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26 Leute sprechen offen darüber, warum sie keine Kinder wollen

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„Ich habe nicht die Geduld dafür, eine gute Mutter zu sein“.

Das Thema Abtreibungsrechte und generell die Entscheidung, keine Kinder haben zu wollen, sind immer wieder Themen, die stark diskutiert werden. Als Reddit-User u/AGstudios22 die r/AskReddit-Community gefragt hat: „Was bringt dich dazu, keine Kinder haben zu wollen?“, haben über 28.000 Menschen diese Frage beantwortet.

Eine junge Frau schaut nachdenklich in die Ferne.
Nicht jede:r möchte einmal Kinder haben. © IMAGO/moodboard

Um das Bewusstsein für diese Themen zu schärfen, haben wir einige ihrer unglaublich ehrlichen und aufrichtigen Antworten zusammengestellt.

Hinweis: Einige der Beiträge befassen sich mit Themen wie Kindesmissbrauch, postpartalen Depressionen und Suizidgedanken. Wenn dich eines dieser Themen beschäftigt, findest du bei einer Telefonseelsorgestelle Hilfe. Diese bietet dir zu jeder Tages- und Nachtzeit anonym Beratung am Telefon an. Die bundeseinheitlichen Telefonnummern 0800-1110111 oder 0800-1110222 sind kostenlos.

Die Telefonseelsorge bietet auch Beratung im Internet an.

Anmerkung: Die Antworten stammen teilweise von US-Bürger:innen.

1. „Ich kann mich kaum um mich selbst kümmern. Manchmal habe ich das Gefühl, dass ich es unmöglich schaffen würde, mich auch noch um einen anderen Menschen zu kümmern.“

Eine Frau sitzt verzweifelt auf dem Küchenboden, neben ihr ein umgefallener Topf, Soße auf dem Boden.
Mit Kindern kommt auch eine große Verantwortung einher. © Andriy Popov/YAY Images

—u/gnophy

2. „Ehrlich gesagt, finde ich die Vorstellung einer Schwangerschaft oder davon, Kinder zu haben, furchtbar.“

„Ich glaube, das würde mein Leben ruinieren, meinen Körper und meine Finanzen. Ich würde 21 Jahre vergeuden und wäre am Ende abgemagert, pleite und tot. Ich würde dieses Kind so sehr dafür hassen, dass es mein Leben ruiniert hat. Ich weiß, es wäre nicht seine oder ihre Schuld, aber ich könnte mich nicht dazu durchringen, dieses Kind zu mögen, wenn ich gezwungen wäre, es gegen meinen Willen zu bekommen. Natürlich wird das nie passieren, und wenn doch, dann gnade dem Kind Gott. Ich würde in Kanada abtreiben.“ —u/89412shinyempanadas

3. „Meine mentale Gesundheit und meine finanzielle Situation. Ich würde kein Kind so erziehen wollen, wie ich erzogen wurde.“

—u/badasslexxc

4. „Es ist irreversibel. Wenn man sich einmal dazu entschlossen hat, Kinder zu bekommen, kann man es nicht mehr rückgängig machen.“

„Wenn man also all diese Zweifel hat und Ängste davor, kein guter Elternteil zu sein, ist es schwer, den Schritt zu wagen. Außerdem müsste ich jemanden finden, mit dem ich ein Kind haben kann, und auch mehr Geld verdienen, damit ich uns eine Existenz aufbauen kann. Aber ich denke, das ist zweitrangig, wenn man es wirklich durchziehen will.“—u/Latifi_WDC_2023

Ein junge Frau schaut auf ihr Handy, das sie in den Händen hält.
Kinder sind eine Entscheidung fürs Leben. © IMAGO/YAY Images

5. „Diese Kinder, deren Eltern völlig normal sind und die sich trotzdem wie kleine Serienmörder:innen verhalten.“

—u/mikmikthegreat

6. „Ich habe eine bipolare Störung. Ich glaube fest daran, dass, wenn ich jetzt (mit 23) ein Kind bekäme, ich es versehentlich töten würde. Nicht aus Nachlässigkeit, sondern weil Babys einfach so viel Aufmerksamkeit benötigen.“

„Sie schreien die ganze Zeit, postpartale Depressionen machen mir Angst. Und wenn mein Zustand richtig schlimm ist, dann bin ich gewalttätig. Ich weiß, wer ich in diesem Moment bin, und wenn ich ein Kind hätte, das ständig schreit und es dafür dann keine Lösung gäbe, könnte ich einen plötzlichen Kindstod verursachen. Ich kann leicht an die Decke gehen, und das ist nicht gut für ein Kind. Ich weiß, dass ich mich ändern kann. Und ich habe große Fortschritte gemacht. Aber im Moment, nein. Ich möchte kein Kind bekommen. Ich bin seit 14 Jahren in Therapie. Das ist nicht genug Zeit, um zu heilen.“ —u/overtly-Grrl

7. „Die Tatsache, dass mich nichts wirklich dazu bringt, ein Kind haben zu WOLLEN. Ich habe das Gefühl, dass man ein überwältigendes Verlangen haben sollte, Eltern zu werden – das habe ich nicht, warum sollte ich also ein Kind bekommen?“

Eine Frau liegt auf einem Sofa.
Nicht jede:r ist fürs Kinderkriegen gemacht. Und das ist auch vollkommen okay so. © IMAGO/YAY Images

—u/pupsnpogonas

„Als Kind eines Elternteils, der es nicht aktiv wollte, danke ich dir, dass du darüber nachdenkst, was das mit einem Kind macht.“ —u/fivefeetofawkward

8. „Ich wäre aus Angst ein Kontrollfreak. Es ist mir einfach zu viel Verantwortung. Außerdem hasse ich es, wenn jemand weint.“

—u/Alphabater0441

9. „Ich will nicht schwanger werden, ich will nicht, dass mein Damm aufgeschnitten wird, ich will mir nicht für den Rest meines Lebens in die Hose machen.“

„Ich habe nicht die Geduld, eine gute Mutter zu sein. Ich habe nicht die Fähigkeiten dazu. Ich wurde als Kind grausam missbraucht und dann in ein Pflegeheim gesteckt. Ich hatte nie einen vernünftigen und stabilen Vormund, welche Fähigkeiten könnte ich also mitbringen? Natürlich lautet die Antwort der meisten Leute: ‚Das kriegt man schon hin‘, aber ich bin eine zweifach diplomierte Sozialarbeiterin mit ziemlich viel Erfahrung in der Arbeit mit Menschen, die keine Eltern hätten werden sollen. Ich kann euch sagen, dass man es manchmal verdammt noch mal NICHT hinbekommt.“ —u/AhFFSImTooOldForThis

10. „Ich verliere den Rest meiner Jugend, um ein Kind aufzuziehen.“

Studio Portrait einer Mutter mit ihrer Tochter.
Ein Kind kann ein sehr großer Einschnitt in das Leben sein. © IMAGO/YAY Images

—u/a1234321

11. „Ich traue mir selbst nicht zu, dass ich motiviert genug wäre, mich ständig um das Kind zu kümmern und es so zu behandeln, wie es das verdient!“

—u/adidhadid

„This. Als ich aufwuchs, war es so, dass wenn mein Vater ein Problem nicht mit damit lösen konnte, dass er Geld drauf warf oder seine Hände benutzte, dann machte er es nur noch schlimmer. Die eigentliche Erziehung lag zu 99 Prozent bei meiner Mutter, und ich wuchs mit einem geringen Selbstwertgefühl, lähmenden Depressionen und schrecklichen Ängsten auf. Papa ist kein schlechter Mensch. Er ist einfach nicht in der Lage gewesen, ein Elternteil zu sein, wenn es ihm keinen Spaß gemacht hat.“ —u/whiteeyes32

12. „Ich bin seit fast einem Jahrzehnt klinisch depressiv. Wochenbettdepressionen gehören zu den Dingen, die mir bei dem Gedanken daran, Kinder zu bekommen, Angst machen.“

—u/LillFluffPotato

13. „Ich habe 30 Jahre gebraucht, um ‚mich selbst zu finden‘. Wenn ich nur daran denke, diese Identität zu verlieren und sie durch einen großen MAMA-BÄR-Aufkleber zu ersetzen, dreht sich mir der Magen um.“

„Es gibt einige Aspekte, die verlockend sind, wenn man ein Kind hat: Es wird mich anhimmeln, es wird vielleicht die gleiche Musik/Filme/Hobbys mögen wie ich, es wird mich lieben und für mich sorgen, wenn ich alt bin. Aber nichts davon ist garantiert und es erscheint mir egoistisch und das Risiko nicht wert.“ —u/internet_poser

Close Up Porträt einer lächelnden Frau.
Nicht jede Frau muss auch Mutter werden. © IMAGO/YAY Images

14. „Ich muss nur meine Familie ansehen. Dieser Fluch endet mit mir.“

—u/mlc2475

15. „Ich habe fast mein ganzes Leben lang mit einem älteren Bruder zu tun gehabt, der eine geistige Behinderung hat. Er ist 32 Jahre alt, benimmt sich aber die meiste Zeit wie ein 7-Jähriger.“

„Ich liebe ihn über alles, aber da ich mit ihm aufgewachsen bin (ich bin jetzt 22), habe ich einfach nicht die Geduld, noch einmal mit so einer Situation umzugehen.“ -u/MajesticxFlan

„Das ist mein großes Problem. Ich fühle mich deswegen schrecklich, aber die Angst, ein Kind zu bekommen, das nicht zu einer völlig unabhängigen Person ohne Einschränkungen heranwächst, hält mich davon ab. Wenn es eine Garantie dafür gäbe, dass es gesund ist, würde ich es mir vielleicht noch einmal überlegen.“ -u/VanessaClarkLove

16. „Egoismus. Ich mag meine Freiheit, aufzuwachen, wann ich will oder hingehen zu können, wo ich will, ohne mir Gedanken machen zu müssen wie ‚Wer passt auf meine Kinder auf?‘ oder ‚meine Kinder sind wach, also muss ich wach sein‘. Ich schätze meine persönliche Freiheit mehr als alles, was mir ein Kind bieten könnte.“

Close Up von einem jungen lächelnden Mann.
Kinder zu bekommen kann auch bedeuten, gewisse Freiheiten aufgeben zu müssen. © IMAGO/YAY Images

-u/WhyAmIEvenHereJesus

„Versteh mich nicht falsch, ich liebe meine Tochter über alles. Aber ich vermisse es verdammt noch mal, nichts planen zu müssen. Wenn man Kinder hat, muss man nicht nur ihr Leben planen, sondern auch Dinge wie die ganzen Essenszeiten, einfach alles.

Und weil man nur noch so wenig Zeit hat, muss man am Ende auch noch seinen eigenen Sche*ß planen, sonst bekommst du nichts gebacken. Das ist ehrlich gesagt verdammt anstrengend ...“ -u/NotForMeClive7787

17. „Ich will ja nicht mal existieren, warum sollte ich also jemand anderen dazu zwingen wollen, zu existieren? Das erscheint mir einfach grausam.“

—u/sgtbradley

18. „Ich habe einfach nie welche gewollt. Als Kind habe ich nie mit Babypuppen gespielt und als Teenager habe ich nie darüber nachgedacht, auf Kinder aufzupassen.“

„Ich habe mich immer unwohl gefühlt, wenn Leute so was gesagt haben wie: ‚Wenn du Kinder haben wirst‘ (im Gegensatz zu ‚falls du Kinder haben wirst‘). Ich habe Babys nie niedlich gefunden, ich kann mir nicht vorstellen, 24 Stunden am Tag mit einem kleinen Menschen zu verbringen. Vor allem ist die Vorstellung, für das Glück und die Entwicklung dieses kleinen Wesens verantwortlich zu sein und dafür zu sorgen, dass es ein anständiger, funktionierender Mensch wird, unglaublich angsteinflößend.“ —u/Mwuuh

19. „Ich möchte keine genetisch bedingten chronischen Schmerzen/psychischen Krankheiten weitergeben.“

Eine traurige oder depressive Frau sitzt zusammengekauert auf dem Boden.
Auch Vorerkrankungen können ein Grund sein, keine Kinder zu wollen. © IMAGO/YAY Images

—u/JamesBlonde21

20. „Aus eigener Erfahrung gefällt mir der Gedanke nicht, ein Kind in die Welt zu setzen, in der wir leben.“

„Ich würde viel lieber ein Kind adoptieren, das an einem gefährlichen Ort oder in einem Problemgebiet lebt. Da draußen gibt es Millionen von Kindern, die hungern, da draußen gibt es Millionen von Kindern, die missbraucht werden. Ich rette lieber eines von ihnen, als ein weiteres Kind in diese elende Welt zu bringen.“ —u/Red_Archived_505

21. „Ich bin Lehrerin und habe täglich mit Kindern und Eltern zu tun.“

„Die meisten Eltern, die ich treffe, beschweren sich auf subtile Weise darüber, wie anstrengend es ist, Kinder zu haben, wie teuer es ist, dass sie keinen Schlaf bekommen, dass sie keine Freizeit haben usw. Dann merken sie in der Regel, dass sie nicht dabei gesehen werden können, wie sie sich darüber beschweren, dass sie Kinder haben und hängen am Ende noch ein: ‚Aber es ist das Beste, was ich je getan habe‘ dran. Dieser Teil fühlt sich immer wie der an, der am wenigsten ehrlich ist, während sich alles davor wie die Wahrheit anfühlt.“ —u/TheHawk17

22. „Schlafmangel und der Stress. Ich möchte ein friedliches und einigermaßen einfaches Leben. Ich genieße die Ruhe, ich genieße die Zeit allein, ich genieße meinen Schlaf. Kinder passen da überhaupt nicht rein.“

Eine Frau liegt in einer Badewanne.
Es gibt viele Gründe Kinder zu bekommen - und auch viele, dies nicht zu tun. © IMAGO/YAY

—u/Sserenityy

23. „Ich kann ein Kind so erziehen, wie ich es für richtig halte, aber man kann es nur bedingt vor dem Internet schützen.“

„Ich habe Angst davor, was die Zukunft mit dieser ganzen Gehirnwäsche durch Prominente und Influencer:innen bringt. Ich habe das Gefühl, dass meine Generation (Anfang der 90er Jahre) die letzte war, die davor einigermaßen sicher war.“ -u/AtasHRC

24. „Es kostet einfach zu viel. Die durchschnittliche Geburt kostet ohne Komplikationen etwa 40.000 US-Dollar. Eine anständige Kindertagesstätte in meiner Nähe kostet 1400 Dollar im Monat. Das allein ist mir schon Grund genug.“

—u/cavemanfitz

25. „Erderwärmung/Klimawandel. In den nächsten 50 Jahren werden sich die Menschen buchstäblich um Wasser streiten.“

„Ich komme aus einem Entwicklungsland, und die Wasser-, Strom- und Gasknappheit hier ist Wahnsinn. Selbst wenn ich einigermaßen gut verdiene, ist es unwahrscheinlich, dass ich mir zu Lebzeiten ein eigenes Haus kaufen kann. Die Sommer werden immer unerträglich heißer, Gewalt gegen Frauen/das unendliche Patriarchat und Frauenfeindlichkeit. Wenn ich eine Tochter habe, wird diese Welt für sie eher ein Ort sein, an dem sie sich sicher als frei bewegen wird müssen, egal wie gut ihre Schulausbildung war oder wie intelligent sie ist.“ —u/allourwrongtodays49

Klimawandel Protestierende versammeln sich während eines Schulstreiks
Der Klimawandel stellt eine reale Gefahr für künftige Generationen dar. © James Ross/AAP/IMAGO

26. „Kinder können Beziehungen ruinieren. Es ist nicht ihre Schuld, aber sie tun es. Mangelnde Intimität, fehlende Zeit zu zweit, finanzielle Probleme, die zu anderen Problemen führen, usw.“

„Daran kann man arbeiten, aber ich möchte nicht riskieren, meine Beziehung zu belasten. Bei uns ist alles perfekt, so wie es ist.“ —u/Sserenityy

Wie denkst du über das Kinderkriegen? Lass es uns, wenn du magst, gerne in den Kommentaren wissen!

Neulich haben wir außerdem einen Post über Frauen veröffentlicht, die es bereuen, Mutter geworden zu sein und ihre dafür Gründe geteilt haben

Dieser Post von Raven Ishak wurde aus dem Englischen übersetzt.

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