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11 Horrorgeschichten, die ich bei der Arbeit im Supermarkt erlebt habe

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Von: Friederike Hilz

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Eine Mitarbeiterin an der Fleischtheke fragt: „Darf es noch was sein?“ Ein Kunde im off antwortet: „Ja, aber dafür müsste ich hinter die Theke kommen.“
Horrorgeschichten aus dem Supermarkt © Panthermedia/Imago

Supermärkte sind der Vorhof zur Hölle.

Als Student:in hat man nicht so viel Auswahl, wenn man arbeiten will. Ich habe zum Beispiel über zwei Jahre neben dem Studium in einer Metzgerei, in einem Supermarkt gearbeitet. Und ganz ehrlich, ich habe immer noch Albträume davon. Hier habe ich für dich meine persönlichen schrecklichsten Kund:innen und Erfahrungen gesammelt ...

1. Die „netten“ älteren Herren.

Klar, man muss freundlich zu den Kund:innen sein. Aber manche haben einem das wirklich, wirklich schwer gemacht. Zum Beispiel die älteren Herren, die viel zu oft an die Theke gekommen sind. Anstatt ganz normal mit mir zu reden, haben sie versucht zu „flirten“. Betonung liegt auf versucht. Und sorry, aber das war einfach ekelig. Da fragt man ganz normal, ob der Kunde denn noch etwas braucht und was bekommt man als Antwort? „Ja, aber dafür müsste ich hinter die Theke kommen.“ Ein anderes Mal ist ein Kunde mit diesen Worten zu einer Kollegin und mir gekommen: „Wer von euch zwei Hübschen bedient mich denn?“ Jedes Mal, wenn ich daran denke, wird mir schlecht.

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2. Respekt? Fehlanzeige.

Weißt du, wie oft Leute einfach ohne Grund unfreundlich waren? Viel zu oft. Besonders vor Feiertagen haben fast alle Kund:innen ihren Respekt an der Ladentür abgelegt und all ihren Stress an meinen Kolleg:innen und mir ausgelassen. An fehlender Ware, längeren Wartezeiten und so weiter waren natürlich auch grundsätzlich wir schuld.

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3. Der spionierende Chef.

Weißt du, arbeiten ist einfach mega unentspannt, wenn man die ganze Zeit kontrolliert wird. In dem Supermarkt, in dem ich gearbeitet habe, musste man ständig auf der Hut sein, weil der Chef (oder andere Mitarbeiter:innen) ständig Fotos gemacht haben oder ganz zufällig zehnmal nacheinander vorbeigegangen sind. Spätestens am nächsten Tag gab‘s dann Ärger, egal ob berechtigt oder nicht. (Ganz nebenbei: der Chef hatte meine Arbeit übrigens noch nie selber gemacht.)

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4. Der besserwisserische Kollege.

Dieser eine Kollege war einfach nur nervig. Er hat sich in Kundengespräche eingemischt und wollte mir ständig erklären, wie ich meine Arbeit machen muss (die er übrigens noch nie zuvor gemacht hatte). Und wehe, ich habe mich deswegen beschwert. Dann ist er sehr ungehalten geworden.

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5. Der Kollege, der nicht verstanden hat, was „personal space“ ist.

Ich weiß ja nicht, wie es dir geht, aber ich bin kein großer Fan davon, wenn mehr oder weniger fremde Leute mich umarmen. Aber scheinbar geht das nicht jedem so, wie zum Beispiel diesem Kollegen. Mein offensichtliches Unwohlsein hat ihn nicht interessiert. Erst nach einem Gespräch mit den Chefs hat er endlich aufgehört.

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6. Der Kollege, der alle Mitarbeiterinnen belästigt hat.

Dieser Kollege war wirklich unangenehm. Schreckliche Flirtversuche und ungewolltes Anfassen waren bei ihm Programm. Einer Kollegin ist er sogar mal in die Umkleide hinterhergelaufen.

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7. Das eine Mal, als mich zwei Kund:innen beleidigt haben, weil ich sie auf Hygieneregeln hingewiesen habe.

Nach mehr als zwei Jahren Pandemie könnte man meinen, dass allgemeine Hygieneregeln kein Problem mehr sind. Tja, falsch gedacht. Also habe ich viel Zeit damit verbracht, Leute darauf hinzuweisen, dass man nicht alles mit bloßen Händen anfassen sollte. Und auch wenn ich den gleichen Satz ein Dutzend Mal am Tag sagen musste, habe ich immer versucht, freundlich zu bleiben. Dieses eine Mal habe ich ein älteres Paar angesprochen, dass sie bitte die Hinweisschilder beachten sollen und wie antwortet man auf so etwas? Natürlich mit persönlichen Beleidigungen.

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8. Oder der Kunde, der mir eine Verschwörungstheorie erklärt hat.

Ich habe den Kunden nur gebeten, seine Maske über die Nase zu ziehen. Daraufhin hat er mir zehn Minuten lang erklärt, dass die Coronapandemie eine Erfindung der Regierung sei und sowieso nicht schlimmer wäre als eine normale Grippe.

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9. Das Kind, das seinen Vater geschlagen hat.

Jedes Mal, wenn die beiden zur Theke gekommen sind, wollte der kleine Junge bestellen. Wenn sein Vater es stattdessen gemacht hat, ist er ziemlich schnell sauer geworden und hat ihn so lange gehauen, bis er seine Aufmerksamkeit hatte. Das war so was von unangenehm zu sehen...

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10. Die suboptimale Schichteinteilung.

Freie Wochenenden? Gab es nicht. Aber wer träumt nicht davon, samstags bis spät abends in der Arbeit zu stehen. Oder alternativ mitten in der Nacht aufzustehen, um sich dann in aller Früh schon mit Kund:innen herumzuschlagen.

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11. Und schließlich: die schlechte Bezahlung.

Auch wenn es vielleicht von außen nicht so scheint, die Arbeit im Supermarkt ist - egal in welcher Abteilung - ein echter Knochenjob. Aber die Bezahlung spiegelt das definitiv nicht wider. Trotzdem wurde erwartet, dass Mitarbeiter:innen sich für den Laden aufopfern, ohne dass man dafür mehr Geld bekommen hätte. Für eine Überstunde habe ich zum Beispiel nach Abzügen nicht mal meinen vollen Stundenlohn bekommen.

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Hast du schon mal in einem Supermarkt oder im Einzelhandel gearbeitet? Was waren deine schlimmsten Erfahrungen? Lass es mich in den Kommentaren wissen!

Supermärkte sind eine Welt für sich, eigentlich kann einen hier nichts mehr überraschen, oder? Aber hin und wieder wird man trotzdem geschockt. Hier findest du 27 Fotos aus deutschen Supermärkten, die bei mir Fragen aufwerfen.

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