YouTuber Tommy Toalingling erklärt, warum Miguel Pablos Fake-Outing so ein Problem ist

  • Saba MBoundza
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„Was du gemacht hast, ist kein aufklären, sondern eine Zirkusshow.“

Im Dezember hat YouTuber Miguel Pablo mit einem Outing für Aufmerksamkeit gesorgt, das, wie er kürzlich zugab, ein Fake war.

Viele Leute sind super sauer und auch andere YouTuber wie MontanaBlack und Cengo kritisieren Miguel Pablo auf ihren Channels.

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Darunter auch Tommy Toalingling, der selbst schwul ist, und mit seiner Plattform mehr über Homosexualität aufklären will und sich für Toleranz gegenüber der LGBTQIA-Community einsetzt.

„So viele homosexuelle Jugendliche haben ein großes Problem damit, dass sie nicht heterosexuell sind“, so der YouTuber.

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Er findet außerdem, dass Videos dieser Art seine Aufklärungsarbeit zunichte machen.

Während er sich Inhalte überlege, die Leuten das Thema ohne erhobenen Zeigefinger näher bringen, habe Miguel Pablo sich entschieden, schwul zu tun – und dann überrascht getan, als er beleidigt wurde.

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„Was du gemacht hast, ist kein aufklären, sondern eine Zirkusshow“, erklärt er und fügt hinzu, dass er das auch als Kommentar unter Miguel Pablos Video hinterlassen habe. Der sei jedoch gelöscht worden.

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Er habe Miguel Pablo auch geschrieben und ihm angeboten, sich zu einem Gespräch zu treffen („ohne Kamera!“) und zu überlegen, wie man mit seiner „großen Reichweite“ gemeinsam mehr erreichen könne.

„Meine Meinung dazu ist: Man sollte das richtig angehen!“, so Tommy.

Miguel Pablo habe eingeräumt, dass es ihm mit seinem Fake-Video auch um Klicks und Geld gegangen sei. Doch findet Tommy, dass er sich hätte mehr Klicks holen können, wenn er mit homosexuellen YouTubern zusammen ein Video gedreht und über das Thema geredet hätte.

Tommy wirft Miguel Pablo außerdem vor, sich bei YouTuber ungespielt nur wegen dessen Reichweite entschuldigt zu haben.

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Er findet, die Entschuldigung hätte an andere gehen müssen.

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„Wo bleibt die Entschuldigung gegenüber den Schwulen, den Lesben, den Transsexuellen und und und?“, fragt Tommy in seinem Video. „Das, was du erlebt hast, erleben wir relativ häufig!“

Tommy sagt, er sei „enttäuscht“.

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Trotzdem bietet er Miguel Pablo nach wie vor an, sich gemeinsam an einen Tisch zu setzen, um über das Thema zu reden.

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