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Aldi-Mitarbeiterin verrät psychologische Tricks in den Filialen, die euch beeinflussen

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Um Aldi ranken sich auch viele Geheimnisse.
Um Aldi ranken sich auch viele Geheimnisse. © Imago/Collage

Der Discounter Aldi greift in seinen Filialen zu einigen Tricks, um seine Kunden durch den Laden zu steuern.

Den Discounter Aldi kennt ganz Deutschland - egal ob Nord oder Süd. Die Logos fallen auf. Und: Die Aldi-Gruppe ist der viertgrößte Lebensmittelhändler in Deutschland, wie unter anderem die Lebensmittelpraxis berichtet. Auch wenn die Discounter Aldi und Lidl in der Corona-Pandemie an Umsatz einbüßen mussten, sind sie beliebt. Die explodierenden Verbraucherpreise dürften zudem wieder mehr Menschen in die noch verhältnismäßig günstigen Lebensmittelmärkte treiben. Bei den eigenen Mitarbeitern hat Aldi bereits reagiert, und den Mindestlohn erhöht.

Doch wie es hinter den Kulissen von Aldi aussieht, ist ein gut gehütetes Geheimnis. In der ZDF-Sendung „Besseresser“ hat eine Aldi-Filialleiterin nun ausgepackt und unter anderem die Frage beantwortet, was hinter dem durchdachten Aufbau von Aldi-Filialen steckt.

Aldi-Filialleiterin packt aus, mit welchen Hintergedanken Filialen aufgebaut werden

Für die Filialleiterin eine gute Gelegenheit, einmal zu erklären, warum der Discounter seine Filialen überhaupt auf eine bestimmte Weise aufbaut und einrichtet. So sei es üblich, die Menschen nach dem Eingang rechtsdrehend durch den Laden zu führen. „Die Leute haben tendenziell einen Rechtsdrall und den Drang, nach rechts zu greifen und nach rechts zu laufen.“ Das sei der bekannte Standardaufbau.

Den Eingang bezeichne man intern gern als „Rennstrecke“, weil Kund:innen dort besonders schnell unterwegs sind und ihren Einkauf erledigen wollen. Deshalb trifft man dort auch sofort auf Kaffee, Müsli und Frühstücksartikel, erklärt die Filialleiterin. „Das sind Dinge, die braucht eigentlich jeder. Das soll die Leute runterbremsen.“

Wein und Spirituosen würden in neuen Filialen dagegen am hinteren Ende in der Ecke platziert, dass Kund:innen direkt darauf zulaufen. Das sei eine optimale Lösung. „Ecken sind immer schlecht. Aber der Wein wird dort extra in Szene gesetzt, das hat den Vorteil, dass die Ecke beleuchtet ist.“ Dunkle Ecken seien gruselig, Kund:innen meiden sie. Das will Aldi so verhindern.

Aldi platziert Aktionsware in der Mitte der Filiale - das hat seinen Grund

Auch entlang der „Rennstrecke“ am Eingang zu finden: Obst und Gemüse. „Das ist praktisch, wenn es eher in der Mitte vom Laden ist, entzerrt das den ganzen Laden“, so die Aldi-Filialleiterin. Die Kästen mit Obst und Gemüse, aber auch mit Aktionswaren sind meist nicht so hoch wie andere Regale, der Kunde hat einen besseren Blick über den Laden.

Auch deshalb platziere der Discounter die Aktionsware eher im Zentrum der Filiale. Aber nicht nur, denn Aktionsware in der Mitte einer Filiale hat für den Händler noch einen weiteren Vorteil: „Die Leute kommen vielleicht extra wegen der Aktionsware, laufen dann direkt auf die Aktionsware zu und müssen dann noch an anderen Produkten vorbei.“ Wer also eigentlich nur für neue Handtücher oder Kinderschuhe kommt, kauft, wenn es gut läuft, gleich auch noch Brot, Milch und Käse.

Fleisch finde sich dagegen oft nah an Obst und Gemüse, und auch dort, wo sich Wurst und Käse im Kühlregal finden. Dieser Aufbau soll auch das Befüllen der Regale erleichtern, denn die gekühlten Produkte werden gern am Lagerausgang positioniert. „Das hat den Vorteil, dass man Kühlwaren gebündelt hat, und man es nicht vom Lager durch die ganze Filiale fahren muss.“ Am Ende kommt dann schließlich „der hektischste Teil von allen“, die Kasse. (cf)

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