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Männer teilen Momente, in denen sie Frauen unheimlich waren und warum sie sich darauf geändert haben

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„Ein Spruch hat mir sehr dabei geholfen, mich zu ändern: ,Männer haben Angst von Frauen zurückgewiesen zu werden. Frauen haben Angst, von Männern getötet zu werden.‘“

Übersetzt von einem Post von Daniella Emanuel. Dieser Artikel erschien zuerst auf Englisch.

Wir leben leider in einer Gesellschaft, in der Frauen tagtäglich als Objekte angesehen werden. Es wäre einfach, die Schuld bei den von Männer dominierten Medien zu suchen oder mit dem Finger auf die Männer zu zeigen, die einem auf der Straße hinterherrufen. Die Wahrheit ist aber auch, dass die Täter sehr oft Männer sind, die man persönlich kennt.

Auch wenn wir noch einen langen Weg vor uns haben, was den Respekt gegenüber Frauen angeht, so hat mir wenigstens ein Reddit-Thread Hoffnung auf Besserung gemacht. Reddit-User u/rocketbot99 hat den Männern, die sich Frauen gegenüber früher unheimlich benommen und seitdem ihr Verhalten geändert haben, eine wichtige Frage gestellt: Was hat euch dazu gebracht, euch zu ändern?

Hier sind einige der Antworten mit den meisten Upvotes:

1. „Mit Frauen zu sprechen, sich mit ihnen anzufreunden, meinen Freundeskreis zu ändern, erwachsen zu werden, Empathie zu lernen und der letzte ausschlaggebende Punkt: Nüchtern werden.“

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2. „Zu hören, wie sich eine Frau über etwas beschwert und zu denken: ,Oh scheiße, sowas hab ich auch schon gemacht.‘ Das hat mir sehr dabei geholfen, einige Dinge zu ändern.“

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3. „Heute hört sich das für mich komisch an, aber ich bin in einem Haushalt aufgewachsen, in dem es normal war, sich gegenseitig eine Rücken-, Nacken- oder Schultermassage zu geben. Ich habe das lange bei meinen Freund*innen gemacht. Für mich war das einfach ein Weg zu zeigen, dass ich mich um sie kümmere. Im Nachhinein ist mir klar, dass ich ohne Zweifel unheimlich rübergekommen bin.“

„Ich habe damit aufgehört, als ich beobachtet habe, wie das jemand bei einer Frau macht und ich ihren Gesichtsausdruck dabei gesehen habe. In dem Moment hat es einfach ‚Klick‘ gemacht.“

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4. „In der Schule war ich ein dauergeiler kleiner Perverser, der mitten in der Pubertät steckte. Ich habe mir auch nicht sonderlich Mühe gegeben, es zu verbergen. Ich habe immer körperliche Nähe zu einer Freundin gesucht, auf die ich damals stand. Wenn ich jetzt darauf zurückblicke, sehe ich, wie falsch das von mir war.“

„Ich musste erst viel darüber nachdenken, wie sich Frauen durch dieses Verhalten gefühlt haben müssen und wie es sie beeinflusst hat, um endlich damit aufzuhören. Rücksichtnahme hilft einfach sehr.“

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5. „Zu lernen, dass jede Form von Aufreißermaschen eine massive Form des Lügens ist, die sozialisolierte Männer nutzen, um aus der sozialen Interaktion mit Frauen ein Spiel zu machen.“

„Jede dieser Taktiken ist einfach nur merkwürdig, toxisch und emotionaler Missbrauch. Nicht nur, dass es nicht funktioniert. Falls es funktioniert, wäre es moralisch untragbar.“

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6. „Mir ist klar geworden, dass sich nicht die ganze Welt um mich dreht. Als ich ein junger Erwachsener war, habe ich eine Phase durchlaufen, in der ich viel zu hartnäckig versucht habe, eine Freundin zu finden. Das hat oft eingeschlossen, dass ich Freundschaften mit echtem Interesse verwechselt habe.“

„Ich war nie ein Stalker und es ist auch nie soweit gekommen, dass jemand einschreiten musste oder dass es überhaupt kommentiert wurde. Trotzdem war es für die betroffenen Frauen sicher unangenehm und Kolleginnen gegenüber unprofessionell.“

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7. „Mir ist klar geworden, dass meine Homosexualität nichts ändert. Ich habe mir nie Gedanken darüber gemacht, dass Frauen mein Verhalten unheimlich finden könnten, weil ich ja kein sexuelles Interesse an ihnen habe. Ich dachte mir so, dass sie sich deshalb dann ja keine Sorgen machen müssen oder sowas.“

„Natürlich bedeutet das nicht, dass die Frauen das wussten. Und selbst, wenn sie es wussten, ändert das nichts an der Tatsache, dass ich ein Mann bin und manche Verhaltensweisen unangebracht sind.“

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8. „Ich musste erst erkennen, dass ich von Alkohol, Pornographie und Sex abhängig bin. Seit ich ein Kind war, habe ich Frauen als Objekte gesehen und habe mich ihnen gegenüber aggressiv verhalten. Ich glaube, das lag daran, dass ich schon in jungen Jahren Zugang zu sexuellen Inhalten hatte. Ich dachte, dass alle Beziehungen wie in Filmen und Serien sein müssten und habe dieses Verhalten einfach nachgemacht.“

„Als ich erstmal nüchtern war, wurde mir klar, dass ich ein echtes Monster war. Darauf habe ich alles Notwendige unternommen, um mich zu ändern. Jede Menge Therapie. Sehr viel Weinen. Selbstreflexion, warum ich mich so verhalte. Und das Loskommen von meinen Süchten. Es war ein langer Weg, aber ich bin froh, sagen zu können, dass ich seit einem Jahr in einer liebevollen und hingebungsvollen Beziehung bin, in der ich endlich auch Grenzen akzeptiere.“

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9. „Mir ist klar geworden, dass ich kein Ritter in glänzender Rüstung bin und sie keine Prinzessinnen, die verehrt oder gerettet werden müssen.“

„Anstatt mich also bei ihnen einzuschmeicheln, habe ich einfach angefangen, normale Gespräche mit ihnen zu führen. Wenn eine Frau nur knappe Antworten gibt und mit einer defensiven Körpersprache reagiert, entschuldige ich mich und lasse sie in Ruhe.“

DancinginAshes

10. „Mir ist klar geworden, dass sie nicht lachen, weil ich lustig bin. Sie lachen, weil sie Angst vor mir haben.“

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11. „Als mit meiner ersten Freundin Schluss war, hat es mir das Herz gebrochen. Ich habe sie ständig angerufen und am Telefon geheult. Ich habe sogar damit gedroht, mich umzubringen und habe es ihr auch gesagt. Das ging eine ganze Weile so.“

„Eines Tages habe ich ihr wieder mit Selbstmord gedroht und bin betrunken ins Bett gegangen. Am nächsten Morgen hatte ich eine Nachricht von ihr auf meiner Mailbox, in der sie geweint und mich angefleht hat, es nicht zu tun. Ich habe mich schrecklich für mein Verhalten ihr gegenüber geschämt. Diese Nachricht hat mir klar gemacht, was aus mir geworden ist. Es war immer ihr Recht, genauso wie meins, jederzeit mit mir Schluss zu machen, aus welchem Grund auch immer. Und das ohne von ihrem Ex verfolgt und traumatisiert zu werden. Mein Verhalten war wirklich bösartig und toxisch.“

Fire_The_Torpedo2011

12. „Ich habe Frauen immer angegrinst, wenn ich mit ihnen geredet habe. Für mich war das lange Zeit einfach ein Ausdruck von Selbstbewusstsein. Bis mir eine Kollegin gesagt hat, dass ich versuchen sollte weniger unheimlich rüberzukommen.“

„Darauf habe ich selbst mal auf meine Mimik und Körpersprache geachtet. Man, das muss wirklich verdammt gruselig und unsympathisch gewirkt haben. Tut mir sehr leid, alle zusammen.“

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13. „Eine Frau hat mir mal gesagt, dass sie kein Interesse hat - und das wegen etwas richtig Unheimlichem, das ich getan habe und sie total abgeschreckt hat. Damals war mir überhaupt nicht klar, dass mein Verhalten gruselig war. Mir hatte das noch nie jemand gesagt, aber ich bin echt froh, dass sie es gemacht hat. Sie hätte mich schließlich auch einfach überall blockieren und ignorieren können.“

„Für diejenigen, die es interessiert: Es ging um Facebook-Stalking. Mein junges, ignorantes Ich hat damals gedacht, dass es cool wäre, sie mit persönlichem Wissen über sie zu überraschen. So wollte ich ihr jedenfalls mein Interesse zeigen. Eine echte Grenze habe ich damit überschritten, als ich sie nach befreundeten Typen gefragt habe, die in den Kommentaren unter ihren Bildern mit ihr geflirtet haben.“

—Parictis

14. „Ein Spruch hat mir sehr dabei geholfen, mich zu ändern: ,Männer haben Angst von Frauen zurückgewiesen zu werden. Frauen haben Angst, von Männern getötet zu werden.‘“

„Das hat mir wirklich die Augen geöffnet. Inzwischen versuche ich, mit Frauen so umzugehen, dass nicht die Alarmglocken in ihren Köpfen losgehen.“

CrushHazard

15. „Ich war nicht der Creep. Das war mein Freund. Wir waren in einer Bar und er ist zu dieser Frau gegangen und hat ihr durchs Haar gestrichen. Seiner Erzählung zufolge lief es so ab... Er sagte: ,Du hast wunderschöne Haare.‘ Dann hat ihm die Frau ins Gesicht geschlagen und er wurde aus der Bar geworfen.“

„Nach ungefähr zehn Minuten haben wir mitbekommen, dass er verschwunden war und haben ihn am Auto getroffen. Er war im ganzen Gesicht blutverschmiert und hat sich total geschämt. Meine Frau war auch dabei und wir haben uns beide gewundert, warum er einfach so eine fremde Frau angefasst hat. Inzwischen ist er verheiratet und kein Creep mehr. In dieser Nacht ist ihm klargeworden, dass Frauen ihm gleichgestellt und keine Spielzeuge sind.“

Roofchop

16. Und zuletzt: „Viele Posts auf Reddit zu lesen, darüber wie weit verbreitet das Problem für Frauen ist, von Männern als Objekt gesehen zu werden und ihren Mikroaggressionen ausgesetzt zu sein. Dass Leute diese Dinge ausgesprochen haben und was es für sie bedeutet, hat mich mein eigenes Verhalten gegenüber Frauen in Frage stellen lassen. Bitte sprecht weiter darüber - es funktioniert!“

—increasinglybold

Einige Antworten wurden gekürzt und/oder der besseren Verständlichkeit halber bearbeitet.

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