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11 österreichische Redewendungen, die dir das Leben vereinfachen

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Von: Emily Erhold

Bildmontage von einem Mann, der mit einem Koffer läuft und einem Flugzeug, das bereits abgehoben hat.
Für jede Art von Situation gibt es in Österreich die passende Redewendung. © Andy Beales/Clay Banks/Unsplash

Deutsch ist eine reiche Sprache. Österreichisches Deutsch ist aber noch reicher. Manche Redewendungen aus dem Alpenland würden auch den Deutschen guttun.

Sharing ist caring, hier also ein paar Redewendungen, die Österreich gerne mit der Welt teilt:

1. Es geht sich aus

„Es geht sich aus“ ist so vielschichtig, tiefgründig und nützlich wie ein österreichischer Knödel. Dinge, die passen, gehen sich aus. Wenn man genug Zeit hat, geht es sich aus. Wer am Ende des Monats nur noch ein paar Euro auf dem Konto hat, kann sich selbst mit den Worten „das wird sich schon ausgehen“ beruhigen. Es wird eben einfach passen.

2. Schau ma mal

Wer sich doch nicht ganz so sicher ist, dass es sich ausgehen wird, der kann einfach auf das gute alte „Schau ma mal“ zurückgreifen. Wörtlich übersetzt heißt es so viel wie „Sehen wir es uns einmal an“. Aber so konkret sollte die Redewendung dann doch nicht interpretiert werden. „Schau ma mal“ heißt, dass das Ergebnis alles sein kann, die Situation aber auch nicht zu ernst genommen wird.

3. G‘hupft wie g‘hatscht

Geht es sich aus? Schau ma mal! So oder so: es ist es g‘hupft wie g‘hatscht. „G‘hupft wie g‘hascht“ heißt so viel wie „es ist egal“, nur braucht man bei der Aussprache noch eine Extra-Portion Wurschtigkeit.

4. Geh bitte!

Wie so oft bei österreichischem Deutsch ist bei dieser Redewendung der Tonfall wichtig. Je nach Situation und Aussprache kann „Geh bitte“ nämlich so viel heißen wie „Macht nichts“ oder „Lass mich nur bitte damit in Ruhe“ oder „Bitte nicht schon wieder“ oder „Passt schon“ oder oder oder...

5. G‘schmackig

„Lecker“ gibt es in Österreich nicht. Stattdessen sagt man, dass etwas gut schmeckt. „G‘schmackig“ wird aber eher auf ironische Weise verwendet, etwa bei einer ekelhaften Wunde.

6. Aufg‘wärmt is nua Gulasch gut

Du willst es nochmal mit einem Ex versuchen? Denk daran: Aufg‘wärmt ist nur Gulasch gut... und Chili und Pizza, manchmal auch Curry. Aber du verstehst schon.

7. Schleich di!

Ein einfaches „geh weg“ tut es nicht immer. Manchmal muss man einfach schnell und treffsicher seinem Gegenüber vermitteln, dass man lieber nicht seine Gegenwart genießt. „Schleich di“ ist innerhalb von einer Millisekunde rausgespuckt und daher sehr praktisch.

8. Gusch

„Halt die Fresse“ ist schon eine sehr zeitaufwändige Art, jemanden zu sagen, dass er oder sie leise sein soll. „Gusch“ spart Zeit und bringt‘s auf den Punkt.

9. Oida

„Oida“ ist nur ein Wort, aber kann je nach Situation als ganzer Satz verstanden werden. Richtige Österreicher*innen schaffen es sogar, ganze Konversationen mit diesem Wort zu führen. Zum Beispiel: „Oidaaaa? Oidaa? Oida? Oida!“ könnte so viel heißen wie „Hey, du auch hier? Alter, ignorierst du mich gerade? Hallo? Ok dann nicht!“

10. Heast, du Beidl

Ist zwar sehr, sehr wienerisch, sollten aber alle verwenden! „Heast“ kann man nicht übersetzen. „Du Beidl“ bedeutet so viel wie „du Penis“. „Heast, du Beidl“ kann man vor jede Aussage stellen und ihr damit noch mehr Ausdruck verleihen: „Heast, du Beidl, schleich di“ zum Beispiel. Aber „Heast, du beidl, kum her, lass dich drücken“, funktioniert genauso gut.

11. Wie schau ma aus?

„Wie schau ma aus“ kann man je nach Lust und Laune als „Wie ist der neueste Stand?“, „Bist du schon fertig?“, „Können wir schon los“, „Wie weit bist du?“, verwenden.

Du willst mehr Österreich-Content? Dann sie dir an, welche Dinge du als Deutscher auf keinen Fall in Österreich machen solltest.

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