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„Dann bin ich wohl eine schlechte Mutter“ und 25 weitere Anzeichen von toxischen Eltern

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„Immer, wenn meine Mutter etwas macht, das mich verärgert, entschuldige ich mich schlussendlich.“

Ein Elternteil zu sein ist schwer und jeder macht mal Fehler. Allerdings sind manche Fehltritte viel schädlicher für Kinder als andere. Kürzlich fragte u/gemjoltik34 auf Reddit, welche Erziehungsmaßnahmen Anzeichen für toxische Eltern sind. Die Frage erhielt eine Menge herzzerreißender und zum Nachdenken anregender Antworten, die mich ehrlich gesagt dazu gebracht haben, über einige Dinge aus meiner Kindheit anders zu denken. Hier sind einige der herausstechendsten Kommentare:

1. „Wenn du deinen Kindern nie etwas beibringst, sondern sie immer kritisierst und nur ‚Ich hab‘s dir ja gesagt‘ und ‚Weil ich es gesagt habe‘ sagst.“

Eine Tochter flüstert ihrer Mutter etwas ins Ohr.
Ohne Erklärung, was es falsch gemacht haben soll, lernt das Kind nicht … © Mareen Fischinger / Westend61 / Imago

u/eveningspliff

„So war mein Leben, bis zu dem Tag, als ich ausgezogen bin. Meine Eltern haben immer von mir erwartet, dass ich weiß was sie wollen und wurden sauer, wenn ich etwas falsch gemacht habe.“

u/playingitloud

2. „Wenn sie immer glauben, dass sie recht haben, weil sie die Erwachsenen sind, und deshalb das Kind nie zu Wort kommen lassen.“

u/rhi_x

„Meine Mutter ist der Typ Mensch, der, wenn ich und meine Geschwister irgendetwas aushandeln wollte, sich nicht darauf eingelassen hat. Sie hat einmal ernsthaft gesagt: ‚Ich bin die Erwachsene, du bist das Kind, du darfst nicht diskutieren.‘“

u/hezmix

3. „Ganz offen ein Lieblingskind zu haben.“

u/tyrannical_pie

4. „Wenn sie ständig deine Gefühle als ungültig erklären.“

Ein kleines Mädchen mit Zöpfen sitzt mir verschränkten Armen neben ihrer Mutter.
„Kein Grund um traurig zu sein …“ © Wong Sze Fei / Panthermedia / Imago

u/hot_comfortable_6373

„Das! Meine Gefühle wurden nie bestätigt. Jedes Mal, wenn ich weinte, hieß es: ‚Hör auf mit den Krokodilstränen, du suchst nur nach Aufmerksamkeit.‘ Jedes Mal, wenn ich wütend war, hieß es: ‚Du hast keinen echten Grund, wütend zu sein‘. Sogar wenn ich körperlich verletzt war, hieß es in der Regel: ‚Komm drüber hinweg.‘“

u/garden_circus

5. „Keine Fehler machen zu dürfen und ständig dafür angeschrien zu werden.“

u/sami2503

„Meine bessere Hälfte hat PTSD, weil er die Anforderungen seiner Eltern nicht erfüllt hat und dafür angeschrien wurde. Wenn er nicht nach ihren Vorstellungen aufgeräumt hat, haben sie das Zimmer verwüstet und ihn gezwungen, von vorne anzufangen, anstatt auf die Dinge hinzuweisen, die er vergessen hat.“

u/yoheadasplode

6. „Eltern, die nicht verstehen, dass Kinder auch schlechte Tage haben. Sie haben vielleicht nicht so schlechte Tage wie ein Erwachsener, aber ihr kleiner Verstand kann genauso überfordert sein wie der von Erwachsenen.“

u/minimomma1989

„Meine Eltern sagen oft zu mir: ‚Du solltest nicht so müde sein, du tust nichts‘, wenn ich wegen der Schule erschöpft bin ...“

u/woodzitos

7. „Sich nicht entschuldigen zu können. Und Regeln einführen, denen sie selbst nicht folgen.“

Ein Vater legt seinem Sohn, der den Kopf hängen lässt, einen Arm auf die Schulter.
Gelten die Regeln nicht für alle? © Wavebreak Media Ltd / Imago

u/19whale96

„Wenn ich meinen Eltern von etwas erzähle, wofür ich eine Entschuldigung von ihnen erwarte, hört mein Vater mir zu. Wenn er mit mir nicht einverstanden ist, sagt er mir warum. Wenn er meint, dass meine Argumentation richtig ist, sagt er: ‚Du hast recht, es tut mir leid.‘ Meine Mutter schreit mich an und sagt: ‚Du widersprichst mir, das hätte ich meiner Mutter nie angetan.‘ Ratet mal, zu wem ich eine bessere Beziehung habe.“

u/confident-thanks-143

8. „Wenn sie sagen: ‚Ich habe das nie gesagt, du hast dir das ausgedacht‘.“

–u/double_region4113

9. „Wenn du das Gefühl hast, dass du nicht offen und ehrlich mit ihnen sein kannst, obwohl die Beziehung zwischen euch nicht so schlecht steht.“

u/keiome

„Yep. Hab meinen Eltern ab 14 Jahren rein gar nichts mehr erzählt, weil ich a) wusste, dass es sie nicht interessiert hat und b) es nicht irgendwann gegen mich verwendet werden konnte.“

u/projectshadow316

10. „Dich nicht zu bemühen. Wenn das Kind schwierige Zeiten durchmacht und zum Beispiel in der Schule durchfällt, oder sich auf unsichere sexuelle Aktivitäten einlässt und du nicht einmal versuchst zu helfen. Du sagst einfach ‚Oh tja, es will wohl versagen.‘“

Ein Teenager macht ihre Mathematik Hausaufgaben.
Mit Hilfe würde es besser klappen © Lisa F. Young / Design Pics / Imago

mrsunicornrainbow81

11. „Sich zu weigern, die Kinder erwachsen werden zu lassen. Meine Mutter hat das mit mir gemacht und ich sehe es auch bei Kindern, die ich babysitte. Es ist eine Sache, das gelegentliche Knuddeln zu genießen. Es ist eine andere Sache, Kinder in den Windeln zu lassen, weil man nicht will, dass das Baby erwachsen wird.“

u/paciem

„Ich werde von meinen Eltern immer noch gefragt: ‚Musst du aufs Töpfchen?‘ Ich habe die Highschool abgeschlossen und sie sagen sowas in der verdammten Öffentlichkeit! Manchmal sagen sie es auch, wenn Leute dabei sind, die ich kenne. Jetzt bin ich jedes Mal ängstlich, mit ihnen das Haus zu verlassen.“

u/z3e24c123

12. „Deinen Kindern Schuldgefühle einzureden, damit sie nach deiner Vergebung fragen. Mit solchen Sätzen wie: ‚Ich wette du wünscht dir, ich wäre tot‘ oder ‚Nichts, was ich tue, ist je gut genug für dich‘ usw.“

u/mystixlosz

„Das klingt wie meine Mutter. Immer, wenn sie etwas macht, das mich verärgert, entschuldige ich mich schlussendlich bei ihr.“

toothepastenachos

13. „Ständige Kritik an den Entscheidungen der Kinder zu üben.“

Eltern reden in einem Café auf ihr Kind ein.
Selbst wenn es ‚falsche‘ Entscheidungen sind, sollten sie akzeptiert werden © romankosolapov / agefotostock / Imago

u/thedaerdebian

„Mein Vater ist so - er kritisiert sogar gute Entscheidungen. Gib mir mal eine Pause, alter Mann.“

u/alexishdez_lml

14. „Eine Freundin von mir hatte mal eine Arbeitskollegin, deren Tochter eine Ausbildung zur Krankenschwester machte. Die Mutter machte die Hausaufgaben der Tochter. Ich habe Mitleid für jede Person, die von der Tochter medizinisch versorgt wird.“

u/mathematicianold1117

15. „Die Kinder so zu behandeln, als ob sie keine Gefühle haben.“

u/bee0099

16. „Ich habe eine Menge verkorkste Kinder kennengelernt, deren Eltern sie als Ventil benutzen, um gegen das andere Elternteil herzuziehen und das Kind gegeneinander auszuspielen. Da fragt man sich wirklich, wer sich hier wie das Kind verhält.“

Zwei Eltern streiten sich miteinander, während ihre Tocher in der Mitte sitzt und sich die Hände über die Ohren geschlagen hat.
Wer ist hier das Kind? © Andriy Popov / Panthermedia / Imago

u/manlikerealities

17. „Der Satz: ‚Dann bin ich wohl ein schlechter Vater oder eine schlechte Mutter‘.“

u/honeyoakstree

„Ja! Es vermittelt dem Kind im Grunde: ‚Ich bin schon genug mit deiner Existenz überfordert, die mein Leben verkompliziert, also stell keine Erwartungen an mich und sei einfach dankbar dafür, dass ich dich toleriere.“

u/hornybutdisappointed

18. „Dein Kind mit anderern zu vergleichen.“

u/thestrangestaverage

„Meine Eltern haben das gemacht, aber was es noch schlimmer macht, ist, dass ich neurodivers bin und ich deshalb mit akademisch begabten Kindern verglichen wurde. Das ist ein unglaublich unfairer Vergleich, weil ich nie so sein werde wie sie. Ich weiß, dass ich auf andere Art und Weise schlau bin, aber meine Mutter wollte ein Kind, das glatte Einsen schreibt. Im Grunde jemanden, bei dem sie sich nicht allzu sehr anstrengen muss, um beim Lernen zu helfen. Ich dachte mir immer ‚Ja, Mama, ich verstehe ja, dass du sauer bist, weil ich anders bin, als du erwartet hast, aber mir das vorzuhalten und mich deshalb schlecht fühlen zu lassen ist echt beschissen.“

u/pixie13903

19. „Darauf zu bestehen, dass man die gedankliche Innenwelt seiner Kinder besser kennt als sie selbst. Behaupten zu wissen, was sie erleben, fühlen, denken und beabsichtigen. Und dann abweisend oder herablassend zu sein, wenn die Kinder versuchen, für sich selbst zu sprechen.“

Ein Kind hat die Arme um seinen Körper geschlungen.
Man sollte Kinder dabei unterstützen, wenn sie ihre Gefühle ausdrücken © Anna Omelchenko / Panthermedia / Imago

u/leisurelyloner

20. „Sein Kind auf eine ungesunde Art und Weise zu erziehen und dann erwarten, dass es sich plötzlich beim Älterwerden gegenteilig entwickelt. Und wenn es das nicht tut, es selbst dafür verantwortlich zu machen.“

„In Bezug auf Abhängigkeit/Unabhängigkeit fällt mir das oft auf: dass ein Elternteil alles für oder mit seinem Kind macht und dann erwartet, dass es ab einem bestimmten Alter plötzlich völlig unabhängig wird. Natürlich gibt es Schritte, die eine Person bei jeder größeren Veränderung selbst unternehmen muss (z. B. der Übergang von der Abhängigkeit zur Unabhängigkeit/zum Erwachsenwerden hin), aber in diesem Fall finde ich, dass der Druck, den manche Eltern auf ihre Kinder ausüben, ein wenig toxisch ist.“

u/equal_context_81

„Meine Eltern sind jedes Mal ausgeflippt, wenn ich versucht habe, mich durchzusetzen oder für mich selbst einzustehen. Dann waren sie verwirrt, warum ich so schüchtern war und kein Selbstvertrauen hatte, als ich älter wurde. Sie haben nie zwei und zwei zusammengezählt.“

u/5leeplessinvancouver

21. „Jegliche Form von Schlägen. Noch schlimmer ist es, wenn sie es als ‚Disziplinarmaßnahme‘ bezeichnen - das ist es nicht. Es ist Missbrauch und es traumatisiert deine Kinder. Ich weiß das, weil ich so erzogen wurde. Rate mal, wen ich aus meinem Leben gestrichen habe …“

u/artmysticgamer

22. „Eltern, die ihre Kinder dazu drängen, ihren Glauben und Verhaltensweisen zu übernehmen. Vielleicht will deine Tochter nicht ständig Kleider tragen. Was solls‘? Vielleicht will dein Sohn kein Arzt werden, nur weil du es nicht sein konntest. Okay … und jetzt?“

Vater und Sohn schauen sich lachend an, während sie unter einer Decke liegen und etwas auf einem Smartphone ansehen.
Und jetzt? © OneInchPunch / Westend61 / Imago

„Meine Eltern waren zum Beispiel sehr religiös und alles drehte sich um Glaube und darum, Gott zu ehren. Das Ironische ist daran jedoch, dass meine Eltern extrem missbräuchlich waren - körperlich, verbal, mental und emotional.
Zwing deine Kinder nicht dazu, deine Glaubensweisen zu übernehmen. Erweitere ihren Horizont. Zeig ihnen, was es so gibt. Und dann lass sie ihre eigenen Entscheidungen treffen. Schrei sie nicht an, oder tue ihnen weh, wenn sie sich nicht so verhalten wie du willst.“

u/tessa_simone

23. „Wenn das Kind ‚reif für sein Alter‘ erscheint, dann wird es ernsthaft emotional vernachlässigt und hat höchstwahrscheinlich tief sitzende psychologische Narben.“

u/kailthedryad

„Mir wurde von Lehrer:innen immer gesagt: ‚Wow, du bist so reif!‘ Meine Verhaltensberichte waren voll mit Lob dafür, dass ich mich ‚sehr still und erwachsen‘ verhalten habe und einfach meine Aufgaben erledigt habe. Ich wurde sogar manchmal als ‚perfektes Kind‘ beschrieben.
Sicherlich ist das nichts Problematisches, oder? Sicherlich sollte ich darauf stolz sein, richtig?

Nicht wirklich. Ich war so ruhig, weil meine Mutter bei jeder Kleinigkeit ausgerastet ist. Ich hatte Angst, dass meine Lehrer:innen und alle anderen Erwachsenen mich anschreien und wie Babys mit den Füßen stampfen würden, wenn ich auch nur den Sandwichrand übrig lassen würde. Ich dachte, dass das eine normale Verhaltensweise ist, also habe ich still das gemacht, was ich tun sollte, damit mich der Wut, die ich von allen Erwachsenen erwartet habe, entgegenwirken kann. Diese Ängste waren nicht unbegründet - wenn ich nach Hilfe fragen würde, hätte es meine Lehrer:innen zwar nicht gestört, aber meine Mom würde mich anschreien.

Ich weiß, dass es manchmal nötig ist, Kinder anzuschreien. Zum Beispiel, wenn sie dabei sind auf eine belebte Straße zu rennen und man ihre Aufmerksamkeit auf sich ziehen muss. Aber ihr Herumschreien war so laut und konstant, dass es dafür nicht genug Gründe gegeben haben kann.
Oh, ich bin nicht ‚reif‘. Ich habe einfach gelernt, mich jeder Person unterzuordnen und um jeden Preis zu versuchen, alle Menschen glücklich zu machen. Jetzt habe ich PTSD und bin ernsthaft Konfliktscheu. Danke, Mama.“

u/n0nameboi

24. „Dem Kind jegliche Form von Privatsphäre zu verwehren, weil sie ‚nur das Beste für das Kind wollen‘ und sie das ‚Recht haben es zu wissen‘.

„Konkrete Beispiele hierfür wären durch meinen Mülleimer zu wühlen und den Inhalt auf meinen Schreibtisch auszubreiten, Briefe ohne meine Erlaubnis zu öffnen, meine Handy-Kontakte zu kopieren und die Nummern auch in Situationen zu verwenden, die keine Notfälle sind!“

u/squarebear9

25. „Dir zu sagen, dass du die Verantwortung übernehmen sollst, aber dir gleichzeitig keine Freiheit geben. Verantwortungsübernahme ist nur möglich, wenn du die Freiheit hast, eine falsche Entscheidung zu treffen, und dich trotzdem für die richtige entscheidest.“

Ein Mädchen mit Blumenkrone horcht an dem Babybauch ihrer Mutter.
So ist es nur vorgetäuschte Freiheit © Masoud Rezaeipoor / Panthermedia / Imago

u/thenetareport

26. Und zu guter Letzt: „Streng zu sein, einfach, weil man streng sein möchte. Es ist an sich nichts falsch daran, streng zu sein. Es ist gut, WENN es zu mehr Produktivität, Erfüllung und Effizienz führt. Zu einem Problem wird es, wenn die Strenge kein Ziel verfolgt und nur dafür sorgt, um Menschen auf Trab zu halten oder sie glauben zu lassen, dass sie sich ständig auf dünnem Eis bewegen.“

u/spaghatta111

Was sind für dich Anzeichen dafür, dass Eltern oder Erziehungsstile toxisch sind? Teile es gerne mit mir in den Kommentaren!

Möchtest du wissen, wie erwachsene Kinder Grenzen mit ihren Boomer Eltern abrechnen? Dann kannst du hier weiterlesen.

Dieser Post von Megan Liscomb wurde aus dem Englischen übersetzt.

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