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Zwei Frauen teilen, wie sie von deutschen Tinder-Schwindlern betrogen und abgezockt wurden

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Von: Nadja Goldhammer

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Die Netflix-Dokumentation „Tinder-Schwindler“ ist auch in Deutschland Realität. Zwei Frauen berichten, wie sie über Tinder an einen Betrüger gerieten.
„Tinder-Schwindler“ in Deutschland. © Nikolas Kokovlis/Imago

„Ich musste mich dann mit meinen Schulden auseinandersetzen, was schon eine große psychische Belastung war.“

Auch auf Dating-Apps unterwegs?

Online-Dating hat sich mittlerweile normalisiert. Während es früher noch „peinlich“ war, auf ein Online-Date zu gehen, ist es heute irgendwie Standard. Und nicht nur das: Viele verschiedene Apps wie Bumble, OKcupid & Co werden immer beliebter und gängiger, um die nächste große Liebe, den nächsten Flirt oder alles andere in der Richtung zu finden.

Im Endeffekt spielt es auch keine große Rolle, wie du deine:n Partner:in kennenlernst. Die Hauptsache ist doch, dass daraus eventuell eine gesunde und funktionierende Beziehung entsteht. Denn danach sehnen sich doch die meisten von uns. Doch online wie offline solltest du vorsichtig sein und dir wirklich gut überlegen, auf wen du dich einlässt.

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Ich weiß, ich klinge jetzt wahrscheinlich wie deine Eltern und du kannst es nicht mehr hören, ABER kennst du die Netflix-Dokumentation Tinder Schwindler? Ich habe sie mir angeschaut und bin aus allen Wolken gefallen. Denn der Hochstapler und Betrüger Simon Leviev hat sein Luxus-Leben finanziert, indem er dutzende von unglücklich verliebten Frauen um Unmengen an Geld betrogen hat.

Doch auch wenn er sich natürlich als ein Betrüger der übelsten Sorte entpuppt hat, ist der Tinder Schwindler von Netflix kein Einzelfall. Denn fast im selben Zeitraum, habe ich in meinem engeren Freundes- und Bekanntenkreis von drei Fällen gehört, in denen Frauen um mehrere Tausend Euro (im 5-stelligen Bereich) betrogen worden sind.

Mit zwei dieser Frauen habe ich mich zusammengesetzt und sie jeweils gebeten, mir ihre Geschichten zu erzählen. Zwei Frauen, zwei Tinder-Schwindler, eine Geschichte. Die Namen unserer Interviewpartnerinnen wurden auf deren Wunsch hin geändert, da sie anonym bleiben wollen.

Was hast du auf Tinder gesucht und wie bist du auf diese bestimmte Person aufmerksam geworden?

Daria: „Ich war auf der Suche nach einem Partner, definitiv. Wenn man mit mir gesprochen hat, hat man das gemerkt. Ich wollte etwas Ernstes und von meiner Seite kam auch diese Energie. Das hat er gemerkt. Er ist drauf eingegangen und wollte das Gleiche. Ich dachte dann okay, wow. Das ist der Typ. Perfektes Timing.“

Lena: „Ich kam aus einer langen, am Ende sehr unglücklichen Beziehung und wollte jemand Neuen an meiner Seite haben. Dann habe ich ihn gesehen. Er war einfach mein Typ. Ein totaler Normalo, aber er wirkte total süß und unschuldig.“

Was hat dich an ihm gereizt und wie seid ihr ins Gespräch gekommen?

Daria: „Sein Bild mit seinem Hund. Ich liebe Tiere und er auch. Das hat mich an ihm wirklich fasziniert. Ich dachte mir okay. Bei dieser Eigenschaft KANN er gar kein schlechter Mensch sein.“

Lena: „Ich habe ihm erzählt, dass ich gern reise. Er auch. Ich interessiere mich für Buddhismus und seine Familie hatte einen ähnlichen kulturellen Hintergrund. Es hat einfach alles irgendwie gepasst. Außerdem hat er super viele Fragen gestellt. Er war so interessiert und aufmerksam.“

Was wusstest du über ihn?

Daria: „Er hat sehr viel von sich preisgegeben. Im Nachhinein weiß ich, dass er das gemacht hat, um schnell Vertrauen aufzubauen. Also er hat mir immer Fotos geschickt, immer erzählt was er macht, wo er ist. Es war wirklich alles ganz normal.“

Lena: „Er wirkte super unschuldig, hat nie angegeben oder rumgeprotzt, sodass er auf irgendeine Art unsympathisch rüberkommen könnte. Er hat einfach richtig schnell und gezielt Vertrauen aufgebaut und oft von einer gemeinsamen Zukunft geredet. Er wollte mit mir reisen, mir schöne Kleider kaufen. Klar, ich habe mich geschmeichelt gefühlt und man genießt diese Aufmerksamkeit. “

Was hattest du für ein Gefühl bei ihm?

Daria: „Ich hatte sofort das Gefühl, dass es was wird mit uns. Er hat mir das Gefühl auch sehr schnell gegeben. Ich hatte gar keine Zeit darüber nachzudenken. Das wir zusammen sind, kam von ihm auch extrem schnell. Schon nach dem zweiten Treffen hat er angesprochen, dass er Tinder gelöscht hat und er es schön finden würde, wenn ich das auch mache. Es würde ja Richtung Beziehung gehen. Ich dachte, das sei ein 6er im Lotto! Ich hatte gesucht und gefunden.“

Lena: „Er hat mir immer Lieder geschickt. Das war so süß, denn es waren Lieder, die mich irgendwie berührt haben und von denen ich dachte, dass sie uns verbinden. Ich glaube mittlerweile, dass er jeder Frau immer dieselben Bilder, Songs und auch Worte geschickt hat.“

Wie lief die Beziehung ab?

Daria: „Wir hatten eine Fernbeziehung. Ich war in Hamburg, er in Bremen. Also wir konnten uns ohnehin nicht ständig sehen. Aber es war zumindest einmal die Woche und regelmäßig. Dann war es plötzlich viel weniger. Bis ich ihn gar nicht mehr gesehen habe. Das war wirklich sehr zeitnah nach seiner ersten Geld-Forderung.“

Lena: „Er lebte in Augsburg, ich in München. Ganz am Anfang war ich einmal bei ihm. Aber auch das war im Nachhinein schon seltsam. Es war eine verlassen wirkende Loftwohnung. Es kam mir irgendwie unbewohnt vor und er schien sich selbst nicht wirklich auszukennen, da er zum Beispiel erstmal in den Schubladen nach Besteck suchen musste. Ansonsten war er immer bei mir in München, weil er öfters mal in der Stadt war. Er hat aber nie übernachtet. Wir haben uns maximal 1 - 2 Mal die Woche gesehen, für ca. 4 Stunden. Aber er war sehr beschäftigt und eben leicht chaotisch und unbeholfen, sodass ich dann immer alles, was komisch wirkte, darauf geschoben habe. Seine geheimnisvolle und gleichzeitig so liebenswerte Art hat mich extrem angezogen.“

Wie kam dieses Geld-Thema überhaupt zustande?

Daria: „Da hat er AUCH meine Liebe zu Tieren ausgenutzt. Er kannte bestimmte Leute, die die Hunderasse Kangal gezüchtet haben und er hat mir erzählt, dass er einen der Hunde unbedingt aus einem schlechten Haushalt retten wollte. Die Hunde sind sehr teuer und er meinte, dass er es gerade nicht zahlen könne, weil sein Konto gepfändet wurde. Er hat es begründet und es klang irgendwie gerade plausibel. Er hat auch immer versichert, dass er mir das Geld sofort zurückgibt.

Ich fand es schon komisch, weil ich jemanden, den ich nicht so gut kenne eigentlich nie um Geld bitten würde. Vor allem waren das 1200 Euro. Ich war auch dabei, als wir den Hund abgeholt haben. Ich dachte mir einfach okay, es ist für den Hund. Ich wollte etwas Gutes tun. 

Es waren dann immer wieder kleinere Beträge, die sich aufsummiert haben. Immer hieß es ‚Hast du mal 150 Euro, hast du mal 200 Euro.‘ Er hatte Probleme mit seinem Geschäft, keiner war da, der ihm helfen konnte. Und das Problem ist, dass ich eben ein Mensch bin, der Leuten in Not einfach hilft. Ich finde, das gehört sich so.

Es kam dazu, dass er gesagt hat, er muss sich Sachen kaufen. Ich sollte ihm bestimmte Sachen finanzieren, auf meinen Namen. Laptops, Handys, Waschmaschinen, Trockner etc. Er wollte mir dann alles insgesamt bar geben. Aber das Geld kam natürlich nie an.“

Lena: „Er hat mich schon früh immer mal wieder mit irgendwelchen Geschichten gereizt. Er erzählte mir von einem Bekannten, der in seine neuartige Software investiert hat. Dieser bekommt jetzt mehrere Tausend Euro im Monat raus und schwärmt davon, dass es die beste Entscheidung seines Lebens war. Immer wieder so ganz unauffällig. Ich dachte mir dann automatisch, dass es eigentlich eine gute Sache ist, wenn so viele andere schon erfolgreich investiert haben.

Irgendwann kam der Moment, in dem er meinte, dass ich, wenn ich will, noch drei Tage Zeit hätte, um zu investieren. Die Schlange an Interessenten wäre anscheinend lang und ich hätte noch diese drei Tage Zeit um zu überlegen.

Er hatte mir sogar einen Vertrag zugeschickt und ich bin damit zu einem Anwalt gegangen, der diesen durchgecheckt hat. Dieser hat mir davon abgeraten und ich habe den Vertrag trotzdem unterschrieben. Er hatte mich emotional so in der Hand. Eigentlich ist es schon heftig, dass ich zwar teilweise Hemmungen hatte, ihn persönliche Sachen zu fragen, aber eben keine so großen, wenn es um diese riesige Geldsumme ging.“

Wann wusstest du, dass er dich belogen hat?

Daria: „Die Zweifel kamen schleichend. Aber ich wusste es zu 100 %, als er meinte, er sei im Krankenhaus. Er hat totales Drama gemacht, dass es ihm ja so schlecht ginge. Der Arzt hat ihm Morphium gegeben, wo ich schon dachte ‚Okay, welcher Arzt macht das‘? Dann habe ich versucht den Spieß umzudrehen und habe ihm erzählt, dass ich ihn besuchen kommen würde. Plötzlich war er dann ständig erreichbar und hat immer sofort zurückgeschrieben.

Er meinte: ‚Nein, brauchst du nicht. Du musst doch arbeiten.‘ Er hat es offensichtlich nicht gewollt. ABER was witzig war: Er hat dann nochmal nach Geld gefragt. Weil er ja nochmal alles rausschlagen wollte, bevor er auffliegt. Da hatte ich ihn. Ich habe ihn gefragt, ob wir facetimen wollen, was er verneint hat. Er hat mir dann irgendein Krankenhausbild aus dem Internet geschickt. Das habe ich später auch bei den Google Bildern gefunden.“

Lena: „Am Anfang ist mir nichts wirklich aufgefallen. Kurz nachdem ich inevestiert habe, hat er plötzlich gesagt, dass er super viel arbeiten muss und dass er keine Zeit hat. Er hat sich auch immer weniger gemeldet. Irgendwann hat er Streit provoziert. Er war also extra so, damit ich sauer werde und er quasi einen Grund hat, um sich zu trennen.

Ich habe es irgendwann einer Freundin erzählt, die mir dann geschockt an den Kopf warf, dass ich abgezogen wurde. Aber ich konnte es erst einmal gar nicht realisieren. Ich habe mich mit ihr und einer Anwältin getroffen. Später haben wir herausgefunden, dass die Website der Software, in die ich investiert hatte, fake war. Das Unternehmen war nirgendwo registriert. Es gab es einfach nicht. Er hatte auf jeden Fall Skills, was Webdesign angeht. Außerdem haben wir herausgefunden, dass er mir die ganze Zeit über einen falschen Namen genannt hat.“

Wie hast du dich dabei gefühlt, als der Schwindel aufgeflogen ist?

Daria: „Das erste Gefühl ist die Enttäuschung. Ich dachte, wir sind zusammen. Ich dachte, wir hätten Gefühle füreinander. Was habe ich ihm angetan, dass er mir so viel Leid zufügt? Diese leeren Versprechungen waren eine emotionale Folter. Immer hat er gesagt, er kommt. Er ist gleich da und er war nicht einmal in der Nähe.

Ich habe Nächte lang durchgewartet. Meine Familie hat das auch sehr belastet, mich so zu sehen. Ich hatte große finanzielle Probleme durch ihn. Meine Familie hat mir geholfen. Das Schlimmste war einfach, dass ich anderen damit Schaden zugefügt habe. Es war auch zu der Corona-Zeit, wo man vielleicht oft einsam war. Wo man jemanden gebraucht hat. Wo man denkt, dass man jemanden brauchen würde. Und er hat das einfach gut ausgenutzt. 

Es ist mir auch echt peinlich, weil ich nicht dumm bin. Aber es kann wirklich jedem passieren, wenn man die rosarote Brille aufhat. Man sollte eben einfach echt auf Freunde und Familie hören, denn die sehen sowas eher als man selbst.“

Lena: „Jemanden zu manipulieren, dreist auszunutzen und Geld über Menschlichkeit zu stellen ist wirklich einfach das Schlimmste, was man einer anderen Person antun kann. Du vertraust jemandem blind und dann findest du so etwas heraus. Es war eine Achterbahnfahrt von extrem verliebt zu super enttäuscht. Das hat echt weh getan.“

Wie bist du dann vorgegangen, um das Geld zurückzubekommen?

Daria: „Ich bin weiter mit ihm in Kontakt geblieben, einfach nur, weil ich mein Geld zurückhaben wollte. Ich habe ihm damit gedroht, dass ich rechtlich vorgehen wollte. Er wurde dann richtig aggro. Und wollte mir schlussendlich das Geld in Raten zurückzahlen. Hat er natürlich nicht gemacht.

Bis zum Schluss beim Anwalt wusste ich nicht mal, wie viel Geld das überhaupt war. Ich musste mich dann mit meinen Schulden auseinandersetzen, was schon eine große psychische Belastung war. Die Staatsanwaltschaft ermittelt, da Betrug eben eine Straftat ist. Allerdings ist er umgezogen, ohne sich umzumelden. Das Problem ist, er muss diesen Brief von meinem Anwalt bekommen. Ansonsten können wir ihn nicht drankriegen. Er ist einfach nicht mehr auffindbar. 

Mein Vorteil ist, dass ich alles schriftlich habe. Mein Anwalt meinte auch, dass es offensichtlich ist. Ich habe alles aber eben aus freien Stücken gemacht, deshalb weiß ich nicht, ob ich das Geld wiederkriege. Aber darum geht es mir nicht. Ich möchte einfach, dass er das NIE wieder bei einer anderen Frau macht und dass diese Betrügereien aufhören.“

Lena: „Selbst als ich alle Beweise vor der Nase hatte, habe ich immer noch nicht geglaubt, dass meine Freundin recht hatte. Ich war so sauer und konnte es nicht glauben. Im Nachhinein realisiere ich wie manipuliert und psychisch bzw. emotional missbraucht ich war. Mir fiel ein, wie oft er Sexvideos mit mir drehen wollte, was ich zum Glück abgelehnt habe. Die hätte er im Nachhinein gegen mich verwenden können.

Von da an ging ich taktisch vor. Ich war weiterhin nett zu ihm, da ich das Geld wiederhaben wollte. Ich habe ihm erzählt, dass ich Schulden habe und dass ich Geld brauche, um mein Auto zu reparieren. Aber er meinte, er könne nichts machen. Der Vertrag ging ja über meinen Namen und den seines Geschäftspartners und das Geld war bereits intern investiert.

Ab dem Zeitpunkt hatte er sich noch weniger gemeldet. Ich war gespielt super nett zu ihm und habe es dann irgendwann nochmal angesprochen. Dann hat er einen Streit angefangen und versucht mich zu manipulieren. Er warf mir vor, dass ich mich nur für das Geld interessieren würde und nicht für ihn. Er hat mich daraufhin überall gesperrt. Ich habe die beiden Männer angezeigt. Die meinten, dass sie mir das Geld zurückschicken. Aber es kam natürlich nie etwas an. Der Fall ist mittlerweile bei der Kriminalpolizei gelandet. Die beiden werden nun zur Aussage gebeten. Also wahrscheinlich werde ich ihn vor Gericht wiedersehen.“

Was würdest du sagen, sind Warnsignale, auf die andere Frauen oder Männer achten sollten?

Daria: „Man sollte sich nicht von Anfang an, emotional so einwickeln lassen. Eine emotionale Distanz am Anfang zu haben, ist auf jeden Fall gesünder. Es sollte auch nicht so schnell gehen. Klar ist das auch irgendwie romantisch. Aber die Kennenlernphase ist wichtig, die sollte man nicht überspringen. Seltsam ist auch, wenn jemand immer betont, wie viel Geld man hat oder wie reich sie oder er eigentlich ist. Dann dieses abrupte keine Zeit mehr haben. Oder wenn jemand nicht zu dir steht oder dich niemanden vorstellen will. Auch wenn er plötzlich so viel Geld verlangt. So viel Geld und das nach kurzer Zeit auch noch. Wenn, dann sollte er mit einem schriftlichen Vertrag zu dir kommen. Von ihm aus. Damit du abgesichert bist.“

Lena: „Ich habe das Geld bereits nach knapp einem Monat überwiesen. Ich habe es keinem erzählt, auch nicht meinen engsten Freunden, weil ich mich irgendwie dafür geschämt habe. Wahrscheinlich wollte ich unterbewusst auch einfach nicht verurteilt werden. Aber eine böse Vorahnung war eben schon vorhanden. Man sollte auf jeden Fall auf sein Gefühl hören. Mir ist super spät aufgefallen, dass er einfach fast nichts über sich erzählt hat. Oder eben über dieses Projekt, in das man unbedingt investieren sollte. Alles Dinge, die ein Warnschuss sein sollten.

Ich wünsche mir für die Zukunft, dass die Leute offener über solche Fälle sprechen, denn ich bin mir sicher, diese kommen viel öfter vor, als man denkt. Man wird hier einfach seelisch missbraucht und in finanzielle Notlagen gebracht. Wenn dieses Thema nicht öfter angesprochen wird, dann werden die Tinder-Schwindler einfach ungestraft weitermachen. Und das hat wirklich niemand verdient.“

Vielen Dank an dieser Stelle an die beiden Frauen, die sich bereit erklärt haben, diese Geschichten mit uns zu teilen!
Eine der beiden hat sich außerdem bereiterklärt sich von uns filmen zu lassen. Es ist sehr mutig, sich seiner Vergangenheit zu stellen und über Situationen zu reden, die einen verletzt haben. Deshalb sollte man Menschen, die dies trotzdem tun, um andere zu schützen, entsprechende Wertschätzung entgegen bringen.

Unsere Interviewpartnerinnen haben ähnliche Erfahrungen gemacht, deshalb will ich nochmal die wichtigsten Warnsignale für dich zusammen:

Nicht jeder auf Tinder oder diversen anderen Apps ist ein Schwindler. Zum Glück sind diese Menschen, auf die meine Bekannten getroffen sind, Einzelfälle. Aber da es immer häufiger vorkommt: Wenn du Single und auf Partnersuche bist. Bitte nimm dir an diesen Geschichten ein Beispiel. Achte auf bestimmte Warnzeichen und denk immer daran: Du bist so viel mehr wert und hast es nicht verdient, dich von jemandem ausnutzen zu lassen!

Wenn du dich in einer ähnlichen Situation befindest und keine Hilfe in deinem Umfeld findest oder nicht weißt, wie du mit dieser Situation umgehen sollst, findest du im Folgenden wichtige Hilfsangebote und Ressourcen:

In Deutschland gibt es viele verschiedene Telefonseelsorgestellen, die zu jeder Tages- und Nachtzeit anonym Beratung am Telefon anbieten. Die bundeseinheitlichen Telefonnummern 0800-1110111 oder 0800-1110222 sind kostenlos.

Die Telefonseelsorge bietet auch Beratung im Internet an.

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