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12 Leute, die ein Doppelleben geführt haben, bis es - oder bis es nicht - über ihnen zusammengebrochen ist

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„Er ist buchstäblich von BDSM-Partys am Samstagabend zu den Gottesdiensten am Sonntagmorgen gegangen.“

Übersetzt aus dem Englischen von einem Post von Mike Spohr.

Vor Kurzem haben wir die BuzzFeed-Community gebeten, uns von den Leuten in ihrem Umfeld zu erzählen, die ein Doppelleben geführt haben. Und einige Geschichten, die dabei herausgekommen sind, machen wütend und brechen einem das Herz, während andere witzig und teilweise sogar einfach großartig sind.

1. „Ich hatte einen wirklich guten Freund, der in seinen Sechzigern - und später Siebzigern - war. Er war ein netter, weiser und liebenswürdiger Mensch und noch dazu ein Stützpfeiler seiner Kirche, der immer allen geholfen hat, die in Not waren. Gleichzeitig war er ein äußerst beliebter Senior in der BDSM-Community.“

„Er ist buchstäblich von BDSM-Partys am Samstagabend zu den Gottesdiensten am Sonntagmorgen gegangen und hat an beidem mit gleich viel Begeisterung und Freude teilgenommen. Als er starb, wurden die Ausrichter*innen seiner Beerdigung mit doppelt so vielen Gästen wie erwartet überrascht.“

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2. „Eine gute Freundin meiner Mutter hat früher gleich nebenan gewohnt. Mit ihrem Mann hatte sie zwei Kinder im Teenageralter und sie wirkten wirklich glücklich. Eines Tages wachte sie auf und ihr Ehemann war verschwunden.“

„Wie sich herausgestellt hat, war er nebenbei noch mit einer anderen Frau zusammen, die gerade ihre gemeinsamen Zwillinge zur Welt gebracht hatte, woraufhin er auf Dauer zu seiner neuen Familie gezogen ist. Niemand wusste von dieser Zweitfamilie oder davon, dass er praktisch alles doppelt besessen hat. Einmal bei seiner Frau und nochmal bei der anderen Frau.“

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3. „Wir hatten auf der Highschool eine Referendarin im Biologieunterricht. Sie war süß, hilfsbereit, wurde selten laut und war generell ziemlich unauffällig. Eines Tages ist sie nicht mehr zum Unterricht gekommen und die Woche darauf gingen Gerüchte rum, dass sie angeblich Drogen hergestellt und verkauft hat.“

„Unser Lehrer hat nichts zu den Gerüchten gesagt, aber noch am selben Abend wurde in den Lokalnachrichten von der Verhaftung unserer Referendarin berichtet, mit Polizeifoto und allem.“

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4. „Mein Onkel Ron war eine Dragqueen. Er ist nie groß rausgekommen, aber er hat echt viel Zeit und Mühe in seine Kunst investiert. Er hat die Sache verheimlicht, indem er behauptet hat, dass sein Bowling-Team jeden Samstag und Sonntag trainieren würde.“

„Das Team gab es wirklich, allerdings haben sie sich nur jeden Sonntag getroffen. Ungefähr fünf Jahre lang hat er sein Geheimnis bewahrt - bis wir für eine Bacheloretteparty in einer Bar gelandet sind, die etwa eine halbe Stunde von Zuhause entfernt war. Dort ist - wie sich herausgestellt hat - mein Onkel an diesem Abend aufgetreten. Er hat mich und meine Freund*innen gebeten, sein Geheimnis für uns zu behalten.“

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5. „Mein Urgroßvater ist während des Spanischen Bürgerkriegs verschollen. Er hat seine Frau und zwei Kinder zurückgelassen. Deshalb musste meine Urgroßmutter als Schmugglerin zwischen der Spanisch-Portugisischen-Grenze arbeiten. Nach Kriegsende hat sich herausgestellt, dass er gar nicht gefallen oder in Kriegsgefangenschaft geraten ist... tatsächlich hat er nie im Krieg gekämpft.“

„Er hat sich von Galicien (im Nordwesten Spaniens) nach Barcelona (im Nordosten Spaniens) verdrückt, wo er die kleine Schwester meiner Urgroßmutter geheiratet hat! Er war mit der einen Schwester auf der republikanischen Seite und mit der anderen Schwester auf der nationalistischen Seite verheiratet. Heute sprechen die beiden Seiten der Familie überhaupt nicht mehr miteinander.“

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6. „Mein Ex hat mir erzählt, dass er Geschäftsführer im Einzelhandel ist und den Großteil seines Geldes durch Aktiengeschäfte und sein eigenes Unternehmen gemacht hat. Es war nicht sehr überraschend, dass die Details seiner Geschichten nicht zusammengepasst haben. Nachdem wir Schluss gemacht hatten, habe ich einen Privatdetektiv auf ihn angesetzt.“

„Es ist herausgekommen, dass er ein verurteilter Straftäter war und sein Geld durch den Handel mit illegalen Drogen gemacht hat. Ach, und er hat mich MEHRMALS betrogen.“

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7. „Als ich in der Highschool war, habe ich als Nanny für eine junge Mutter mit zwei kleinen Töchtern gearbeitet. Sie hatte sie von ihrer Familie entfremdet und ist mit ihrem Freund in eine andere Stadt gezogen, um nochmal neu anzufangen. Ihr Freund war über 30 Jahre älter als sie und hat immer noch zum größten Teil in New York City gelebt.“

„Ihr Zuhause war sehr spärlich eingerichtet - am Küchentisch stand nur ein einziger Stuhl, mit einem Hochstuhl daneben. Sie hat immer einen sehr einsamen Eindruck gemacht, außer dann, wenn ihr Freund in der Stadt war. Sie haben mich extrem gut bezahlt, die Sache hat sich aber trotzdem etwas komisch angefühlt.

Irgendwann habe ich herausgefunden, dass ihr Freund verheiratet war und mit seiner Familie in New York lebte. Sie war die ehemalige Nanny seiner Kinder, die er geschwängert und in meiner Heimatstadt versteckt hatte (die ganz nebenbei sehr weit von New York entfernt liegt). Ihre Familie hat sie verstoßen, als sie erfuhren, dass sie das Kind eines verheirateten Mannes bekommen würde und die Beziehung fortsetzen wollte. Letztendlich hat der Freund seine Familie für sie verlassen, bis dahin haben sie dieses Geheimnis aber über viele Jahre gehütet.“

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8. „In meinen frühen Zwanzigern hatte ich eine gute Freundin, die sich als pathologische Lügnerin entpuppt hat. Sie hat sogar Tagebuch darüber geführt, wem sie welche Lügen erzählt hat.“

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9. „Es gab diesen super mürrischen Vertretungslehrer an meiner Schule. Er war in seinen Siebzigern, 1,50 groß und fies bis auf die Knochen. Vor ein paar Jahren habe ich durch einen Facebook-Freund herausgefunden, dass dieser Lehrer Gewichtheber-Champion war und sogar den nationalen Titel in der Altersgruppe 65+ geholt hat!“

„Ich denke, dass ich mich glücklich schätzen konnte, dass er ein anderes Ventil für seine Aggressionen gefunden hat.“

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10. „Die Ex-Freundin meines Cousins war jeden Abend stundenlang im Badezimmer. Eines Nachts hat sie vergessen, die Tür zuzuschließen und er ist reingekommen, als sie gerade eine Liveshow vor der Webcam veranstaltet hat. So hat er herausgefunden, dass sie seit Monaten ein Webcam-Girl war. Die Beziehung hat nicht sehr lange gehalten.“

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11. „Einer meiner Großonkel hatte eine Familie in Nordirland und eine weitere Frau und Familie in Schottland. Als seine Frau in Nordirland gestorben war, hat er seine Kinder verlassen, seinen Namen geändert und ist zu seiner anderen Familie gezogen. Seit Jahren hat keiner in meiner Familie etwas von ihm gehört.“

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12. „Als ich in der Middleschool war, wusste ich, dass ich lesbisch bin. Bevor ich in die Highschool gekommen bin, gab es dort eine Reihe von Hassverbrechen, weswegen ich schreckliche Angst hatte, dass es jemanden erfahren würde. Mein Freund - der ein schwuler Mann ist - und ich haben deshalb so getan, als wären wir ein Paar. So kam mein Doppelleben ins Rollen...“

„Meine Mutter hat an einer anderen Highschool auf der anderen Seite der Stadt unterrichtet. Ich bin dort jeden Tag nach der Schule hingegangen, weil ich als Tutorin gearbeitet habe. Einer der Schüler dort hat mir von einer Homo-Hetero-Allianz an der Schule erzählt, zu der sie nach der Stunde unterwegs waren. Ich hatte bis dahin keine Ahnung, dass so etwas Großartiges existiert. Ab diesem Zeitpunkt bin ich zu jedem Treffen gegangen, habe mich vor meinen Freund*innen dort geoutet und habe mich sogar mit einem Mädchen aus der Gruppe verabredet. ich war ein stiller, schüchterner Teenager mit einem Freund auf der einen Seite der Stadt und einer festen Freundin auf der anderen.

Als es Zeit für den Abschlussball wurde, hat mich meine Freundin zu ihrem eingeladen. Wir sind zusammen hingegangen, haben zusammen getanzt und hatte jede Menge Spaß. Mein angeblicher Freund und ich sind auf unseren Abschlussball gegangen. Ich habe auch mit ihm getanzt, als ein Mädchen aus der anderen Schule auf uns zugekommen ist. Bevor ich irgendetwas sagen konnte, hat sie angefangen zu schreien, dass ich meine Freundin betrügen würde und sie es ihr gleich am Montagmorgen sagen würde. Erstmal: Hut ab vor dem Mädchen, das bereit war, mich so zu konfrontieren. Nur leider haben alle mitgehört und die Neuigkeit hat sich schnell verbreitet. Die Katze war aus dem Sack. Zum Glück hatte ich nur noch ein paar Wochen bis zum Abschluss und es ist alles gut gegangen. Inzwischen bin ich Vorsitzende des LGBTQ-Clubs an meinem College und erzähle diese Geschichte allen Erstsemestern, die zu uns kommen.“

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Einige Antworten wurden gekürzt und/oder der besseren Verständlichkeit halber bearbeitet.

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