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9 wirklich grausame und bizarre historische Fakten

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Wir haben Menschenfleisch als Medizin gegessen.

1. Kannibalismus war im Europa des 16. und 17. Jahrhunderts nicht ungewöhnlich und Menschenfleisch wurde als Medizin verwendet.

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Menschliches Fleisch wurde in Form von Medikamenten und Nahrungsergänzungsmitteln eingenommen – manchmal gemischt mit Schokolade gemischt oder in Getränken. Gleichzeitig (und heuchlerischerweise) kolonisierten die Europäer Teile Amerikas und Afrikas und betrachteten die Einheimischen dort als „Wilde“, weil sie kannibalistische Praktiken und Ritualen hatten.

2. Tatsächlich war das eine so populäre Sache, dass es heute nur noch wenige ägyptische Mumien gibt, weil nur wenige die hohe Nachfrage der Europäer nach Menschenfleisch überstanden.

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Die mumifizierten Überreste ägyptischer Pharaonen wurden bis zum 20. Jahrhundert in Deutschland als Medizin verkauft. Das Bild oben zeigt einen ägyptischen Mumienverkäufer im Jahre 1875.

3. Im Mittelalter nahm man an, dass die Krämpfe, die ein Körper manchmal beim Sterben durchmacht, Dämonen seien, die den Körper besessen hätten.

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Christen im Mittelalter glaubten, dass Dämonen körperlose Geister seien, die oftmals die seelenlosen Körper der Toten bewohnen. Wie eine Art bizarre Abwandlung der Auferstehung Jesu. Tote, von denen angenommen wurde, dass sie besessen waren – also alle, deren Körper sich nach dem Tod verkrampfte – wurden ohne Zeremonie entsorgt.

4. Um Platz zu sparen, wurden die Skelettreste von Leichen ausgegraben und in unterirdische Krypten verlegt, sogenannte Beinhäuser. Auf diese Weise konnten deutlich mehr menschliche Überreste auf einmal untergebracht werden.

Das Brünner Beinhaus in Tschechien ist das zweitgrößte in Europa. Die Knochen wurden oft verwendet, um kunstvolle dekorative Skulpturen zu schaffen - zum Beispiel Kronleuchter aus Knochen und Totenköpfen.

Das Brünner Beinhaus in Tschechien ist das zweitgrößte in Europa. Die Knochen wurden oft verwendet, um kunstvolle dekorative Skulpturen zu schaffen - zum Beispiel Kronleuchter aus Knochen und Totenköpfen. © Creative Commons / Via commons.wikimedia.org

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Das Brünner Beinhaus in Tschechien ist das zweitgrößte in Europa. Die Knochen wurden oft verwendet, um kunstvolle dekorative Skulpturen zu schaffen – zum Beispiel Kronleuchter aus Knochen und Totenköpfen.

5. Der Fidschi-Häuptling Udre Udre soll der gefräßigste Kannibale der Welt gewesen sein. Er hat offenbar ausschließlich menschliches Fleisch gegessen und so im Laufe seines Lebens die Leichen von mindestens 872 Menschen verzehrt.

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Anscheinend hat er immer ein bisschen menschliches Fleisch in einer kleinen Kiste bei sich gehabt, für den Fall, dass er Lust auf einen Snack bekommt. Nicht jeden Menschen, den er gegessen hat, hat er selbst getötet. Oft waren es Opfer, die ihm die Krieger seines Stammes brachten. Möglicherweise hat er sogar noch mehr Menschen gegessen als die 872. Ein Hinweis dafür sind Steine, die er aufschichtete, um jedes Opfer angemessen zu würdigen. Als die Steine von westlichen christlichen Missionaren entdeckt wurden, schienen viele Steine zu fehlen und es gab Lücken in der Anordnung.

6. Im Zuge eines heute nicht mehr durchgeführten Rituals haben sich die Ehefrauen verstorbener Männer in Indien (angeblich freiwillig) auf dem Scheiterhaufen ihres ehemaligen Partners selbst verbrannt.

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Wenn die Witwe nicht am Sati-Ritual teilnehmen wollte, wurde sie höchstwahrscheinlich von der Gemeinschaft gemieden und geächtet, wodurch es fraglich erscheint, wie freiwillig die Sache wirklich war. Es gibt viele widersprüchliche Erklärungen dafür, weshalb diese Praxis so lange geduldet wurde – manche sagen, dass sie die Ehre der Ehefrauen von Soldaten bewahren sollte, sodass ihnen die Vergewaltigung durch die Feinde erspart bliebe, die ihre Ehemänner getötet hatten. Andere behaupten, dass sie von Nachbarn unterstützt wurde, die dann das Eigentum des Ehemannes für sich beanspruchen konnten, da die Ehefrau es nicht erben konnte, oder dass sie als vorbeugende Maßnahme verwendet wurde, um Frauen davon abzuhalten, reiche Ehemänner zu töten und ihr Vermögen zu erben.

7. Die Beerdigungen von Wikinger-Häuptlingen waren besonders brutal – nicht so sehr für die Verstorbenen, sondern für die Sklavinnen, die sich „freiwillig“ melden mussten, um sich ihm im Jenseits anzuschließen.

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Laut Ahmad Ibn Fadlan, einem arabischen Gelehrten des 10. Jahrhunderts waren die Beerdigungszeremonien von Wikingerführern lang und grausam. Die Leiche des Anführers wurde zehn Tage lang von einer Matriarchin, dem „Todesengel“, in einem Zelt auf seinem Schiff aufgebahrt. Eine Sklavin sollte ihn freiwillig ins Jenseits begleiten. Während der zehn Tage wurde die Frau Tag und Nacht von den Töchtern des „Todesengels“ bewacht und mit Getränken berauscht. Wenn es Zeit war, ihren Meister einzuäschern, musste die Leibeigene eine Reihe von Ritualen durchlaufen. Ihr wurden noch mehr berauschende Getränke verabreicht, um sie in eine Art psychedelische Trance zu versetzen. Sie wurde dann von sechs Männern durch einen Türrahmen gehoben, und jedes Mal musste sie behaupten, eine andere Vision zu haben; zuerst ihre Eltern zu sehen, dann ihre ganze Familie und schließlich ihren Meister im Jenseits, der ihr zuwinkt. Dann wurde sie auf das Schiff ihres Meisters geführt, und musste ihren Schmuck der alten Frau und ihren Töchtern geben, die sie bewachten. Daraufhin kam sie in das Zelt ihres toten Meisters, gefolgt von sechs Männern, die abwechselnd Sex mit ihr hatten – angeblich um ihren ihren Status als Gefäß für Lebenskraft zu symbolisieren. Dann hielten die Männer sie an den Gliedmaßen fest, banden ein Seil um ihren Hals, und der „Todesengel“ betrat das Zelt, um dem Mädchen einen tödlichen Stoß zwischen die Rippen zu versetzen. Das Boot wurde dann in Brand gesetzt. Es sollte angemerkt werden, dass die Genauigkeit dieses speziellen Berichts unklar ist, aber es gibt viele Belege dafür, dass Frauen und Sklaven zusammen mit ihrem Anführer geopfert wurden.

8. Die Römer verwendeten Urin als Mundwasser.

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Wenn Urin lange genug stehen gelassen wird, wird er offensichtlich zu Ammoniak, was die Zähne bleichen kann. Catull, der römische Dichter, schrieb sogar über diese Praxis. Ich schätze, Jeremy aus der Peep Show hat sich hier inspirieren lassen.

9. Im 17. und 18. Jahrhundert wurden Bücher oft in menschliche Haut gebunden, besonders solche, in denen es um Anatomie und Erotik ging.

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Das nennt sich „anthropodermische Buchbinderei“. In Bibliotheken und Universitäten gibt es weltweit 47 Bücher, die angeblich in menschliche Haut gebunden sind. Neun davon wurden getestet und ihre Einbände als menschliche Haut bestätigt. Viele Beispiele für diese Art diese bizarre Praxis findet sich auch bei anatomischen Büchern, deren Einbände aus der Haut von toten Körpern bestehen, die zu Forschungszwecken seziert worden sind. Es gibt auch einige Kopien von Marquis de Sades Justine und Juliette, die in die gebräunte Haut weiblicher Brüste eingebunden sind. Nur zur Info, Marquis de Sade war der kranke Typ, von dessen Nachnamen später das Wort „Sadist“ abgeleitet wurde. Bei einigen der in Brüste gebundenen Bücher sind anscheinend sogar die Nippel noch intakt.

Dieser Artikel erschien zuerst auf Englisch.

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