander folgenden Jahren veröffentlicht wurden, fanden die Dreharbeiten zu allen drei Teilen zur gleichen Zeit statt. Insgesamt dauerte die Produktion der Fantasy-Reihe acht Jahre. Als Kulisse diente die raue Landschaft Neuseelands. Das Auenland-Dorf Hobbingen liegt eigentlich südöstlich von Auckland auf der neuseeländischen Nordinsel und hat sich mittlerweile als Hobbiton Movie Set zur beliebten Touristenattraktion etabliert. Die finsteren Szenen in Mordor wurden dagegen im Tongariro-Nationalpark gedreht. Dort pilgern inzwischen täglich große Mengen an Mittelerde-Fans zum Mount Ngauruhoe, der als Vorlage für den Schicksalsberg diente. Andere Drehorte sind etwa der Mount Sunday in der Nähe der Stadt Christchurch. Dort wurde Edoras errichtet, die Hauptstadt der Bewohner von Rohan.

„Der Herr der Ringe“: Diese Verfilmungen gibt es

Bevor sich Peter Jackson dem Stoff von Tolkiens „Herr der Ringe“ widmete, wurde das Fantasy-Epos als gleichnamiger Zeichentrickfilm umgesetzt. Der US-amerikanische Regisseur Ralph Bakshi inszenierte den Streifen 1978. Im Jahr davor war bereits „Der Hobbit“ als Zeichentrickfilm veröffentlicht worden. Obwohl Bakshis Version ein Erfolg wurde, gab es aus finanziellen Gründen keinen zweiten Teil. Stattdessen erschien 1980 unter der Leitung von Arthur Rankin, Jr. und Jules Bass der dritte Teil „The Return of the King“ als Trickfilm.

Zwischen 2012 und 2014 wurden außerdem drei Filme zu Tolkiens Erstlingswerk „Der Hobbit“ veröffentlicht. Dabei übernahm erneut Peter Jackson die Regie. Die Filme trugen die Titel „Der Hobbit: Eine unerwartete Reise“, „Der Hobbit: Smaugs Einöde“ und „Der Hobbit: Die Schlacht der Fünf Heere“.

Am 2. September 2022 erscheint die neue Serie „Der Herr der Ringe: Die Ringe der Macht“ auf Amazon Prime Video. Das Spin-off spielt mehrere tausend Jahren vor den Ereignissen in „Der Hobbit“ und „Der Herr der Ringe“. In diese Zeit fallen unter anderem das Schmieden des Einen Rings sowie der Aufstieg und Fall Saurons. Der Cast besteht überwiegend aus bisher unbekannten Schauspielern. So schlüpft etwa die walisische Darstellerin Morfydd Clark in die Rolle der Elbin Galadriel, die in „Herr der Ringe“ von Cate Blanchett gespielt wurde.

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