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Hörgerät und Pigmentstörung: Hersteller bringt diverse Barbies auf den Markt

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Von: Pia Seitler

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Die neuen Barbie-Puppen.
Die neusten Barbies haben ein Hinter-dem-Ohr-Hörgerät und Ken eine Pigmentstörung der Haut. © Mattel

Lange Zeit sah die wohl bekannteste Puppe der Welt eigentlich immer gleich aus: blonde Haare und sehr dünn. Ab Juli kommen Barbies mit Hörgeräten, Prothesen und verschiedenen Körpertypen auf den Markt.

Sie hat über zwei Millionen Follower:innen bei Instagram, ihre Mini-Accessoires aus Plastik horteten Mädchen in den 90er Jahren im Kinderzimmer und sie vermutlich so populär wie umstritten: Barbie. 1959 wurde die erste Barbie auf einer Messe in New York präsentiert, wie die Deutsche Presse-Agentur (dpa) berichtet. Seitdem gelang der Puppe mit der Wespentaille ein steiler Aufstieg und wurde über die Jahre in ihren unterschiedlichen Ausführungen zu einem der meistverkauften Spielzeuge der Welt.

Der Vorwurf, die Puppe des US-Spielzeugherstellers Matell fördere bei Kindern ein fragwürdiges, unerreichbares Schönheitsideal hält sich hartnäckig. Seit 2015 hat Barbie mehr als 175 verschiedene Looks ins Sortiment aufgenommen, darunter Puppen mit körperlichen Einschränkungen, etwa eine Barbie im Rollstuhl. Die Puppen repräsentieren mehr Hauttöne, Haarfarben und -texturen sowie eine größere körperliche Vielfalt – zum Beispiel groß, zierlich, kurvenreich, eine weniger ausgeprägte Taille oder stärker definierte Arme. Auch Ken gibt es in unterschiedlichen Körpermaßen und mit verschiedenen Augenfarben und Frisuren. Im Jahr 2021 waren acht der zehn weltweit beliebtesten Puppen der Serie divers, heißt es in einer Pressemitteilung von Matell.

Hautkrankheiten, Beinprothese und Hörgerät – Barbie setzt vermehrt auf Diversität und Integration

Die erste Barbie-Puppe, die mit einem Hinter-dem-Ohr-Hörgerät.
Die erste Barbie-Puppe, die mit einem Hinter-dem-Ohr-Hörgerät ausgestattet ist, um Menschen mit Behinderung, wie Hörverlust, zu berücksichtigen. © Mattel

Das neuste Mitglied in der Barbie-Familie trägt jetzt ein Hinter-dem-Ohr Hörgerät. „Als pädagogische Audiologin ist es für mich sehr inspirierend, dass es eine Puppe gibt, die ihr Leben mit einem Hörverlust meistert. Ich bin überglücklich, dass meine jungen Patient:innen eine Puppe sehen und mit ihr spielen können, die aussieht wie sie“, sagt Jen Richardson, die mit Matell zusammenarbeitete, um ein möglichst genaues Abbild einer Puppe mit Hinter-dem-Ohr-Hörgerät zu schaffen.

Damit entfernt sich Barbie weiter vom kritisierten ultradünnen Körperbild und setzt auf Diversität und Intergration. Die Vielfalt soll Kindern helfen, eine Puppe zu finden, mit der sie sich identifizieren können. Bereits seit 2020 gibt es eine Barbie mit Vitiligo, einer Hautpigmentstörung. Sie gehöre laut Matell zu einer der fünf meistverkauften Puppen der Barbie Fashionistas Linie in den USA. Ab Juli soll es nun in Deutschland auch einen Ken mit Vitiligo geben und Varianten der Ken-Puppe, mit sehr schlankem Körperbau. Bei den Barbies soll es dann auch eine Puppe mit Beinprothese geben.

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