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Warum es keine gute Idee ist, Bondi-Detox zu praktizieren

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Von: Iris Adelt

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Eine Frau, die Yoga macht und eine Frau, die Wein trinkt.
Bondi-Detox ist ein Trend, der gefährlich ist. © Dane Wetton/Justin Aikin/Unsplash/BuzzFeed Austria

Exzessiver Konsum, Yoga und Leinsamen-Smoothies sind manchmal direkter voneinander abhängig als zuerst vermutet.

Wer auf Bondi-Detox schwört, stellt seine physische und mentale Gesundheit an die letzte Stelle, wie BuzzFeed AT berichtet.

Hedonismus aus Sydney

In Australien ist Bondi-Detox seit mehreren Jahren für junge Menschen keine Seltenheit mehr. Im Osten Sydneys praktizieren mehrere Anwohner:innen um den Bodi Strand den Wahn zwischen Konsum und Verzicht.

Was genau steckt hinter dem Bondi-Detox Trend?

Unter dem Begriff Bondi-Detox versteht man eine Lebensweise, in der Betroffene sich Montag bis Freitag auf die angeblich gesundheitlichen Anforderungen von Körper und Geist berufen. Yoga, Meditationen und Selleriesaft sind nur wenige Beispiele der Vorschrift. Und sind die ersten fünf Tage der Woche geschafft, folgt das Wochenende. Ab Freitagabend wird nämlich auf die vorherigen Gewohnheiten verzichtet und das Gegenteil zelebriert: Feiern, Alkohol, Drogen und kalorienhaltige Nahrung.

Beide Seiten von Bondi-Detox bewegen sich am jeweils anderen Ende des Extrems. Gesund ist es weder die Bedürfnisse seines Körpers zu ignorieren und nur grünen Saft zu trinken, noch ein ganzes Wochenende ausschließlich Wodka und Amphetamine zu konsumieren.

Zwischen Essstörung und Perfektion

Bondi-Detox steht allgemein für einen Trend oder den Beginn einer neuen Lebensweise. Klassifiziert wurde Bondi-Detox unter anderem jedoch bereits (auch) als Essstörung. Psychische Erkrankungen um das Essverhalten sind gefährlich. Alleine in Österreich litten im Jahr 2017 rund 7.500 Menschen an Magersucht - nur 5 Prozent davon waren Männer.

Betrachtet man Bondi-Detox lediglich als Lebensweise, so steht der Drang nach Perfektion immer noch im Vordergrund. Und Perfektion ist meist ungesund. Warum? Weil man sich von den eigenen körperlichen Bedürfnissen verabschieden muss, um einem Ideal entsprechen zu können. Immerhin weiß man: Jeder Körper ist anders.

Keine Macht den Drogen

Für Anhänger von Bondi-Detox steht der grenzenlose Konsum in den letzten Tagen der Woche oftmals in besonderer Erwartung. Alkohol und illegale Substanzen stehen bereits auf dem Plan des Wochenendes - Drogen sind somit ein genereller Fixpunkt in der alltäglichen Woche. Ein solch regelmäßiger Konsum kann verheerende Folgen mit sich ziehen: Eine psychische Erkrankung in Form von Sucht wartet bereits.

Bondi-Detox vereint einen ungesunden Hang zur Perfektion, Gefährdung für unterschiedliche Folgeerkrankungen und ein bewusstes Ignorieren der eigenen Bedürfnisse. Daran kann wohl wenig gesund sein.

Anhänger von Bondi-Detox trinken nur fünf Tage die Woche. Anhänger von „Dry January“ trinken gar nicht - zumindest einen Monat lang.

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