Sei freundlicher zu dir selbst.

Meine Therapeutin hat mir eine Methode gegen Selbstzweifel vorgeschlagen und sie funktioniert wirklich

Es dauert nur ein paar Minuten, aber es hat in diesem Jahr schon einen extremen Unterschied gemacht.

Übersetzt von einem Post von Jasmine Vaughn-Hall.

Hey, ich bin Jasmine! Am Anfang des Jahres habe ich mich dazu entschlossen, meine psychische Gesundheit zu einer Priorität in meinem Leben zu machen - ich finde einfach, dass ich eine Chance auf inneren Frieden verdient habe.

BuzzFeed Autorin Jasmine Vaughn-Hall

Im Nachhinein war es das Beste, das ich hätte tun können.

Nach ein paar Sitzungen, in denen meine Therapeutin und ich miteinander warm werden konnten, kamen wir beide zu einer großen Erkenntnis, die nicht einfach zu schlucken war: Ich bin verbal unglaublich gemein zu mir selbst.

Selbst Regina George ist netter als ich. Ganz schön schockierend zu sehen, dass ich Dinge zu mir selbst gesagt habe, die ich bei anderen Menschen nie durchgehen lassen würde.

Ich war so daran gewöhnt, dass ich gar nicht gemerkt habe, was für einen Schaden ich mir selbst mit diesen inneren Dialogen antue, die ich seit Jahren mit mir halte.

Applaus für meine Therapeutin dafür, dass sie mich dazu gezwungen hat, manche dieser Dinge laut auszusprechen und dadurch mein gemeines Ich zu konfrontieren.

Das Meiste davon waren Selbstzweifel oder ich habe mich selber runtergemacht, weshalb meine Therapeutin mir eine sehr gezielte Methode vorgeschlagen hat: Ich sollte die Sachen, die ich mir sage, zu Hause aufschreiben - und sie dann wegpacken.

Jasmine schreibt ihre Selbstzweifel in ein Notizbuch

„Wegpacken“ darfst du hier nicht mit „unterdrücken“ verwechseln - das machen wir nicht mehr.

Jasmine legt die Blätter mit den Zweifeln zusammengefaltet in eine Box

(Ja, das Ding was aussieht wie ein Papierflugzeug zählt nicht zu meinen besten Tagen, aber da habe ich es letztendlich auch durch geschafft).

Nach einer Woche konnte ich mich nicht mal mehr an die negativen Dinge erinnern, die ich in die Box gepackt habe. Es war fast so, als wären sie einfach aus meinem Kopf verschwunden - und es war mir auch egal, wohin sie gegangen sind.

Wenn Jasmine die Box füllt und sie dann wegpackt verschwinden auch die negativen Gedanken

Die Gedanken aufzuschreiben und sie physisch aus meiner Sicht zu schaffen, war ein Prozess, auf den ich wirklich positiv reagiert habe und den ich mir angewöhnen konnte. Ich habe gemerkt, dass diese Gedanken mich nur aufhalten und mich davon abgehalten haben, mein ganzes Potenzial auszuschöpfen.

Das soll nicht heißen, dass ich nicht (manchmal) immer noch gemein zu mir bin, aber diese Ansammlung von Papier in der Box zu sehen, hat mich dazu gebracht, mehr darüber nachzudenken, wie ich meine eigene psychische Gesundheit zumülle.

Ich schulde es mir einfach selbst, diesen Müll loszuwerden, der mir und meiner psychischen Gesundheit so sehr schadet.

Und so verrückt es sich auch anhört: 2020 hat mir somit eine nützliche Angewohnheit gegeben, die ich mit in das brandneue Jahr nehmen kann.

Ehrlich: 2020 kann sich verpissen, aber an diesem Lichtblick will ich festhalten. Und ich kann anderen empfehlen, diese Methode auch mal auszuprobieren!

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