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18 Serientode, über die wir dringend öfter sprechen müssen

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Von: Nadja Rödig

Finn Hudson aus „Glee“ im Umkleideraum in Footballmontur, mit geschlossenen Augen. Alison aus „The Affair“ hält ein kleines Mädchen im Arm
Trauriger als mit diesen Serientoden wird es heute nicht © Cinema Publishers Collection/Imago/Everett Collection/Imago

Du kommst nur schwer, über den Tod deiner liebsten Serienfiguren hinweg? Dann lass uns hier in bester Gruppentherapie-Manier endlich mal darüber reden.

Jahrelang fiebert man mit, hofft man, investiert Stunden in eine geliebte Serie! Bis er auf einmal da ist: Der Serientod deiner liebsten Figur. Und oh man, wie tut das weh! Aber weißt du, was fast noch mehr wehtut? Wenn nicht ansatzweise genug Leute darüber reden. (Oder irgendwann damit aufhören.) Nicht mit mir! Mach dich auf jede Menge Schmerz und genauso viele Spoiler gefasst.

Hinweis: Die folgenden Serien thematisieren Suizid, Mord und Todesfälle.

Serientode, die uns mit einem gebrochenen Herzen und viel Redebedarf zurückgelassen haben

1. Poussey Washington in „Orange is the New Black“

Samira Wiley als Poussey Washington in „Orange is the New Black“
Samira Wiley als Poussey Washington in „Orange is the New Black“ © Netflix via Everett Collection/Imago

Dieser Tod tut umso mehr weh, wenn du dir Realität ansiehst. Denn Pousseys Tod ist nicht nur unerträglich, sondern leider auch viel zu realistisch. Die junge Schwarze Frau wird während eines Gefängnisaufstands von einem Wärter zu Boden gedrückt und solange dort festgehalten, bis sie schließlich aufhört zu atmen.

Schauspielerin Samira Wiley fasst die Trauer und die Bedeutung ihres Serientodes am besten zusammen: „Es gibt Leute, die fernsehen und vielleicht keine persönliche Beziehung zu Black Lives Matter haben, aber sie kennen Poussey. Was ich online von Leuten gelesen habe, ist einfach diese tiefe Traurigkeit, etwas, das sie nicht abschütteln können. Und genau das möchte Jenji (Autorin und Produzentin von OITNB), dass die Leute das fühlen, sie möchte, dass die Leute es nicht abschütteln können.“

2. Hodor in „Game of Thrones“

Isaac Hempstead Wright & Kristian Nairn als Bran Stark und Hodor in „Game of Thrones“
Isaac Hempstead Wright & Kristian Nairn als Bran Stark und Hodor in „Game of Thrones“ © HBO via Mary Evans/Imago

Hodor war nicht umsonst ein echter Fanliebling. Immerhin war er einer der wenigen (wenn nicht sogar der einzige) in „Game of Thrones“, der keine egoistischen Absichten verfolgt hat. Alles was er wollte war seinem Freund zu helfen. Dass sein ganzes Leben darauf hinauslaufen sollte, für eben diesen Freund zu sterben, macht die Sache nur noch trauriger.

3. Opie Winston in „Sons of Anarchy“

Tommy Flanagan & Ryan Hurst als Filip Chibs Telford und Harry Opie Winston im Knast in „Sons of Anarchy“
Tommy Flanagan & Ryan Hurst als Filip Chibs Telford und Harry Opie Winston in „Sons of Anarchy“ © Allstar/Imago

Opies Opfer in „Sons of Anarchy“ hat dir sehr wahrscheinlich das Herz rausgerissen und dich völlig aufgelöst zurückgelassen. Noch VIEL emotionaler wird die Todesszene allerdings, wenn du weißt, dass nicht nur Jax, Tig und Chibs während dem Dreh anwesend waren. Stattdessen hat Schauspieler Ryan Hurst darauf bestanden, in seinem letzten Moment als Opie allen Jungs in die Augen sehen zu können, mit denen er die letzten 5 Staffeln gearbeitet hat. Wenn das mal kein emotionaler Drehtag war.

4. Alison Lockhart in „The Affair“

Ruth Wilson als Alison in „The Affair“
Ruth Wilson als Alison in „The Affair“ © Showtime via Everett Collection/Imago

Mit der 4. Staffel von „The Affair“ hat die Showtime-Serie nicht nur einen echten Tearjerker rausgehauen: Nach vielen tragischen Rückschlägen in ihrem Leben geht es in dieser Staffel für Alison zu Ende. Nur über das Warum konnte man lange streiten. Was zunächst wie ein Selbstmord aussieht, wird wenig später als Mord durch Alisons Freund Ben aufgelöst. Eine Enthüllung, die sicher viele Fans erstmal nicht gekauft haben. „The Affair“ ist schließlich bekannt dafür, dass seine Erzähler*innen nicht die verlässlichsten sind.

Inzwischen hat Producerin Sarah Treem allerdings bestätigt, dass es tatsächlich Mord war. Eine Tatsache, mit der das Publikum alleine fertig werden darf, während jede*r im Serienuniversum anders denkt.


5. Jack Pearson in „This is Us“

Milo Ventimiglia als Jack in „This is us“
Milo Ventimiglia als Jack in „This is us“ © NBC via Everett Collection/Imago

Jack Pearsons Tod ist für Fans von „This is Us“ natürlich keine Überraschung. Schließlich wird die Serie nicht chronologisch erzählt und wir waren alle gefasst darauf, irgendwann Milo Ventimiglias Serientod sehen zu müssen ... Aber hat wirklich jemand gedacht, dass es SO schlimm sein würde?

Selbstredend stirbt Jack als Held. Aber nicht in dem Feuer, das im Haus der Pearsons ausbricht, so wie wir es wahrscheinlich alle vermutet haben. Nein, stattdessen rettet Jack seine ganze Familie, den Familienhund und ein Fotoalbum. Erst im Krankenhaus machen sich die Auswirkungen des Rauchs auf den Vater bemerkbar. Und wenn du nicht mindestens so sehr wie Mandy Moore als Rebecca geheult hast, dann weiß ich auch nicht.

6. Justin Ripley in „Luther“

Warren Brown als Justin Ripley in „Luther“
Warren Brown als Justin Ripley in „Luther“ © BBC via Everett Collection/Imago

Du konntest „Luther“ über den Tod von DS Ripley hinaus weiterschauen? Dann herzlichen Glückwunsch, du hast offensichtlich echt ausdauernde Tränendrüsen. Persönlich ist für mich selbst nach dem dritten Anlauf an dieser Stelle erneut Schluss. Wenn du Fan der BBC-Serie bist, kannst du das wahrscheinlich nachempfinden. Denn Justin war nunmal der loyalste Kollege (und Freund!), den Idris Elbas Luther in der Serie hatte. Noch dazu war er empathisch und immer bereit, alles für den Job zu tun ... Was ihn letztendlich bekannterweise das Leben gekostet hat.

7. Marina Nunier Osuna in „Élite“

María Pedraza als Marina in „Élite“
María Pedraza als Marina Nunier Osuna in „Élite“ © Manuel Fernandez-Valdes/Netflix

Marinas Tod kam unerwartet und definitiv viel zu früh. Nur eine Staffel hatten wir Zeit, sie in „Élite“ kennenzulernen, bevor sie von Polo in einem Streit erschlagen und verblutend zurückgelassen wird. Geradezu unerträglich wird das Ganze, als auch noch ihr Freund Nano während der Ermittlungen in Staffel 2 für ihren Tod verantwortlich gemacht wird. Zwar kommt nach Polos eigenen Tod die ganze Wahrheit ans Licht, aber das heißt nicht, dass wir ihren Tod so einfach wegstecken können.

8. Ben Sullivan in „Scrubs - Die Anfänger“

Dr. Cox und Ben in „Scrubs - Die Anfänger“
John C. McGinley und Brendan Fraser in „Scrubs - Die Anfänger“ © NBC via Everett Collection/Imago

Brendan Frasers Gastrolle als Jordans Bruder und Perrys bester Freund Ben Sullivan ist so ziemlich legendär. Seine kurzen Auftritte waren zum Totlachen und hatten dennoch einen überraschend düsteren Nachgang. Kein Wunder, dass sein Tod zu den Momenten von „Scrubs - Die Anfänger“ zählt, die uns bis heute zum Heulen bringen.*

9. Lexie Grey in „Grey‘s Anatomy“

Chyler Leigh als Lexie Grey in „Grey‘s Anatomy“
Chyler Leigh als Lexie Grey in „Grey‘s Anatomy“ © ABC via Everett Collection/Imago

Diese Serie kann ohne Probleme eine ganz eigene Liste mit tragischen Serientoden füllen. Einige davon zählen zu den tränenreichsten Abschieden, die „Grey‘s Anatomy“ bis jetzt gesehen hat.* An der Spitze der Tearjerker steht aber ohne Frage der Tod der kleinen Grey in Staffel 8. Dass Chyler Leighs Figur sterben würde, wussten noch nichtmal ihre Schauspielkolleg*innen!

April Kepner-Schauspielerin Sarah Drew erzählte in einem Interview, wie sie es herausgefunden hat: „Wir haben alle beim Tableread geweint, weil niemand damit gerechnet hat. Es gab Gerüchte, dass vielleicht jemand sterben könnte, aber niemand [außer Chyler] wusste, wer.“

10. Lance Sweets in „Bones - Die Knochenjägerin“

John Francis Daley als Sweets in „Bones“
John Francis Daley als Sweets in „Bones“ © 20thCentFox via Everett Collection/Imago

Es gibt wohl niemanden, der sich nicht über den Tod von Sweets in „Bones - Die Knochenjägerin“ die Augen ausgeheult hat. Die Szene mit seinen zwei Co-Stars Emily Deschanel und David Boreanaz war einfach zu emotional, um darüber so schnell hinwegzukommen. Aber ob du es glaubst oder nicht, die Szene kann sogar noch trauriger werden: Denn seinen Serientod musste Schauspieler John Francis Daley mitten in der Nacht drehen und als er fertig war, konnte er sich von fast niemanden mehr verabschieden, weil alle schon zu Hause oder auf der Comic-Con waren. Armer Sweets!

11. Finn Hudson in „Glee“

Cory Monteith als Finn Hudson in „Glee“ kniet in Football-Montur im Umkleideraum.
Cory Monteith als Finn Hudson in „Glee“ © Cinema Publishers Collection/Imago

Gleeks erinnern sich mit Sicherheit noch genau an den Tag, als die traurige Nachricht von Schauspieler Cory Monteiths Tod* bekannt wurde. Neben seinen vielen Fans trauerte auch die gesamte Crew um den Darsteller von Finn Hudson. Beiden ist die Folge „Der Quarterback“ gewidmet, in der Finns plötzlicher Tod thematisiert und verarbeitet wird. Es gibt wohl keinen Serientod, der bis heute so mitnimmt.

12. Paul Hennessy in „Meine wilden Töchter“

John Ritter & Kaley Cuoco als Paul und Bridget Hennessy in „Meine wilden Töchter“
John Ritter & Kaley Cuoco als Paul und Bridget Hennessy in „Meine wilden Töchter“ © Allstar/Imago

„Meine wilden Töchter“ ist ein weiteres Beispiel dafür, wie der Tod eines Schauspielers in seine Serie übernommen wurde. Zum Zeitpunkt seines Todes im Jahr 2003 spielte John Ritter die Hauptrolle Paul Hennessey, unteranderem neben seiner Serientochter und spätere Penny in TBBT Kaley Cuoco.

Der plötzliche Tod Ritters wurde für die Serie zum neuen Handlungsstrang, in dem Pauls Familie versucht, mit dem Verlust fertig zu werden. Aber nicht nur „Meine wilden Töchter“ hat sich für dieses Gedenken entschieden. Auch „Scrubs - Die Anfänger“ widmet John Ritter eine Folge, der in der Serie J.D.s Vater gespielt hat.

13. Michael Cordero in „Jane the Virgin“

Brett Dier als Michael Cordero, Jr. in „Jane the Virgin“
Brett Dier als Michael Cordero, Jr. in „Jane the Virgin“ © CW Network via Everett Collection/Imago

Michaels Tod in „Jane the Virgin“ hat so ziemlich jeden umgehauen. Dazu hat besonders Gina Rodriguez‘ emotionale Performance beigetragen, in dem Moment als sie von Michales Tod erfährt. Aber hast du dich schon mal gefragt, was sie beim Dreh am Telefon gehört hat? Tatsächlich erzählte Showrunner Jennie Snyder Urman in einem Interview, dass Brett Dier extra eine Sprachnachricht für Gina aufgenommen hat, in der er ihr als Michael versichert hat, wie sehr er sie liebt. Oh man ...

14. Charlie Bradbury in „Supernatural“  

Jared Padalecki und Felicia Day als Sam und Charlie sitzen einem Wagen in „Supernatural“
Jared Padalecki und Felicia Day als Sam und Charlie in „Supernatural“ ©  Everett Collection/Imago

Wenn du „Supernatural“ gesehen hast, dann weißt du wahrscheinlich, dass es besonders vielen Frauen in der Serie letztendlich an den Kragen geht — insbesondere denjenigen, die den Winchesters nahestehen. Nicht nur etliche von Sams Liebhaberinnen sterben der Reihe nach, sondern mit Jo und Ellie Harvelle auch zwei von Dean und Sams engsten Freundinnen.

Kaum ein Tod hat sich in Supernatural aber so unfair und falsch angefühlt wie der von Charlie Bradbury. Gerade als sie endlich das Buch der Verdammten entschlüsselt hat, wird sie eiskalt ermordet und blutüberströmt in einer Badewanne in einem Hotelzimmer zurückgelassen. Ja, ich weiß, Deans darauffolgende Mordserie sollte uns zeigen, wie schlimm es um ihn und das Kainsmal steht, aber musste Charlie dafür wirklich draufgehen? -beigetragen von BuzzFeed-Autorin Michelle Anskeit (weil die Autorin keine Ahnung von „Supernatural“ hat)

15. Mike Ehrmantraut in „Breaking Bad“

Jonathan Banks als Mike in „Breaking Bad“
Jonathan Banks als Mike in „Breaking Bad“ © AMC via Everett Collection/Imago

Wenn du an Serientode und „Breaking Bad“ denkst, dann doch sicher als erstes an Walter White himself, richtig? Falls es aber in deinem Fall Mike Ehrmantraut sein sollte, dann fühl dich an dieser Stelle einmal richtig doll gedrückt. Denn dieser ehemalige Cop hätte zehnmal besseres verdient, als von Heisenberg abgeknallt zu werden. Vielleicht könnte man leichter über sein vorzeitiges Ende hinwegkommen, wenn man ihn in „Better Call Saul“ nicht so gut kennengelernt hätte. Das war es allerdings wiederum wert.

16. Babakar Diop in „Lupin“

Fargass Assandé als Babakar Diop im Arbeitszimmer von Hervé Pierre als Hubert Pellegrini in „Lupin“
Fargass Assandé als Babakar Diop und Hervé Pierre als Hubert Pellegrini in „Lupin“ © Emmanuel Guimier/Netflix

Assane Diop aus dem Netflix-Hit „Lupin“ ist einfach der Beste!* Einer der Hauptgründe, warum wir den Gentleman-Dieb so gerne gegen seinen Erzfeind gewinnen sehen wollen, ist leider seine tragischste Erinnerung: Der Tod seines Vaters Babakar, der von einem Auftragsmörders Hubert Pellegrini getötet wurde. Auch hier sieht es zunächst nach einem Selbstmord aus, was die Sache für seinen Sohn Assane umso grausamer macht.

17. Ash in „Black Mirror: Wiedergänger“

Domhnall Gleeson in der „Black Mirror“-Folge „Wiedergänger“
Domhnall Gleeson in der „Black Mirror“-Folge „Wiedergänger“ © Channel Four via Everett Collection/Imago

Okay, das „Black Mirror“ verdammt düster ist, dürfte für niemanden etwas Neues sein. Mit der 1. Folge der 2. Staffel geht Serienschöpfer Charlie Brooker aber auf ein ganz neues Level. Ash — gespielt von Domhnall Gleeson — kehrt nie von einer kurzen Erledigung zurück, womit seine schwangere Freundin Martha allein und am Boden zerstört zurück bleibt.

Die ganze Folge dreht sich um die Bewältigung von Verlust, natürlich mit einem technischen Twist. Martha nutzt erst eine App und schließlich sogar eine Nachbildung von Ash, um weiter mit ihrem Freund kommunizieren zu können. Oder zumindest mit dem, was er an Spuren im Internet hinterlassen hat. Eine gruselige Vorstellung und dennoch unendlich traurig.

18. Und Beths Adoptivmutter Alma Wheatley in „Das Damengambit“

 Marielle Heller als Alma Wheatley und Anya Taylor-Joy als Beth Harmon in „Das Damengambit“
Marielle Heller als Alma Wheatley und Anya Taylor-Joy als Beth Harmon in „Das Damengambit“ © COURTESY OF NETFLIX

„Das Damengambit“ ist nicht nur die Geschichte einer brillanten Schachspielerin, sondern auch die vom Tod zweier Mütter. Beths Probleme als Erwachsene lassen sich zwar stark auf den Suizid ihrer leiblichen Mutter und ihre Zeit im Waisenhaus zurückführen, reden will ich mit dir aber über den Tod ihrer Adoptivmutter. Alma Wheatley nimmt Beth als Teenagerin bei sich auf und beginnt schon früh, sie in ihrer Karriere zu unterstützen. Klar, sie tut das auch aus eigennützigen Gründen. Dennoch wird sie zur wichtigsten Person im Leben ihrer Tochter und ihr plötzlicher Tod stürzt Beth in ein Loch, aus dem sie fast nicht mehr hinaus findet. Da helfen dir auch keine Taschentücher mehr.

Du nach dieser Liste:

Welche Serientod hängt dir immer noch nach? Verrate es uns in den Kommentaren oder lass dich etwas aufheitern: Durch diese Bromances in Serien, die einfach glücklich machen.* (*BuzzFeed.de und tz.de sind Angebote von IPPEN.MEDIA)

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