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5 deutsche Gerichte, die wir niemandem zeigen sollten und 5, mit denen wir angeben können

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Käsespätzle könnte ich ja jeden Tag essen, aber wieso packen wir in der deutschen Küche Eier und Gemüse in Fleisch-Gelee?

In etwa vier Monaten beginnt die Adventszeit und damit für viele auch die Wochen, in denen gerne herzhaft gegessen wird. Entweder geht es mit der Familie in das altbekannte Restaurant oder jemand opfert sich, um den ganzen Tag am Herd zu stehen.

Warum ich das jetzt sage, während noch Hochsommer herrscht? Na ja, weil es in diesem Artikel um deutsche Küche geht und ich die eben besonders gerne zur Adventszeit genieße ... aber das heißt ganz sicher nicht, dass wir sie uns nicht auch bei höheren Temperaturen schmecken lassen können.

Und mit „wir“ meine ich nicht nur die Deutschen, sondern auch die vielen, vielen Touris, die hier ihren Sommerurlaub verbringen und denen ich hiermit gerne die ein oder andere Empfehlung aussprechen möchte. Gleichzeitig möchte ich aber auch von einigen Gerichten abraten, weil sie wohl eher abschreckend als einladend wirken ...

Deshalb hier also meine Liste der 5 Gerichte, die Deutschland vor Gästen lieber verstecken sollte und die 5, die wir uns stolz auf die Fahne malen können:

1. Verstecken: Eisbein

Berliner Eisbein.
Ich kenne echt viele, die Eisbein echt lecker finden, aber ... © Emmanuele Contini / IMAGO

Ja, ich weiß, viele Deutsche schwören auf dieses Gericht. Mein Stiefvater gönnt es sich beispielsweise gerne nach der Arbeit, weil es satt macht und besonders deftig ist. Persönlich finde ich den Anblick allein schon so gruselig, dass ich Eisbein erst recht keinen Gästen servieren würde. Wieso sieht es auch so halb roh aus?

2. Angeben: Käsespätzle

Blick von oben auf eine Schale Käsespätzle, garniert mit Röstzwiebeln und Schnittlauch.
Käsespätzle machen satt und glücklich. © Einfach Tasty

Spätzle, Spätzle, Spätzle! Ich glaube, ich spreche für viele, wenn ich sage, dass du die einfach immer essen kannst. Selbst bei 35 Grad würde dieses käsige Festessen in meinem Mund verschwinden und im Winter hält es dich wunderbar warm. Es mag cheesy sein, aber in Spätzle würden sich alle Touris doch sofort verlieben.

3. Verstecken: Saure Kutteln

Da läuft dem Ellwanger das Wasser im Mund zusammen: eine schöne Portion saure Kutteln. Manchen "Reigschmeckten" erinnerten die Streifen aus Rinderpansen an zerschnittene Frotteehandtücher. Archivfoto: jhs
Kutteln sehen auch leider gar nicht appetitlich aus. © jhs

Ein weiteres Gericht auf der Liste, bei dem ich leider sagen muss, dass das Aussehen alles ist. Das Auge isst mit und so. Aber auch, wenn die Kutteln etwas schöner aussehen würden, bin ich einfach kein Fan von dem Gedanken, Kuh- oder Rindermagen zu essen. Und damit stehe ich wahrscheinlich auch nicht alleine da. Auch wenn ich mir sicher bin, dass es auch Liebhaber:innen gibt.

4. Angeben: Grünkohl mit Pinkel oder mit Kassler und Kartoffeln

Grünkohl mit deftiger Wurt und Pinkel
Nichts erinnert mich mehr an meine Heimat als Grünkohl. © Christin Klose/dpa-tmn

Norddeutschland represent! Ich bin da natürlich absolut nicht unvoreingenommen, schließlich komme ich aus einem Ort, der nicht weit von Oldenburg entfernt ist. Aber auch ohne diese Heimatliebe muss man einfach sagen, dass Grünkohl wirklich lecker schmeckt und alle, die ihn noch nicht probiert haben, ihm zumindest eine Chance geben sollte. Dazu Kassler und ein paar gute, selbst angepflanzte Kartoffeln ... und es ist angerichtet.

5. Verstecken: Brotsuppe

Bayerische Brotsuppe.
Irgendwie cool, irgendwie unangenehm. © Maren Wischnewski/Imago

Ganz ehrlich, wenn ich mir Brotsuppe so angucke, dann sieht sie eigentlich echt cool aus. Ich glaube, als Kind hätte ich dieses Gericht total gefeiert, denn was ist cooler als Brot? Brot in Brot! Wenn ich aber zwei Schritte weiterdenke, dann schwimmt in meinem Kopf nur noch das aufgeweichte Brot ... und dazu das Gefühl, das ich bekomme, wenn ich meinen Keks versehentlich in meinen Kaffee fallen lasse.

6. Angeben: Rinderrouladen mit Rotkohl und Kartoffeln

Beef roulade with potato and red cabbage on plate PUBLICATIONxINxGERxSUIxAUTxHUNxONLY SARF03754
Apfel-Rotkohl ist meine Schwäche. © Sandra Roesch via www.imago-images.de

Haben wir nicht vorhin über die Adventszeit gesprochen? Es gibt kaum etwas Schöneres, als sich entweder direkt an Heiligabend oder an den Weihnachtstagen den Bauch mit Rouladen, Rotkohl und Kartoffeln vollzuschlagen. Alles daran fühlt sich warm und gemütlich an und auch wenn wir gerade weit davon entfernt sind: Der Rest der Welt wird dieses Gericht auch außerhalb der Adventszeit genießen.

7. Verstecken: Tote Oma

Blutwurst
Dieses Blutwurst-Leberwurst-Gericht ist nicht unbedingt mein Favorit. © Robert Kalb/Imago

Eigentlich wird dieses Bild dem eigentlichen Aussehen von „Toter Oma“ nicht gerecht. Das Gericht wird schließlich nicht umsonst so genannt (was ich übrigens äußerst amüsant finde). Stell dir die Blutwurst und Co. also noch etwas ... blutiger vor. Und sag mir dann, dass du das gerne deinen Gästen servieren würdest ... Und ja, ich weiß, dass es nicht unbedingt dafür gedacht ist, aber nur, damit hier niemand auf Ideen kommt.

8. Angeben: Entenkeule mit Rotkohl und Serviettenknödel

Saison-Spezialität: Entenkeule mit Rotkraut und Serviettenknödel.
Besonders zu Weihnachten in vielen deutschen Haushalten zu finden. © Müller, Bernd

Ein weiterer Klassiker auf dem Weihnachtstisch, den ich aber ebenfalls in 35 Grad Hitze essen und empfehlen würde. Deutschland hat den Grün- und den Rotkohl halt echt drauf und worüber wir auch sprechen müssen sind Knödel. Die sind in jeder Form so unglaublich lecker, dass Touris sie einfach einmal probieren MÜSSEN.

9. Verstecken: Eier in Aspik

Eier und Gemüse in Aspik.
Sorry, aber Aspik war wirklich noch nie meins. © kvkirillov / IMAGO

Was hingegen niemand jemals essen sollte, ist dieser Albtraum hier. Ja, ich weiß, mir wurde immer beigebracht, dass kein Essen eklig ist und ich versuche ja, mich daran zu halten. Aber ganz ehrlich: WAS ist das hier? Und wer ist überhaupt auf die Idee gekommen, es zu kreieren? Ich sage das wirklich nicht gerne, aber mir wird wirklich übel, wenn ich Aspik angucke. Also serviere es deinen Gästen vielleicht nur dann, wenn du sie unbedingt loswerden möchtest.

10. Angeben: Currywurst

Currywurst mit Pommes.
Currywurst ist absolut unschlagbar. © Wolfgang Maria Weber/Imago

Und um Aspik ganz schnell wieder zu vergessen, lass uns lieber über die Krönung aller deutschen Gerichte sprechen: Currywurst! Sie ist nicht umsonst so beliebt und wird gerne mal von den Deutschen ins Ausland getragen, um sich in einer neuen Folge „Goodybe Deutschland“ mit ihr selbstständig zu machen. Ich liebe sie, du liebst sie, wir alle lieben sie. Und die Pommes dazu sind schließlich auch das, was wir am liebsten haben: Kartoffeln in ihrer besten Form.

Wenn wir schon über die leckere Seite der deutschen Küche geredet haben, dann guck doch auch mal, um welche 7 Speisen wir unser Nachbarland Österreich total beneiden.

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