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Mieses WLAN im Zug: Die Bahn will endlich nervige Funklöcher schließen

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Von: Robert Wagner

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Das ruckelige Wlan im Zug treibt viele Pendler:innen zur Verzweiflung.
Das oft ruckelige WLAN im Zug treibt viele Pendler:innen zur Verzweiflung. © dpa/Collage Buzzfeed

WLAN im Zug: Noch in diesem Jahr soll es in Fernzügen der Bahn eine durchgehend „ruckelfreie“ Internetverbindung geben.

Wer öfters mit dem IC oder dem ICE unterwegs ist, kennt dieses Problem: Eine stabile Internetverbindung über das bordeigene WLAN ist praktisch ein Ding der Unmöglichkeit. Dieses für das Hochtechnologieland Deutschland peinliche Problem ist lange bekannt und soll nun endgültig angegangen werden. Das hat am Freitag (8. April 2022) Bundesverkehrsminister Volker Wissing (FDP) und Vertreter:innen der Deutschen Bahn und von Vodafone bei einem Treffen auf dem Berliner Hauptbahnhof, wie die FAZ berichtet. Noch in diesem Jahr soll die Internetverbindung „spürbar“ stabiler werden, bis 2025 auch deutlich schneller.

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WLAN im Zug: Kooperation mit Vodafone und der Telekom

Auf den 7.000 Kilometer umfassenden Hauptverkehrstrecken der IC- und ICE-Züge sollen durch den Ausbau der 5G+-Technologie („5G Standalone“) mindestens 225 Megabit pro Sekunde erreicht werden, auf weiteren knapp 14.000 Kilometern immerhin noch 125 Megabit. Zu diesem Zwecke wird Vodafone 160 neue Mobilfunkstationen entlang der Bahnstrecken installieren. Die Bahn wird ihrerseits mehr Flächen und Glasfaserinfrastruktur entlang der Schienen bereitstellen, um diesen Ausbau zu ermöglichen.

Auch die Telekom beteiligt sich bereits seit Juni 2021 an der Verbesserung der Mobilfunkversorgung in den DB-Zügen. Sie investiert nach eigenen Angaben bis 2026 über 140 Millionen Euro in die Versorgung aller Strecken des insgesamt 33.600 Kilometer umfassenden DB-Schienennetzes und will eine Geschwindigkeit von 100 bis 200 Megabit pro Sekunde gewährleisten. Doch es ist nicht nur der schiere Umfang, der eine technische Herausforderung darstellt.

WLAN in fahrenden Zügen generell schwierig

Bewegt sich ein ICE mit 300 Kilometern pro Stunde, durchquert der Zug etwa alle 40 Sekunden eine neue Mobilfunkzelle. Entsprechend dicht muss das Netz an Mobilfunkantennen sein, woran Vodafone und Telekom arbeiten. Schwieriger noch ist es, die Funksignale überhaupt in die Züge zu bekommen. Nach Angaben der Telekom kommt tatsächlich nur ein Bruchteil der Mobilfunksignale, nämlich 0,1 Prozent, im Zug an, obwohl die ankommenden Signale durch Repeater auf und in den Waggons verstärkt werden. Die Bahn will daher zukünftig alle Züge mit Fensterscheiben ausstatten, die durchlässig für Mobilfunkwellen sind.

Bis in wirklich allen Fernverkehrszügen der Deutschen Bahn ein durchgehend stabiles WLAN zur Verfügung steht, könnte es also noch eine Weile dauern.

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