Horror!

20 Kinderanimateur*innen erzählen von den schlimmsten Dingen, die ihnen bei der Arbeit passiert sind

„Eines der Kinder saß auf meinem Schoß und hat einfach angefangen zu pinkeln.“

Übersetzt von einem Post von Kristen Harris.

Wir haben die BuzzFeed Community neulich dazu aufgerufen, ihre schlimmsten Geschichten aus der Zeit zu teilen, als sie sich zur Unterhaltung für Kinder als deren Lieblingscharaktere verkleidet haben. Und die Ergebnisse können wir dir natürlich nicht vorenthalten:

DISCLAIMER: Ob sich diese Geschichten wirklich so abgespielt haben, wissen wir nicht zu 100 %. Doch sie stammen von Leuten, die nach eigener Aussage als Kinderanimateur*innen gearbeitet haben.

Triggerwarnung: In einigen Geschichten werden Erfahrungen mit sexueller Belästigung beschrieben.

1. „Mein Ehemann ist ziemlich groß und kann sogar etwas angsteinflößend wirken. Er ist deshalb öfter als Darth Vader oder Batman aufgetreten. An einem Tag war es extrem heiß und er hat einen Hitzschlag bekommen, was dazu geführt hat, dass er in seiner ganzen zwei Meter großen Pracht umgekippt ist wie ein Baum.“

„Sein Assistent hat nachgeguckt, ob bei ihm alles okay ist. Dann hat er den Kindern erzählt, dass die Macht in ihnen zu stark sei. Schließlich hätten sie geschafft, was noch niemand vor ihnen geschafft hatte: Darth Vader zu Fall zu bringen. Er hat nach der Party ein großzügiges Trinkgeld bekommen.“

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2. „Ich war bei einer Weihnachtsparty als Elf verkleidet und hatte weit weg von der Location geparkt, damit niemand sieht, wie ich aus dem Auto steige. Nach der Party sind mir ein paar der Kinder gefolgt und haben mir gesagt, dass der Weihnachtsmann mich wohl hier vergessen hätte.“

„Ich habe ihnen gesagt, dass das Auto ein Rentier sei, das der Weihnachtsmann für mich verzaubert hätte. Die Kinder haben darauf mit: ‚Nein, das gehört dir nicht, du klaust!‘ geantwortet. Das ganze Spektakel ging mindestens 20 Minuten so weiter. Irgendwann konnte ich sie dann überzeugen, dass es mein Auto sei, wenn ich den Motor ohne Schlüssel anbekommen würde (ich hatte eine schlüssellose Zündung).“

„Sie haben mir dann beigebracht, wie man fährt. Das war wirklich süß, aber ich hatte trotzdem Angst, die Magie des Abends zerstört zu haben.“

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3. „Ich musste direkt nach einem Auftritt als Pirat zu einer privaten Feier in einem indischen Restaurant, wo ich für drei Stunden Spider-Man spielen sollte. Mein Assistent ist nicht aufgetaucht, weshalb ich halbnackt in der Küche des Restaurants stand, wo der Küchenchef mir helfen musste, meinen Anzug anzuziehen.“

„Währenddessen kamen immer wieder Eltern reingeplatzt, die endlich Spider-Man sehen wollten. Ich konnte die gesamten drei Stunden nicht richtig sehen und bin vor Scham fast gestorben, während 40 kleine Kinder wollten, dass ich Ballon-Tiere für sie bastele.

Der Chef musste mir am Ende des Abends wieder aus dem Kostüm helfen. Der arme Kerl hat zwei Mal hintereinander meinen nackten Hintern gesehen. Ich habe kein Trinkgeld bekommen und die Woche darauf gekündigt.“

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4. „Ich sollte als Dschinni auf der Geburtstagsparty eines kleinen Mädchens auftreten, die in einem Festsaal stattgefunden hat. Ich war gerade zwei Minuten da, als der Vater des Mädchens plötzlich verhaftet und von der Polizei mitgenommen wurde.“

„Fast alle Gäste sind sofort gegangen, als sie das Ganze mitbekommen haben. Ich stand also da, in meinem Dschinni-Kostüm und mit einem armen vierjährigen Mädchen. Ich bin noch eineinhalb Stunden geblieben, weil sie mir so leid getan hat.“

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5. „Ich war bei einer Party als Anna verkleidet und habe gemeinsam mit einer Elsa die Kinder unterhalten. Wir saßen alle auf dem Boden und Elsa hat gerade ‚Lass jetzt los‘ gesungen. Das hat eines der Kinder wohl etwas zu wörtlich genommen. Sie saß auf meinem Schoß und hat einfach angefangen, zu pinkeln.“

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6. „Ich bin bei verschiedenen Kindergeburtstagen als Cinderella aufgetreten. Das Programm bestand meistens daraus, dass die Kinder sich verkleidet und eine Modenshow gemacht haben. Danach gab es immer eine Teeparty. Nur hat sich eines der Kinder dabei an irgendetwas verschluckt und sich dann übergeben.“

„Das hat dazu geführt, dass sich acht Mädchen über die gesamten Törtchen und ihren Tee übergeben haben. Für den Auftritt wurde ich auf jeden Fall nicht gut genug bezahlt.“

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7. „Ich war auf ein paar Kindergeburtstagen als Belle verkleidet. Ich habe aufgehört, weil mir so oft irgendwelche Ehemänner erzählt haben, wie gerne sie ihre Frauen verlassen wollten.“

„Es hat aber niemand versucht, sich mit mir anzulegen oder mich zu fragen, ob ich mit ihm ausgehen würde. Vielleicht liegt es daran, dass es einfach ist, sich einer Figur aus der Kindheit anzuvertrauen. Es gab eine Party, bei der ein Kerl seine Tochter angestarrt und mir gesagt hat, dass er sich wünschte, dass ‚das alles nie passiert wäre.‘“

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8. „Ich war einmal als Anna verkleidet und wollte meine Elsa abholen, um mit ihr zusammen auf eine Geburtstagsparty gehen. Ich habe vor ihrem Haus geparkt. Wir haben uns super gut verstanden und sie hat mir vorher gesagt, dass ich einfach reinkommen könnte, wenn ich ankomme.“

„ Ich bin also ins Haus gegangen und habe laut gerufen, dass ich jetzt da sei. Eine Familie saß da und hat gerade zu Abend gegessen. Sie haben mich alle einfach nur angestarrt.

Ich hatte das falsche Haus erwischt. Anstatt noch etwas zu sagen, habe ich mich umgedreht und bin zurück zu meinem Auto GERANNT. Die Häuser sahen einfach alle gleich aus.“

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9. „Ich bin mitten im Sommer eine Stunde lang als Mickey Maus aufgetreten und hatte niemanden, der mir geholfen hat. Nach etwa 30 Minuten hatte ich einen Hitzschlag, der mich dazu gebracht hat, in die Küche des Kunden zu laufen und mich mittendrin zu übergeben.“

„Sie haben mir (wahrscheinlich aus Mitleid) ein ziemlich saftiges Trinkgeld gegeben, aber mir war das so peinlich. Ich glaube, eines der Kinder hat mich sogar ohne den Kopf des Kostüms gesehen.“

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10. „Ich war mal bei einer Geburtstagsparty, die in einer Kneipe stattgefunden hat. Die Location war mitten in einem Feld, auf dem Pferde standen. Ich hatte ein riesiges, blaues Ballkleid und Glasschuhe an, die mir etwas zu groß waren.“

„Immer wenn ich mich gebückt habe, sind sie mir sofort heruntergerutscht! Ich wollte einem Kind eine Umarmung geben und habe mich dafür nach unten gelehnt, wobei der Schuh entsprechend gerutscht ist. Ich habe nur gemerkt, wie sich irgendwas unter meinem Fuß bewegt hat.

Als ich mich wieder aufgerichtet hatte und den Schuh wieder anziehen wollte, habe ich nur etwas Warmes gespürt. Das warme Ding hat sich dann bewegt. Ich habe geschrien und mich weggedreht, um meinen ‚Schuh zu richten‘. Noch nie in meinem Leben habe ich so viele Babyfrösche gesehen. Ich habe dann noch zwei kleine Frösche unter meinem Schuh gefunden.“

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11. „Wir haben eine Peter Pan und Tinker Bell-Party veranstaltet. Mein Peter Pan hat früher als Schauspieler in einem Freizeitpark gearbeitet, weshalb ich nichts gesagt habe, als er seine Perücke nur mit zwei Klammern festgemacht hatte - obwohl ich mir schon dachte, dass das nicht gut ausgehen würde.“

„Ich war gerade dabei, den Kindern eine Geschichte zu erzählen, während Peter mit bei ihnen saß. Dabei konnte ich beobachten, wie eines der Kinder sich anschlich und Peters Hut von seinem Kopf riss, an dem die Perücke hing.

Peter ist dem Kind hinterher und dann direkt ins Bad gerannt, um sich zu verstecken. Die Kinder waren alle total geschockt und sind ihm gefolgt, um ihm zu sagen, dass er gefälligst rauskommen soll. Ich musste die Kinder weglocken, damit Peter seinen Hut und die Perücke wieder aufsetzen konnte. Ein kleines Mädchen hat mich angesehen und gefragt: ‚Warum hat Peter Pan eine Glatze? Ich versteh‘ das nicht.‘ Oh man.“

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12. „Ich habe bei einer Firma gearbeitet, die Prinzessen-Partys bei den Kindern zu Hause veranstaltet hat. Ich war Belle und habe mit den Kindern und Tassilo ein Spiel gespielt, das ‚Reiche die Teetasse weiter‘ hieß. Gerade als ich erklären wollte, was wir singen würden, hat ein Kind gefragt, ‚Wollen wir nicht stattdessen lieber ‚Verbrenne, verbrenne‘ flüstern und immer lauter werden?‘“

„Das Kind hat es uns dann vorgemacht, indem es geflüstert hat und langsam immer lauter wurde. Es war mega gruselig! Ich hatte Probleme, noch in meiner Rolle zu bleiben, weil ich gleichzeitig lachen und schreiend davonlaufen wollte.“

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13. „Mir gehört ein Unternehmen, das Prinzessinen-Partys veranstaltet und ich selbst arbeite als Assistentin für die Schauspieler*innen. Eine Schauspielerin sollte in der ersten Hälfte einer Arielle-Party ihren Meerjungfrauen-Schwanz tragen und dann in der zweiten Hälfte ihr Ballkleid anziehen. Die Performer*innen haben voreinander normalerweise keine große Scheu und fühlen sich sehr wohl, weshalb sie in einer kurzen Pause nur in Unterwäsche bekleidet herumsaßen.“

„Genau dann ist das Geburtstagskind hereingestürmt und hat Arielle in ihrer Unterwäsche gesehen.

Ich hab‘ geschrien. Arielle hat geschrien. Das Kind hat geschrien. Es war ein riesiges Durcheinander. Den Eltern tat es leid, aber die Magie war danach auf jeden Fall futsch.“

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14. „Bei einer ‚Die Eiskönigin-Party‘ haben wir alle zusammen einen speziellen Tanz zu ‚Lass jetzt los‘ aufgeführt - wobei mein Kleid hinten KOMPLETT aufgerissen ist.“

„Zum Glück standen die Kinder vor und meine Assistentin hinter mir. Ich habe nicht gemerkt, dass es aufgerissen ist. Sie hat es super schnell wieder repariert bekommen, bevor die Kinder den Riss überhaupt sehen konnten. Innerhalb von wenigen Minuten sah es so aus, als wäre nie etwas passiert!“

15. „Wir waren in einem Themenpark, der an dem Tag ein ‚Alice im Wunderland‘-Motto hatte und ich war die Herzkönigin. Natürlich war ich als ‚die Böse‘ daran gewöhnt, dass man mich ausbuht oder irgendwie gemein zu mir ist.“

„Aber an dem Tag hat eines der Kinder, die zugeschaut haben, Schotter aufgehoben und ist damit näher an die Bühne gelaufen, um ihn mir direkt ins Gesicht zu werfen.

Ich habe es zwar geschafft, in meiner Rolle zu bleiben, aber ich bin sofort nach der Performance in Tränen ausgebrochen. Ich hatte danach überhaupt keine Lust mehr, für die nächste Show wieder auf die Bühne zu gehen.“

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16. „Ich habe vor etwa fünf Jahren auf einem Kindergeburtstag Elsa gespielt und hatte ein wunderschönes Kostüm an, dessen Stoff nur leider sehr dünn war. Meine Schuhe hatten außerdem einen zehn Zentimeter hohen Absatz.“

„An dem Abend hat es geschneit (was gut zum Thema gepasst hat) und der Geburtstag hat im Keller einer Kirche stattgefunden. Ich hatte mein Auto etwas weiter weg geparkt, damit die Kinder mich nicht aussteigen sehen konnten. Ich bin so langsam und vorsichtig wie möglich über den vereisten Weg zur Tür gelaufen, obwohl ich in meinem Kostüm extrem gefroren habe.

Der Vater des Mädchens, das Geburtstag hatte, hat mich an der Tür begrüßt. Wir mussten eine Treppe herunterlaufen, um zum Partyraum zu kommen. Anstatt die Stufen anmutig herunterzulaufen und eine perfekte Königin von Arendelle zu verkörpern, bin ich gestolpert und die Treppe komplett heruntergefallen. Meine High-Heels sind weggeflogen, mein Rock ist hochgerutscht und alle anwesenden Kinder und Eltern haben gesehen, wie ich gefallen bin.“

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17. „Ich bin bei der Weihnachtsparty eines Country Clubs als Grinch auftreten. Die Familien haben Bilder mit mir gemacht und die Kinder und ich haben zusammen gebastelt und gemalt. Eine Frau, die um die 40 war, hat sich neben mich gesetzt und gefragt, ob ich ein Bild mit ihr machen würde.“

„Als ich zugestimmt habe, hat sie ihre Hand auf meinen Oberschenkel gelegt.

Sie hat zugepackt und ihre Hand dann einfach liegen lassen, während sie versuchte, mit mir zu flirten und mir ins Ohr zu flüstern. Ich wusste, dass die Frau leicht betrunken war und habe versucht es zu ignorieren. Da war ich 17.“

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18. „Ich sollte bei einer Geburtstagsparty auftreten und habe sofort gemerkt, dass die Erwachsenen sturzbesoffen waren. Eine ganze Gruppe von Vätern hat immer wieder versucht, mit meiner Moderatorin und mir zu flirten und mich durch mein Kleid hindurch anzupacken.“

„Am Ende der Party sind wir mit einem fetten Trinkgeld in der Tasche gegangen, aber wir haben die Eltern sofort auf die schwarze Liste gesetzt und sichergestellt, dass andere Firmen auch vor ihnen gewarnt werden.

Ich musste mich davon abhalten, den Kindern nicht zu sagen, dass sie ihre Augen schließen sollen, damit Belle ihre Eltern verprügeln kann.“

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19. „Ich hatte einen Auftrag bei einer Party, bei dem ich die Gesichter der Kinder schminken sollte. Die Eltern haben auf den letzten Drücker auch noch einen Spider-Man-Darsteller dabei haben wollen, also ist mein kleiner Bruder mitgekommen.“

„Wir sind angekommen und haben sofort die vielen Kinder und eine Hüpfburg gesehen. Mein kleiner Bruder wollte die Stimmung ankurbeln und ist in die Hüpfburg gesprungen, weil ein paar Kinder danach gefragt haben. Ein paar Minuten später sind plötzlich mindestens zehn der älteren Kinder mit drauf gegangen und haben angefangen, meinen Bruder anzugreifen.

Sie haben ihn geschubst, getreten und geschlagen. Ich bin zu ihm gerannt und habe ihn da rausgeholt, während die Eltern nur zugeguckt haben. Die Kinder haben meinem Bruder fast die Maske abgezogen und sein Kostüm war aufgerissen.“

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20. „Ich wurde von einer Familie dazu beauftragt, Justin Bieber auf dem Geburtstag ihres siebenjährigen Kindes zu spielen. Ich bin fast zwei Meter groß und bin dort in Skinny Jeans, einer wirklich SCHLECHTEN Perücke und einer großen Sonnenbrille aufgetreten.“

„Ich musste Gitarre spielen und dem kleinen Mädchen ‚Baby‘ vorsingen. Sie wusste ganz genau, dass ich nicht Justin Bieber, sondern nur irgendein Typ war, der ihn spielte.

Nach ungefähr der Hälfte meiner Performance ist sie einfach aufgestanden und gegangen. Ich musste meinen Song vor den Augen der Erwachsenen zu Ende singen, die mich in Grund und Boden gestarrt haben. Das Video ist immer noch auf YouTube und ich gucke es mir immer dann an, wenn ich was zu Lachen brauche.“

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Einige Antworten wurden gekürzt oder der besseren Verständlichkeit halber bearbeitet.

Rubriklistenbild: © IMAGO / Westend61

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