1. BuzzFeed
  2. News

Forschende erklären, wann ihr euch nach einer Coronainfektion erneut anstecken könnt

Erstellt:

Von: Pia Seitler

Kommentare

Kranker Mann sitzt im Bett und jede Menge Corona-Schnelltests.
Wie schnell ihr euch ein zweites Mal mit Corona infiziert, hängt unter anderem von der Variante und dem Verlauf ab. © cottonbro/Pexels/Wolfgang Maria Weber/Imago/Collage/BuzzFeed

Wie hoch das Risiko einer zweiten Ansteckung mit dem Coronavirus ist, hängt auch von der Impfung ab.

Die Omikron-Welle ließ die Zahl der täglichen Neuinfektionen in bisher unbekannte Höhe schnellen: Mitte März meldete das Robert-Koch-Institut beinahe 300.000 Neuinfektionen innerhalb von 24 Stunden und es gibt nur noch wenige Menschen, die keine Infektion durchgemacht haben – um die das Corona-Virus scheinbar einen Bogen macht.

Viele, die in den vergangenen Wochen mit einem positiven Testergebnis zu Hause saßen, haben sich mit dem Gedanken getröstet, dass sie es anschließend wenigstens hinter sich haben. Forschende warnen allerdings, dass das Risiko einer zweiten Infektion mit Omikron deutlich gestiegen sei, wie der SWR berichtet. Es bestehe sogar die Möglichkeit, sich kurz nach der Infektion, wieder anzustecken.

Wie groß ist das Risiko einer zweiten Corona-Infektion?

Vor einer zweiten Corona-Infektion schützen zuerst die Antikörper, die bei einer Infektion oder Impfung gebildet werden. Die Menge an Antikörper im Blut lässt allerdings mit der Zeit nach und eine erneute Ansteckung wird wahrscheinlicher. Im Oktober 2021 kam eine amerikanische Studie zu dem Ergebnis, dass sich Genesene nach einer Corona-Erkrankung nach drei Monaten bis fünf Jahren wieder anstecken können. Die ansteckende Omikron-Variante spielte in der Untersuchung damals allerdings noch keine Rolle.

Neben Antikörper schützen uns auch T-Zellen gegen den Erreger. Der Körper bildet sie nach einer Impfung oder Infektion und sie helfen dabei, infizierte Zellen zu zerstören. Dadurch verläuft die Corona-Erkrankung in der Regel deutlich schwächer. Nach einer erneuten Infektion, oder einer Infektion trotz Impfung dürfte die Immunität stärker sein, fasst der SWR zusammen. Omikron-Infektionen bieten allerdings aufgrund des meist sehr milden Krankheitsverlauf einen schwächeren Schutz gegen eine erneute Ansteckung. Das konnte eine Studie aus den USA zeigen, wonach geimpfte Probanden, die sich mit Delta infiziert hatten, eine zehnfach höhere Menge an Antikörpern im Blut hatten, als die Probanden, die sich mit Omikron angesteckt hatten.

Momentan verbreiten sich außerdem mindestens zwei Omikron-Varianten. Der Omikron-Subtyp BA.2. unterscheide sich deutlich genug von der BA.1.-Variante, sodass wir uns, laut Immunologe Carsten Watzl, innerhalb kurzer Zeit mit beiden anstecken können.

Impfung gegen Corona auch für Genese sinnvoll

Auch wenn es keine Garantie gibt, wie lange wir nach einer Infektion geschützt sind, weisen Studien darauf hin, dass Geimpfte nach einer Infektion besser geschützt sind, als Umgeimpfte nach einer Infektion. Die Wahrscheinlichkeit sich erneut zu infizieren ist für Ungeimpfte demnach mehr als doppelt so hoch.

Und ein kleines Trostpflaster, für alle Geimpften, die sich angesteckt haben: Während der Schutz einer Booster-Impfung vor Omikron nach etwa drei bis sechs Monaten nachlasse, könnte die Kombination aus Impfung und Genesung für einen längeren Schutz sorgen, wie die Stuttgarter Zeitung berichtet. Außerdem verstärkt sich die Immunität durch Reinfektionen, wodurch eine Infektion immer ungefährlicher wird.

Auch interessant

Kommentare