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Wie ISIS über Twitter Frauen anwirbt

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Eine verschworene Online-„Schwesternschaft“ ermutigt Frauen, ihre Heimat zu verlassen und nach Syrien zu reisen.

Im Februar verließen drei Teenager-Mädchen ihr Zuhause und ihre Familien in London, um nach Syrien zu reisen und ISIS beizutreten.

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Diese Fotos von Shamima Begum, 15, Kadiza Sultana, 16, und Amira Abase, 15, wurden am 18. Februar von einer Videoüberwachung auf dem Londoner Flughafen Gatwick aufgenommen, bevor die Mädchen ein Flugzeug nach Istanbul bestiegen, , sagt die Londoner Polizei. Die Mädchen wurden später beim Verlassen einer türkischen Bushaltestelle gesehen, wahrscheinlich auf ihrem Weg zur syrischen Grenze und von ISIS kontrolliertem Gebiet.

Einige Tage vor dem Aufbruch der Mädchen twitterte die 15-jährige Shamima Begum oder jemand, der sich auf Twitter nach ihr benannt hat, einen Account an, der einem weiblichen ISIS-Mitglied gehört. Online ist sie bekannt als Umm Layth.

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Der Name Umm Layth wird online von Aqsa Mahmood verwendet, einer 20-jährigen Frau, die im November 2013 von ihrem Zuhause in Glasgow fortlief, um ISIS beizutreten und einen militanten Mann zu heiraten.

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Mahmood benutzte ihren Account (der mittlerweile gelöscht ist), um ihre Hilfe den Frauen anzubieten, die ihr Zuhause verlassen und in das ISIS-kontollierte Gebiet reisen wollten.

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Auf Mahmoods Seite finden sich Hinweise darauf, dass sie Begums Twitter-Account beobachtet hat, nachdem ihr die Tweets des Mädchens aufgefallen waren. Möglicherweise um ihr Ratschläge für ihre Ausreise nach Syrien zu geben..

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Mahmood gehört zu einer kleinen, aktiven Frauengruppe, die sich auf Twitter öffentlich zu ihrer ISIS bekennt. Sie nutzen Twitter, um die "Wahrheit" über ihr Leben im Irak und Syrien zu verbreiten und beantworten werben andere Frauen an.

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Diese Accounts ermutigen aktiv Interessentinnen, sie über Messaging-Dienste wie Kik und SureSpot zu kontaktieren, um Ratschläge zu erhalten, wie man „make hijrah“ (Pilgerreise) zum „Islamischen Staat“ unternimmt.

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Neben einer persönlichen Beratung verbreiten diese Accounts unentwegt Tweets mit Gründen dafür, warum Frauen ihr Land verlassen und sich der militanten Gruppe anschließen sollten.

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Muhajirats: „Immigranten“ werden die Menschen von den ISIS-Unterstützern genannt, die ihr Land verließen, um nach Syrien zu kommen.

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Die dortigen gefährlichen Lebensbedingungen werden in vielen Accounts verworfen, wie in diesem, auf dem eine Frau behauptet, Australien verlassen zu haben, weil es ihr unter ISIS Herrschaft viel besser ginge.

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Zwar werden die Frauen, die ISIS beitreten, von den Medien als Ehemann suchende Romantikerinnen mit einer Gehirnwäsche dargestellt, doch wird dieses von den ISIS-Frauen bestritten.

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Darüber hinaus versucht ISIS, auch über Spott und einen Appell an ein fragwürdiges Ehrgefühl, neue Anhängerinnen und Anhänger zu locken.

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Oder veröffentlichen Beispiele anderer, die die Reise zum Zwecke der „Inspiration“ gemacht haben.

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Accounts, die behaupten, zu den ISIS-Kämpfern zu gehören, spenden den Frauen Beifall, die der Gruppe beigetreten sind.

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Das oft gehörte Argument für ein Leben im ISIS-kontrollierten Gebiet ist die Vielfalt ihrer Mitglieder, beschreiben diese Accounts.

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Diese Methoden des Anwerbens scheinen effektiv zu sein. Eine Frau schrieb über ihre Ankunft in Syrien im November und ihre Aufregung über ein Treffen mit einer der „Akhawhat“, der Schwestern von Twitter, zu ihrem Empfang.

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Dieser Tweet erschien, nachdem zuvor tagelang um darum gebeten wurde, "Dua" zu machen, was soviel heißt, wie für die Twitternde zu beten. Diese Nachricht twittern viele ISIS-Anhänger vor ihrer Reise nach Syrien.

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Der Account eines angeblich 18-jährigen Mädchens mit dem Pseudonym @YaManYarah veröffentlichte einen Live-Tweet ihrer Reise in das ISIS-kontrollierte Gebiet.

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Ihr Tweet besagt, sie habe einen Bus nach „Dawlah“ (ISIS-kontrolliertes Gebiet) bestiegen, nachdem sie in der Türkei angekommen sei.

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Bekannte ISIS-Accounts teilten diese Tweets und drängten Follower dazu, ihr zu folgen.

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Ihrem Profil und den Interaktionen in ihrem Twitter Feed zufolge hat @YaManYarah kürzlich geheiratet.

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Bevor ihr Account geschlossen wurde, sagt @YaManYarah auf Ask.fm, ihre Eltern seien „ausgeflippt“ und hätten sie nach ihrer Abreise angefleht, zurückzukommen.

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Sie will nicht zu ihren Eltern zurückkehren.

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