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18 österreichische Wörter, die jedem Deutschen Spanisch vorkommen

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Von: Emily Erhold

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Österreichische Flagge mit dem Wort „Gspusi“ in der Mitte.
Auch wenn man in Österreich Deutsch spricht, verstehen die Deutschen nicht alles, was ihre Nachbar*innen von sich geben. © Michael Christen/Pixabay

Nicht nur die regionalen Dialekte, auch das hochoffizielle österreichische Deutsch kann für Deutsche ziemlich zach zu verstehen sein.

Österreich ist ur vielfältig. Neben österreichischen Dialekten, gibt es auch die sogenannten Austriazismen, also leiwande österreichische Wortkreationen, die es offiziell ins Wörterbuch geschafft haben. Trotzdem ist es für Deutsche ziemlich zach einer österreichischen Konversation zu folgen.

1. Haberer

„Haberer, was ist mit dir?“

Dein Kumpel ist in Österreich dein Haberer. Wenn jemand etwas macht, das ziemlich uncool ist, kann der Ausdruck mit einem Fragezeichen beendet werden. Wirst du mit „Haberer?“ angesprochen und hat dein Gegenüber dabei die Augenbrauen hochgezogen, wird wohl keine Freundschaft zwischen euch entstehen.

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2. hackeln

„Heute ist die Hacken aber besonders zach!“

Ihr Deutschen geht in die Arbeit, manche sogar auf die Arbeit. Wir Österreicher*innen gehen hackeln oder in die Hacken. Hackeln bedeutet so viel wie schwere Arbeit verrichten, kann also auf jede Art von Arbeit angewendet werden, weil Arbeiten ist immer schwer. Aber nicht jeder, der hackeln geht, ist auch ein Hackler. Hackler sind tatsächlich Schwerarbeiter. Deswegen gibt es auch die sogenannte Hacklerregelung, eine besondere Pensionsbestimmung für Langzeitversicherte bzw. Schwerarbeiter.

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3. zach

„Das Meeting heute war ur zach.“

Manchmal kann die Hacken ziemlich zach (Aussprache: zaaaaaach) sein. Es gibt auch zache Menschen. Eine zache Partie ist eine Situation, die sich zieht wie ein Kaugummi. Zach bedeutet so viel wie zäh oder mühsam.

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4. klauben

„Die Tschick, die du gerade weggeworfen hast, kannst gleich wieder aufklauben.“

Nach einem langen Arbeitstag oder einem langen Wochenende kann man uns Österreicher*innen meistens vom Boden aufklauben. Das bedeutet so viel wie aufheben. Klauben heißt aber auch pflücken oder sammeln.

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5. Schnackseln, oder Pudern

„Geschnackselt hab ich ihn.“

Sex auf österreichisch.

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6. Patschen

„Oida, wo san meine Patschen?“

Wer mit dem Rad in die Hacken fährt und einen Patschen hat, wird höchstwahrscheinlich zu spät kommen. Aber auch, wenn man zu Hause kalte Füße bekommt, spielen Patschen eine Rolle. Ein Patschen ist nämlich nicht nur ein Platten, sondern auch ein Hausschuh.

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7. patschert

„Heute bist aber auch besonders patschert oder?“

Das Adjektiv „patschert“ hat weder mit einem Reifen noch mit Schuhen zu tun. Wer patschert ist, fällt oft zu Boden, stolpert über seine eigenen Füße und muss oft Gläser nachkaufen - tollpatschig halt.

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8. Haxn

„Brich da nicht deinen Haxn!“

Wer patschert ist, bricht sich hin und wieder auch mal einen Haxn. Einen Hendl-Haxn kann man essen. Ihr Deutschen sagt dazu Bein beziehungsweise Keule.

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9. Klumpert

„Geh, was hast‘n scho wieder für ein Klumpert kauft?“

Es gibt viel Klumpert auf dieser Welt. Stürzt der Computer wieder einmal ab? Ein Klumpert! Die Waschmaschine funktioniert wieder einmal nicht? So ein Klumpert! Das Handy hat keinen Speicher mehr? Absolutes Klumpert! Soll heißen: Nutzloses oder nicht funktionierendes Zeug.

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10. Gschropp

„Ma, die Gschroppen geh ma wieder auf die Nerven.“

Nicht jeder mag sie: Gschroppen. Immerhin sind sie keine ganzen Menschen, sondern nur halbe. Sie dürfen nicht wählen, am Anfang können sie nicht mal schreiben oder lesen. Richtig, die Rede ist von Kindern.

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11. Sackerl

„Das heißt nicht Tüte, sondern Sackerl, du Piefke!“

Wer in einem österreichischen Geschäft nach einer Tüte fragt, wird ganz bestimmt schief angeschaut. Sackerl heißt das Zauberwort.

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12. ur

„Ur zach war die Hacken heute wieder einmal.“

Ur cool, ur geil, ur nice, aber auch ur zach und ur deppert: Ur ist unser Wort für „sehr“, kann in einer Konversation aber auch einfach random eingestreut werden.

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13. deppert

„Wie deppert kann man eigentlich sein?“

Ur deppert sind in Österreich vor allem alle anderen. Ur deppert ist jemand, der im Café einfach nur einen „Kaffee“ bestellt. Ur deppert sind die Leute, die mit offenen Schuhen auf den Berg hatschen - eben sehr blöde Menschen.

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14. hatschen

„Mir tan scho die Haxn weh vom vielen Hatschen.“

Wer hatscht, der geht. Wenn‘s läuft, hatscht man aber nicht unbedingt. Hatschen ist eher ein zaches Gehen.

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15. Gspusi

„Er ist nur a Gspusi!“

Das Gspusi ist sehr wichtig, wenn es um Sex und Liebe geht. Wer in einer monogamen Beziehung ist, sollte keines haben, hat aber manchmal eines. Wer mehrere Gspusis auf einmal hat, bei dem läuft’s, die G‘schicht ist aber auch ganz schön anstrengend. Ein Gspusi ist ein Mensch, mit dem man gerne Zeit verbringt - im Schlafzimmer und manchmal auch außerhalb. Schmusen tut man besonders gerne mit einem Gspusi, für eine Beziehung reicht es aber dann doch meist nicht. Mit einem Gspusi hat man eben eher eine lockere G‘schicht am Laufen.

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16. Schmusen

„Schmus ma?“

Wer schmust, ist fix zam - oder auch nicht. Schmusen ist weniger als Sex aber definitiv mehr als ein Bussi.

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17. Oida

„Oida, was ist mit dir?“

Oida ist dein bester Freund, deine beste Freundin, dein Vater, deine Cousine, aber auch der nervige Nachhilfe-Schüler, der nicht versteht, was du ihm da gerade beibringst. Oida kann aber auch als Adjektiv oder Verb verwendet werden. Oida ist der Allzweck-Reiniger der österreichischen Sprache. Ganze Konversationen können mit diesem Wort geführt werden.

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18. leiwand

„Haberer, du bist ur leiwand“

BuzzFeed ist leiwand, gutes Essen ist leiwand, nette Menschen sind leiwand. Leiwand ist einfach großartig.

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19. Baba

„Ich gehe, bussi baba“

Tschüss, Ciao, auf Wiedersehen. Bussi Baba!!!

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