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13 Horrorfilme auf Netflix, von denen ich immer noch Albträume habe

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Von: Nadja Rödig

„Das Spiel“ und „Still“: Eine Frau ist an ein Bett gefesselt und ein maskierter Mann sind zu einem Fenster hinein.
„Das Spiel“ und „Still“: Horrorfilme auf Netflix, die dich nachts wach halten © Netflix / Blumhouse Productions

Es ist mal wieder Abend. Du sitzt vor Netflix und denkst dir: Ein Horrorfilm, darauf hab ich jetzt irgendwie Bock ... Und wenn es dir wie mir geht, liegst du zwei Stunden später hellwach im Bett und bereust es.

Wieso nur mache ich immer wieder den Fehler, mir Horrorfilme anzusehen, obwohl ich genau weiß, dass ich danach tagelang unter Verfolgungswahn leide??? Tja, wenn ich das schon nicht ändern kann, teile ich wenigstens 13 dieser Filme mit dir. Einige davon kennst du sicher und teilst vielleicht meine - total begründete Angst - andere sind wiederum bestimmt eine gute Ergänzung für deine Netflix-Liste.

Die schlimmsten Horrorfilme auf Netflix, die mich nicht mehr schlafen lassen

Vorab noch ein Hinweis ... Horrorfilme sind verdammt gruselig und teilweise blutig (duh). Wenn du aber wie ich viel zu früh, viel zu viel Horror gesehen hast, bist du wahrscheinlich sowieso bereits abgehärtet. Also lass uns einen Blick auf diese in beliebiger Reihenfolge zusammengewürfelten Horrorfilme werfen ...

1. Cube

Cube auf Netflix: Ein Mann in Sträflingsuniform steht in einem quadratischen Raum.
„Cube“ auf Netflix © The Feature Film Project

Netflix sollte eine Warnung bei diesem kanadischen Independent-Horrorfilm einbauen: „Nicht so harmlos, wie es sich anhört!“ In „Cube“ werden ein paar Leute in ein Labyrinth aus scheinbar harmlosen, würfelförmigen Räumen gesperrt, die durch Türen an allen Seiten verbunden sind. Keiner weiß wieso und wie man wieder rauskommt erst recht nicht. Allein das würde mir als Prämisse schon reichen, um Albträume zu bekommen.

Ich meine, stell dir vor, du legst dich gemütlich ins Bettchen und wachst ohne Grund eingesperrt wieder auf! Für einen Horrorfilm reicht die ganze Entführungsgeschichte aber anscheinend noch nicht. Die Räume müssen auch unbedingt mit tödlichen Fallen gespickt sein, denen man anscheinend nur entkommen kann, wenn man über einen IQ von 180 verfügt. Warum hab ich in Mathe auch nicht besser aufgepasst ...

2. ES & ES Kapitel 2

„ES Kapitel 2“ ist eine von vielen Neuerscheinungen im Mai 2021 auf Netflix, auf die du dich dich freuen kannst. Zumindest wenn du keine lähmende Angst vor Clowns hast. Und selbst dann lohnt es sich einfach, diese Stephen King-Verfilmung anzusehen. Man soll sich ja seinen Ängsten stellen, hab ich gehört. Solche und ähnliche Gedanken sind mir schon im Kino bei „Es Kapitel 2“ und 1 durch den Kopf gegangen. Wenn sich Pennywise - der tanzende Clown - in diesem Horrorfilm auf ein paar Kinder stürzt, stelle ich trotzdem leise meine Lebensentscheidungen in Frage ...

3. Anatomie

Anatomie auf Netflix: Eine Ausstellung ähnlich der „Körperwelten“ zeigt einen gehäuteten Menschen und Besucher:innen, die ihn betrachten.
„Anatomie“ auf Netflix © Deutsche Columbia TriStar Filmproduktion

Ah ja. Der Grund warum ich die „Körperwelten“-Ausstellung immer unglaublich gruselig fand. Falls du diesen deutschen Horrorfilm noch nie gesehen hast, kannst du das jederzeit auf Netflix nachholen. Franka Potente spielt in „Anatomie“ eine Medizinstudentin, die an ihrer Uni ziemlich üble Dinge aufdeckt. Ich will dir nicht zu viel verraten. Außer vielleicht, dass in diesem Horrorfilm über Leichen gegangen wird. Siehst du, das wäre jetzt ein bisschen witzig, wenn du ihn erst kennst.

4. Climax

Man könnte sich darüber streiten, ob es sich bei „Climax“ wirklich um einen Horrorfilm handelt. Da Netflix ihn aber selbst in die Kategorie einsortiert und ich beim Gucken ziemlich oft buchstäblich mit offenem Mund dasaß, zähl ich ihn einfach mal mit.

Der Horrorfilm fängt vielleicht langsam an, entwickelt sich aber überraschend schnell zu einem echten Albtraum für ein paar Tänzer*innen, die eigentlich nur eine Nacht durchfeiern wollten. Nach Ende dieses französischen Independent-Films kann es gut sein, dass du eine Weile dasitzt und keine Ahnung hast, was zur Hölle du gerade gesehen hast. Falls du offen für etwas Neues bist und Psychoterror einem klassischen Slasher vorziehst, solltest du dich aber wirklich auf den Horror von „Climax“ einlassen.

5. Das Spiel

„Das Spiel“ auf Netflix: Eine Frau sitzt mit Handschellen gefesselt auf einem Bett.
„Das Spiel“ auf Netflix © Netflix

Eine weitere und nicht die letzte Stephen King-Verfilmung auf dieser Liste. „Das Spiel“ ist ein Netflix-Original, das zum größten Teil mit einem einzigen Raum und einer einzigen Darstellerin auskommt.

Auf einem Ausflug zu einem einsamen Ferienhaus lässt sich Jessie von ihrem Mann Gerald ans Bett fesseln. Ein Spiel, dass die beiden schon öfter durchgezogen haben, diesmal aber eine (Horror-)filmreife Wendung nimmt. Gerald bricht mit einem Herzinfarkt zusammen und lässt seine Frau ausgeliefert zurück. Wenn du auf Fesselspielchen stehst, überlegst du dir nach diesem Film sicher zweimal, an welchem Ort du damit anfängst. Ganz besonders, wenn du erstmal bei der verstörendsten Stelle dieses Horrorfilms angekommen bist.

6. 1922

„1922“ auf Netflix: Ein Mann hält die Holzabdeckung eines Brunnens offen und blickt hinein.
„1922“ auf Netflix © Netflix

Was soll‘s, bleiben wir direkt bei Stephen King. Zwar hätte auf dieser Liste auch das Netflix-Original „Das hohe Gras“ landen können - der Horrorfilm ist einen ganzen Ticken blutiger als „1922“ - aber mich persönlich verstören eben die Psycho-Thriller um einiges mehr. Einen starken Magen brauchst du hierfür allerdings trotzdem. Ich sag nur Ratten ... jede Menge Ratten!

Die lassen sich offensichtlich nicht vermeiden, wenn man jemanden ermordet und die Leiche nicht sachgemäß vergräbt. Nebenbei folgen daraus auch noch Teenager-Dramen, Familiengeheimnisse und ein unvermeidlich schlechtes Gewissen.

Das war‘s jetzt aber auch wieder mit dem Meister des Horrors ... Außer du möchtest herausfinden, welche Stephen King-Story dein ganz persönlicher Albtraum ist.

7. Deep Blue Sea

„Deep Blue Sea“ ist ein Horrorfilm, den ich vor niemanden als wirklich guten Film verteidigen würde und trotzdem gehört er auf deine Netflix-Liste. Er ist ein bisschen trashig, das gebe ich sofort zu. Aber als ich diesen Film heimlich als Kind gesehen habe und das noch vor „Der weiße Hai“, hat er bei mir sofort eine Riesenangst vor dem Meer und allem, was sich darin tummelt ausgelöst.

Klar, echte Haie drehen nicht so durch und fressen wahrscheinlich auch keine Papageie (der Arme). Trotzdem kriege ich das Bild nicht mehr aus dem Kopf. Ein Pool ist zum Schwimmen eh geeigneter, so schön sicher und Hai-frei.

8. Der Schacht

„Der Schacht“ auf Netflix: Das Bild ist komplett in rot getaucht. Ein Mann beobachtet seinen Zellengenossen von der anderen Seite des Raumes beim Schlafen. Der schlafende Mann hält ein Messer.
„Der Schacht“ auf Netflix © Netflix

„Der Schacht“ ist mein persönliches Netflix-Highlight der letzten Jahre, jedenfalls was Filme angeht. Das Konzept ist einfach, wie furchterregend. In einem tiefen, also so richtig tiefem Schacht werden auf jeder Etage zwei Insassen zusammengesperrt. - wobei es sich teilweise um Verbrecher*innen und teilweise um Freiwillige handelt. Einen Monat verbringt man auf einer Etage bevor die Plätze durchgetauscht werden. Der Witz an der Sache ist allerdings das Versorgungssystem: Eine Plattform mit Essen fährt jeden Tag von oben bis nach ganz unten durch. Wer was abbekommt hat Glück, wer ganz unten landet weniger.

Du kannst dir die Problematik, die aus diesem System folgt, sicher vorstellen ... Besonders, da man als Zuschauer*in einem Protagonisten folgt, der keine Ahnung hat, wie tief es eigentlich noch nach unten geht. „Der Schacht“ funktioniert so einwandfrei als Horrorfilm, genauso aber als soziale Kritik und Metapher, über die du wahrscheinlich sehr lange nachdenkst.

9. Hostel

„Hostel“ auf Netflix: Ein Mann in Schlachterschürze zeigt einem anderen seine Handfeuerwaffe.
„Hostel“ auf Netflix © Next Entertainment

Vom Nachdenklichen zum reinsten Blutfest: „Hostel“ ist ein Horrorfilm, der sich den Titel auf die altmodische Weise verdient. Und oh man ... mit wie vielen Momenten dieser Film dir einfach Urlaube, Hostels und fremde Menschen generell ruiniert. Wenn deine Netfllix-Liste sowieso voller Horrorfilme ist, hast du ihn bestimmt gesehen und weißt, was ich meine.

Allen die neu sind im Horror-Genre, sage ich soviel: Drei Jungs machen eine Rundreise durch Europa und bekommen von einem Typen DEN Geheimtipp für ein Hostel. Wenn dir jemals jemand so kommt: LAUF!!! Das Hostel ist natürlich nur ein Vorwand für den Folter-Urlaub-Deluxe, was für die Jungs zwangsläufig in vielen blutigen und sehr unschönen Momenten mündet.

10. Alien

Okay, bei dem Anblick des davonflitzenden Baby-Aliens muss ich heute ein bisschen lachen. Er sieht einfach aus wie der Roadrunner! Der Anfang dieser Horror-Szene ist allerdings eine von denen, die sich ein Leben lang bei mir eingebrannt haben. Und bei dir wahrscheinlich auch.

Falls du hinter dem Mond lebst und diesen Horrorfilm-Klassiker nie gesehen hast, fasse ich die Handlung fix zusammen: Ein sehr fieses Alien läuft auf einer Raumstation frei rum und Sigourney Weaver versucht ihm in den Arsch zu treten. Das Konzept ist so gut, dass es für eine ganze Reihe gereicht hat, die ich mir trotz Trauma noch hundert Mal auf Netflix ansehen werde.

11. Still

„Still“ auf Netflix: Ein Mann mit Maske steht vor dem geschlossenen Fenster eines Hauses und blickt hinein.
„Still“ auf Netflix © Blumhouse Productions

Warum sind die realistischen Horrorfilme eigentlich immer die Schlimmsten? Es gibt tatsächlich nichts Furchterregendes für mich als stinknormale Mörder, die gerne in ein Haus einbrechen und sich zum Spaß irgendwelche Leute vornehmen. Netflix bräuchte eine eigene Kategorie für solche Horrorfilme.

Die Vorstellung macht mich nachts immer wieder nervös und ich kann ja zumindest hören, wenn jemand einbricht! Die Protagonistin in diesem Horrorfilm jedoch nicht. Wie gemein ist das bitte?! Mal abgesehen von unendlich gruselig. Ähnlich gruselig, wie die Horrorfilme von denen Mitglieder der BuzzFeed-Community verstört wurden und ich bin total bei ihnen.

12. Texas Chainsaw Massacre

„Texas Chainsaw Massacre“ auf Netflix: Eine Gruppe Jugendlicher sitzt in einem Van. Das hintere Fenster ist mit Blut bespritzt.
„Texas Chainsaw Massacre“ auf Netflix © New Line Cinema

Irgendwie muss sich ein Fremder in deinem Zuhause ja noch übertrumpfen lassen, oder? Für mich hat das sehr früh „Texas Chainsaw Massacre“ geschafft. Sowohl das Original, als auch die Neuverfilmung. Beide Horrorfilme basieren sehr lose auf einem echten Mordfall, der einige Male verfilmt wurde.

Wenn du auf Netflix nach einem Schlachtfest - und das meine ich wortwörtlich - suchst, liegst du hiermit jedenfalls richtig. Viel zur Handlung gibt es nicht zu sagen: Ein paar Teenager werden von einem Irren mit Motorsäge gejagt und ... das ist es eigentlich.

13. Haus der 1000 Leichen

Ich habe ja schon einige Horrorfilme gesehen und würde behaupten, etwas auszuhalten, was das Genre an sich angeht. Das „Haus der 1000 Leichen“ ist aber so ekelhaft, abstoßend und völlig übertrieben, dass ich mir inständig wünschen würde, ihn nie gesehen zu haben. Gut, der Titel war aber auch eine ganz gute Warnung.

Ich würde dir wirklich gerne den abgefucktesten Filmmoment aus diesem Horrorfilm nennen, aber es fällt echt schwer sich für einen zu entscheiden. Mir fällt kein Film - auf Netflix oder sonst wo - ein, der ein größerer Albtraum-Garant ist.

Welcher Horrorfilm lässt dich nachts kein Auge zu machen? Verrate es mir gerne in den Kommentaren!

Und wenn du noch mehr Material für deinen nächsten Horrorfilm-Abend suchst, findest du vielleicht genau das Richtige unter diesen unterschätzten und relativ unbekannten Horrorfilmen. Oder geh gleich noch einen Schritt weiter und teste deine Überlebenschancen in „Ash vs. Evil Dead“.

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