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12 Tipps für den Moment, in dem du dich endlich zum Aufräumen aufraffst

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Von: Michelle Anskeit

Eine Schwarze Frau, die in einer aufgeräumten Wohnung auf einem Sofa sitzt und lächelnd mit ihren Haaren spielt. Auf dem Bild steht „12 Tipps, mit denen du dein Zuhause wieder sauber bekommst.
Wenn du das Aufräumen schon viel zu lange lange aufschiebst, dann haben wir heute 12 Tipps, mit denen du dein Zuhause wieder sauber bekommst. © xAntonioxOvejerox / IMAGO / Addictive Stock

Weil du dich bei all der Zeit im Lockdown vielleicht auch so fühlst, als wäre dein Zuhause schon seit Monaten nicht mehr richtig sauber gewesen und du jetzt endlich was daran ändern willst.

Wahrscheinlich bin ich nicht die einzige, die das Gefühl hat, dass sie die letzten Monate im Halbschlaf verbracht hat und sich immer wieder fragt, welcher Tag überhaupt ist. Und weil der Lockdown wirklich nicht gerade leicht ist, hast du vielleicht auch zusätzlich den Überblick über die Dinge verloren, die eigentlich dringend mal wieder erledigt werden müssten.

Wie zum Beispiel dein Zuhause aufzuräumen. Das ist durch die Zeit im Home-Office vielleicht unordentlicher, als du eigentlich ertragen kannst und innerlich schreist du deswegen vielleicht schon seit Wochen. Und weil dich das bestimmt noch mehr stresst und das niemand gebrauchen kann, will ich mich heute zusammen mit dir dazu aufraffen, daran etwas zu ändern.

Deshalb gibt es jetzt 12 Tipps, die dir helfen, dein Zuhause wieder richtig ordentlich zu bekommen

1. Gehe durch dein ganzes Haus und schreibe dir die Sachen auf, die dich (besonders stark) nerven

Eine Frau, die auf einem Tisch im Wohnzimmer sitzt und ein Notizbuch in der Hand hält, in welches sie mit einem Stift, den sie in der Hand hält, schon etwas herein geschrieben hat.
Bei mir sind es manchmal nur Kleinigkeiten, aber wenn die alle zusammenkommen, dann stresst es mich einfach extrem. © IMAGO / Westend61

In dem Buch „The Art of Showing Up“ empfiehlt Rachel Wilkerson Miller, sich jede Ecke deines Hauses anzugucken und aufzuschreiben, welche Gefühle sie jeweils in dir auslösen. Dabei sollst du so ehrlich wie möglich sein.

Dabei kannst du entweder Unordnung oder staubige Ecken notieren oder einfach bewerten, wie alles insgesamt aussieht. Hast du vielleicht ein Bild aufgehängt, dass du früher mochtest, mittlerweile aber absolut nicht mehr ausstehen kannst? Ist eine deiner Pflanzen schon lange tot und knusprig, aber du bist zu sturköpfig, um sie endlich wegzuwerfen? Schreib dir einfach alles auf und benutze die Liste, um alles anzugehen.

2. Teile dann die Liste in zwei Kategorien auf: Die Dinge, dich wirklich stark nerven und sich negativ auf dein Wohlergehen auswirken und diejenigen, die erstmal warten können.

Ein liniertes Notizbuch, das offen auf einer Holz-Oberfläche liegt. Auf der linken Seite steht „Wichtig“ und auf der rechten „Kann warten“.
Weil jede*r weiß, dass es nichts Motivierenderes gibt, als Listen abzuhaken. © IMAGO / xBLUEBLOODx Panthermedia09540300

Du kannst auch wie in Millers Buch drei Kategorien verwenden: „Sehr wichtig“, „Wichtig“ und „Irgendwann mal“. Falls dir schon aufgefallen ist, dass du irgendwo Schimmel hast, solltest du dich wahrscheinlich schneller darum kümmern anstatt die Kissen auf deinem Sofa auszutauschen.

Wenn du manche wichtigen Dinge - wie beispielsweise mal wieder das Bratrost zu säubern - erledigen möchtest, aber du denkst, dass sie einfach ewig dauern, haben wir ein paar Putz-Hacks für dich aufgeschrieben.

3. Schreibe eine Liste für jedes Zimmer oder jede Ecke und mache aus ihr kleine Aufgaben.

Eine Frau, die im Lotussitz auf einer grauen Couch sitzt und in ein Notizbuch oder einen Block schreibt. Vor ihr auf dem Tisch liegt ein Handy.
Das erinnert mich an meine Projekt-Management-Vorlesung. Einfach alles in kleine Aufgaben runterbrechen. © xAntonioGuillemx Panthermedia26547689 / IMAGO

Jetzt wo du deine Liste hast, müssen wir das ganze noch etwas weiter runterbrechen. Zum Beispiel ist „Küche aufräumen“ eine Aufgabe, die eigentlich aus mehreren kleinen Aufgabe besteht. Du kannst zum Beispiel deine Theken abwischen, deinen Müll rausbringen oder mal wieder deinen Mülleimer auswaschen ...

Ich benutze dafür immer meine Notizen-App auf dem Handy, wo ich alles aufschreiben und dann löschen kann, sobald es erledigt ist. So hast du direkt vor Augen, was du schon alles geleistet hast!

4. Überlege dir, wie viel du realistisch gesehen an einem Tag (oder einer Woche) schaffen kannst.

Ein Badezimmer, in dem eine große weiße Badewanne mit Duschvorhang steht. Daneben ist ein Fenster, durch das Licht strömt.
Wenn du es schon Ewigkeiten aufschiebst, einen neuen Duschvorhang zu kaufen, dann ist das auch eine kleine Aufgabe, die du erledigen kannst. © IMAGO / Shotshop

Natürlich wäre es super, wenn du alles an einem einzigen Tag oder einem Wochenende hinbekommen könntest, aber wir wissen beide, dass das wahrscheinlich nicht passieren wird. (Oder vielleicht doch, aber danach bist du dann so gestresst und müde, dass du ein ganzes Jahr lang nicht wieder putzen willst.)

Sei lieber ehrlich zu dir selbst. Miller schlägt vor, die Aufgabe in das zu unterteilen, was sie beanspruchen - Zeit, Geld oder Energie. Vielleicht hast du gerade nicht die Zeit, dein komplettes Badezimmer in einem Tag blitzblank zu putzen, aber hast stattdessen das Geld und die Energie, dir einen neuen Duschvorhang zu kaufen. Jeder Schritt zählt!

5. Räum auf, wenn du gerade Sachen aufschiebst.

Ein Schwarzer Mann, der in einem hellen Zimmer Klamotten auf einem gelben Bügelbrett bügelt.
Wenn du halt mehr drauf stehst, deine Hemden zu bügeln, als den Abwasch zu machen, hast du trotzdem auch wieder eine Aufgabe erledigt. © IMAGO / Westend61

Du kennst bestimmt den Witz, den alle immer über Autor*innen machen: Wenn sie eine Deadline haben, dann sind sie plötzlich wahnsinnig daran interessiert, lieber das Geschirr abzuspülen. Und es stimmt, weil jede*r gerne Sachen vor sich hin schiebt. Wichtig ist dabei, wie du prokrastinierst.

Wenn du gerade einfach keine Lust hast, dich auf diesen einen Job zu bewerben oder diesen Aufsatz zu schreiben, dann kannst du stundenlang durch Instagram scrollen oder stattdessen das machen, was du eigentlich schon lange erledigen wolltest. Beispielsweise die Küchentheke abwischen oder ein paar Hemden bügeln. Selbst 10 Minuten, in denen du eine Aufgabe im Haushalt erledigst, können deinem Hirn dabei helfen, frisch an eine Sache ranzugehen - und das auch noch mit einer saubereren Umgebung.

6. Nehme dir als Ansporn, dass du für deine alten Sachen Geld bekommen kannst.

Eine Person, die ein Foto von einem Bikini macht, der auf einem Bett liegt. Am oberen Rande des Bildes sind mehr Klamotten und ein Laptop zu sehen.
Auch wenn dich eBay Kleinanzeigen oder Kleiderkreisel manchmal fertig machen, am Ende freust du dich über den Platz und das Geld. © IMAGO / Westend61

Deine alten Klamotten auszusortieren kann anstrengend sein und auch noch Ewigkeiten dauern. u suchst nach Motivation suchst? Dann versuche doch, deine Klamotten auf verschiedenen Seiten zu verkaufen und somit fürs Ausmisten Kohle zu bekommen. Es gibt viele Portale wie eBay Kleinanzeigen oder Vinted, auf denen du deine alten Sachen ganz einfach loswerden kannst.

7. Wenn du mit jemanden zusammenwohnst, dann hab keine Angst davor, auch mal nach Hilfe zu fragen.

Eine Frau und ein Mann asiatischer Abstimmung räumen Kisten in das obere Regal eines Kleiderschranks. Beide lächeln dabei.
Meistens freut sich die andere Person schließlich auch, wenn alles mal wieder schön aussieht. © IMAGO / AFLO

Wenn du mit deine*r Partner*in, deinen Freund*innen oder deiner Familie zusammenwohnst, dann ist es wahrscheinlich, dass einige der alten Sachen auch zu ihnen gehören. Und weil jede*r eine andere Auffassung davon hat, was „sauber“ bedeutet, lohnt es sich nachzufragen, ob ihr nicht zusammenarbeiten könnt.

Du kannst zum Beispiel so etwas sagen wie „Hey, ich hab das Gefühl, dass dieses Regal irgendwie echt unordentlich aussieht. Wollen wir beide uns vielleicht am Wochenende mal eine Stunde Zeit nehmen, um das zusammen aufzuräumen und dann Pizza zu essen?“

8. Sorge dafür, dass bestimmte Putzmittel in deinem Zuhause immer vorrätig sind.

Eine weiße Toilettenbürste, ein gelbweißes Tuch, eine gelbweiße Zahnbürste, ein gelbes Putztuch, ein gelber Schwamm, eine Nagelbürste, ein gelber Topfschwamm und zwei gelbweiße Flaschenbürsten. Alles ist ästhetisch ansprechend nebeneinander aufgelistet.
Meine Putzmittel habe ich irgendwo in den Küchenschrank geworfen ... Mach‘s lieber besser als ich. © IMAGO / Westend61

Wenn du mal den Drang zum Putzen verspürst, dann hilft es Lappen, Schwämme, Spül-/Putzmittel und Glasreiniger griffbereit zu haben. (Denn sind wir mal ganz ehrlich: Du wirst deinen Badezimmer-Spiegel oder die Toilette wahrscheinlich nicht saubermachen, wenn du erstmal ewig nach den passenden Reinigungsmitteln suchen musst.)

9. Belohne dich damit, dir neue schicke Sachen für dein Zuhause zu holen.

Ein ästhetisch ansprechend eingerichtetes Wohnzimmer mit weißer Couch, Hockern, Holztisch, vielen Pflanzen und zwei Spiegeln.
Nach dem Aufräumen dann gleich erstmal die neue Bestellung bei Ikea, Otto und Co. reinhauen. © IMAGO / Cavan Images

Es ist nicht gerade motivierend, über das Aufräumen und Aussortieren nachzudenken, wenn du immer nur im Kopf hast, dass du dadurch Sachen weggibst. Versuche aber das Ganze als Möglichkeit zu sehen, dein Zuhause Stück für Stück so zu gestalten, wie du es gerne haben möchtest. Vielleicht musst du es so aufteilen, dass du dir für jede Aufgabe eine kleine Belohnung gönnst: Dein Zimmer aufräumen und dir dafür endlich diese schöne Lichterkette kaufen, die du schon so lange wolltest.

Was auch immer du gerne in deinem Zuhause magst: Es gibt eigentlich immer kleine (und oft auch nicht so teure) Dinge, mit denen sich dein Zuhause gleich viel schöner anfühlt.

10. Aber überlege dir auch, dir bestimmte Dinge zu kaufen, mit denen dein Zuhause in Zukunft aufgeräumt bleibt.

Ein kleiner brauner Yorkshire-Terrier, der auf einem Saugroboter sitzt. Der Saugroboter steht auf einem Laminat, das in einer hellen Wohnung liegt. Im Hintergrund sind eine Pflanze und ein Teppich zu sehen.
Ich nehme einmal den Saugroboter und den Hund, bitte. © IMAGO / Westend61

Ich selbst benutze einen Saugroboter, aber es gibt auch viele andere Wege, die Putzzeit in Zukunft herunterzuschrauben. Solltest du dir vielleicht noch ein Regal anschaffen, das für mehr Ordnung sorgt oder vielleicht lieber ein paar Pflanzen, die dir nicht so schnell wieder wegsterben? Umso besser du weißt, was wo hingehört, umso unwahrscheinlicher ist es, dass du deine Sachen einfach irgendwo hinschmeißt und dadurch Chaos hast.

11. Ändere deine Routine, um ab jetzt wieder weniger Räume unordentlich zu machen.

Zwei Frauen, die gemeinsam in einer Küche, die in Holztönen gehalten ist, frühstücken. Eine Schwarze Frau trägt einen Bademantel und hält einen Kaffee in der Hand, während sie die andere Frau anlächelt. Auf dem Tisch stehen Orangensaft und Blumen.
Krümel wieder auf dem Küchenboden anstatt im Bett. © IMAGO / Science Photo Library

Wahrscheinlich hast du dir während des Lockdowns auch bestimmte Dinge angewöhnt, die vielleicht gar nicht so gut für dich sind, die dich aber bisher durch diese Zeit gebracht haben. Bei uns zu Hause haben wir zum Beispiel angefangen, beim Abendessen einfach auf der Couch zu sitzen und fernzusehen. Wenn wir aber wieder mehr Energie haben, dann versuchen wir, wirklich am Tisch zu essen, um nicht das ganze Wohnzimmer voll zu krümeln.

Vielleicht hast du weniger regelmäßig Wäsche gewaschen oder abgespült, weil du erschöpft warst. War das eine Angewohnheit, die dir zwar eine Zeit lang geholfen hat, aber dir jetzt nichts mehr bringt? Dann ist jetzt die Zeit gekommen, das wieder zu ändern.

12. Nimm dir die Zeit, dein neues Zuhause zu genießen.

Eine Frau mit lockigen Haaren liegt auf einem Bett und lächelt, während sie mit einer Gabel eine Kiwi isst. Auf einem Tablett vor ihr stehen eine Schüssel mit Früchten, Orangensaft und Brote, sowie Kiwischeiben.
Jetzt hast du dir aber auch mindestens Takeout oder eine gute Serie auf Netflix verdient. © IMAGO / Cavan Images

Ich bin ein großer Fan von Gratitude Journals, wo du reinschreibst, für welche drei bis fünf Dinge du an dem Tag dankbar bist. Das hilft, die negativen Gefühle im Lockdown mit positiven auszubalancieren. Eine Sache, die ich aufgeschrieben habe, ist, wie viel besser ich mich nach dem Aufräumen gefühlt habe. Ich freue mich jetzt jedes Mal, wenn ich mir meinen Kleiderschrank angucke, mein Badezimmer riecht toll und ich habe sogar eine Kette gefunden, von der ich dachte, dass ich sie schon vor Ewigkeiten verloren hatte.

Nächstes Mal warte ich dann vielleicht nicht so lange, um mich endlich wieder so gut zu fühlen.

Übersetzt von einem Post von Julia Pugachevsky.

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